Rosenportrait: Madame Hardy … Rose portrait: Madame Hardy

Ich möchte gerne eine Serie mit Rosenportraits starten. Erst einmal mit den Rosen, die jetzt anfangen, bei mir zu blühen und später auch mit Rosen, die ich in anderen Gärten gehabt habe.

… I would like to start a series with rose portraits, first with roses that are now beginning to flower in my present container garden and later on also with roses, which I had in earlier gardens.

Mein erstes Rosenportrait handelt von der weissen Damaszenerrose ”Madame Hardy”, auch unter dem Namen ”Felicite Hardy” bekannt, die von Alexandre Hardy 1832 in Paris gezüchtet wurde und der sie nach seiner Frau benannt hat.

… My first rose portrait is about the white damask rose “Madame Hardy”, also known by the name “Felicite Hardy”, which was bred by Alexandre Hardy 1832 in Paris. He named the rose after his wife.

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Die mittelgrossen, sehr gefüllten und stark duftenden Blüten sind schneeweiss mit einem grünen Knopf in der Mitte. Das Laub ist matt und mittel- bis dunkelgrün; es ist zarter als bei anderen Rosen. Doch meiner Erfahrung nach ist Madame Hardy durchaus nicht empfindlich. Sie hat bei mir mehrere Ausgrabungen und Wiedereinpflanzungen überstanden und einen langen Winter im Topf überlebt. Die Pflanze, die in meinem Garten steht habe ich aus einem Steckling gezogen, weil ich es zu schade fand, den ganzen Busch auszugraben, der sich gerade in einem meiner Gärten so schön etabliert hatte. Sie gilt als einmalblühend, aber meine bekommt ziemlich lange immer wieder neue Zweige und dann an denen auch wieder Blüten. Ich hatte bisher keine Probleme mit Krankheiten bei Madame Hardy.

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… The medium sized, very filled and strongly perfumed flowers are snow white with a green button in the middle. The foliage is mat and medium to dark green; it is more delicate than that of many other roses. But after my experience with this rose, it is quite resistant. With me the plant has survived several times being dug out and planted again, as well as a long winter in a container. The plant that I have with me now I have bred from a cutting, because I found it too sad to dig out the entire bush, which had just established itself nicely in one of my former gardens.  Madame Hardy is said to flower only once, but my plant grows new branches over a long period and on those also flowers. I didn’t have any problems with diseases so far with this rose.

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In der Wikipedia habe ich etwas allgemein über Damaszener-Rosen gefunden. Es handelt sich bei Rosa damascena ja um eine der so genannten alten Rosen. Sie stammen ursprünglich aus Kleinasien und sind seit der Antike bekannt:

„Die Gruppe der Damaszener-Rosen, Rosa × damascena ist eine Zuchtform mit schwerem, betörendem Duft aus Kleinasien, die schon seit der Antike kultiviert wird. Mit den Kreuzrittern des 13. Jahrhunderts kamen die Damaszener-Rosen über Frankreich in die europäischen Gärten.

Sie werden zu den alten Rosen gezählt. Neben den sommerblühenden Sorten, die vermutlich von der Rosa gallica und Rosa phoenicia abstammen, gibt es zweimalblühende „Herbst-Damaszener-Rosen“. Diese sind wahrscheinlich aus einer Kreuzung von Rosa gallica mit Rosa moschata entstanden. Eine Erforschung des Erbgutes bei Rose de Resht deutet darauf hin, dass die Herbstdamaszenerrosen ihre Fähigkeit, öfter zu blühen, bei Rosa fedtschenkoana erworben haben.

Die Rosa damascena werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Die Sorte ‚Trigintipetala‘, synonym ‚Kazanlik‘ (nach der Stadt Kasanlak im bulgarischen Rosental), wird als „Bulgarische Ölrose“ (bulg. Трендафил / Trendafil) bereits 1689 erwähnt. Ihre überhängenden Blüten sind rosa, halbgefüllt und entfalten einen starken Duft. Sie gehört zu den sommerblühenden Damaszener-Rosen, wächst kräftig und wird bis zu zwei Meter hoch.“

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Bulgarien ist immer noch der grösste Lieferant von Rosenöl. Ich meine einmal gelesen zu haben, dass Rosenwasser als Nebenprodukt bei der Herstellung des Öles entsteht. Als ich Kind war, so um die 12 Jahre alt, sind wir mit unseren Eltern einmal durch Bulgarien gefahren. Wir waren auf dem Weg in die Türkei. Da waren einfach überall Rosen, sogar an den Tankstellen!

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… In Wikipedia I found some information about damask roses in general. Rosa damascena is one of the so called old roses and originates from Asia Minor. It is known since ancient times:

„The group of damask roses, Rosa × damascena is a breed with heavy captivating perfume from Asia Minor, which is cultivated since ancient times. It travelled with the crusaders of the 13th century via France into the European gardens.

They are counted among the old roses. Beside the sommer flowering kinds, which possibly descend from Rosa gallica and Rosa phoenicia, there is a twice flowering autumn damask rose. These are probably a crossing of Rosa gallica with Rosa moschata. A DNA research of Rose de Resht indicates, that the autumn damask roses have inherited their ability to flower several times from Rosa fedtschenkoana.  

The Rosa damascena are used for the production of rose oil and rose water. The kind „Trigintipetala“, also called „Kazanlik“ (after the town of Kasanlak in the Bulgarian rose valley), is mentioned already in 1689 under the name „Bulgarian oil rose“ (bulg. Трендафил / Trendafil). The hanging flowers are pink, half filled and develop a strong perfume. It belongs tot he sommer flowering damask roses, grows strong and up to 2 metres high.“

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… Bulgaria still ist he biggest supplier of rose oil. I think I have read somewhere that rose water is a by product of the rose oil production. When I was a child, 12 years old or so, we drove through Bulgaria with my parents on our way to Turkey. There were simply roses everywhere, even at the petrol stations!

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Madame Hardy ist ganz sicher eine meiner Lieblingsrosen.

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… Madame Hardy is definitely one of my favourite roses.

 

 

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 25 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2018).

19 Gedanken zu „Rosenportrait: Madame Hardy … Rose portrait: Madame Hardy“

    1. Da das eine meiner frühen Rosen ist, bin ich bisher nie auf die Idee gekommen, die zu schneiden. Aber die Stiele sind nicht so zart, wie sie aussehen. Ich schneide eigentlich immer erst später im Jahr mal Rosen, so im Oktober oder November, wenn der Frost droht. Dann mache ich Sträusse von den Nachzüglern. Manchmal habe ich im Dezember noch welche.
      Mme Hardy ist im Moment meine am stärksten duftende Rose.

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  1. Die Damaszener-Rose war mir bis heute unbekannt. Nun ich kein Spezialist, wenn es sich um Rosen handelt. Deine Bilder haben mir sehr gefallen. Ich habe die Damaszener-Rosen mit den Rosen in unserem Garten verglichen und ich muss gestehen, dass deine Rose aus Bulgarien den Titel Königin der Rosen verdient. Vielen Dank für die schönen Bilder, Brigit! Grüße aus dem fernen Kanada!

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      1. Da hast du recht. Die wilde Alberta Rose zum Beispiel ist ganz berühmt für ihre Verträglichkeit im kalten Präriewinter (-40 Grad ist keine Seltenheit). Ich habe eine solche bei uns in den Garten verpflanzt. Vielleicht stelle ein paar Bilder bald in meinen Blog.

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