Mein Grossvater

Heute möchte ich von meinem Grossvater berichten, dem Vater meines Vaters. Von ihm haben mein Vater und ich unsere Vorliebe für Pflanzen und Gärten geerbt.

Eigentlich war er Fischereikapitän. Nach dem zweiten Weltkrieg zog er mit seiner Frau nach Rostock in die sowjetisch besetzte Zone, weil er im Westen keine Arbeit bekam. Dort lebte er bis zu seinem Tode. Er war Kapitän auf dem Schiff ”Halle”, ein ziemlich grosser Dampfer, den man sogar als Papiermodell zum Selberbauen kaufen konnte. Wenn ich jetzt im Internet nach dem Schiff suche, bekomme ich Null Ergebnisse.

Er fuhr also zur See und berichtete manchmal, wie hart es an Bord war, besonders wenn sie in Fischschwärme kamen. Dann waren die Netze voll, und alle mussten helfen mit dem Fischeausnehmen und auf Eis legen, auch der Kapitän, und zwar so lange wie da Fische waren, vorher war nichts mit schlafen. Kein Wunder, dass sie fast alle Alkoholiker waren. Mein Grossvater auch, aber er wurde nie aggressiv, nur redselig, und dann wetterte er gegen das DDR-Regime. Das wurde dann von den Untermietern, die meine Grosseltern gezwungen waren aufzunehmen, weil ihr Haus zu gross war für zwei Personen, an die Polizei gemeldet, die prompt meinen Grossvater vorlud um sich zu erklären. Er kam allerdings immer mit einer Verwarnung davon.

Wenn er nicht auf See war, kümmerte er sich um den Garten. Ausser einem fantastischen, riesigen Kirschbaum, den er gegen die Stare verteidigen musste, hatte er Johannisbeeren in drei Farben, Stachelbeeren, Pflaumen, Birnen, Kürbisse und Gemüse auf einer Dreifelderwirtschaft. Er hatte drei kleine Beete, von denen eines immer brach lag und mit Gründünger bepflanzt wurde, der dann später untergegraben wurde. Auf den anderen beiden Beeten hatte er Gemüse, meistens zwei Sachen auf einmal, und dann zwischen zwei bis drei Ernten im Jahr. Er wusste, was sich vertrug und was nicht, und was nacheinander gepflanzt werden konnte. Die Bepflanzung rotierte er dann jedes Jahr von Beet zu Beet. Ich wünschte, ich hätte damals besser aufgepasst! Das einzige was ich behalten habe ist, dass nach der Bepflanzung mit Erbsen die Erde ausgelaugt ist und brachliegen muss, und dass Kartoffeln die Erde von Unkraut säubern. Achja, im Herbst hatte er dann in einem Beet Rosenkohl und in dem anderen Grünkohl. Über den Kirschbaum hatte er ein Fischernetz gebreitet und dann Blechdosen in den Baum gehängt. Diese konnte man mittels einer Schnur von der Veranda aus in Bewegung setzen, um die Vögel zu vertreiben, denn die Schlauen flogen von unten in den Baum hinein und umgingen das Netz. Wenn man sich auf der Veranda aufhielt, hatte man automatisch Dosendienst.

Meine Grossmutter stellte Unmengen von Eingemachtem her, von denen alle Kinder etwas abbekamen. Ich habe nie verstanden, warum meine Mutter das nicht toll fand. Wir assen hauptsächlich die eingekochten Kirschen und Pflaumen, wohingegen die Kürbisse und Birnen stehenblieben. Als ich später mal darauf bestand, die Birnen zu probieren, war ich erstaunt, wie lecker die schmeckten. Eingelegter Kürbis ist auch nicht gerade mein Favorit, aber ich fand es wunderbar, dass meine Grossmutter das konnte. Auf diese Weise versorgte der Garten sie nicht nur während des Sommers, sondern auch im Winter.

Einmal stand mein Grossvater auf einer hohen Leiter um Kirschen zu ernten. Irgendwie stand die Leiter wohl nicht im richtigen Winkel, jedenfalls fiel sie zusammen mit meinem Grossvater hintenüber. Wie im Zeichentrickfilm, in Zeitlupe, aber doch zu schnell für uns, als dass wir ihm zu Hilfe hätten kommen können. Zum Glück fiel er in die Johannisbeerbüsche, und er kam mit einem Schrecken davon (und wir auch).

Ich erinnere mich daran, dass meine Grossmutter oft in Hamburg bei meiner Tante zu Besuch war, wenn mein Grossvater auf See war. Zuerst war das ja nach dem Krieg kein grosses Problem, aber dann wurde die Grenze zugemacht und plötzlich konnte man einander nicht mehr so einfach besuchen. Zu Anfang, als ich noch klein war, durfte man nicht mit dem Auto in die DDR einreisen, man musste die Bahn nehmen. An der Grenze mussten dann alle aussteigen, durch den Zoll gehen und in einen anderen Zug wieder einsteigen. Wenn man angekommen war, wo man wohnen wollte – man konnte nur einreisen, wenn man Verwandte besuchte – musste man sich bei der Polizei melden und am Tag vor der Abreise wieder abmelden.

Es war etwas einfacher, als man dann mit dem Auto einreisen durfte. Obwohl man an der Grenze jedes Mal gründlich gefilzt wurde. Man fühlte sich wie ein Verbrecher. Und meine Mutter versuchte öfter, etwas hinauszuschmuggeln, denn man musste einen bestimmten Betrag pro Person und pro Tag 1:1 zwangsumtauschen und sollte dann gerne das Geld im Lande verbrauchen, was gar nicht so einfach war. Essengehen war extrem billig, der öffentliche Verkehr kostete fast gar nichts. Wein machte mein Grossvater selber aus den Johannisbeeren … Kunst, Porzellan, Stoffe, nichts durfte man mit in den Westen nehmen. Wenn an der Grenze etwas gefunden wurde, wurde es beschlagnahmt und man wurde verhört, also die Erwachsenen. Ja, das war ein kleiner Ausflug in die deutsche Geschichte. Um mit Obelix zu sprechen: ”Die spinnen, die Deutschen!”

Natürlich gab es auch dunkle Geheimnisse im Leben meiner Grosseltern, aber da ich die Geschichten nur aus zweiter Hand kenne und daher nicht weiss, ob sie wahr sind, werde ich sie hier nicht wiedergeben.

Die Nachbarn meiner Grosseltern hatten eine Tochter in meinem Alter, und wir freundeten uns an. Als wir älter wurden wollte sie mich dann immer mit zu den Jungpionieren nehmen, aber da hatte ich keine Lust zu.

Wieder zurück zu meinem Grossvater. Er konnte auch Geige spielen! Ich erinnere mich an einen Silvesterabend, an dem meine beiden Grossväter zusammen musizierten. (Der Vater meiner Mutter spielte Bandoneon in einer Volkstanzgruppe.) Das war das letzte Mal, dass wir zusammen ins Neue Jahr feierten, denn er erkrankte an Krebs und starb innerhalb kurzer Zeit. Es war ziemlich hart, ihn zu sehen. Ich war damals 13 Jahre alt oder so und sah meinen starken Grossvater zu einem verhutzelten kleinen Mann reduziert. Ich war erstaunt wie gefasst er die Situation zu tragen schien. Er wurde 68 Jahre alt.

Als Seemann konnte er früh pensioniert werden, ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube mit 55. Und die Zeit seiner Pension hat er nicht verschwendet, nein, er lernte Englisch über das Fernsehen und machte seinen Führerschein, kaufte einen Trabbi und fuhr mit meiner Grossmutter auf Ausflüge.

Ich fand ihn ziemlich imponierend.

Italien mit dem Motorrad, Teil 3

16.5.2012

Wir fuhren weiter in Richtung Lago di Garda, allerdings nicht mehr auf der Autobahn, die hatten wir in Bozen/Bolzano bereits verlassen, über Trento, Arco, Nago, Torbole.

Also mal ganz ehrlich, der Garda-See ist in meinen Augen überreklamiert. Ich würde den Lago di Como jederzeit vorziehen (am Lago Maggiore war ich noch nicht). Aber ich glaube wir waren auf der weniger interessanten Seite des Sees. 

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Das Örtchen hätte mich gereizt …

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Na gut, so uninteressant war es gar nicht! Aber deutlich schöner auf der anderen Seite … 😉   Vielleicht war es mir zu touristisch.

Nette kleine Orte waren da aber trotzdem: Malcesine, Porto, Campo, Castelletto, wir assen in einem ziemlich kitschig eingerichteten Restaurant am Strand, das aber gutes Essen servierte. In Castelletto machten wir unsere erste Pause. Das Restaurant kam später.

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An den Fahnen kann man sehen, dass der Wind aus Nord/Nord-Ost kam. Daher war es trotz Sonne nicht sehr warm.

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Blick von Castelletto aus auf die andere Seite des Sees.

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Ich versuche, in meine Jacke runterzukriechen.

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Hier zwei Bilder von dem Restaurant. Dort war alles mit Gold bemalt, sogar die Verzierung auf den Fliesen und die Vorhänge in der Toilette.

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Man hatte einen schönen Ausblick.

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Unser Weg führte uns weiter über Lazise (hier verliessen wir den Gardasee), Valeggio sul Mincio, Marengo, Goito, Gazoldo degli Ippoliti, Marcaria.

Unser GPS führte uns von Cesole bis Dosolo auf dem Deich am Po entlang, von wo wir eine atemberaubende Aussicht hatten. Ich war so hin und weg, dass ich gar nicht fotografiert habe. Erst waren wir nicht sicher, ob wir da überhaupt fahren durften, aber es fuhren auch einige wenige Autos dort oben, also schien es legal zu sein. In Dosolo kreuzten wir noch einmal den Po. Eigentlich wollten wir ein Hotel finden, aber das gestaltete sich schwierig.

Vor der Stadt, die auf der anderen Seite des Flusses lag, Guastalla, befand sich auf der rechten Seite ein Luxus-Hotel-Komplex mit dem Problem, dass er geschlossen und verwaist war. Gleich gegenüber lag noch ein Hotel, das aber recht heruntergekommen wirkte. Wir fuhren weiter in die Stadt hinein, konnten aber kein einziges Hotel mehr ausmachen. Die Bevölkerung schien hauptsächlich aus Indern oder Pakistanern zu bestehen. Nicht, dass ich etwas gegen sie hätte, es wunderte mich nur.

Wir sahen uns gezwungen weiterzufahren, und zwar über Novellara bis zu einem kleinen Ort, der Ponte Vettigano hiess und wo wir das Hotel Santo Steffano fanden.

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Das Hotel wurde von einer Schweizerin und ihrem italienischen Freund geführt. Das zugehörige Restaurant hatte allerdings einen anderen Pächter. Und dort war in der Nacht Diskothek bis um 02.00 Uhr morgens. Da war Knall drauf. Wir waren eigentlich am meisten besorgt wegen unseres Motorrads, das draussen stand. Wir wussten ja nicht, was das für Leute waren. Da wir wegen der lauten Musik sowieso nicht schlafen konnten, schlich ich am Ende des Disko-Abends in den ersten Stock. Dort war ein Fenster zum Parkplatz hinaus, von wo ich beobachten konnte, ob jemand zu unserem Motorrad rüberging. Aber nichts passierte, niemand ging auch nur in seine Nähe, und nachdem die letzte Autotür zugeschlagen worden war, konnten wir endlich schlafen. Disko ist dort immer Mittwochs, ihr seid somit gewarnt! Ansonsten können wir das Hotel empfehlen. Die Dame des Hauses serviert ein sehr nettes Frühstück, sogar mit Ei, wenn man will.

Sie erzählte uns, wie schwierig es wäre, in Italien ein Geschäft zu haben; die Steuern würden einen auffressen. Nachdem wir sie bezahlt hatten, mit Bargeld, sahen wir sie in ein Auto steigen und absausen. Wir hatten den Verdacht, dass sie unterwegs war, um jemanden zu bezahlen, dem sie Geld schuldete. Sie lebten nicht nur von dem gepachteten Hotel; ihr Freund hatte einen anderen Job. Sie war nicht sehr zuversichtlich, dass sie im Hotel würden bleiben können unter den Umständen, wie sie in Italien im Moment vorherrschten. Schade, es sieht so aus als ob es überall bergab geht.

 

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Am Donnerstag ging es dann weiter in Richtung Süden. Freunde hatten uns die Stadt Lucca empfohlen. Wir sahen uns die Lage auf der Karte an und fanden, dass man von dort gute Tagestouren würde machen können. Daher beschlossen wir, dort auf jeden Fall drei Nächte zu bleiben.

Der Weg nach Lucca führte uns über Carpi, Modena, Sassuolo, Frassinoro, Passo delle Radici, eine wunderschöne Passstrasse, Castelnuovo di Garfagnana, Gallicano, Bagni di Lucca.

Auch auf diesem Abschnitt habe ich nicht so viel fotografiert wie sonst, ich war so beschäftigt mit Gucken. Ich schummele daher und setze ein paar Fotos vom Passo delle Radici rein, die ich auf der Rückfahrt gemacht habe.

 

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In Lucca fuhren wir nur kurz umher, da hatten wir auch schon ein ansprechendes Hotel gefunden, Hotel San Marco. Da der heilige Markus uns in Auer bereits gute Unterkunft beschert hatte, beschlossen wir, es dort zu versuchen. Auch sehr empfehlenswert übrigens, mit Tiefgarage. Wir haben mit unseren Hotels Glück gehabt. http://www.hotelsanmarcolucca.it/de/ Das Hotel sieht wirklich so aus wie auf den Bildern, jedenfalls in 2012. Die Webseite ist viersprachig und der junge Mann an der Rezeption sprach auch alle vier, Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch (er war Italiener). Vom Hotel aus war man in fünf Minuten in der Altstadt.

Hier nur ein paar Fotos von Lucca, später kommen mehr.

 

(Fortsetzung folgt)

 

 

 

Der Pilzwald

Neulich hatten meine hundeerfahrene Freundin und ich ja die schönen Pfifferlinge gefunden, ich glaube vor ca. zwei Wochen. Jedenfalls versuchten mein Mann und ich am Uggerby-Strand-Tag von der anderen Seite an den Wald heranzukommen, der offiziellen. Dort gibt es aber, wie meine Freundin mich gewarnt hatte, nirgendwo Parkplätze. Weder die Anwohner noch die Jäger haben ein Interesse daran, dass dort allzu viele Leute hinkommen. Aber das sollte uns nicht abhalten.

Wir haben nicht mehr viele Pfifferlinge gefunden. Anzeichen deuteten darauf hin, dass andere Sammler Schuld daran waren (wahrscheinlich die Anwohner, Schufte!), aber es wurde dann doch noch eine Handvoll, die wir einfach nur in Butter gebraten haben, lecker!

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Einige von den schönsten Pilzen, die wir gefunden haben, will ich hier gerne zeigen. Leider kenne ich mich nicht so gut aus. Eigentlich kenne ich nur drei Sorten richtig, Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen. Das sind die Sorten, die mir jemand in der Natur gezeigt hat. Alles andere, also nach Zeichnungen oder Fotos, traue ich mich nicht zu sammeln.

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Ein winziges Steinpilzchen. Zwei sogar. Die habe ich stehengelassen, die waren so niedlich.

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Ist das nicht ein Prachtkerl? Ich nehme mal an, dass es sich hier um einen Fliegenpilz handelt, der sich noch nicht geschuppt hat.

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Bevor er den Schnecken und anderem Getier zum Opfer fiel, war dies ein prachtvoller Maronenpilz. Der Schirm so gross wie meine Hand (Grösse 10) mit gespreizten Fingern. Angeblich sollen die ja in Gruppen wachsen, aber ich habe keine anderen gesehen.

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Hier ein hübscher Winzling; das Küchenmesser dient zum Vergleich.

Das sah uns nach Eichhörnchen-Aktivität aus …

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Noch ein Winzling, was wird es, ein Steinpilz oder ein Fliegenpilz?

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Der sah lecker aus, aber ich weiss nicht, was das für einer ist.

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Hier ein Ziegenbart oder goldgelbe Koralle, der angeblich in höheren Lagen vorkommt und ansonsten sehr selten. Wir haben mehrere Stellen gesehen. Ich wusste aber nicht, ob dies die essbare Variante war. Sie waren noch ziemlich winzig.

Ausserdem haben wir Hallimasch und Boviste und Knollenblätterpilze gesehen. Und eine Gruppe Lamellenpilze mit grossen, flachen, braunen Kappen, etwas gewellt und in der Mitte eine Vertiefung, aber das Bild ist leider total unscharf geworden. Einen weiteren Pilz haben wir gesehen, der aussah wie eine Heiderotkappe.

Warum machen Leute Pilze kaputt, die giftig sind?

Die Preisselbeeren fangen an reif zu werden. Die Blaubeeren sind es bereits, aber die waren „abgegrast“. Im Wald meiner Freundin waren so viele, ich hoffe, sie hat sie gesammelt. Sonst muss ich da noch einmal hin … 😉

Und damit wünsche ich euch allen eine angenehme Woche!

 

Und wieder einmal Strand …

Mein Mann und ich suchen ja nach Stränden, wo wir noch nicht waren. Es gibt hier oben so viele, und viele ähneln sich, aber Uggerby Strand ist nun wieder etwas ganz Spezielles. Ein weitläufiger flacher, fester Sandstrand, OHNE DÜNEN, gut zum Spazierengehen und Hunde ausführen, keine Versteckmöglichkeiten für etwaige Zwerge. Es gibt allerdings nicht Tausende von Muscheln oder Steinen zu finden. Hauptsächlich haben wir Austernstücke und Krebsteile entdeckt, sogar einen ganzen kleinen „Dvarslöber“, wie wir auf Plattdeutsch sagen, eine kleine Krabbe, die sich seitwärts fortbewegt. Den habe ich aber nicht mitgenommen. Auch an Vögeln mangelt es hier nicht.

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Erst dachte ich, das Weisse wäre ein Vogelei, aber die Form stimmt natürlich nicht, und dann war es ganz dünn und zart, also auch kein Seeigel. Schaut mal auf dem nächsten Bild, könnte das nicht der innere Körper eines Seesternes sein?

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Am Uggerby Strand fahren Autos, aber nur sehr wenige, denn man kommt nicht weit.

Schaut selbst:

Der Himmel vor uns …

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Der Himmel hinter uns …

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Es ist sumpfig hier:

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Und hier der Strand:

 

Nach unserem Spaziergang wollte mein Mann versuchen, ob wir mit dem Auto bis nach Tversted kommen würden um da wieder den Strand zu verlassen. Hier haben wir ein paar Möwen geärgert, aber keine Bange, wir sind langsam gefahren und alle sind in die Luft gekommen:

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Teilweise war der Strand dann ziemlich schmal, für meinen Geschmack zu schmal … bei Hochwasser wären wir an einigen Stellen gar nicht durchgekommen.

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Und dann schnitt uns ein breiter und tiefer Wasserlauf den Weg ab, kurz vor der Auffahrt nach Tannisby und Tversted:

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Als wir umdrehten, war das Wasser bereits ein wenig angestiegen …

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Wir sind dann noch in einen Pilzwald gefahren, aber davon wird separat berichtet.

Mit kleinen Kindern würde ich immer nach Tornby Strand gehen, weil sie dort im weichen Sand spielen können. Aber zum Laufen ist es in Uggerby wunderbar. Und bevor man zum Strand kommt, liegt dort Uggerby Plantage, auch ein Waldgebiet mit Wanderwegen.

Jetzt wünsche ich euch erst einmal eine gute Nacht, die Pilze kommen morgen!

 

Lokales Restaurant

Wir waren neulich in einem kleinen Restaurant in Tversted, dass der Freund meiner hundeerfahrenen Freundin und einer seiner Freunde zusammen betreiben. Es ist allerdings nur während der Sommermonate geöffnet und zu besonderen Gelegenheiten, wie z. B. am letzten Weihnachten.

Das Essen schmeckt wunderbar und kann wohl mit dem Prädikat „Gourmet“ ausgezeichnet werden. Allerdings wird man satt 😉 und ausgesprochen teuer ist es auch nicht. Wir lagen so bei 110 € für zwei Personen für drei Gänge (Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch), Wein, Kaffee und Aperitif (ein Kir mit Likör aus schwarzer Johannesbeere; ich habe schon mal einen mit Sirup statt Likör erlebt; um einen unserer Umzugshelfer vom letzten Mal zu zitieren, so „ballert“ der mit Likör wesentlich mehr). Nicht dass wir das jede Woche machen, nicht einmal jeden Monat, aber wir wollten nicht wegziehen, ohne wenigstens einmal dort gewesen zu sein.

Das Haus war ursprünglich als Bahnhofsgebäude gebaut worden, aber die geplante Bahnverbindung von Hirtshals über Tværsted nach Skagen wurde dann nie fertiggestellt, ja, sie wurde nicht einmal angefangen. So kann das manchmal gehen.

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Der Name „De 2 stuer“ (die 2 Stuben) ist wörtlich zu nehmen, denn das Restaurant hat zwei Stuben, eine etwas grössere und eine kleine, ich glaube es gibt ca. 10 Tische. Abends, besonders am Wochenende sollte man einen Tisch bestellen.

Hier zwei Bilder von der kleinen Stube. In der anderen waren Gäste, da wollte ich nicht fotografieren:

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Das ist noch der Originalkachelofen von der Zeit als das Haus gebaut wurde.

Wenn ihr mal nach Nordjütland in die Umgebung von Hirtshals kommt, schaut doch einfach mal vorbei. http://www.de2stuer.dk/

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 2

15.5.2012

Am nächsten Tag war wunderschönes Sommerwetter, und wir machten uns auf den Weg in die Berge. Erst einmal schauten wir auf die nähere Umgebung, aber nach dem ersten Pass packte uns das Passfieber.  😉 

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Wir fuhren über insgesamt drei Pässe: Passo di Rolle, Passo di Brocon und Passo Manghen. Bei dem letzten war mir etwas mulmig, denn die Strasse war sehr schmal, ja ich würde sie einspurig nennen, und zur Abgrundseite hin gab es keine Mauer oder ähnliche Schutzmassnahmen. Ich habe Höhenangst, kann mich aber trotzdem nicht von Bergen weghalten, weil sie so schön sind. Unterwegs ein offenes Restaurant zu finden war nicht so einfach, denn viele Etablissements waren noch geschlossen.

Ich nehme euch jetzt einfach mal auf eine Motorradtour mit:

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Bei der kleinen Marien-Kapelle waren wir dann in den „richtigen“ Dolomiten angelangt:

Es war ja so eine Art Zwischen-zwei-Saisons-Zeit, nicht mehr Wintersport und noch nicht Sommerferien. Hier einige Namen der Orte, durch die wir gekommen sind: Trudno corni, Montagna, Cavalese, Bellamonte, San Martino di Castrozza, Fiera di Primiero, Imer, Canal San Bovo, Castello Tesino, Strigno, Telve.

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KarteDolomitenTourVom Manghen Pass habe ich ein paar Bilder von oben vom Parkplatz und ein Blick auf die Strasse, die wir hinunterfahren sollten. Da stand auf der linken Seite ein lächerliches kleines Zäunchen, und das war es dann auch schon für den Rest des Weges! Es fuhren auch kaum Leute da runter.

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Auf dem Rückweg konnten wir eine dunkle Wolkenwand hinter uns sehen, die näher zu kommen schien, und beeilten uns so gut wir nun konnten. In Auer war es immer noch schön, so dass wir einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort machen konnten. Ich habe da unzählige Bilder. Die, die ich hier im Blog zeige sind nur ein Bruchteil derer, die ich gemacht habe. Ein fantastischer Ort! (Das Gasthaus am Ende heisst „Gasthaus Tschurtsch“.

Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster schauten, waren die Berge mit Schnee bedeckt. Man konnte an den Hängen eine exakte Schneegrenze sehen, wie mit dem Lineal gezogen.

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Wir waren froh, dass wir den Vortag für die Passtour genutzt hatten.

(Fortsetzung folg)