Kristianopel … same in English

Heute möchte ich euch einmal aus der Dunkelheit, dem Matsch und all dem grässlichen, das tagtäglich passiert entführen, und zwar in den Sommer 2004, in einen kleinen Ort, der den grossartigen Namen Kristianopel trägt und sich in Schweden am schönen Kalmar-Fjord befindet.

… Today I should like to take you away from darkness, mud and all the terrible stuff that happens every day, and that is to summer 2004, to a tiny place that bears the pompous name „Kristianopel“ and is situated in Sweden at the beautiful Kalmar-Fjord.

Wir wohnten damals in der Nähe von Lund in Skåne und wollten nach Öland, denn von der Insel schwärmten die Schweden.

… At that time we lived near the town of Lund in Skåne (the south of Sweden) and had planned to see Öland, an island about which the Swedes were highly enthusiastic.

Wie das Leben so spielt, musste ich auf einmal dringend pieseln, und wir hatten keine Ahnung, wann das nächste WC auftauchen würde. Daher fuhren wir ab auf eine kleinere Landstrasse, die anscheinend in einen geeigneten Pieselwald führte. Dem war auch so. Wir wollten dann nach getaner Arbeit nicht wieder umkehren, sondern lieber etwas auf der kleinen Strasse weiterfahren.

… As life is like, all of a sudden I felt an urgent need, and we had no idea, when the next WC would appear. So we turned into a small road that seemed to lead to a suitable widdle wood. After the job was done, we chose to stay on the small road.

Und dann bogen wir um die Ecke und waren auf einmal in Kristianopel. Die Bilder sprechen für sich, mehr heile Welt geht kaum!

… And then we took a turn and all of a sudden were in Kristianopel. The pictures speak for themselves. More idyllic world is hardly possible!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und damit habt ihr so ziemlich sämtliche Häuser in Kristianopel gesehen. Es gibt dort nichts Modernes, Kaputtes oder Ungepflegtes. Neben dem eigentlichen Ort gibt es einen Camping-Platz, einen Yachthafen und eine Festung.

… And therewith you have seen all the houses of Kristianopel. There is nothing modern, derelict or untidy in that place. Beside the actual village, there is also a camping site, a marina and a fortress.

Ich bin froh, dass ich damals pieseln musste … 😉

… I am glad that I had to pee when I did … 😉

Werbeanzeigen

Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 25 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2018).

25 Gedanken zu „Kristianopel … same in English“

  1. Und ich erst! Also ich bin froh, dass du damals pieseln musstest. Proffessor W. K. Pedia behauptet übrigen, dass der Ort im Jahre 2015 88 Einwohner hatte. Und noch einiges ziemlich interessantes, was im Widerspruch zu deinen friedlichen Fotos steht. Einen wunderschönen 3. Advent. Zoé 🙂

    Gefällt 2 Personen

          1. 1599 auf Order des dänischen Königs Christian IV. planmäßig angelegt.
            1611 kurzzeitig durch den schwedischen Prinz Gustav Adolf eingenommen. Die Schweden brannten den Ort nieder und ließen die alte Kirche abreißen.
            Die heutige Dreifaltigkeitskirche entstand zwischen 1618 und 1624.
            1622 wurden die Stadtrechte von Avaskär und der nicht weit entfernten Stadt Lyckå auf Kristianopel übertragen. Nach dem zwischenzeitlichen Verlust der Stadtrechte und einer umfassenden Befestigung des Ortes im Jahre 1637 erhielt Kristianopel 1648 erneut die Stadtrechte.
            Die Stadt war damit der östlichste Teil einer Reihe von Befestigungsanlagen, die Dänemark zu dieser Zeit an seiner Grenze zu Schweden errichtete. Kurze Zeit später wurde der Ort von schwedischen Truppen verwüstet. Zur Abnahme der Bedeutung der Stadt trug auch bei, dass Blekinge 1658 im Frieden von Roskilde an Schweden fiel.
            Trotzdem wurde die Befestigung noch im selben Jahr wieder instand gesetzt. 1663 beschloss man den Abriss der Verteidigungsanlagen,
            1670 und 1672 wurden sie erneut renoviert. Ein Jahr später entschloss man sich zu einer Konservierung des Ortes.

            Nachdem Schweden 1676 die Besatzung der Festung nach Karlshamn überführt hatte, wurde Kristianopel am 25. September desselben Jahres von einer dänischen Kampfeinheit eingenommen. Die Dänen setzten die halb verfallenen Mauern instand und machten den Ort zu einer wichtigen Basis der Snapphanar (Bevölkerungsteile Skånelands, die sich gegenüber Dänemark loyal verhielten). Am 22. Februar 1677 wurde Kristianopel wieder von Schweden erobert. Die Befestigungsanlagen wurden teilweise abgetragen, da man den Ort als gefährlich für Schwedens Sicherheit ansah.
            1678 erfolgte der Befehl, dass kein einziges Haus stehen bleiben sollte, und die Bevölkerung musste in die Orte Ronneby, Växjö und Karlshamn umziehen.

            Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.