Der erste Wandschmuck …

… aus Strandgut … oder aufgesammeltem Dreck, wie jemand es auch nannte … 😉

Er ist aus Teilen hergestellt, die ich am Kjul Strand gefunden hatte, u. a. die lange Braunalge, die ja sofort verarbeitet werden musste, solange sie noch nass und geschmeidig war.

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Im Nachhinein hat sie sich als gar nicht so bruchempfindlich in trockenem Zustand erwiesen, wie ich befürchtet hatte, aber wickeln und knoten kann man sie nicht, wenn sie getrocknet ist.

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Mir fehlt nur noch eine Aufhängung, aber ich habe schon eine Idee.

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Ich finde die gestreifte Muschel so schön, und der Blasentang hat seine gelbe Farbe weitgehend bewahrt.

Im Moment arbeite ich an einem kleinen 3D-Bild in einem Schokoladenkarton. Mal sehen, wie das wird …

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

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Finnische Mystik

Zum Sonntag möchte ich euch anstelle von Storm P. und passend zur Jahreszeit und der magisch-mystischen Atmosphäre ausnahmsweise einmal einen Comic vorstellen. Man kann ihn gratis online lesen oder als E-book oder gedrucktes Buch erwerben. Er ist allerdings nur auf English vorhanden. Die Autorin heisst Minna Sundberg, und sie hat die fantastische Geschichte „A redtail’s dream“ geschrieben und gezeichnet.

In diesem Comic bekommt man einen guten Einblick in finnische Mystik und finnischen Schamanismus in der Form eines wunderschönen Märchens. Ausserdem hat Minna sehr viel Humor mit eingebaut. Für mich ist dies einer der besten Comics schlichthin, also von denen, die ich kenne, sowohl von der Bildkunst als auch von der Erzählung her. Vielleicht macht er euch ja auch Spass.

http://www.minnasundberg.fi/comic/page00.php

ARedtailsDream

Wie wäre es mit einem Rauhhaardackel?

Nach meinem Wellensittich hatte ich erst wieder mit 39 ein Haustier, einen Kater. Aber ich kam immer mit Hunden in Berührung, zum Einen in dem Stall, wo wir zum Reiten gingen (dort gab es eine Schäferhund-Spitz-Mischung – wir liebten uns heiss und innig), zum Anderen durch eine Cousine meiner Mutter, die immer Hunde hatte. Zuerst war sie spezialisiert auf Scottsterrier, aber dann bekam sie einen Rauhhaardackel, und ihm ist diese kleine Geschichte gewidmet. Er hiess natürlich ”Lumpi”. Er war herrlich, aber ein bisschen schwerfällig. Er konnte z. B. nicht auf den Hinterpfoten stehen, da fiel er immer um. Einmal war seine kleine Schwester zu Besuch, die im Gegensatz zu ihm klein und wendig war und ohne Probleme ”Männchen” machen konnte. Alle waren natürlich hingerissen von dem kleinen Charmetroll und Lumpi verzog sich maulend unter einen Sessel … bis dann seine kleine Schwester kam und ihn am Ohr unter dem Sessel hervorzog. 😉

lebenserwartung-dackel-steigern_Blog (Das Bild stammt von einem Züchter in Deutschland, den ich leider nicht wiederfinden kann.)

Doch hier die Geschichte, eine Anleitung zum Spazierenführen von Dackeln (English version further down):

Das Spazierenführen von Dackeln ist eine Kunst, die Einfühlvermögen erfordert.

Im Gegensatz zu einem Pferd, dem man antrainiert, wie es sich reiten zu lassen hat, ist es völlig unmöglich, einen Dackel darüber zu belehren, wie er Gassi zu gehen hat. Im Gegenteil, der Dackel belehrt seinen Besitzer darüber, wie er ausgeführt zu werden wünscht.

Bei einem Dackel gibt es keine Kompromisse. Entweder muss man ihn an der Leine hinter sich her schleifen, wobei manche Dackel sogar versuchen, mit ihren Krallen die Vorwärtsbewegung zu stoppen oder man wird im Laufschritt durch die Landschaft gezerrt, sanft vorwurfsvoll seinen Namen rufend. Der Tonfall ist dabei wichtig, denn Dackel sind sehr sensibel.

Die eine Situation ist sehr abträglich für das Bauchfell des Dackels, die andere äusserst demütigend für den Menschen.

Den Dackel von der Leine zu lassen ist jedoch keine gangbare Alternative. Das Resultat ist ein enthusiastischer Dackel, der mit wehenden Ohren die Tauben aufscheucht und auf Nimmerwiedersehen hinter dem Horizont verschwindet.

Es bleibt einem Dackelbesitzer also nur die Möglichkeit, an den Tagen mit Gehverweigerung den Hund Gassi zu tragen und vorzugeben, dass der arme Hund sich müde gelaufen hat, und für die Langlauftage endlich in Form zu kommen und so zu tun, als ob er ein begeisterter Jogger wäre. Gesicht bewahrt; Problem gelöst; Dackel zufrieden.

English:

The walking of dachshunds is an art that requires intuition.

Contrary to a horse, which one trains how it has to let itself be ridden, it is completely impossible to teach a dachshund, how it is supposed to behave while being walked by its human. Quite the opposite: the dachshund teaches the owner, how it wishes to be walked.

There are no compromises with a dachshund. Either one has to drag it over the ground by means of a sturdy leash, and some individuals of that species even try to dig their claws into the ground to stop any progress; or one is being dragged at running pace through the landscape, while reproachfully but softly calling the dog’s name. The tone is important, because dachshunds are very sensitive.

The one does nothing to improve the belly fur of the dog, the other is quite humiliating for the owner.

It cannot be recommended to let a dachshund run without a leash though. The result would be an enthousiastic dog chasing pigeons, ears flaunting, disappearing behind the horizon.

The owner of a dachshund has only one possibility: On days of walkrefusal to carry  the dog for a walk and pretend that the poor dog has run so much that it is exhausted now; and for the jogging days to finally get into shape and to pretend to be an enthousiastic jogger. Face saved; problem solved; dog happy.

Musik, Musik, Musik …

… oder ”manchmal bin ich schlichtweg genial” (in aller Bescheidenheit, natürlich)  😉

Mein Mann wollte ”die Band wieder zusammenbringen”, naja nicht ”wieder”, sondern überhaupt erst einmal eine Band sammeln. Er spielt Gitarre, akkustisch und elektrisch und Keyboard. Als erstes suchte er einen Bassgitarristen und einen Schlagzeuger. Er erklärte mir, dass man damit erst einmal anfangen könnte.

Es dauerte eine Weile, bis sich ein geeigneter Schlagzeuger einfand. Die Leute wohnten entweder zu weit weg oder wollten lieber extreme metal spielen anstatt Country und Rolling Stones. Die beiden trafen sich, um sich zu beschnuppern. Es schien ganz gut zu verlaufen, obwohl der Drummer ziemlich viel redete. Er war bereits 72 Jahre alt und randvoll mit Anekdoten. So ein richtiger Hygge-Däne … 😉   Ausserdem wurden wir diverse Male mit dem Einwurf beglückt, dass seine Frau 13 Jahre jünger war als er, und was das für Implikationen für einen Mann hätte … gäääähn.

Dann meldete sich ein Bassgitarrist von ”umma Ecke”, und die drei wollten sich treffen. Schon bei diesem Treffen wollte Anekdotendrummer sich wieder von der noch nicht vorhandenen Band ausklinken, weil ihn eine bereits etablierte Band gebeten hatte, bei ihnen mitzuspielen. Dafür hatte natürlich jeder Verständnis, da er ja professioneller Musiker gewesen war und mit Leuten wie Dario Campeotto und Birthe Kjær gespielt hatte, wie er erzählte. Ausserdem war das bei ihm in der Nähe, zu uns musste er dagegen ca. 40 km fahren. Mein Mann meinte, dass er keine Gelegenheit gehabt hätte, den Bassgitarristen kennenzulernen wegen der vielen Anekdoten … und die beiden vereinbarten ein erneutes Treffen mit Instrumenten.

Bei diesem Treffen stellte sich heraus, dass Herr Bass anscheinend völlig unmusikalisch war. Er konnte nicht hören, wenn er falsch spielte … wie das? Er spielte nämlich auch mit anderen Leuten einmal in der Woche zum Tanz auf. Mein Mann erklärte, dass sich ein Bassgitarrist in einer grösseren Band ”verstecken” könnte.

Wenn das schon beim Folsom prison blues mit drei Akkorden nicht klappte, wie sollte das was werden?

Die beiden trennten sich also wieder und da war überhaupt keine Band.

Zwei Tage später, ihr werdet es nicht glauben, meldet sich der Anekdotendrummer wieder, dass es nicht ginge mit der anderen Band, die wären nicht daran gewöhnt mit einem professionellen Drummer zu spielen … Nun hatte mein Mann aber in der Zwischenzeit beschlossen, dass er keine Lust mehr auf Anekdoten hatte, da sie sich auch bereits wiederholt hatten. (Wir hatten so eine Ahnung, dass wir vielleicht wieder von ihm hören würden … 😉 )Und dann bekam ich eine Idee. Mir war nicht klar, ob sich das machen liess, aber ich machte ihm einen Vorschlag. Nämlich, ob da auf dem Keyboard nicht alle möglichen Begleitungen drauf wären, Bass, Schlagzeug, you name it, und wäre es nicht vielleicht möglich, dass ich die Akkorde spielte mit der richtigen Begleiteinstellung. Wenn es sich nur um Akkorde handelte, das müsste ich doch hinbekommen, schliesslich habe ich mal Akkordeon gespielt. Allerdings kann ich aus dem Grunde Tasten nur mit der rechten Hand spielen …

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Jedenfalls spielten wir den Folsom prison blues mit seinen drei Akkorden bereits am ersten Tag, und jetzt sind wir bei Leonard Cohens ”Halleluja”, weil das so schön langsam ist. Ich muss ja erst einmal richtig reinkommen in das Ganze. Das macht Spass! Aber so richtig singen kann keiner von uns beiden … 😉  😀 … ich finde das ist ein ziemliches Gejammer, aber da wäre schliesslich Frau Meermond … hoff, hoff …

Nun quält mein Mann mich doch tatsächlich mit ÜBUNGEN zu Akkord-Abfolgen … naja, von nix kommt nix.

Wenn ihr in näherer Zukunft einmal von dem ”ungemein begabten dänischen Rentner-Duo” hört, dann wisst ihr Bescheid! 😉

Mein Vater der Entertainer …

Nach meinem Grossvater ist jetzt sein Sohn dran, mein Vater. Auch an ihn habe ich einige vergnügliche Erinnerungen, wenn es auch nicht viele sind,  und genau an diese möchte ich mich in dieser dunklen Jahreszeit erinnern.

***

An einem der Wochenenden, an denen wir mit unseren Eltern in den Sunder, ein Waldgebiet in der Nähe von Hittfeld, fuhren, sorgte mein Vater für Unterhaltung. Er lag auf der Campingliege und kam auf die wunderbare Idee dort Gymnastik zu machen. Unter anderem nahm er einen Ball zwischen die Füsse und brachte dieselben hinter seinen Kopf. Jeder der Campingliegen kennt weiss, dass das ein Fehler ist. Er lag also auf dem Rücken, die Liege und die Beine zeigten senkrecht nach oben und wir lachten uns schimmelig. Anstatt sich nun zur Seite zu rollen um aufzustehen, versuchte mein Vater, sich an der Liege wieder hochzuziehen, eine physische Unmöglichkeit. Er tat uns leid, aber wir wieherten ungehemmt und waren vor Lachen hilflos. Und das allerschärfste war, dass er genau dasselbe fünf Minuten später noch einmal machte!

***

Mein Vater war handwerklich sehr begabt. Ich habe von ihm richtiges, solides Tapezieren gelernt und auch das Malen von Türen und Fensterrahmen. Als mein älterer Bruder und ich zu alt wurden, um ein Zimmer zu teilen, zog er in das Elternschlafzimmer um und ich blieb in dem alten Kinderzimmer. Mein Vater baute im Wohnzimmer eine tolle Schrankwand mit einem Doppelbett zum herunterklappen. Aber machmal kam er auf Ideen, die ihm die Arbeit erleichtern sollten, die vielleicht nicht so ganz durchdacht waren. Einmal wollte er einen grossen Bottich Farbe umrühren und meinte, dass er das viel schneller und leichter erledigen könnte, wenn er seine so genannte ”Schwabbelscheibe” an den Hochpower-Mixer meiner Mutter anschliessen würde. Gesagt, getan und angestellt und huiiiii, wie die Farbe durch die ganze Küche spritzte. (Das war so ein altes Vorwerk-Gerät, eigentlich richtig gute Maschinen, aber es gab nur ”aus” oder ”full power”.)

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Die Krönung der Medaille war aber seine Feuerwerkshow eines Silvesterabends. Es handelte sich um eine dieser wirklich kalten Nächte, -17 Grad oder so, und mein Vater dachte, man könnte ja die Feuerwerkskörper aus dem Küchenfenster auf die Strasse werfen, dann brauchte man nicht so lange in der Kälte zu stehen. Unsere Küche war ziemlich altmodisch ausgestattet. Unter dem Fenster befand sich ein breiter, ziemlich tiefer Einbauschrank, der gleichzeitig Arbeitsfläche war. Vor dem Fenster hang eine Nylongardine, damals der letzte Schrei, der Stolz meiner Mutter. Als es denn soweit war und wir angestossen hatten, schritt mein Vater zur Tat. Er legte alles schön säuberlich geordnet auf den Tisch am Fenster und begann zu knallen. Um die brennenden Feuerwerkskörper möglichst weit zu werfen und zu vermeiden, dass sie auf nicht so kälteempfindliche Nachbarn fielen, holte er weit nach hinten aus. Meine Mutter protestierte: ”Da fliegen Funken”. ”Aber ich muss doch …”, und weiter kam er nicht, dann ein Funke hatte bereits einen Knaller auf dem Tisch angezündet, der wiederum nacheinander alles andere anzündete, bis meinem Vater sämtliche Feuerwerkskörper um die Ohren flogen. Das Ergebnis war traurig. Die Nylongardinen waren geschmolzen und der Tisch war versaut. Meine Mutter war rasend! (Meinem Vater war zum Glück nichts passiert.)

***

 

Meine Grossmutter mütterlicherseits redete dauernd über ihre Krankheiten. Irgendwann hat mein Vater mal der Hafer gestochen (er war normalerweise nicht so ein Humorballon, nur unfreiwillig  😉  ) und er nahm sich vor, sie auf die Schippe zu nehmen.

Als sie mit der Aufzählung ihrer Krankheiten fertig war, begann er mit seiner. Eine Arthrose im Knie wurde mit Parkinsons gekontert, eine vergrösserte Schilddrüse mit Leberbeschwerden. Ihm ginge es ja viel schlechter als ihr.

Das wiederum wollte meine Oma nicht auf sich sitzen lassen und legte noch einen Zahn zu mit unzulässigen Bemerkungen unter der Gürtellinie über Organe, die mein Vater nicht besass und wo er unfairerweise ausgetrickst wurde. Ihm fiel dann auch nichts im selben Genre ein, denn er war eigentlich überhaupt kein Jammerer. Ich hab mich innerlich kaputtgelacht.

Meine Oma hat natürlich gar nicht gemerkt, dass sie veräppelt wurde.

***

Genug gelacht auf deine Kosten, du kannst dich ja nicht mehr wehren! 😉 Schade, dass wir uns nicht besser gekannt haben …

 

Grübeln oder Vergangenheit bewältigen?

Wo verläuft die Grenze?

Ich hatte eine richtige deprimierende Grübelgeschichte, die dann aber von einem hellen Gedanken abgebogen wurde, und zwar durch die Erinnerung an meinen Wellensittich … nicht lachen! Ich habe das Viech geliebt!

Ich bekam sie von meinem Grundschullehrer, meinem Klassenlehrer in Klasse 2 bis 4. Ich war wohl so 11 Jahre alt. Sie war kobaltblau und wunderschön und bekam den Namen ”Susi”. Susi war gewohnt im Schwarm zu leben, und jetzt war sie auf einmal alleine in einem Käfig und war ängstlich. Sie gewöhnte sich allerdings rasch an das Leben mit uns, und so viel ich konnte, liess ich den Käfig offenstehen, jedenfalls immer wenn ich zuhause war, dann konnte sie frei im Zimmer umherfliegen. Ich musste allerdings aufpassen, wenn ich das Zimmer verliess, denn sie flog mir hinterher.

Kurz bevor ich von der Schule nach Hause kam, öffnete meine Mutter den Käfig, und wenn ich die Wohnung betrat, kam sie mir entgegengeflogen.

Manchmal lasen wir gemeinsam, das heisst ich las und sie sass auf meinem Handgelenk mit einem Bein hochgezogen und machte ein Nickerchen. Einmal liess ich sie einen Moment allein im Zimmer, und als ich zurückkam, hatte sie eine ganze Seite vom Buch ”gelesen”. Bei den Hausaufgaben störte es manchmal, weil sie dann versuchte auf meinen Stiften zu sitzen oder dem Stift hinterherlief, wenn ich schrieb.

Aber das Schönste war, wenn sie baden sollte und wollte. Sie badete eigentlich gerne, aber mochte es nicht, wenn ihre Füsse nass wurden. Das ist ziemlich schwierig! Sie hatte ein kleines Badehäuschen, das man am Ausgang vom Käfig befestigen konnte. Da sass sie dann erst einmal und überlegte … dann wurde ein Zeh in das Wasser getaucht, um die Temperatur zu messen (ein göttlicher Anblick) … und dann warf sie ihren Körper nach vorne, flügelschlagend, um nicht mit dem Kopf unterzutauchen, denn die Füsse waren immer noch fest um den Rand gekrallt. 😀

Später lernte sie dann in aller Art Schüsseln zu baden. Da musste man dann aufpassen mit Kaffeetassen und ähnlichem. Einmal landete sie in einer Schale mit irgendeinem Sirup, so eine Schweinerei!  😀

Sie starb an einer Geschwulst als ich gerade 14 Jahre alt geworden war. Das war für mich ein absolutes Scheissjahr. Ich verlor meinen Wellensittich, meinen Glauben an die Menschheit, allerdings nicht meine Unschuld und konnte mit der Welt meiner Eltern so gar nichts mehr anfangen. Von heute auf morgen sah ich alles mit ganz anderen Augen. Natürlich gab ich meinen Eltern die Schuld daran, die hatten mich angelogen, die Welt war ganz anders, als sie uns immer haben glauben lassen wollen. Meine armen Eltern! Sie wussten nicht was da vor sich ging, denn SIE hatten sich schliesslich nicht verändert … ich war es, die eine Metamorphose durchmachte in Richtung Erwachsenwerden. Ich muss ein ganz schöner Armleuchter gewesen sein damals. Meine Mutter fand mich ”hart”, wie sie einmal sagte. Aber für einen jungen Menschen ist die Situation ja auch nicht einfach. Auf einmal ist alles anders als vorher … und niemand bereitet einen darauf vor … oder erklärt einem warum.

Na, das sollte doch ein freudiger Beitrag werden … aber die Erinnerung an meine Susi ist sehr freudig, wir haben viel Spass miteinander gehabt. Übrigens, sie lernte nie zu sprechen, aber sie konnte andere Vögel nachahmen, besonders die Spatzen, die es damals in der Grossstadt noch haufenweise gab.

budgie-1444896__340 (Foto von Pixabay Meli1670)

”Hör da tschilpt ein Wellensittich!”

Ein ”Hurra” für Haustiere, welcher Art auch immer!

Abschied vom Herbst …

… am Store Økssø, so heisst der nämlich, habe ich mich belehren lassen, nicht Store Okssø. Das ist schon ein Unterschied, es ist kein Ochsensee, sondern ein Axtsee.

Es war hauptsächlich sonnig an dem Tag (Ende Oktober), allerdings mit starken Windböen. Daher ist der See mal glatt, mal aufgewühlt.

Diese Strasse kommt man runtergefahren zum Parkplatz:

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Dann ist da ein toller Spielplatz mit u. a. einem grossen Holzpferd:

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Und im Mosskov-Pavillon kann man sich nach den Strapazen der Seeumrundung erholen, entweder mit Kaffee und Kuchen oder kleinen warmen Leckereien. Es ist gemütlich dort, die Wirtsleute sind sehr nett und das Essen ist gut.

Hier vom Steg aus begannen wir den Rundgang. Als wir ankamen, herrschte ziemlicher Seegang.

Vorbei an den tanzenden Bäumen:

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Nicht der schlechteste Picknick-Platz:

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Wenn man um den kleinen See rechts auch noch herumgeht, verlängert man die Strecke um einen Kilometer, also auf 5,8 statt 4,8. Die Wege um den Økssø sind „zivilisiert“, wie mein Mann das nennt, also Gummistiefel sind nicht erforderlich.

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Ich glaube, das soll ein Rehbock sein (oder ein Hirsch???), denn auf dem Kopf hatte das Tier noch so Stümpfe, wo ehemals vielleicht ein Geweih war …

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Kein Mangel an Pilzen dieses Jahr, aber kann man die essen?

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Eine interessante Bank-Konstruktion, allerdings nagt der Zahn der Zeit oder etwas anderes daran …

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Und am Tunnel unter den Bahngleisen, der zurück zum Parktplatz führt, wird man von Kultur beleckt (oder belästigt?):

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Erst hatte die Madame nur einen Schal, dann auch eine Mütze und nach Frosteinbruch hat jemand ihr alles wieder abgenommen …

Die Schwulstur heisst „Moder Jord“ (Mutter Erde). In Kopenhagen gibt es eine kleine private Galerie, die überschwillt mit solchen dicken Frauen. Ich weiss allerdings nicht, ob alle von demselben Künstler sind. Ist mir eigentlich auch egal, denn ICH MAG DIE NICHT!

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Aber ist ja alles Geschmackssache, ich wollte euch das Kunstwerk jedenfalls nicht vorenthalten.

Ihr könnt ja noch gucken, ich geh dann schon mal in den Mosskov-Pavillon und bestelle mir Kaffee mit Baileys … 😉