Vegetarisches Gulasch

(Rezept für zwei Personen)

Das Gulasch habe ich nun öfter gemacht und finde, dass es gut genug schmeckt, um das Rezept zu teilen. Leider habe ich kein Bild, es war ziemlich schnell weg.

Man kann es entweder mit fertigem/selbstgemachtem Seitan machen oder mit Paneer, einer Art Käse, die aus Milcheiweiss gemacht wird.

Zutaten:
300 g fertiger/selbstgemachter Seitan bzw. Paneer aus 2 Litern Milch
1 rote Paprikaschote
3 kleine Schalotten
1 grosse oder 2 kleinere Wurzeln (rote Rüben?)
1 kleine Dose Tomatenmark
1 Esslöffel Gemüsebrühepulver
Paprikapulver
Chiliflocken oder –pulver
1/8 Liter Sahne oder Dosenmilch
Olivenöl

Zuerst wird Seitan/Paneer in kleine Würfel oder anders geformte Stücke geschnitten, in Öl schön braun angebraten und zur Seite gestellt. Ich benutze dazu Olivenöl. Wenn man keine Kolesterinprobleme hat, kann man natürlich auch für alles Butter benutzen.

Für die Sosse brate ich die in der Zwischenzeit die in dünne Ringe geschnittenen Schalotten in Olivenöl an, füge dann eine gewaschene und in kleine, handliche Stücke geschnittene rote Paprikaschote und die in sehr feine Scheiben geschnittenen Wurzeln hinzu. Wenn die Wurzel sehr gross ist, die Scheiben noch zerteilen.

Alle Zutaten etwa 5-8 Minuten schmoren. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Gemüse sollen gut bedeckt sein. Ich lösche einfach mit Wasser ab und füge dann das Gemüsebrühepulver hinzu. Reichlich Paprikapuler dazutun und Chilipulver oder -flocken nach Geschmack (manche mögen’s heiss). Kochen bis der Paprika und die Wurzeln weich sind.

Dann das Tomatenpüree hinzufügen und zuletzt den 1/8 Liter Sahne/Dosenmilch und den gebratenen Seitan/Paneer. Auf ganz kleiner Hitze durchziehen lassen, damit der Seitan/Paneer wieder warm wird (nicht mehr kochen).

Man kann praktisch Reis, Kartoffeln oder Nudeln dazu essen. Wir mögen es gerne mit Kartoffeln.

Herstellung von Paneer:

2 Liter Vollmilch
Etwas Essig (20 ml) mit 200 ml warmem Wasser vermischen

Die Milch wird aufgekocht (Tipp: zuerst eine Bodendecke Wasser zum Kochen bringen, dann die Milch hinzufügen, dann brennt nichts an, auch wenn man nicht umrührt. So mache ich das auch mit Haferflockenbrei.) Wenn die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und das warme Wasser mit dem Essig vermischt unter langsamen Umrühren ebenso langsam in die Milch giessen. Sobald die Milch anfängt auszuflocken, nicht weitergiessen. Die Menge, die ich angegeben habe ist allerdings ziemlich genau für 2 Liter Milch berechnet, daher kippe ich einfach alles hinein (bin kein Geduldsmensch bei solchen Sachen).

Alles durch ein feines Sieb giessen und den zurückbleibenden Paneer abtropfen lassen.

Normalerweise habe ich den Paneer immer am Tag vorher gemacht. Gestern habe ich es vergessen und ihn erst am selben Morgen hergestellt. Er schmeckte wesentlich besser. Wenn er über Nacht steht wird er hart und schmeckt einfach nicht mehr so gut. Wieder eine Erfahrung.

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 24 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2017).

7 Gedanken zu „Vegetarisches Gulasch“

  1. Danke!!!!
    Probiere ich gleich morgen. Ein Vegetarier hat es echt nicht so einfach hier in Nordjütland! Riesige Fleischtheken, magere Gemüseabteilung und keine vegetarischen Brotaufstriche. Nix!
    Nicht mal Kohlrabi, extrem selten Kopfsalat. 😦

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    1. Und ja, je weiter nach Norden, desto schwieriger. Ich kaufe fast alles in Flensburg ein. Es gibt ja die helsekost Läden, aber die sind ziemlich teuer. Ich mache auch viel mit Grünkern (Frikadellen z. B. oder „Braten“), den ich allerdings auch in Flensburg kaufe. Der hat so einen tollen Geschmack.

      Gefällt 1 Person

  2. Esst ihr auch manchmal vegetarisch? 🙂 Ich höre immer von Fleischessern, dass vegetarische Küche so kompliziert ist. Aber das Gulasch ist ja nun wirklich nicht kompliziert, nur das Fleisch ist ausgetauscht.

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    1. Wir haben den Käse auf dem Brot gefuttert. War gut. Das Gulasch kochen wir ein andermal. GsM und ich essen extrem wenig Fleisch, ginge es nach uns, bräuchten wir gar keins. Aber die drei Söhne….

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      1. Ach weißt du, sie sind vermutlich bloß deswegen so super, weil es sie hier nicht gibt. In Bayern hab ich ja auch nur zwei, drei Mal im Jahr welche gegessen.
        Hab schon mal drei Jahre kein Fleisch gegessen und auch jetzt sind oft mehrere Wochen dazwischen. Wir kaufen, wenn möglich, Biofleisch oder eben von einer Bekannten direkt vom Freilandhof.

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