Foto des Monats/April 2018 … Photo of the month/April 2018

Dieses Mal habe ich drei Landschaftsbilder ausgewählt. Sie sind sehr unterschiedlich, und ich mag sie daher auch aus verschiedenen Gründen. Ich zeige meine Nummer 3 zuerst, dann die 2 und zum Schluss meinen Favoriten.

… this time I have chosen three landscapes. They are very different, and I like them for different reasons. First I show my number 3, then number 2 and at last (but not least) my own favourite.

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Und damit wünsche ich euch allen eine schöne Woche!

… I hope you all will have a splendid week!

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Schlagzeilen (5) … Headlines (5)

 Tiere 1: Seit gut einer Woche streift bei uns eine Gastkatze herum. Sie stammt aus einem aufgelösten Haushalt, wo 15 Katzen und 3 Hunde waren und Frauchen jetzt im Krankenhaus liegt. Sie muss gerade auf Tour gewesen sein, als der Tierschutzverein die anderen abgeholt hat. Armes Kätzchen, drei Nachbarn füttern sie, aber keiner kann sie nehmen, denn ich habe eine schlimme Allergie und die anderen haben alle Hunde oder Hunde und bereits Katze. Eine Nachbarin wollte den Tierschutzverein anrufen, aber Kätzchen ist immer noch da. Sie erinnert an eine Maincoon oder eine norwegische Waldkatze.

… Animals 1: Since a bit more than a week we have a prowling cat in our neighbourhood. It is coming from a dissolved household, where there were 15 cats and 3 dogs, and the owner is in hospital. It must have been on a prowl then, when the people from the society of the prevention of cruelty to animals came around and fetched all the others. Poor kitty; three neighbours are feeding her, but none can take it in, as I have a bad allergy and the others have dogs or dogs and a cat. One neighbour wanted to call the society again, but kitty is still there. It reminds me of a Maincoon or a Norwegian forest cat (that is a race here in Scandinavia that resembles the Maincoon).

Tiere 2: Für mich eine absolute Sensation. Wir waren kurz vor dem Einkaufen noch kurz beim Raubvogelturm, wo wir einen sehr netten Holländer trafen, der uns schöne Bilder von gesichteten Vögeln zeigte, als wir ein ganz anderes Tier sichteten. Erst dachten wir, dass es sich um einen Fuchs handelte, aber weder Grösse noch Farbe waren richtig.
Mein Mann meinte, das wäre ein Wolf, ich war mehr für herumstreifender Schäferhundverschnitt.
Die Überprüfung zu Hause im Internet ergab, dass es sich um einen Goldschakal handelte, der seit September 2017 im Vildmose zu Besuch ist. Der Erzählung nach das zweite Mal, dass ein einzelner Goldschakal hier auftaucht. Nun hatte ich natürlich weder Kamera noch Fernglas dabei, weil wir eigentlich nur Einkaufen fahren wollten, aber das Tier war so gross, dass wir kein Fernglas brauchten, und er war auch nicht sehr weit weg vom Turm. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, dass wir in Europa Schakale haben!

— Animals 2: For me this was an absolute sensation. Before we went shopping, we went for a short walk to the birds of prey tower, where we met a nice Dutch guy, who showed us great photos of sighted birds, when WE sighted quite a different animal. At first we thought it must be a fox, but neither size nor colour were right.
My husband thought that it was a wolf, but I was more guessing a German shepherd bastard. The research on the internet at home showed that it was a golden jackal that has been visiting the Vildmose moor since September 2017. The saga goes that this is the second time that a single golden jackal appears here. Of course I had neither camera nor binoculars with me, because we actually only had planned to go shopping, but the animal was so big that we didn’t need binoculars, and it wasn’t so far away from the tower either. I had no idea that there were jackals in Europe!

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Upps, verkehrtes Foto … 😉                                  … Oops, wrong photo … 😉

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(Foto: Wikipedia)

Tiere 3: Wir können bald einen Zoo aufmachen, denn von Kellerasseln über Ameisen und einem dicken, fetten Tausendfüssler, kam nun der bisherige Höhepunkt: eine Maus. Mein Mann wollte sofort wieder umziehen … 😉 … es ist wirklich an der Zeit, dass der Sockel vom Haus abgedichtet wird. (Ohne Bilder!)

… Animals 3: Soon we can open a zoo. From sow bugs to ants and a big, fat millipede, we have the hitherto culmination: a mouse. My husband wanted to move again immediately … 😉 … it is really high time that the skirting of the house is closed properly. (No photos!)

Musik: Mein Mann arbeitet hart an einem neuen, komplizierteren Musikstück. Ich finde, dass er die Gitarrenpartien schon sehr gut hinbekommt. Heute bekam ich meine Akkorde-Liste, die ziemlich umfassend war. Da kommt einiges an Übung auf mich zu. Es handelt sich um diesen Blues:

… Musik: My husband is working hard with a new, more complicated piece of music. I my opinion he is mastering the guitar parts already quite well. I got my list of chords today, which is quite long. I am facing some rehearsing work. This is it, a blues:

 

Und damit wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

… And with this I wish you all a splendid weekend!

 

 

Wie haben meine Pflanzen den langen Winter überlebt?

Alles in allem ist da eine gute Überlebensrate. Ich habe allerdings etwas den Überblick verloren, was wo drin ist. Das meiste kann ich identifizieren, einiges nicht und einige wenige zeigen gar kein Leben oder vergammelte (wegen zu viel Nässe) Wurzeln/Knollen/Zwiebeln. Bei den Gartengloxinien weiss ich, dass sie erst später kommen, da habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Von den Rosen haben alle überlebt, von den Rhododendren auf jeden Fall 17 von 19 (die beiden kleinen sehen nämlich nicht gut aus, aber mal sehen). Die meisten Stauden haben überlebt, nur den Stockrosen, einigen Tulpen und den Alpenveilchen war es zu feucht.

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Hier haben wir erst einmal meinen Arbeitsplatz eingerichtet; das ist die Ostterrasse. Hier haben wir die meisten Rosen und andere grosse Container untergebracht (wegen der kommenden Bauarbeiten, alles steht jetzt auf den Terrassen).

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Das ist die Südterrasse. Wenn da Blumentöpfe stehen, sind wir recht ungeniert.

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Hauptsächlich werden wir uns wohl hier aufhalten, auf der Nordterrasse. Sie ist am grössten und lieg am ungeniertesten. Hier haben die Rhodos und viele andere ein vorübergehendes Heim gefunden.

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Die habe ich aus dem Grass gerettet, bevor das grosse Umgraben beginnt. Die muss ich irgendwo zwischenparken.

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Die Phlox-Pflanzen habe ich vom Nachbarn gegenüber geerbt. Er bekommt dann Tomaten und vielleicht Dahlien.

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Die bisher einzige blühende Tulpe (bei mir), eine botanische.

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Ein Koniferen-Bonsai.

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Das sind verschiedene Johannesbeerbüsche und ein Zierribes. Ob meine Schmetterlingsbüsche was werden, sei dahingestellt, aber es ist noch zu früh zum Aufgeben.

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In der Mitte Taglillien, rechts Iris (?), links eine Wildstaude, die ich geklaut habe, dahinter Primeln. Das Tote sind die Stockrosen.

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Mein totgeglaubter Rittersporn (so eine kleinwüchsige Sorte mit tollen dunkelblauen Blüten).

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Mein wilder Wald- und Wiesenknoblauch, 5 Erwachsene und ganz viele Babies.

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Den Lavendeln geht es gut und der kleinen Mirabelle auch, die bekommt Blattknospen. Mit hineingeschummelt haben sich eine junge Tulpe, eine Waldanemone (hoffentlich eine blaue …) und eine Prairiemalve.

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Der vierjährige Apfelbaum. Der neu ausgesähte vom letzten Jahr ist leider abgenippelt.

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Margariten; ich weiss noch nicht, ob es die hohen schlaksigen sind oder die italienischen.

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Mein Lärchen-Bonsai wird grün.

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Anemona sylvestris, die grosse Schwester der Buschwindröschen.

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Meine Waldrebe, die bekommt mittelblaue, ein wenig glockenförmige Blüten. Zwei von den anderen Klematis zeigen auch Leben. Eine noch nicht.

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Bepflanzt mit geretteten Akelei und Lupinen und zwei gekauften spanischen Margariten.

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Meine vier Tomaten. Ich habe noch fünf Pflanzen, aber die sind für den Nachbarn.

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Insgesamt fünf Paprikapflanzen; die stehen in zwei Etagen.

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Ganz schüchtern noch zeigt sich etwas Grün an der marokkanischen Minze.

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Und hier sind die fünf grössten der Oleander aus Samen von Malta. Da stehen noch acht kleinere über das Haus verteilt. Sie haben noch nicht geblüht, auch hier steigt die Spannung wie bei den Rhododendren. 😉

Jetzt wisst ihr das meiste. Wenn man die Umstände in Betracht zieht, kann ich mich nicht beklagen. Meine Pflanzen sind tapfer!  😉

Ich bin wieder da (und mehr) … I am back again (and more)

Ich war zur Kontrolluntersuchung heute Morgen, und alles ist gut verheilt; das ist eine grosse Erleichterung. Ich sehe immer noch Punkte und sich bewegende Schlieren im rechten Auge, aber daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Das scheint eine Alterserscheinung zu sein, wie Tinnitus im Ohr. Wenigstens werde ich nicht blind. (Ich werde jetzt nach und nach eure Beiträge und Kommentare lesen.)

… This morning I went to be checked, and everything seems to be healed fine; that is a great relief. I am still seeing dots and moving slurs in my right eye, but I will have to get used to that. It seems to be an age thing, like tinnitus in the ear. At least I am not going blind. (I will start to read your posts and comments now.

Aber lasst uns von was Schönerem reden:                       … On a happier note:

Am Montag vor der Augengeschichte waren wir zum ersten Mal am Raubvogelturm im Vildmose-Gebiet. Wir sahen ein Mäusebussard-Pärchen, eine einzelne Hirschkuh und einen Kranich! Sie sind da!!! Imponierende Vögel. Leider hatte ich die Kamera nicht mit, da hätte ich auch Stativ und Weitwinkel gebraucht, der Kranich war etwas weiter weg. Ich konnte ihn durch mein Fernglas sehen.

… On the Monday before the eye-event, we were for the first time at the birds of prey tower in the Vildmose area. We saw a pair of common buzzards, a lonely hind, and a crane! They have arrived!!! Impressing birds. Unfortunately, I didn’t bring my camera. I would have needed tripod and wide-angle-lens, because the bird was far away from us. I could see it through my binoculars.Kranich_Pixabay_Kaedesis

(Foto: Pixabay – Kaedesis)

Erst dachten wir das wäre so ein langweiliger Sandweg, aber nein, auch hier kamen wir wieder durch den Sumpf auf einem Bretterweg. Unterwegs trafen wir noch einen älteren Herrn (in unserem Alter, haha), der für den Svend Aage Jensen Fond arbeitet, der viel für das Vildmose tut. Die Elche tragen ein Halsband, so dass man verfolgen kann, wo sie umherwandern. Auf der Webseite vom Fond sind die Angaben allerdings um eine Woche verzögert, damit nicht auf einmal alle dahinschwärmen, wo die Elche gerade sind (11 Erwachsene und ein Kalb).  😉 Dieser Fond hat auch Land als Naturschutzgebiet gleich neben dem Krüger Nationalpark, wo sie versuchen, Nashörner vor den Wilddieben zu schützen. Das scheint nicht einfach zu sein, die kommen mit Hubschrauber und Maschingewehren. Er sagt, dass man in Botswana mehr Erfolg hat, da dort die Tiere besser beschützt werden und Helikopter mit Wilddieben einfach abgeschossen werden. Das darf man als Ausländerfond in Südafrika nicht. China, der Hauptkunde für Nashornhörner scheint ein Einfuhrverbot ins Auge zu fassen. Das wäre eine grosse Hilfe .… jedenfalls eine sehr spannende Geschichte.

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… At first we thought that we would walk on a boring sand path, but no, also here we came to a plank path through the moor. On the way we met an elderly gentleman (our age, haha), who worked for the Svend Aage Jensen Fond, which supports the work on Lille Vildmose. He told us that the moose bear collars, so that they can be monitored, where they go and how long they stay. However, on the Font’s website the information is one week delayed so that not everybody swarms to the animals at the same time. 😉 This fond also owns land as nature park right beside the Krüger National Park, where they try to protect the rhinos. That doesn’t seem to be so easy, as the poachers come in helicopters armed with machine guns. He said that people in Botswana had more success with the protection of the rhinos, as they just shoot the helicopters with poachers down. In South Africa it is not allowed for a fond from abroad to do so. China, the main buyer of rhino horn, seems to reconsider to ban this trade. That would be a great help. … Anyway, that was an interesting story.

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Oben auf dem Turm trafen wir eine Gruppe Leute, u. a. einen Amerikaner aus Michigan, der seit 17 Jahren in Dänemark lebt und mit einer Dänin verheiratet ist. Wir unterhielten uns auf dem Rückweg zum Parkplatz mit ihm und gaben ihm den Tipp mit dem Indiana-Jones-Pfad (kællinge bjerg).

,,, On the tower we met a group of people, among others an American from Michigan, who has been living in Denmark for 17 years and is married to a Dane. We talked with him while walking back to the parking lot, and gave him the tip with the Indiana-Jones-path (the Danish jungle path ).

Wenn man im Vildmose mit einem Fernglas um den Hals rumläuft kommt man sofort mit Leuten ins Gespräch und erfährt alles mögliche.

… If you walk around the Vildmose with binoculars around your neck, you will immediately be talked to by other people and learn all kinds of interesting facts.

Auch dieses Mal sahen wir keinen Elch, aber doch einige (frische) Fussspuren. Eine der klareren habe ich versucht zu fotografieren (mit dem Smartphone meines Mannes). Die Spuren waren fast so gross wie meine Hand (Grösse 10).

… We didn’t see a moose either this time, but we saw some (fresh) tracks. One of the clearer ones I have tried to photograph  (with my husband’s smartphone). The tracks were nearly as big as my hand (size 10).

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Auf dem Sandweg trafen wir auch noch diese hübschen Kerlchen:             … On the sandy path we also met these pretty little guys:

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Und eine Rohrdommel haben wir gehört, kleiner Vogel, riesiger Laut! 😉   … And we heard a bittern, small bird, giant sound!

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(Foto: Pixabay – leechentou)

Jetzt wird so langsam alles grün, die Forsythien, Magnolien und Narzissen blühen, wunderbar!             

… Now everything is getting slowly green, the forsythia, magnolia and daffodils are flowering, wonderful!

Eis – Kurzgeschichte (in drei Teilen) … Ice – short story (in three parts)

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Eis (Teil 3 von 3)

Glaubt es oder nicht, eines Tages standen Soldaten vor der Tür. Sie wollten uns zwangsentfernen. Auf unsere Frage ”warum” schauten sie verdutzt. ”Wollen Sie denn nicht überleben?” fragten sie uns. ”Nicht um jeden Preis, nicht um jeden Preis!” Da waren sie noch mehr erstaunt. Wir erfuhren, dass sie die Nachhut waren. Nach ihnen kam kein Mensch mehr, nur noch das Eis. Es hatte an Geschwindigkeit zugenommen und fast schon Skagen erreicht. (Wir waren nicht wirklich verwundert, denn wir hatten den Temperaturabfall schon seit einiger Zeit bemerkt.) Das Meer gefror zum grossen Teil, und was nicht gefror, wurde vom Gletscher vor sich hergeschoben und verursachte Überschwemmungen. Bald würden wir hier nicht mehr leben können. Entweder würden wir ertrinken oder vom Eis zermalmt werden. Wir wollten aber trotzdem bleiben; das war unsere Entscheidung, denn diese Welt würde es nicht mehr wert sein, in ihr zu leben. Einer der jüngeren Soldaten sah uns neiderfüllt an. Ich kann es nicht anders nennen, neiderfüllt. Wir waren in der Lage, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen …

Glücklicherweise zuckte der ”Chef” der Soldaten (ich kenne mich mit militärischen Rängen nicht aus) schliesslich mit den Schultern ”es ist ihr Leben” und zog mit seinen Männern ab.

Eine Woche später geschah etwas völlig Unerwartetes: ein Mann kam die Strasse herauf, in die falsche Richtung, nach Norden! Wir gingen ihm entgegen und stellten fest, dass es sich um unseren Pastor handelte. Er war zurückgekommen! Wir luden ihn zu uns ein und bewirteten ihn. Er sah ziemlich mitgenommen aus. ”Ihr macht euch keine Vorstellung”, berichtete er, ” das Morden, die Grausamkeiten, die Unmenschlichkeit unter den Flüchtlingen … es ist unbegreiflich. Man sollte doch meinen, dass sie alle im selben Boot sässen, aber Solidarität wird nicht geübt, jeder ist sich selbst der nächste. Und bereits an der Grenze zu Deutschland werden die Flüchtlinge zurückgehalten. Man lässt sie nicht ins Land. Anscheinend hat man in kürzester Zeit einen starken, hohen Metallzaun errichtet, und zwar quer rüber von der Nordsee bis zur Flensburger Förde. Wer versucht, nach Deutschland zu schwimmen, wird von der Küstenwache erschossen.“ Er begann zu schluchzen. Wir waren froh, dass wir das nicht mitangesehen hatten und fühlten uns in unserem Beschluss bestärkt. Das half natürlich den armen Menschen an der deutschen Grenze nicht, aber wir konnten nichts für sie tun. Auch für sie war die Stunde der Entscheidung gekommen, besinne ich mich auf mein spirituelles Erbe oder mein tierisches. Die Menschen, die den Zaun errichtet hatten, hatten ihre Entscheidung bereits getroffen. Wie mochte es noch werden, wenn die Deutschen auch nach Süden ziehen mussten. Schliesslich wusste keiner, wie weit das Eis kommen würde.

Doch zurück zu unserer Situation. Unsere kleine Gruppe, bestehend aus drei Menschen, einem Hund und drei Katzen bereitete sich auf das Ende vor. Am Morgen nach der Ankunft des Pastors, plätscherte nämlich Wasser am Fusse des Abhangs und in der Ferne konnte man die sich nähernde Eiswand erkennen. Ich muss gestehen, dass ich etwas aus der Bahn geworfen war. Ich hatte gelesen, dass Erfrieren ein relativ angenehmer Tod ist. Man schläft ein und wacht nicht mehr auf, fertig. Aber Ertrinken? Daran hatte ich nicht gedacht, nicht damit gerechnet. Sollten wir alle Schlafmittel nehmen oder einfach das, was kam akzeptieren? Der Pastor war natürlich gegen die Schlaftabletten. Aber ich hatte eigentlich auch nicht daran gedacht, eine tödliche Dosis zu nehmen, nur so viel, dass wir einschliefen und nicht mitbekamen, was passierte.  Aber wahrscheinlich wachte man dann im allerletzten Moment doch auf.

Wir schliefen alle im ersten Stock in dieser Nacht, auch der Hund. Die Katzen machten, was sie wollten. Gegen Mitternacht wachte ich auf und sah aus dem Fenster. Wasser umspülte das untere Stockwerk. Ich weckte die beiden Männer. Sie schauten hinaus und sahen sich dann betroffen an. Es war zu spät für Tabletten. Wie wäre es mit den Gewehren, dachte ich, aber wer würde den letzten erschiessen? Plötzlich schlang mein Mann ein dickes Seil um mich und band uns zusammen. Das musste er heimlich geplant haben, denn das Seil hatte ich noch gar nicht bemerkt. Der Hund wimmerte. Wir brachten ihn dazu, uns in die Arme zu springen, so dass wir ihn zwischen uns nehmen konnten. Das beruhigte ihn nicht sehr, aber wenigstens starb er nicht alleine. Der Pastor begann zu beten. Das sollten wir auch tun. Schöpfer aller Dinge, wir befehlen unsere Seelen in deine Hände … Das Haus wackelte, etwas knirschte und dann brach alles zusammen. Die Kälte des hereinbrechenden Eiswassers verschlug mir den Atem und mir wurde schwarz vor Augen …

(Ende)

 

Ice (part 3 of 3)

 

Believe it or not, one day a group of soldiers came to the house. They wanted to remove us with force. When we asked “why”, they were surprised. “Don’t you want to survive?” they asked us. “Not at all costs, not at all costs!” That surprised them even more. They informed us that they were the rearguard. After them came only the ice. The glacier had accelerated and nearly reached Skagen. (That didn’t really come as a surprise; we had noticed the drop in temperature for some time.) Most of the seawater froze, and what didn’t freeze was pushed forward by the ice and caused floods.  Soon we wouldn’t be able to live here anymore, we would either drown or be crushed by the ice. But we wanted to stay anyway; that was our decision, as this world wouldn’t be worthwhile to live in anymore. One of the young soldiers looked at us full of envy. I cannot call it anything else, full of envy. We were in a position to make our own decisions …       

Fortunately the “boss” of the soldiers (I don’t know anything about military ranks) finally shrugged his shoulders. “It is your life”, and away he went with his men.

One week later something completely unexpected happened: A man came up the road, in the wrong direction, north! We went out to meet him and saw that it was our parson. He had come back! We invited him home and gave him something to eat and to drink. He looked very battered. “You cannot imagine”, he reported, “the murders, the cruelties, the inhumanity among the refugees … it is unbelievable. You would think that we all were in the same boat, but there is no solidarity, everyone for himself. And already at the border to Germany they are stopping the refugees. They don’t let them enter the country. They have built a strong, high metal fence in no time, and that all the way from the North Atlantic to the sound of Flensburg. Those who try to swim over to Germany are shot by the coastguard.” He started to sob. We were glad that we didn’t have to see that and felt justified in our decision to stay. That didn’t help the poor people at the German border, of course, but we weren’t able to do anything for them. Also for them the moment of decision had come, do I focus on my spiritual heritage or my animal heritage. The people who had built the fence had already made their decision. How bad would it get, when also the Germans had to go south. Nobody knew, how far the ice would come.

But back to our situation. Our small group consisting of three humans, one dog and three cats prepared for the end. On the morning after the parson’s arrival water lapped on the foot of the hill, and further away one could see the approaching ice wall. I must admit that I felt somewhat derailed. I had read that freezing to death was relatively comfortable. One fell asleep and didn’t wake up again, that was it.  But to drown? I hadn’t thought of it, hadn’t calculated with it. Should we all take sleeping pills or just accept what was coming? The parson was, of course, against the pills. But I didn’t actually think of a deadly dose, just so much that we fell asleep and didn’t notice what happened. But most probably one would wake up at the very last moment.

That night we all slept on the first floor, also the dog. The cats did what they wanted. Around midnight I woke up and looked out of the window. Water was flooding the ground floor. I woke up the men. They looked outside and then at each other, shocked. It was too late for pills now. How about the guns, I thought, but who would shoot the last one? Suddenly my husband wound a strong rope around my waist and bound us together. He must have planned that secretly, because I hadn’t seen the rope before. The dog was whimpering. We made him jump up into our arms between us. That didn’t really calm him down, but at least he wouldn’t die all by himself. The parson started to pray. We should also do that. Creator of all things, we entrust our souls into your hands … The house shook, something creaked and then everything broke down. The cold of the incoming ice water took my breath away and everything went black …   

(The end)

Gesehen in … … seen in …

Schon wieder AALBORG:                 … AALBORG again:

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Hier reklamiert eine soziale Wohnungsbaugesellschaft auf einem ihrer Häuser damit, dass sie die Badezimmer renovieren. Ist ja nett, aber wer will denn jedes Mal beim Vorbeifahren einen Mann auf dem Scheisshaus sehen? Und dann sagt mein Mann immer, die Deutschen hätten so einen analen Humor … 😉  😀  😀

… A social building society is advertising here on one of its buildings that they are renovating the bathrooms. That is very nice, but who wants to see a man on the can each time they drive by? And my husband claims that it is the Germans who have the anal sense of humour … 😉  😀  😀

 

 

Fastfood Bologna-style

Zwischen all dem Eis etwas Leckeres zum Essen …..  In between all the ice comes here something tasty to eat … 😉

Im Moment ist es so modern, dass Chefs auf Reisen gehen und das Essen anderer Länder erproben. Einer solcher Köche (aus England) war in Bologna (da müssen wir unbedingt mal hin). Die lokale Küche ist umwerfend. Aber hier soll es um ein ganz schnelles Pasta-Gericht gehen.

… At the moment it is very fashionable that chefs go abroad and study the food of other countries. One of those cooks (from England) was in Bologna (we have to go there). The local kitchen is fantastic. But this post is about a very quick pasta dish.

Man nehme Gemüse, die man im Kühlschrank hat; ich hatte Lauch – in dünne Ringe geschnitten, Roten Paprika und ein paar braune Champignons – in kleine Stücke geschnitten – und brate sie in Olivenöl weich (wenn man kein Olivenöl mag, kann man natürlich auch anderes Öl nehmen) unter Zugabe von Gewürzen und Kräutern nach Wahl; ich habe Thymian genommen sowie Salz, Paprika und weissen Pfeffer. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Die Nudeln kocht man parallel bissfest „al dente“.

… You take any vegetable that you happen to have in the fridge; (I had leek that I cut into fine rings, red bell pepper and a few brown mushrooms that I cut into small pieces), and fry them until soft in olive oil ( if you don’t like olive oil, you can, of course, take something else) adding spices and herbs of your choice; I used thyme, salt, paprika and white pepper. There are no limits to fantasy. Parallelly, you cook the pasta firm to the bite „al dente“.

Besonders an der Bologna-Art ist, dass man bevor man die Nudeln zu den Gemüsen gibt, ca. eine halbe Tasse des Nudelkochwassers in die Pfanne gibt und noch ein wenig köcheln lässt. Dann mischt man die Nudeln drunter, fertig. Ein leckerer und leichter Lunch. Das Nudelwasser bewirkt, dass man nicht dieses „alles schwimmt in Öl“ Gefühl hat.

… The specialty of the Bologna recipe is that you, before adding the pasta to the vegetables, pour about half a cup of the pasta cooking water into the frying pan and let it simmer a bit. Then you mix the pasta with the vegetables, done. A tasty and light lunch. The pasta water has the effect that you don’t get this „everything is sailing in oil“ feeling.

So sah das Ergebnis aus:                 …. The result looked like this:

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Der reisende Chef unterhielt sich in einer Kneipe mit Studenten, die alle aus Bologna oder der Umgebung stammten. Er wunderte sich, dass sie nicht in Rom oder jedenfalls woanders studieren wollten, sondern in Bologna blieben und fragte warum. Er bekam zur Antwort, weil man nirgendwo in Italien so gut und preiswert essen könnte wie in Bologna. Auf nach Bologna kann man da nur sagen!

… The travelling chef talked to some students in a pub, who were all from Bologna or the surrounding area. He was surprised that they chose to study in their hometown instead of going to Rome or other cities and asked them why. They told him, because nowhere in Italy one can eat so well and reasonably priced as in Bologna. Bologna, here I come, I would say!