Eine wahre Rhododendron-Geschichte

Ich hatte anfänglich nur zwei japanische Azaleen. Dann kam als wir in Schweden wohnten der Rhododendron mit den hell-lila Blüten und den variegata Blättern dazu, eine richtige Seltenheit. Ein Freund hatte eine Babypflanze aus einem verlassenen, verwilderten Garten ausgegraben und mir geschenkt. Nach zwei Jahren kam die erste Blüte. Nach 10 Jahren hatte er eine Höhe von ca. 1,5 Metern, also nicht allzu riesig und war genauso breit.

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Auf dem zweiten Bild eine Ecke der „Mutterpflanze“, die fuchsiafarbene Azalee und dahinter, bereits abgeblüht, eine fast blaue Azalee.

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Ich habe versucht, Ableger zu ziehen, weil wir ausziehen wollten, und die Pflanze zu gross zum Mitnehmen war (leider), was mir aber nicht gelungen ist.

Daher nahm ich von diesem Rhododendron 2011 Samen ab, die ich 2012 im Frühling aussähte. Das ergab so ca. 60+ Keimlinge. Alles in einem Topf. Als sie etwas grösser wurden, pflanzte ich sie um in grössere Töpfe à 4-6 Pflanzen.

Diese verbrachten den ersten Winter eng gedrängt draussen an einer geschützten Stelle. 2013 bekamen sie dann alle ihren eigen Topf. Das waren dann noch ca. 42 Überlebende.

Im Januar 2014 zogen wir um und im Frühjahr wurden die kleinen Pflanzen endlich in Beete gepflanzt. Ich weiss, dass ich diese Stadien fotografiert habe, bin aber bisher leider nicht in der Lage gewesen, die Bilder aufzustöbern.

2016 sind jetzt noch 21 (9.6.2016 gezählt) Pflanzen übrig, die sich sehr schön entwickeln. Einige sind dem Maulwurf zum Opfer gefallen, einige haben den Winter nicht überlebt. Sie sind sehr unterschiedlich in Wuchs und Blätterform, und ich glaube, dass sich der Rhododendron mit der fuchsiafarbenen Azalee gekreuzt hat, die im Topf daneben stand. Unter den Keimlingen waren einige, die von den Blättern her mehr wie Azaleen aussahen, nicht wie Rhododendron. Diese scheinen aber bis auf eine einzige eingegangen zu sein.

Ich bin sehr gespannt auf die erste Blüte! Leider scheint keines der Kinder die variegata Blätter geerbt zu haben, was die Mutterpflanze so ungewöhnlich gemacht hat.

Ich bin sehr froh, dass die Nachfolger in unserem letzten Garten echte Liebhaber sind. Als ich kurz ansprach, den Rhododendron mitzunehmen, kam da gleich ein Widerstand … denn er stand ja nicht im Topf. Alles, was ich mitnehmen wollte, hatte ich nämlich vor den Reklamefotos in Töpfe gepflanzt, aber den Rhododendron hatte ich nicht mehr geschafft. Da hätte man erst einmal einen riesigen Pflanzkasten besorgen müssen etc. etc.    Jedenfalls ist er in guten Händen.

Hier ein paar Bilder von den immer noch jungen Pflanzen in den verschiedenen Beeten.

In diesem Beet sind fünf Stück …

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… und in diesem sechs Stück.

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Im Beet gegenüber ist noch einer übrig geblieben. Die hellgrüne Pflanze rechts ist eine Glockenblume. In diesem Beet war der Maulwurf kräftig am Graben.

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Diese eine Pflanze sieht mir wie eine Azalee aus. Die anderen sind eindeutig Rhododendrons, denke ich.

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Hier kommen drei Bilder vom letzten Beet mit neun Pflanzen.

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 24 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2017).

4 Gedanken zu „Eine wahre Rhododendron-Geschichte“

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