Oslo, Teil 3

Die Bilder dieses Berichts stammen von zwei Reisen, 2013 und 2015. Einmal war Sonnenwetter, einmal nicht, aber ansonsten fand ich, dass man die beiden Reisen gut miteinander verknüpfen konnte. Von der Reise einmal im Dezember habe ich insgesamt nur 4 Bilder, weil es viel zu kalt war, um die Handschuhe auszuziehen. Von der Reise stammt das Bild vom Königspalast, der mitten in der Stadt auf einem Hügel liegt. Ich habe nach der Teestube geforscht, sie aber über google nicht gefunden. Wenn es sie noch gibt, werde ich sie nächstes Mal wiederfinden (oder auch nicht) und berichten.

Es sind viele Museumsbesuche dabei, weil mein Mann auf einer der Reisen nicht richtig gehen konnte und wir daher die lange Sightseeing-Tour mitgemacht haben. Das war mal ganz interessant, da wir es bisher noch nie gemacht hatten. Ich bin nicht so ein genereller Museums-, Palast- und Kirchenbesucher, aber wenn es um Schiffe, Wikinger und Freiluftausstellungen von alten Häusern und Gerätschaften geht, bin ich begeistert. (Oder Motorräder, Autos und Eisenbahnen sowie bontanische Gärten …)

Aber erst einmal eine Diashow mit Bildern vom Oslofjord, der an der Einfahrt so breit ist, dass man die beiden Ufer nicht auf ein Foto bekommt. Vorher noch ein Abschiedsfoto vom Kopenhagener Nordhafen:

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Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Dyna Fyr in der Mitte des inneren Oslofjords sollte man gesehen haben. Es handelt sich hier um ein ehemaliges Leuchtfeuer, das 1874 gebaut wurde. Heute wird dieses ungewöhnliche Gebäude für Empfänge und Parties benutzt. Es ist perfekt für kleine Feiern bis zu 40 Personen. Das Menü besteht aus Frischem vom Meer der jeweiligen Saison. Dyna Fyr ist zwischen Ostern und Weihnachten für geschlossene Gesellschaften von 20 bis zu 40 Personen für Mittag- und Abendessen geöffnet:

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Wir wurden wieder von Akershus begrüsst. Das grosse rote Ziegelsteinhaus mit den zwei dicken Türmen in der Diashow ist übrigens das Rathaus. Das flache weisse Gebäude am Hafen ist die neue Oper (2009).

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Wir gingen dann unseren ”normalen” Weg am Kai entlang und trafen auf diesen Anblick: Ein Club-Treffen mit alten und neueren Morgans. Ich fragte und durfte Details fotografieren. Anscheinend gehört auch eine bestimmte Kleidung zu diesen Autos.

Auf unserem Spaziergang durch die Stadt kamen wir an weiteren interessanten Dingen/Situationen vorbei.

Der Königspalast:

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Hier eine kluge Möwe, die bequeme Beute jagt, vielleicht nicht so gesund …

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Und dann kamen wir an einer Kunstgallerie vorbei. Zum Glück war Sonntag, sonst hätte ich dieses gekauft.

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Ein Haus, das an Klondike erinnert, sich aber in einem anderen Stadtteil befindet.

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Nun zu den Museen:

Das Fram-Museum (Frammuseet) erzählt die Geschichte der norwegischen Polarforscher. Es liegt auf der Halbinsel Bygdøy. Leider ist es in den Museen sehr dunkel und vieles ist unter Glas, so dass man nicht einmal Blitz benutzen kann. Daher sind die Fotos teilweise nicht so toll.

Die Fram wurde 1892 in Norwegen gebaut. Sie ist noch vollständig erhalten und wird als Museumsschiff genutzt. Die Fram wurde von Schiffsbauer Colin Archer auf Bestellung von Fridtjof Nansen gebaut, der es für seine Nordpolexpedition benutzen wollte.

Man kann dort im Schiff auch die Kajüten der Expeditionsmitglieder sehen, mit der Originaleinrichtung, in denen sie drei Jahre lang gelebt haben. Auch eine Übersicht über sämtliche Expeditionen (auch englische) kann man im Museum finden, sowie Foto- und Filmmaterial usw. usw. Ich fand es sehr interessant.

Das Kontiki-Museum (Kon-Tiki Museet), Thor Heyerdahls Forschungsstiftung, wurde 1950 als privates Museum eingerichtet. Es befindet sich ebenfalls auf der Halbinsel Bygdøy. Das ist eine richtige Museumsinsel, aber darüber später mehr.

Die Kon-Tiki war ein Floss aus Balsaholz, das under der Leitung des Norwegers Thor Heyerdahl gebaut und gesegelt wurde. Er leitete 1947 die Kon-Tiki-Expedition, die seine Theorie bekräftigen sollte, dass die Völkerwanderung nach Polynesien über das Meer von Lateinamerika aus erfolgt sein könnte. 

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Es gibt auch ein Thor Heyerdahl Museum auf Teneriffa, angeschlossen an die Pyramiden von Güimar. Dort erfährt man, dass er lange Zeit auf Teneriffa gelebt hätte, aber bei Wikipedia steht nichts davon. Irgendeine Verbindung muss er ja gehabt haben, sonst wäre da kein Museum zu seinen Ehren, denke ich mal.

Ich bin ziemlich beeindruckt von dem Mann, die Forschungsreisen die er unternommen hat, aber ich muss mich Eines fragen: Warum heiratet ein Mann, der fast nie zuhause ist drei Mal und setzt fünf Kinder in die Welt? Er muss doch beim ersten Mal schon gemerkt haben, dass er die beiden Dinge nicht vereinbaren konnte. Seine beiden ersten Frauen starben übrigens.

Vigelandsanlegget (die Vigelands-Anlage) ist ein Skulpturenpark im Frognerpark in Oslo. Die Sammlung hat ihren Namen nach Gustav Vigeland, der die Anlage gestaltet hat.
Die Vigelands-Anlage erstreckt sich über 32 Hektar und enthält 214 Skulpturen mit fast 600 Figuren, sowie 13 schmiedeeiserne tore. Alle Kunstwerke stammen von Vigeland.


Soll ich meine Meinung dazu sagen? O.k., ich tue es. Gustav Vigeland war ohne Zweifel ein sehr begabter Bildhauer, aber die meisten seiner Statuen stellen nackte Menschen aller Altersklassen dar. Also von der Wiege zum Verfall. Und das 600 Mal? Sorry, es war also nicht so ganz mein Fall. Aber der Park an sich ist toll angelegt. An einigen Stellen vergisst man völlig, dass man sich in einer Stadt befindet.

Als letztes Museum das Wikingerschiff-Museum mit einigen wunderschönen Gebrauchsgegenständen und Resten von grossen Schiffen.

Dieser Artikel verdient ein besonderes Bild, das Kopfstück eines Wikingerschiffs. Es ist mitnichten aus Metall, sondern aus auf Hochglanz poliertem Holz. Ist es nicht wunderschön?

IMG_20151001_131740 Vikingemuseum

Auf den Hügeln über Oslo, auf dem Holmekollen, liegt die grosse Skisprungschanze, die neu gebaut und 2010 wieder eingeweiht wurde. Es gibt dort seit 1892 eine Sprungschanze, die u. a. für die Winterolympiade 1952 und diverse Weltmeisterschaften benutzt wurde und wird.

Wenn man wieder absegelt kommt man an diesem Kaffee vorbei, dass auf einer Insel liegt und nur mit einem Boot erreicht werden kann. Auch viele Wohnhäuser auf den kleinen Inseln im Fjord oder sogar auf dem Festland sind nur vom Wasser her zugänglich.

OsloApril2013 069 CafeAufInsel

Und zum Abschluss noch einige Impressionen von der Ankunft in Kopenhagen. An der ”Langen Linje” legen die grossen Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt an.

Damit ist die Reise für dieses Mal vorbei. Jetzt habt ihr noch einen Oslo-Teil zugute, und zwar wird der von dem Volksmuseum, das auch auf der Halbinsel Bygdøy liegt, handeln. Dort sind gleich drei Museen an einem Platz versammelt, aber mehr verrate ich nicht. 😉  

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 24 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2017).

5 Gedanken zu „Oslo, Teil 3“

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