Raabjerg Mile

An einem wunderschönen sonnigen, wenn auch kalten Frühlingstag machten mein Mann und ich eine Radtour zur Raabjerg Mile, einer riesigen Wanderdüne. Wir starteten Skiveren Strand, wo wir das Auto stehen liessen. Ich wollte wieder so eine schöne google Karte machen, aber all die kleinen Wege sind da nicht zu finden. 

Übrigens fahren die Dänen da unten am Skiveren Strand mit dem Auto. Das ist generell etwas, was Dänen gerne tun, mit dem  Auto am Strand lang fahren. Das werde ich nie verstehen. Auf Rømø steht im Sommer eine lange Reihe Autos am Strand entlang. Das ist als ob man auf einem Parkplatz spazieren geht und badet.

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Das Gebiet südlich der Düne ist waldig und mit vielen kleinen und grösseren Rad-, Wander- und Reitwegen durchzogen, alles schön säuberlich voneinander getrennt.

Auf dem Foto unten sieht man in der Ferne die grosse Düne:

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Auf der linken Seite Heidekraut. Das wird schön, wenn es blüht:

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Wir krabbelten dann an der Südseite hoch. Das letzte Viertel musste ich auf allen Vieren zurücklegen, so steil war es. Aber der Ausblick entschädigte für alle Mühen.

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Runter kommt man immer:

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Auf dem Rückweg zickzackten wir dann durch den Wald, bis wir wieder an die Strasse zum Skiveren kamen. Unterwegs fanden wir einige grosse, bunkerähnliche Anlagen, die mit Erde bedeckt und mit dicken Metalltüren versehen waren. Mein Mann meint, dass dort entweder Sprengstoff oder Waffen gelagert würden. (Er hat mal für Dyno-Nobel gearbeitet und musste öfter mal ”Proben” aus solchen Bunkern holen.) Die habe ich nicht fotografiert.

Im Wald überraschte mich die grosse Menge an Flechten. Luft und Wasser müssen wohl noch relativ gut sein dort oben.

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Mein Mann meint, warum ich nicht Ausflüge für deutsche Touristen organisiere, entweder Wander- oder Radtouren oder Touren mit dem Kleinbus. Ich habe darüber nachgedacht, aber ich möchte das lieber nicht professionell machen, lieber mit Freunden und Bekannten (oder Bloggern …). Ausserdem braucht man für ältere Leute, also noch älter als ich, jemanden, der oben auf der Düne mit einem Seil steht, an dem man sich hochhüsern kann.

Nach Norden hin ist dann nur Sand so weit das Auge reicht. Das konnte man allerdings von ”unserer” Düne aus nicht sehen, dafür hätten wir die nächste auch noch hochklettern müssen. Da hat mein Mann gestreikt. Glücklicherweise war ich vorher bereits mit meiner Freundin aus Belgien dort. Wir hatten auf dem grossen Parkplatz an der Nordseite der grössten Düne geparkt. Hier ein Foto. Das könnte doch genauso gut in Ägypten sein oder? Es ist zwar alles nur Sand, aber ich finde es wild!

Liebe Grüsse aus dem hohen Norden, der anscheinend nicht so echt ist, wie der deutsche Norden … 😉 Zum Abschluss noch einmal zwei Bilder von Skiveren Strand. Es gibt dort übrigens einen wunderbaren Camping-Platz, auf dem wir schon einmal eine Woche mit dem Wohnwagen verbracht haben: http://www.skiveren.dk/de/

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Ich wünsche euch allen einen schönen Wochenanfang.

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 24 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2017).

16 Gedanken zu „Raabjerg Mile“

    1. Hehe, ich finde auch, dass Maschinen am Strand nichts zu suchen haben, aber mit dieser Meinung stehe ich in Dänemark wohl ziemlich alleine. Genau wie mit der Abneigung gegen Marzipan. Mein Mann neckt mich damit „du er sær“, du bist seltsam, sagt er. Komischerweise mag ich das französische Marzipan, aber das ist auch nur mit Mandeln gemacht. Ich weiss nicht, was in Deutschland und Dänemark da noch reingepanscht wird.

      Gefällt 3 Personen

  1. Das wird anstrengend: Erst nach Skagen zum Grenen, wo Ihr mit einem Bein in der Ostsee und dem anderen Bein in der Nordsee stehen könnt, dann werdet Ihr auf die Mile gescheucht, dann geht’s nach Hirtshals auf den Leuchtturm und Nordseemuseum vielleicht, dann Gammel Købmandsgård zum Kaffeetrinken, Wikingerdorf und Lønstrup zum Essen. Abends dann Lagerfeuer mit Vino. Klingt das o.k.?

    Gefällt 1 Person

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