Ordnung ist das halbe Leben …

Aus der Küche ertönt ein merkwürdiger Laut, so als ob jemand schwer nach Luft schnappt. Ich ahne Schlimmes und eile zu meinem Mann, denn er ist es, der da schnappt, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. ”Ist etwas passiert?” frage ich ihn. Er zeigt nur stumm auf eine offene Schublade im Küchenschrank.

Diese hier:

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Nun kann diese Schublade auf das ungeübte Auge den Eindruck von Durcheinander erwecken. Ich kann euch jedoch versichern, dass ich genau weiss, was darin ist und wo es ist.

Links unter der Knoblauchpresse verstecke ich z. B. meine wirklich scharfen Küchenmesser, damit zufällig vorbeikommende Passanten sie nicht als Werkzeug missbrauchen. Mittig, gut sichtbar, liegen die bereits versauten Küchenmesser, mit denen man gerne Schrauben drehen oder Dosen öffnen darf.

Und ausserdem, wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen! 😉    😀

Und damit wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende … 😉

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Meine tapferen Pflanzen

Das sind sie wirklich! Seid Freitag sind sie alle im neuen Zuhause vereint, alle Stauden, alle 20 Rhododendrons und alle 16 Rosen, samt Kräutern und 3 Klematis sowie den ausgegrabenen Lupinen und Stockrosen.

Das ist ein richtiger kleiner Garten für sich, etwas unordentlich, aber immer noch farbig.

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Eine der Lupinen blüht in „Gefangenschaft“:

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Es sind immer noch viele Farben zu finden, ach, und rechts unten ein Montagsherz:

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Die Indianerminze ist in den letzten Zügen, jetzt ist die Rudbeckia dran:

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Meine kleine weisse Malve hat angefangen Zu blühen. Sie hat den letzten Winter drinnen verbracht im Topf der japanischen Mispel zusammen mit einem Schmetterlingsbusch und noch einer Malve. Die beiden Malven habe ich im Frühjahr rausgesetzt in Töpfe. Die weisse kam gut und fing kurz vor dem Umzug an Knospen zu produzieren. Die andere hatte ich schon aufgegeben, aber dann kamen plötzlich kleine neue Blätter. Sie steht irgendwo in dem Gewusel.

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Meine stolzen Kavaliere (Cosmea) sind immer noch stark im Gang. Ich habe sie für den Umzug hochgebunden, weil sie leicht brechen. Irgendwo da drinnen muss noch die Prairiemalve sein.

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Und siehe da:

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Die Cosmea sind ja einjährig, d. h. nächstes Jahr sind in dem Topf dann nur Prairiemalven und Gartengloxinien. Es sei denn, die Cosmea schummelt ein paar Samen nach unten.  😉

Der Farn hat den Herbst eingeläutet und „Ascot“ verabschiedet sich mit einer letzten Blüte:

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Immer fleissig im Gang und das Leben im Topf gewöhnt, die China-Rose „Perle d’or“:

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Und das sind die beiden Zypressen, von denen ich immer rede, nur dass es anscheinend keine Zypressen sind:

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Meine Grossmutter väterlicherseits nannte das „Lebensbaum“. Ist das nicht Taksus?

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Auf der Strassenseite ist ein kleinerer Hauptstamm beschädigt, so als ob ein Sturm einen grossen Ast abgerissen hat, der dann viel Rinde hat mitgehen lassen. Schade. Den werden wir wohl absägen und was anderes davor pflanzen. Ansonsten finde ich diese Bäume toll. Vögel lieben die auch sehr, besonders im Winter.

Und hier noch ein Abschneidsel vom alten Garten. Prairiemalven mögen es nicht, wenn man die ganze Pflanze ausgräbt und umsetzt, die machen dann schlapp, genau wie Stockrosen. Die Blütenstiele halten sich dagegen lange in einer Vase. Sie sind so graziös, ich mag sie sehr gerne.

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Und damit wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche!

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 6

19.5.2012

Eigentlich sollte der zweite Ausflug nach Portovenere in der Nähe von La Spezia gehen, nördlich von Lucca an der Küste. Doch das sollte nicht so ganz einfach sein. Wir fuhren über Camaiore, Pietrasanta (mit einem sauber geharkten Elitestrand, wo fast keine Leute waren), Marina, Marina di Massa, Massa, Castelnuovo Magra, Sarzana, wo wir hin und her und im Kreis geschickt wurden wegen Bauarbeiten. Die Strasse nach Portovenere sollten wir einfach nicht fahren. Nachdem wir das dritte Mal an derselben Stelle gelandet waren, gaben wir auf und assen zu Mittag in einem winzigen Grill in Romanito Magra. Wir bekamen eine wohlschmeckende Vegetarlasagne.

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Das exklusive Marina di Petrasanta, wo permanent Leute mit speziellen Strandharkern unterwegs waren (Maschinen), obwohl nur vereinzelt Leute am Strand waren. Dahinter die atemberaubenden Berge des Parco Alpi Apuane. Hier noch einmal eingezoomed:

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Wir fuhren dann nach Lucca zurück und schauten etwas ausgiebiger auf die Stadt (die Bilder habt ihr alle in Teil 5 gesehen). Vor dem Hotel trafen wir ein sehr nettes Ehepaar aus Hamburg, mit denen wir uns fast eine Stunde lang unterhielten, als ob wir uns schon lange kannten. Sie reisten an dem Tag ab. Schade, dass wir uns nicht schon vorher getroffen hatten. Wir hielten jedoch die Verbindung mit ihnen, zumindest via E-Mail und Skype.

20.5.2012

Da das Wetter nicht berauschend war (gestern hatte es nachmittags angefangen zu regnen, und es sollte in den nächsten Tagen nicht besser werden), beschlossen wir, früher nach Hause zu fahren und buchten unsere Autozugplätze um. Wir bekamen kein Luxusabteil mit Bad mehr, aber das sollte sich als vorteilhaft erweisen.

Der Weg ging wieder über den Passo delle Radici von der Toskana in die Emilia Romagna hinein, aber wir fuhren eine etwas andere Strecke, und zwar über Pievepelago und dann ab Sassuolo wieder die schon bekannte Strasse nach Modena und Ponte Vettigano zurück, zum Hotel Santo Steffano. Das hatte uns ja gefallen und Disko war ja nur am Mittwoch. Eigentlich hatten wir geplant, in Bologna zu übernachten, aber dann hatten wir keine Lust auf Grossstadt, schon gar nicht bei Regen.

Das Wetter war gemischt. Auf dem Pass schien die Sonne, aber als wir dann in die Emilia Romagna hineinkamen, befanden wir uns im Nebel oder in tiefliegenden Wolken, ich konnte den Unterschied nicht feststellen. 

Unterwegs machten wir jedoch noch in einem winzigen Ort namens Barigazzo halt, in der Albergo San Giorgio, die von einem uralten Ehepaar geführt wurde. Ausser uns waren noch ein einzelner Herr, der sich mit dem Wirt unterhielt, und zwei ältere Männer am Nebentisch anwesend. Als diese beim Nachtisch angelangt waren, hatten sie rote Wangen und waren sehr guter Laune. Wir schoben das auf den Rotwein, den sie zum Essen getrunken hatten. Wir bekamen ein leckeres Pasta mit Funghi Gericht und einheimische Bohnen. Als Nachtisch bestellten wir dann das gleiche, wie die beiden älteren Herren. Es stellte sich heraus, dass er aus Eis mit Whiskey bestand. Aha! Die Wirtin war nicht geizig mit dem Whiskey und mein Mann bekam noch einen Schwupps extra aufs Eis.

Die alte Dame suchte das Gespräch, sprach aber nur Italienisch, und ich stellte fest, dass ich vieles verstehen konnte, nicht wegen Spanisch, nein, wegen des so unnützen Lateins, dass ich im Gymnasium lernen musste. Wir bekamen die Geschichten ihrer Söhne, aber hauptsächlich ihrer Enkel (Nepote) erzählt, von denen der eine Arzt in Paris war, während der andere in Rom wohnte. Ich habe vergessen, was er beruflich machte. Sie bedauerte sehr, dass sie sie nicht so oft sah, weil sie so weit weg wohnten. Sowohl Söhne als auch Enkel waren musikalisch begabt und spielten Instrumente. Wir bekamen viele Bilder gezeigt. Gleichzeitig versuchte sie uns zu überreden über Nacht zu bleiben, aber das konnten wir ja nicht, wir hatten ja den Autozug gerade umgebucht, und das Wetter war nicht so toll.

Wir bekamen noch diverse Visitenkarten für unsere Amici in die Hand gedrückt, denn das Geschäft war wohl nicht mehr, was es mal war. Wie man auf den Bildern sehen kann, liegt Barigazzo wunderbar, auf jeden Fall für Wanderer und Fahrradfahrer. Aber es liegt eben nicht direkt neben einem Skilift.

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Nach dem Passo delle Radici mussten wir unser Regenzeug anziehen. Auf dem Weg ins Tal hob sich der Nebel (oder die Wolken), und als wir unten ankamen, konnten dir das Regenzeug wieder ausziehen. Aus diesem Grunde habe ich von den Regentagen auch nicht so viele Fotos, weil ich nicht wollte, dass die Kamera nass wird.

Im Tal hatten wir noch ein unschönes Verkehrserlebnis. Wir fuhren auf der Landstrasse, hinter uns einige Autos, und plötzlich biegt von links ein Wohnmobil oder Campingbus oder sowas in der Art von links ein. Selbst wenn er uns nicht gesehen hat, hätte er doch eigentlich all die Autos direkt hinter uns sehen müssen. Wahrscheinlich hat er nur zu einer Seite geguckt. Jedenfalls war da auf einmal ein grosses Auto nur einen halben Meter von meinem Bein entfernt. Mein Mann konnte zum Glück nach rechts ausweichen. Der offensichtlich total verwirrte CampingMobilBusfahrer fuhr dann einfach auf der Gegenspur weiter, also in die falsche Richtung, Schockschwerenot, glücklicherweise kamen aus der Gegenrichtung keine Autos. Etwas weiter weg konnte er dann von der Strasse wegkommen und sich erst einmal sortieren. Das war allerdings unsere einzige gefährliche Verkehrssituation auf der ganzen Fahrt, denn mein Mann fährt sehr defensiv. Es ist ein eigenartiges Phänomen, aber Autofahrer scheinen Motorradfahrer entweder gar nicht zu sehen oder deren Geschwindigkeit falsch einzuschätzen. Da wir immer die Schwächeren sind, geht mein Mann kein Risiko ein.

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Als wir in Ponte Vettigano ankamen, erfuhren wir von der Wirtin, dass man gerade schlimme Erdbeben erlebt hatte. Ponte Vettigano war ca. 65 Kilometer vom Epicenter entfernt gewesen (nordöstlich von San Felice sul Panaro). Das ganze Haus hätte sich seitlich hin und her bewegt. Das muss man wohl nicht unbedingt erleben. Dann lieber Disko. (https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Norditalien_2012) Wir hatten jedenfalls wieder einmal Glück gehabt, dass wir nicht noch einen Tag früher zurückgefahren sind.

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Das dämpfte die Stimmung, aber wir waren müde und schliefen trotzdem gut.

 

 

Wikinger-Stil

Auf den wunsch einer einzelnen Dame oder waren es zwei, führe ich hier einmal mein Wikinger-Kleid vor. Es besteht aus einem Leinen-Unterkleid und einem Über-Wickelkleid mit angenähter Kaputze.

IMG_7273 BlogDie Gürteltasche ist authentisch nachgemacht mit einem authentischen Wikingerverschluss in Form eines Drachens.

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Und hier noch einmal etwas dichter die Tasche und der Halsschmuck, den ich bei Herta  vom 1000Interessen-Blog erstanden habe. Ich finde, dass er total zu der Kleidung passt.

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Mir fehlen eigentlich nur noch authentische Schuhe, aber die sind ziemlich teuer. Bis es so weit ist, trage ich chinesische Samtschuhe dazu. 😉

Und damit wünsche ich euen allen eine schöne Woche!

 

 

 

Ausflug nach Lemvig

Gestern sollte ein einzelner Sommernachzüglertag werden, daher beschlossen mein Mann und ich, die Arbeit im Haus sich selber zu überlassen und einen Ausflug zu machen. Die Wahl fiel auf Lemvig in Westjütland, obwohl es etwas weiter weg ist von uns, denn mein Mann hatte gelesen, dass dort ein Krabbenfestival stattfand. Ausserdem ist Lemvig einer meiner Lieblingsorte, die langsam immer mehr werden …

Lemvig ist eine charmante kleine Hafenstadt am Nissum Bredning an der Nordsee (Vesterhavet). Wir trafen dort mehr deutsche Touristen als ich erwartet hätte, aber warum sollten sie die Stadt nicht auch mögen? Sie ist im Osten und im Westen von jeweils steil ansteigendem Gelände umgeben. Die Häuser, die dort oben liegen, haben einen atemberaubenden Ausblick. Also die Leute, die in den Häusern wohnen …(übrigens kamen wir auf dem Weg nach Lemvig sowohl an Paris als auch an Rom vorbei … 😉 )

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Am Hafen waren zwei Zelte aufgebaut, eines mit den normalen Gebrauchskunstgegenständen und den Lebensmittelständen und eines für Musik. Von Krabben sah man nicht viel. Aber man braucht wohl einen Grund für ein Festival …

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Hier lagen zwei Drittel der dänischen Kriegsmarine. Das dritte Drittel kam später auch noch in den Hafen:

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Unsere erste Tat war, mit der Veteranbahn den Westhang hochzuklettern. Es handelt sich hier um eine Vorortbahn aus dem Jahr 1968, die früher mal auf Seeland in Betrieb war. Vier Angestellte waren mit in einem Waggon, das kam mir viel vor.

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Nach der Abfahrt kam erst einmal einer und kassierte. Zwei Minuten später kam ein anderer mit einer echten uralten Minibar der DSB (Dänische Staatsbahn), ein rot lackiertes Metallgestell, und verkaufte Getränke und Snacks. Und dann ging’s aufwärts, sehr langsam, man hätte unterwegs Blumen pflücken können.

Auf halber Strecke nach oben befand sich eine Weiche, denn der Zug musste über die Weiche fahren, die dann von dem dritten Mann umgestellt wurde (der vierte Mann fuhr den Zug), damit der Zug die Kurve weiter hoch kriegte.

Wir hielten kurz auf einer Brücke zum Fotografieren. Darunter verläuft die einzige Strasse in Dänemark mit echten Haarnadelkurven, ein Mekka für Motorradfahrer.

Oben auf dem Hügel befand sich u. a. der Bahnhof für Lokalzüge nach Thyborøn und Vemb. Hier kamen die Herren wieder zum Einsatz, denn auf beiden Seiten der Schienen unserer ”Blitzbahn” musste der Autoverkehr gestoppt werden, damit der Zug zur Haltestelle mitten auf dem grossen Platz kommen konnte. Einige Leute stiegen aus, wir wollten wieder mit zurück. Ein kleiner Junge (von einer deutschen Familie) protestierte und wollte ”weiterfahren” und nicht aussteigen.

 

Auf dem Rückweg wurde uns noch einiges berichtet. Die Bahn wird von einem privaten Verein aufrechterhalten. Es ist schwierig, die Strecke instandzuhalten, einmal wegen mangelnder Finanzen, mangelnder Arbeitskraft und wegen des steilen Abhangs.

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Die Bohlen sahen auch etwas mitgenommen aus.

Und dann, ihr werdet es nicht glauben, während der Rückfahrt wurden die Bäume beschnitten von einem der Herren, einzelne Zweige während der Fahrt, für grössere Projekte wurde angehalten.

Wieder unten angekommen sind wir erst einmal essen gegangen und dann in Richtung Westseite spaziert. Wir hatten nämlich von der Bahn aus einige interessante Wege entdeckt. Da gibt es den Zick-Zack-Weg, der mittels einer Treppe im Zick-Zack steil nach oben führt;

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den Planetenweg, auf dem man Skulpturen der verschiedenen Planeten findet; einen ganz normalen Spazierweg ohne Namen; den Friedhofweg ganz oben an der Kante entlang, und dann den Naturweg, ein Rundgang, der u. a. an einem Golfplatz vorbeiführt. Hier werden wir noch einmal mit den Fahrrädern herkommen.

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150920172628Mit Bank natürlich, hier gleich am Anfang des Weges, vielleicht um sich seelisch vorzubereiten … 😉

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Dies war der Ausblick von ganz oben, vom Friedhofweg aus.

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Die Kalkgruben in Mønsted sind übrigens auch sehr sehenswert (http://www.monsted-kalkgruber.dk/de), und zwar nicht nur die Grube selbst, sondern auch das angeschlossene Museum mit alten Maschinenteilen und Darstellungen, wie der Kalkabbau zu verschiedenen Zeitaltern vor sich ging. 

Zum Abschluss gab es am Hafen noch Eis und Kaffee und dann ging es wieder nach Hause.

Umzugsaga

Es war ja eigentlich geplant und abgesprochen, dass wir am 6.9. die Möbel umziehen und am 7.9. den Garten. Am Tage des sechsten September aber, mitten in der zweiten Fuhre, beschlossen zwei Personen, dass man eine dritte Fuhre fahren würde und dafür nicht am nächsten Tag mit dem Garten. Ich konnte nicht viel dagegen sagen, es war ja angeblich alles so viel praktischer. Ausser dem Umzugswagen, ein kleiner 22 Kubikmeter, hatten wir jedes Mal zwei PKWs und zwei Gartenanhänger mit dabei. Trotzdem waren zum Schluss noch Pflanzen und andere Dinge übrig, die wir nicht mitbekamen. Vor der zweiten Fuhre kam Frau Meermond mit selbstgemachter Pizza für eine ganze Armee sowie Apfelkuchen und Kaffee. Das war wunderbar, und wir haben später vor der dritten Fuhre auch noch einmal kräftig zugelangt.

Bei der dritten Fuhre schüttete es wie aus Eimern, keiner von uns hatte einen trockenen Fetzen am Leibe, und ich konnte meine wasserdichte Jacke nicht finden. Ich fand sie dann später, als wir fertig waren, auf dem Küchentisch hinter einem Karton versteckt … 😉 Die anderen wollten nicht mit wasserdicht, das war ja was für Sissies … 😉

Sehr viel mehr taten wir dann am Umzugstag nicht. Mein Mann packte die Matratzen aus, und ich weiss nicht mehr, was ich noch gemacht habe. Wir hatten jedenfalls kein Problem einzuschlafen!

Meine erste Tat am ersten Morgen im neuen Hause war aus dem Bett zu fallen oder besser gesagt, von der Matratze zu rollen. Ich drehte mich nur auf die linke Seite und schon lag ich auf dem Boden. Gut dass wir das Bett noch nicht aufgebaut hatten … 😀

Am diesem ersten Tag haben wir dann das Bad, die Küche, das Esszimmer und die Fernsehstube funktionsfähig gemacht. Ich glaube wir haben jetzt noch so ca. 25 Kartons, die ausgepackt werden müssen, hauptsächlich meine Projekte und Comics und die Musikanlage meines Mannes und ein paar Bürosachen.

Zwischenzeitlich haben wir uns dann noch Regale und Schränke für unsere Kleidung besorgt und am Montag haben wir die letzten Pflanzen geholt. Wir müssen trotzdem noch zweimal mit unserem Anhänger fahren, bis alles hier ist. Einmal müssen wir ja sowieso noch rüber zum Saubermachen und Löcher stopfen. Und auf den Wiederverwertungsplatz mit all unserem Abfall.

Ich habe jedenfalls genügend Pflanzen, um die Steppe zu begrünen. Ich kann sogar alle meine 20 Rhododendrons unterbringen, wenn ich will, kein Problem. Aber einen möchte meine belgische Freundin haben. Erst einmal muss ich sehen, wie die blühen und ihnen Namen geben, schliesslich sind es Unikate. Das interessiert euch wahrscheinlich überhaupt nicht, aber wenn ich erst einmal in Richtung Garten und Pflanzen abtreibe … 😉

Der Tischler hat die Süd-Terrasse fertiggebaut, d.h. dass wir jetzt auf drei Terrassen wegen Regens nicht sitzen können … ich mache Spass, ich finde das toll mit all den Terrassen. Am meisten Windschatten hat man auf der Ost-Terrasse, die eigentlich zum Wäschetrocknen gedacht ist. Morgensonne!

An dem einen Abend haben wir einen Spaziergang gemacht, erst durch das Dorf und dann hinter unserem Haus einen Hügel hoch zu den Feldern. Hier ein paar Stimmungsbilder. Es war schon etwas verrückt, links ging die Sonne unter und rechts war noch total blauer Himmel …

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Die Steppe (unser jetziger „Garten“, der bisher nur aus irgendwelchem Grün besteht, das mit einem Kantenschneider kurzgehalten wurde und zwei grossen Zypressen) ist noch nicht vergiftet und umgefurcht, weil das Vergiftungsgerät des Vermieters kaputtgegangen ist. Wie er sich das mit der Hecke gedacht hat, wissen wir auch noch nicht. Sowas soll man eigentlich im Herbst pflanzen, aber da hat er ja noch Zeit. Ich habe neulich etwas Interessantes gesehen: jemand hatte in die Hecke rosa blühende Ziererdbeeren als Bodendeckung gepflanzt. Das sah toll aus und etwaiges Unkraut hat dann keine Chance. Man muss sie ”nur” am Expandieren hindern. Ich hatte mal die gelb blühende Version in einem Garten, weil ich dachte, dass das eine gute Idee wäre, aber das Zeug verbreitete sich mit Windeseile und war schwer zu entfernen. Vielleicht sollte ich einfach Walderdbeeren in die Hecke sähen, die kann man wenigstens essen. Naja, erst muss die Hecke ja da sein … 😉

Mir tut immer noch jeder Muskel weh, meinem Mann auch, aber der jammert nicht so viel wie ich … 😉

Wir sind jedenfalls gut am Ball und fühlen uns wohl hier im neuen Haus. Kein Kloak- und Algengestank; wir werden es nicht vermissen!

Das Einzige woran ich mich gewöhnen muss ist, dass das Toilettepapier jetzt auf der rechten Seite hängt und nicht auf der linken. Überhaupt will ich immer vom Eingang aus nach links in Badezimmer gehen, obwohl in allen Häusern, in denen wir gewohnt haben, das Bad rechts von der Eingangstür war.

Vom Bilderaufhängstadium sind wir allerdings noch weit entfernt. Erst einmal sind Gardinen dran … 😉

Und damit wünsche ich euch allen noch eine schöne Restwoche!

Nørlev Strand und Skallerup Strand

Diese beiden kleinen Strände liegen zwischen Lønstrup im Süden und Tornby Strand im Norden.

Es waren nicht viele Leute unterwegs, und das einzige Auto, das wir sahen, waren die Leute, die die Abfallcontainer leerten.

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… und natürlich ein Picknick-Tisch!  😉

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Geht es dänischer?

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Die folgenden Ferienhäuser gehören zu einem Komplex, der „Skallerup Feriecenter“  heisst:

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Einige der Häuser sind sehr nett, andere wiederum richtiggehend hässlich. Das Center verfügt über ein grosses Gebäude mit Fitness, Schwimmbad, you name it. Merkwürdigerweise haben wir nicht ein einziges Auto oder einen einzigen Gast dort gesehen.

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Wenn kein Picknick-Tisch, dann zumindest eine Bank. Ein schöner Platz mit perfekter Aussicht!

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Die folgenden beiden Häuser sind in der Gefahrenzone. Man hat sie anscheinend bereits mit Beton und grossen Steinen vom Abstürzen zu schützen versucht.

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Die kleinen grünen Schilder am Strand sind übrigens für den Notfall gedacht, z. B. wenn man so dusselig sein sollte und im Sand festfährt … 😉 … Es steht eine Standortnummer darauf und die Notrufnummer 112. Man gibt bei einem Notfall die Standortnummer an, und dann wissen die Retter genau, wo man sich befindet.

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Spuren von Ausserirdischen mit Halbmondfüssen … 😉

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Und hier war wieder ein Motorradfahrer unterwegs. Die Spur endet an der Sandburg. Ist er dort hineingefallen? Ist er in Australien wieder herausgekommen?

Mein Mann sagt: Da links am Wasser geht die Spur weiter! Aber das ist ja langweilig … 😉

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Das mag mein Mann so gerne, diese Weite!

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Hier eine Wolfspur, wie ich meine. 😉 „Eine Wolfspur? So ein Quatsch“, sagt mein Mann, „das sieht doch jeder, dass hier ein Eisbär war!“

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Und damit waren wir dann wieder an „unserer“ Treppe angelangt.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Ein Bericht vom Umzug folgt demnächst in diesem Theater … 😉