Malta – St. Julien’s … the same in English

Da wir wegen Krankheit keine Ausflüge gemacht haben und sich aus demselben Grunde auch musikalisch nichts Neues ergeben hat, kann ich genauso gut mit meinen Dienstreisen fortfahren.

… As we didn’t go on excursions because of our cold, and for the same reason no news are to be announced from the music front, I can just as well continue with my duty travel reports.

Als nächstes kommt Malta dran, selbst wenn ich es bereits zweimal hier und hier thematisiert habe. 2012 fand die Jahresversammlung, für die wir immer eine Woche an einem Ort waren, in St. Julien’s, an der Ostküste der Insel, in der Nähe der Hauptstadt Valletta, statt. Die Tagung war im Hilton Hotel, und die ”wichtigen” Personen wohnten dort auch. Wir anderen waren in kleineren Hotels untergebracht. Ehrlich gesagt, fand ich das auch besser, denn ich wollte in meinen freien Stunden nicht auch noch zwischen den Kollegen herumlaufen oder die alle morgens beim Frühstück schon sehen (ich bin morgens noch unsozial).

… The next will be Malta, even if I have written about it twice already here and here. The Annual meeting, for which we usually stayed a week at a place, took 2012 place in St. Julien’s at the east coast of the island, near the capital Valletta. The conference itself was at the Hilton Hotel and the „important“ people also stayed there. We „the others“ were accommodated in smaller hotels. To be quite honest, I preferred that. I did not want to spend my free time in sight of my colleagues or meet them at breakfast (in the mornings I am a bit unsocial still).

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Ich war nur fünf Minuten zu Fuss vom Tagungsort entfernt untergebracht, in einer kleineren Strasse mit vielen interessanten Restaurants, u. a. einem Sushi-Restaurant, das leider nur abends geöffnet war. Es gelang mir aber einmal dort zu essen und zweimal take away ins Hotel mitzunehmen. Es war alles sehr lecker und sie hatten viele vegetarische Alternativen anzubieten.

… My hotel was only five minutes on foot away from the Hilton, in a smaller street with many interesting restaurants, among others a sushi place, which unfortunately only was open in the evenings. However, I managed to eat there once and buy take away twice, which I took back to the hotel. Everything they prepared was delicious and they offered many vegetarian alternatives.

Das gleich zu Anfang: Das Essen auf Malta ist grossartig! Egal welche Nationalität das Restaurant hat, ob es eine Sandwich-Bar ist oder ob es lokale Spezialitäten zubereitet, alles schmeckt gut. Dazu sind die Malteser generell sehr offen und freundlich.

… To say it right at the beginning: Food on Malta is just great! No matter what nationality a restaurant has, if it is a sandwich bar or if it is offering local specialties, everything tastes great. On top of it, the Maltese are in general very open and friendly.

Hier ein paar Fotos von meinem Weg zur Arbeit:       

… Here some photos of my way to work:

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(Die Kabelverlegung ist schon ab und zu etwas verwegen … 😉 )

… (The cable routeing is, I admit, sometimes a bit bold … or is it foolhardy???  😉 )

Aus diesem Denkmal wurde ich nicht schlau. Es handelt sich um eine Büste des Tauchers Tony Micallef Borg, der beim Tauchen verschwand und dessen Leiche erst sieben Jahre später gefunden wurde. Diese Büste wurde bereits mehrmals abgesägt und gestohlen, aber bisher immer wiedergefunden. Ich frage mich, wer die Büste eines Tauchers stiehlt??? Oder ist es wegen des Bildhauers (Anton Agius)? Tony war ein Lehrer der Leibeserziehung und Sportler. Er hat 1976 Maltas Leichtathletikrekord gebrochen. Er repräsentierte Malta in internationalen Wettbewerben im Speerfischen und war ein leidenschaftlicher Taucher. Als ich dort war, war der Platz zugewachsen und mit Abfall bedeckt. Ich verstehe es nicht. War er nun wichtig oder nicht? Immerhin ist seine Büste vom damaligen Präsidenten entschleiert worden … oder war er eine umstrittene Persönlichkeit?

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… I couldn’t figure this memorial out. It is the bust of diver Tony Micallef Borg, who went missing while diving and whose body was only found seven years later. The bust has been sawed over and stolen several times, but until now has always been found again. I ask myself who wants to steal the bust of a diver??? Or is it because of the sculptor (Anton Agius)? Tony was a physical education teacher by profession, was a well-known sportsman who broke Malta’s record in athletics in 1967. He also represented Malta overseas in spear-fishing competitions and had a passion for diving. When I was there,  the spot was grown over and filled with rubbish. I don’t understand it. Was he important or not? His bust had been unveiled by the then President after all … or had he been a controversial personality?

Ich war schon einmal vorher auf Malta. Damals war das nur für zwei Tage für eine kleinere Konferenz, und wir hatten überhaupt keine Freizeit. Das war entweder zu Ostern oder zu Pfingsten, jedenfalls waren auf allen Balkons Kreuze aller Grössenordnungen mit blinkenden Lichtern aufgestellt.

… I had been on Malta once before. At that time only for two days for a shorter conference, and we didn’t have any free time at all. That was either at Easter or at Pentecost, in any case there were crosses in all sizes on every balcony, blinking lights and all.

Die Jahresversammlung fand im September statt. Als wir im Flieger über der Insel kreisten dachte ich nur, ’wo sind wir denn hier gelandet? Da ist ja gar kein Grün zu sehen, die ganze Insel ist tot’. Ich schwor mir, niemals dort Urlaub zu machen (haha, mein Mann und ich waren bereits zweimal dort … und wohl auch noch nicht zum letzten Mal).

… The Annual Meeting took place in September. When we were circling over Malta in the airplane I thought ‚where on earth are we? There is not the least bit of green, the entire island is dead‘. I swore to never go there on holidays (haha, my husband and I have been there twice already … and most probably not yet for the last time).

An einem Tag gelang es meiner belgischen Kollegin und Freundin und mir, einen richtig langen Spaziergang zu machen. Ich habe ihn auf der Karte unten eingezeichnet. (Wir sind auch den ganzen Weg zurück gegangen!!) Das grün markierte ist eine schöne Parkanlage an der Promenade. Diesen grünen Flecken hatten wir von der anderen Seite der Bucht erspäht und mussten das seltene Phänomen unbedingt untersuchen. Unter der Karte die Fotos, die ich auf dem Spaziergang gemacht habe. Wir gingen teilweise am Wasser und teilweise durch Wohngegend. Der hohe Turm ist das Kasino, das zwischen Millennium Chapel (Jahrtausend Kapelle) und Hilton Hotel liegt …

… One day my Belgian colleague and friend and I managed to go for a really long walk. I marked it in the map below. (We also walked all the way back!!) The area marked green is a beautiful park at the waterfront promenade. We had spied the green spots from the other side of the bay and had to investigate the rare phenomenon. Below the map you find the photos, which I have taken during that walk. Partly we walked along the water front, partly through living areas. The high tower is the casino between Millennium Chapel and Hilton Hotel …

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… und ich liebe diese wunderschönen, farbenfreudigen Boote!

… and I love those beautiful, colourful boats!

Unsere Arbeit ging ja oft bis weit in die Nacht hinein und auf dem grossen Platz vor dem Kasino liefen oder besser wankten dann zunehmend Betrunkene herum. Also Betrunkene in feinen Kleidern … 😉 Einer lief frontal in meine belgische Freundin und mich hinein und knallte danach in ungebremstem Tempo an einen Pfahl. Wir waren zu baff, um etwas zu unternehmen und schauten ihm nur mit offenem Mund hinterher wie er weiterwankte. Der war vom Alkohol total verzombiet.

… Our work often lasted until far into the night and on the plaza in front of the casino more and more drunk people walked or better swayed around. Drunks in fine clothes that is … 😉   One of them ran head-on into my Belgian friend and me and after that bumped without reducing his speed into a signpost. We were too shocked to do anything and just looked after him with our mouths open, as he swayed on. The alcohol had completely zombified him.

Zum Schluss noch ein paar Fotos aus der näheren Umgebung meines Hotels. In der Parallelstrasse, auf der Rückseite des Hotels, ging es etwas ”rotlichtig” zu, aber was soll’s. Die Balkons gegenüber fand ich jedenfalls toll.

… At the end some photos from around my hotel. In the parallel street, at the back of the hotel, there seemed to be some red light activities, but what the heck. I liked the balconies on the other side.

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Ich machte einen kleinen Rundgang weg vom Zentrum.

… I went for a little walk away from the centre.

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An der Küste finden sich grosse Hotelkomplexe. In St. Julien’s gibt es aber auch noch die etwas kleineren, älteren auch direkt am Wasser. Irgendwie haben die doch mehr Charme. Wie alle Inseln, muss auch Malta sich gegen Erosion schützen. Vielfach wird das mit Beton getan, manchmal schön, manchmal weniger schön, aber immer praktisch. Alle können ans Wasser kommen.

… At the coast there are huge hotel complexes. But in St. Julien’s there are also still the smaller a bit older ones directly at the water front. They do have more charme, I find. As all islands, also Malta has to protect itself against erosion. That often happens by means of concrete, sometimes nice, sometimes not so nice, but always practical. Everybody can get down to the water.

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Wie gesagt, wir waren wohl nicht zum letzten Mal dort. Wir müssen uns auch Gozo noch etwas näher ansehen. Ausserdem waren wir noch nicht in der blauen Grotte wegen ungünstigen Winden. Meine liebste Zeit ist der März, dann blüht es auf Malta.

… As already mentioned, I think we haven’t been to Malta the last time. We also have to take a closer look at Gozo. And we haven’t been in the blue grotto yet because of unfavourable winds. My favourite time is March, as Malta is in flower then.

 

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr 25 Jahre verheiratet und in Dänemark lebend (2018).

22 Gedanken zu „Malta – St. Julien’s … the same in English“

  1. Ich teile deine Gefühle über den Verlust vom Privatleben bei den Großkonferenzen. Da hattest wirklich Glück gehabt, in einem kleinerem Hotel unterzukommen. Malta könnte mich auch mal locken. Gute Nacht oder viel mehr guten Morgen, Brigit!

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  2. Wenn das Beisammensein mit den Kollegen nicht gerade zur Pflicht gehört, würde ich meine Freizeit ebenfalls lieber alleine verbringen.
    Es gibt doch verschiedene Interessen bei der Freizeitgestaltung. Ich bin sicher so hast du mehr von der Insel entdeckt.
    Sehr schöner Bericht von dir Birgit.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    LG Lilo

    Liken

    1. Mit meinen deutschen Kollegen konnte ich leider nichts unternehmen, denn wir wechselten uns ja ab bei der Arbeit, aber ich war mit meinen belgischen Kollegen unterwegs. Beide unsere französischsprachigen Übersetzer waren Belgier … 😉
      Normalerweise konnte man auch noch das darauffolgende Wochenende bleiben und den grossen Ausflug mitmachen, aber dazu hatte ich keine Lust. Ich wollte lieber nach Hause zurück zu meinem Mann. Eine Woche getrennt zu sein war reichlich für uns beide. Wir waren immer froh, wenn die Jahresversammlung in Kopenhagen stattfand. 😉

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      1. Liebe Birgit,
        leider ist nicht immer alles perfekt. Trotzdem habe ich das Gefühl dass dir diese Reisen auch nicht ganz unangenehm warten. Doch eine lange Trennung vom EHEGESPINNST – die hätte ich auch nicht so gerne weggesteckt. 😉

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        1. Natürlich war es interessant, und wie gesagt, wäre ich wohl nie nach Moskau oder Baku gekommen, wohl auch nicht nach Belgrad. Ich bin als Kind öfter im ehemaligen Jugoslawien gewesen, und nach dem Krieg war es mir noch nicht ganz geheuer. Ausserdem hatten die Amerikaner ja nicht lange davor präzisionsgebombt und dabei die chinesische Botschaft getroffen …

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  3. Mein Vater war auch so ein reiselustiger, und er musste uns ja mitnehmen … 😉 … Er fuhr mit uns über diverse Alpenpässe, denn Tunnel waren ja für Schlappschwänze, und bitte immer unterschiedliche Routen, nicht immer derselbe Pass.
    So war ich im zarten Alter von 8 Jahren zum ersten Mal in Kroatien und mit 12 Jahren in der Türkei, in Üsküdar, der asiatischen Seite von Istanbul. Da gab es noch keine Brücke über den Bosporus. Das war eine sehr abenteuerliche Reise. Über die sollte ich vielleicht auch einmal berichten. Meine arme Mutter war ja eher „mitgehangen, mitgefangen“, sie war eher eine ängstliche Natur.
    Die Reisen gehören zu meinen positiven Kindheitserinnerungen, trotz der Fahrweise meines Vaters … 😉

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    1. Liebe Birgit,
      ich könnte dich glatt um deine wunderschönen Kindheitserinnerungen beneiden.
      …und um die, die denen folgten. Ach ja die Welt ist schön, sie will entdeckt werden.
      Ich wünsche dir noch ganz viele tolle Reisen.
      Aber erst einmal wünsche ich dir ein sehr schönes Wochenende.

      Herzlichen Gruß,
      Lilo

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  4. Malta ist auch so ein Ort, wo ich gerne mal hin möchte. Da Reisen ja auch eine meiner Interessen ist, wird es sicherlich mal passen. Zudem mit den Infos von dir hier..da kann ja gar nichts mehr schief gehen – Danke! – Glg Herta

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