Der Garten bevölkert sich, fünfte Woche

Nun kann da doch langsam nichts mehr Neues kommen, sollte man meinen, aber falsch gedacht.

Hier die Neuankömmlinge von dieser Woche:

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In unserer Obstbaumnuschelecke, das schmalblättrige Weidenröschen, von denen wir immer ein paar im Garten haben, weil sie so schön sind. Die sind an der Stelle ziemlich in die Höhe geschossen. Dahinter rankt sich eine Kiwipflanze, die keine Früchte bekommt, da sie alleine ist (nicht selbstbestäubend).

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Mutterkraut und eine Nelkenart, deren Name ich nicht kenne, mit grauen pelzüberzogenen Blättern. Ich habe sie auch schon in weiss gesehen.

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Glamis Castle, eine David Austin Rose, eine meiner Lieblinge, obwohl geringfügig zickig.

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Askot Rose von der Firma Tantau. Eine tolle Rose mit Blüten wie die englischen Rosen, robust, toller Duft.

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Rose Andre le notre von Meilland-Richardier, eine Beigabe, als ich die anderen bestellt habe. Hat sich gut eingelebt, obwohl der Regen die äusseren Blätter der Knospe angegriffen hat. Sagenhafter Duft!

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Eine späte Taglilie. Meine gelben blühen meistens bereits im Mai zusammen mit den sibirischen Iris.

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Hinter den Duftnelken legen jetzt die bodendeckenden Heidenelken los. Die weissen Punkte im Hintergrund sind weisse Heidenelken.

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Die Rose, die ich von unter dem Dachüberhang gerettet habe, wo sie nie auch nur einen Tropfen Regen bekam. Ich finde, dass sie wie eine „New Dawn“ aussieht. Die war schon im Garten.

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Eine Akelei, die meiner Meinung nach rosa und gefüllt hätte blühen müssen. Aus Samen von alten Akelei-Sorten. Vielleicht habe ich auch nur vergessen, was ich wo gepflanzt habe, Interessante Farbgebung jedenfalls.

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Mal so ein Überblicksbild. Die Buddleia blühen noch nicht.

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Das tut mein schwarzes Gras dagegen, das wird nur so 25 cm hoch.

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Weisse Malve, kleinwüchsig, Staude, vielleicht so bis 40 cm höchstens, bildet runde, hübsche Büsche. Säht sich gerne selber weiter aus.

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Meine erste Stockrose, die blüht.

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Eine Junghummel auf dem Steinbrech oder was das ist. Mit den Flügelstummeln muss das doch eine Hummel sein. Links daneben einer der nervigen Käfer, die im Moment alle weissen und gelben Blüten belagern.

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Meine dunkelblaue Veronika.

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Die brennende Liebe in voller Schönheit. Ist die nicht toll? Sie säht sich gerne selber weiter.

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Und last but not least eine Nachtkerze mit sehr grossen Blüten. Fast selbstleuchtend abends. Sie hat sich bei mir selber ausgesäht und ich habe etwas beim Verbreiten geholfen. (doofe Käfer)

Dieses Mal habe ich die Bilder klein gelassen, denn das erscheint mir übersichtlicher im Post selbst. Ich habe herausgefunden, dass man das Bild ja in gross sehen kann, wenn man will. 😉 Ja, ja, ich hinke etwas hinterher …

Ich wünsche allen eine schöne Woche und ein ebensoes Wochenende.

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Der Garten bevölkert sich, vierte Woche

Die nachfolgenden neuen Knospen und Blüten begrüssten uns als wir von Bornholm nach Hause kamen.


In Dänemark nennt man sie „brændende kærlighed“ (brennende Liebe). Es werden sich noch mehr kleine orangefarbene Blüten öffnen und kleine Blütenteller bilden. Der lateinische Name ist lychnis-chalcedonica. Sie wird ca. 50 cm hoch. Ich habe auch noch eine kleine Schwester mit grösseren Blüten, die blüht etwas später.


Die Akelei und Iris sind ausgeblüht, die Lupinen sind fast fertig; jetzt kommen die Glockenblumen. In weiss …


… und in blau. Sie sähen sich sehr schön selber weiter aus. Auch so 50 cm hoch, grosse Blüten.


Rosa rugosa „Schneekoppe“ in ganz zart lila. Die habe ich von einem Händler umsonst bekommen, war eine Falschversendung. 10 Stück waren das. Zwei habe ich behalten, die anderen habe ich verschenkt.


Zwei winzige Pflänzchen geklauter Mauerpfeffer haben sich über den ganzen Steingarten und den so genannten Weg verbreitet. Dahin haben sich auch einige Mohnpflanzen verirrt, die ich nicht über’s Herz bringe auszurupfen. Ich steige halt drüber. 🙂


Die Rose „Ascot“ macht sich bereit. Ein paar sonnige Tage noch …


Ganz normale Schafgarbe hat sich im Steingarten angesiedelt. In meinen Augen auch eine sehr hübsche Pflanze.


Steingartenpflanze. Ich kenne leider nicht alle die Namen. Wenn die Blüten ganz geöffnet sind, sind es auch kleine gelbe Sternchen, ähnlich wie der Mauerpfeffer.


Diese Pflanze (Tradescantia) wächst ziemlich grosszügig. Normalerweise kein Problem, aber sobald es zu trocken wird, legt sie sich flach auf alles, was daneben wächst. Ich habe welche, die mehr lila sind und welche, die mehr blau sind. Wässern ist angesagt, denn von der Trockenheit werden die schmalen grünen Blätter unansehnlich. Ich werde sie wohl etwas reduzieren.


Meine Dufnelken, die in verschiedenen Kombinationen von Hell- und Dunkelrosa an der Beetkante wachsen und besonders abends einen betörenden Duft verströmen. Kann aus Samen gezogen werden. Kann sich auch selber weitersähen.


Eine wunderschöne Rugosa-Rose. Sie war schon im Garten, daher kenne ich den Namen nicht. Sie duftet eindeutig und stark nach Gewürznelken.


Aquarell, eine Schwester der Augusta Louise.


Kletterrose Dublin Bay. Sie wächst langsam und duftet nicht, hat aber so eine wunderschöne, samtige, warme rote Farbe, dass ich sie nicht missen möchte. Auch beim Verblühen wird die Farbe nicht hässlich, wie bei einigen roten Rosen.

Bornholm

Bornholm war toll. So eine schöne Insel. Da waren wir nicht zum letzten Mal!

Eigentlich wollten wir ja ins Weserbergland, aber dort sollte es während unserer Urlaubswoche dauerregnen. Also hat mein Mann geforscht, wo einigermassen gutes Wetter zu erwarten war, und das war dann auf Bornholm.

An einem Tag hatten wir auch dort Regenwetter, an dem haben wir ausnahmweise Museums-hopping gemacht. Wir sind sonst nicht so die Museumsgänger, aber auf Bornholm waren einige besondere:

1) Ein Museum mit alten Autos, Mottorrädern und anderen Gefährten. Die Sammlung wurde von einem nunmehr älteren Ehepaar zusammengestellt. Besonders imponierend das alte Feuerwehrauto und alles was sonst so zur Brandbekämpfung dazugehörte. Ich gebe jeweils drei Beispiele. Den Rest können sich Interessierte per OneDrive Link anschauen. Manchmal standen die Dinge etwas eng, so dass ich nicht alles mit aufs Foto bekam.



OneDrive Link: https://1drv.ms/f/s!AgFPhjrOrk1AnjIvw6Pi0kkKRYJu
URL: http://www.bornholmsautomobilmuseum.dk/

2) Ein Eisenbahnmuseum. 1968 fuhr zum letzten Mal ein Zug auf Bornholm. Keine sehr grosse Ausstellung, aber sehr schön gemacht auch mit alten Fotos. Mein Mann musste natürlich auf einen Knopf drücken (durfte man), der ein lärmendes Signal in Gang setzte. Genau davor stand ein armer älterer Herr, den es fast aus den Socken hub. Er nahm es aber mit sehr viel Humor.




Dieses Ausstellungsstück hat eine nette Geschichte: Dieser Toilettepapierhalter wurde dem Museum Anfang 2016 von einer 80jährigen Dame gespendet. Sie hatte ihn 1968 aus dem letzten Zug, der auf Bornholm fuhr geklaut. Sie muss damals dann ja so um die 32 Jahre alt gewesen sein. Sie wollte gern anonym bleiben … 😉

OneDrive Link: https://1drv.ms/f/s!AgFPhjrOrk1AnjyoaIF1HmuIBvN8
URL: http://bornholm.info/da/bornholms-jernbanemuseum

3) Bornholms technische Sammlung auf 4000 Quadratmetern: alles von ca. 6200 Mokkatassen über vollständigen alten Handwerkswerkstätten zu einem Militärjet. Unglaublich, was da alles zusammengesammelt war. Einige Privatleute haben auch ihre Sammlungen gespendet.



OneDrive Link: https://1drv.ms/f/s!AgFPhjrOrk1AnjMuJvoiyURiE1Q4
URL: http://www.bornteksamling.dk/

4) Ein Wikingerhof. Er gehört einem Schmied und Holzschnitzer und seiner Frau, die alles nach alten Vorbildern aus Museen gestaltet haben.



OneDrive Link: https://1drv.ms/f/s!AgFPhjrOrk1AnjSSa-7GyA91brDk
URL: http://www.vikingegaard.dk

Die Kirche muss einmal sehr stark gewesen sein auf Bornholm, mit jedem Dorf seiner eigenen kleinen Rundkirche plus dann noch die grossen Kirchen und Namen wie ”Gudhjem” (Gottes Zuhause, ein wirklich idyllisches Örtchen), ”Paradisbakkerne” (Paradieshügel) und ”Hellighedsklipperne” (Heiligkeitsklippen). Wenn das nicht Gottes eigene Insel ist, welche ist es dann? 😉



Und die Festung Hammershus im Norden der Insel, von der man anscheinend immer noch nicht weiss, wer sie eigentlich gebaut hat und für wen. Erstaunlich bei einer so riesigen Anlage!



Eine Woche war ein bisschen zu kurz, aber wir konnten nicht länger bleiben, da unsere Anwesenheit anderenorts erwünscht ist.

Der Camping-Platz Balka Strand gefiel uns auch gut. Vor Saisonbeginn war nicht so viel los, reichlich Platz, kein Lärm, saubere Sanitärannlagen, nettes Besitzerpaar, gute Lage in Snogebæk. Dort bekommt man sowohl Bech’s Schokolade als auch Boisen Eiscreme. (Übrigens, ich habe seit 28.5.2016 2,3 Kilo abgenommen nur durch Zucker weglassen, ausser und trotz siehe oben, das musste sein, man muss schliesslich das lokale Handwerk unterstützen.) 😉

Und hier noch zweimal Blümchen im Wind, diesmal keine Kunstwerke 😉 sondern um etwas zu demonstrieren.


Hier wächst massenweise wilder Knoblauch, alle die runden lila Knubbel.


Und es gibt sie doch noch in freier Natur, die Kornblume, jedenfalls auf Bornholm. In Dänemark habe ich sie ansonsten noch nicht wildwachsend gesehen, und in Norddeutschland auch nicht mehr.

Das war Bornholm!

Der Bericht vom Garten folgt demnächst. Nur so viel: nach dem Aussehen der Pflanzen zu urteilen, war es zuerst sehr trocken und dann kam harter Sturzregen.

Der Garten bevölkert sich, dritte Woche

Eine sehr blühfreudige kleine Glockenblume, die winterhart ist.

Der grosse Mohn, den hatte ich noch nie im Garten. Ich ziehe eigentlich die kleinen Sorten vor.

Im Steinbeet die kriechende Veronika. Sie breitet sich von der Mitte kreisförmig aus.

Kalifornischer Goldmohn, zuerst auf Gran Canaria gesehen.

Kriechender Thymian im Steinbeet. (Der Zitronenthymian ist sich übrigens auch wieder gekommen.)

Zwergstorchenschnabel (ich kann ja nicht schon wieder „kriechend“ schreiben, aber eigentlich tut er das).

Eine kleine chinesische Rose, die im Topf steht, mit ganz edel geformten kleinen Blüten in dieser wunderschönen Farbe. Sie heisst denn auch Perle d’Or, Goldperle.

So eine rote Klematis habe ich noch nie gehabt. Die war schon im Garten.

Komtessa oder Comtessa, eine nostalgische Edelrose von Tantau.

Augusta Louise, eine Schwester der Comtessa.

Eine Art Kornblume, nur in Rosa.

Fingerhut

Eine mir bisher unbekannte Art Flieder. Die Blüten sind schmaler und länger als bei den anderen Bäumen. Sehr stark duftend, blüht an den einjährigen Zweigen habe ich festgestellt. Ich hatte ihn nämlich letztes Jahr beschnitten, da er sehr kräftig in die Höhe schiesst.

Weisser Storchenschnabel.

Es geht um die kleine Iris, das Bild soll nur den Grössenunterschied veranschaulichen.

Hier ein Portrait. Diese Iris hatte ich schon vor 28 Jahren in Hamburg und sie ist 9 Mal mit mir umgezogen. Dreimal dachte ich, dass sie mir eingeht, auch nach dem letzten Umzug, aber voila, hier ist sie wieder.

Diese Staude ist nicht so flashy, aber sie hat kleine hübsche Blüten und der Strauch selber ist sehr dekorativ. Er wächst mit hübsch geformten Blättern rund und ordentlich, wie eine kleine Kugel.

Steingartengewächs, hat so schöne sternförmige Blüten.

Mein bulgarisches Allium.

Die Margariten setzen überall Lichtpunkte.

Madame Hardy, eine Damaszenerrose, die einzige die den Versuch überlebt hat, Rosen aus Stecklingen zu ziehen. Sie ist jetzt wohl so fünf Jahre alt.

Und hier ein Portrait. Ist sie nicht wunderschön? Und der Duft!!! Leider blüht sie nur einmal, aber das ist dann auch eine Pracht.

So, jetzt reicht es aber! Jetzt wo wir immer einige Tage in der Woche weg sind, fällt mir erst richtig auf, wie viele schöne Pflanzen ich im Garten habe.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Ich werde vielleicht kein Internet haben in der kommenden Woche, daher „leicke“ ich unter Umständen die nächsten Tage nicht … 😉

Der Garten bevölkert sich noch mehr …

… man glaubt es kaum.

Die erste Rose war Jacqueline du Pres (Harkness),

dann war die weisse Kletterrose bereit. Ich weiss nicht, was es für eine ist, aber von der Blütenform, den Blättern und der Art wie sie wächst, könnte es eine White New Dawn sein.

Und hier ein Ziersalbei aus geklauten Samen, so ein schönes Blau:

Und ein Spitzwegerich, in meinen Augen eine sehr schöne Pflanze:

Mein lilafarbener Rhododendron:

Sibirische Iris:

Und zwei „normale“ Iris, beides Geschenke von Freunden aus ihrem Garten. Sie haben sich sehr schön eingelebt, wie man sieht:

Diese Lupine hat ein sehr aussergewöhnliches Farbenmix, Dunkelblau und Gelborange:

Das ganze Beet, das im März noch so kahl aussah, jetzt in wilder Schönheit:

Die Apfelbaum Saga, 2. Teil

Am 25. Mai fand ich sie im Apfel mit ca. 1 cm Wurzeln. https://birgitdiestarkeblog.wordpress.com/2016/05/28/experiment/
Ich habe sie dann gleich in die Erde getan und voila, hier sind sie am 9. Tag:

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Schon ganz am Anfang sind sie individuell. Die eine Pflanze hat drei Keimblätter (höchstwahrscheinlich ein geteiltes Keimblatt),

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und die andere, die etwas nachzockelt, hat ganz normal zwei Keimblätter.

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Da zeigt sich ein enormer Lebenswille. Das sind die keimfreudigsten Äpfel (Pink Lady), die ich jemals erlebt habe. Meine ersten vier waren auch Pink Lady. Laut Information aus dem Internet dauert es 5-10 Jahre, bis Apfelbäume zum ersten Mal blühen. Ich hoffe mal, dass Pink Lady eine Sorte ist, die bereits nach 5 Jahren blüht. Es wäre doch spannend zu sehen, was da für Äpfel bei herauskommen.

Foto des Monats Mai 2016/photo of the month May 2016

Bei Trelde Næs konnte ich mich nicht entscheiden, daher zwei, aber keine Blümchen im Wind … 😉


Fast wie Griechenland, nicht wahr? Nur nicht so warm … es war an dem Tag noch ziemlich kalt.


Totes Holz, aber so interessant. Ich finde das sieht wie Schriftzeichen aus, vielleicht Elfisch?

Vom Garten in Mai ein Blümchen: