Englische Muffins (Brötchen, keine Kuchen)

Hier möchte ich meinen zweiten von vier Lieblingen aus Grossbritannien vorstellen, die da sind: Crumpets,  bereits vorgestellt, Muffins, Shortbread und Scones.

Die Zutaten, genau wie bei den Crumpets, sind wieder ganz simpel, nur die Herstellungsweise ist etwas mehr zeitraubend, weil der Teig so oft ruht/geht.

Man nehme:

15 g Presshefe oder 1,5 Teelöffel Trockenhefe
1 Teelöffel Zucker
0,30 l warmes Wasser
450 g Weizenmehl (Typ 550)
1 Teelöffel Salz

Die Hefelösung zubereiten: Die Presshefe und den Zucker im warmen Wasser auflösen bzw. den Zucker im warmen Wasser auflösen und die Trockenhefe daraufstreuen (hier die Lösung 10 Minuten stehen lassen, bis sie blasig ist).

Mehl und Salz mischen und mit der Hefelösung zu einem weichen Teig vermischen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 10 Minuten lang kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. (Wenn in britischen Rezepten ”10 Minuten kneten” steht, dann hat man zu kneten!  😉  Ungelogen, davon hängt die Qualität des Teiges ab; das gilt besonders für den Teig, den man für pies benutzt, aber auch der Muffin-Teig wird besser, wenn man ordentlich knetet.) Dann den Teig zu einem Kloss formen und in einem beölten Plastikbeuten gehen lassen, bis sich der Teig an Umfang verdoppelt hat. (Ich habe meinen auf eine lauwarme Heizung gestellt, wo es ca. 45 Minuten gedauert hat.)

Aus dem Beutel nehmen und 2 Minuten lang schlagen und kneten, bis der Teig fest ist, zudecken und 5 Minuten ruhen lassen. (Ab hier habe ich ein frisches Geschirrtuch zum Abdecken genommen.) Bilder kommen erst ab nächste Stufe, denn die meisten wissen wohl, wie ein Teigklumpen aussieht.  😉

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1 cm dick ausrollen, zudecken und wieder 5 Minuten ruhen lassen.

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Mit einem Ausstecher (ca. 9 cm) Brötchen ausstechen. Wenn Teigstücke übrigbleiben, kann man sie wieder zusammenkneten und neu ausrollen, bis der ganze Teig verbraucht ist. Bei mir ergab das 10 Brötchen.

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Diese ausgestochenen Brötchen auf ein bemehltes Backblech legen und mit Mehl oder feinem Griess bestreuen. (Bemehlt ist hier wichtig, denn selbst auf Backpapier kleben sie fest.) Zudecken und ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig an Umfang verdoppelt hat. Da ich keinen so grossen warmen Ort habe, habe ich den Backofen auf 50 Grad erwärmt und die Brötchen zugedeckt dort gehen lassen. Oft heben sich die Muffins an einer Seite mehr und reissen dann ein. Das haben meine dieses Mal nicht gemacht. Aber wenn sie es tun, dann ist das richtig so. An dieser natürlichen Rissstelle reisst man die Muffins normalerweise auf zum Belegen/Beschmieren. Wir schneiden sie immer mit dem Messer. Das ist Geschmackssache.

Idealerweise brät man die Muffins auf der Herdplatte oder in einer Eisenpfanne an. Da ich einen Induktionsherd habe, funktioniert das mit der Herdplatte nicht, und eine Eisenpfanne habe ich daher auch nicht. Ich habe daher eine ganz normale Bratpfanne genommen. Die Muffins mit etwas Fett auf beiden Seiten ca. 3 Minuten lang braten, bis sie goldbraun sind. Während man brät heizt man den Backofen auf 230 Grad vor.

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Zum krönenden Abschluss die Muffins im Backofen bei 230 Grad, Gasstufe 4-5, auf der oberen Schiene 10 Minuten backen. Nach 5 Minuten vorsichtig umdrehen.

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Auf einem Rost abkühlen lassen. Auch hier wieder, wie bei den Crumpets, die knusprige Aussenkante und das weiche Innere. Ich mag sie am liebsten am nächsten Tag getoastet, so dass sie richtig schön heiss sind, und dann lege ich eine dicke Schicht Käse zwischen die beiden Hälften und lasse den anschmelzen.

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Portrait von der Seite, lecker!

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Restsonntag!

 

 

 

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 24 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2017).

8 Gedanken zu „Englische Muffins (Brötchen, keine Kuchen)“

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