Tierbeobachtungen … Observing animals

Dies ist der dritte und vorerst letzte Teil dieser Reihe, denn ich habe im Moment nicht so richtig Gelegenheit, Tiere aus allernächster Nähe zu beobachten. Vielleicht kommen im Laufe des Winters Geschichten vom Futterplatz hinzu, denn das ist das reine Gangstermilieu … 😉

… This is the third and for the time being last part of the series. At the moment I don’t have the opportunity to observe animals from close by. Maybe there will be stories from the bird feeders during the winter months. They can be real gangsters … 😉

Die folgenden Geschichten habe ich alle in Schweden observiert, wo wir ca. vier Jahre lang auf dem Altenteil eines Bauernhofs wohnten. (Von der Zeit könnte ich eigentlich auch mal berichten … daher stammt jedenfalls mein Beitrag über Kristianopel).

… The following events I have all observed in Sweden, where we lived for about four years on the „Altenteil“ of a farm (cottage of estate reserved for use by parents). (I might tell stories from that time at a point … in any case my post about Kristianopel (German only) is from that time).

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Teil 3

Schweden:

In Schweden war gar nichts vorhanden im Sinne von Garten, ausser ein paar Rosen an der einen Hauswand. Alles was ihr oben auf dem Foto seht, haben wir angelegt, einschliesslich Zaun.

… In Sweden there was nothing in place that could be called a garden, except for a few roses at one of the walls. Everything that you see on the photo above, has been created by us, including the fence.

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Ich ging also amok und legte Beete an, aber davon ein anderes Mal. Unter anderem gruben wir einen kleinen Teich, der sehr schnell zum Treffpunkt aller möglicher Vögel wurde. Wir hatten einen dicken Zweig in Wasser gehängt, damit sie besser trinken konnten. Beim Trinken wurde eine richtige Hackordnung eingehalten. Den Amseln machten alle Platz, und merwürdigerweise wichen die Spatzen vor den Kohlmeisen. Das ist hier in der neuen Wohnung anders herum. Das hängt vielleicht davon ab, von welcher Sorte es mehr gibt an einem bestimmt Standort.

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… So I went amok and made flower bed, but about that another time. Among other things we dug out a little pond, which quickly developed into a meeting place for all kinds of birds. We had put a large branch into the water, so that it was easier for them to drink. They overheld a strict pecking order, and all of them yielded to the blackbirds. Strangely enough, the sparrows yielded to the great tits. That is the other way around in the new place. Maybe it depends on the number of each species living at a location.

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Wir hatten den Teich direkt am Wintergarten angelegt, so dass wir die Vögel aus 2 m Entfernung beobachten konnten. Eines Tages fand dort ein Familienausflug statt, eine Nebelkrähe mit zwei Jungen. Das eine sass auf einem Zaunpfahl und schaute zu, wie sein Geschwisterchen versuchte zu trinken. Es stellte sich sehr tolpatschig an und fiel mehrere Male fast ins Wasser. Und dann wollte der Dödel durch den Zaun zurück auf die Obstwiese. Die Maschen waren theoretisch gross genug, und das Junge muss auch auf diese Weise in den Garten gekommen sein, denn fliegen konnte es nicht. Nun schlug das Dusseltier aber mit den Flügeln, und mit ausgebreiteten Flügeln kam es natürlich nicht mehr durch den Zaun.

… We had dug the pond directly at the winter garden, so that we could watch the birds from about 6 feet distance. One day we saw a family outing, a hooded crow with two young ones. One of them sat on a fence post and watched its sibling trying to drink. It was very clumsy and nearly fell into the water several times. And then the little putz wanted to get back to the fruit garden through the fence. In theory, the mesh net was such that it could have passed through – it must have come into the garden that way, because it wasn’t able to fly. However, the little nitwit was flapping its wings, so that it didn’t fit through.

Ich schaute einen kurzen Moment zu, konnte es dann aber nicht mehr mit ansehen und ging hinaus um zu helfen. Das Muttertier sass auf dem Rasen und schrie mich an, das anscheinend schon fliegen könnende Geschwisterchen blieb auf dem Zaunpfahl sitzen und schaute interessiert zu. Ich fasste den kleinen Dummerjan beherzt an, legte die Flügelchen zusammen und schubste ihn durch den Zaun. Die besorgte Mutter flog gleich hinterher. Ich fürchte, dass die kleine Krähe nicht lange überlebt hat.

… I watched for a short moment, but couldn’t help myself and went out to help. The mother was sitting on the grass screaming at me, while the second young one remained on its fence post and watched what was happening. I gripped hold of the little dunce, forced its wings down to its body and pushed it through the fence. The worried mother flew after it immediately. I don’t think the little crow survived for long.

Denn am eigentlichen Bauernhof, in den riesigen Kastanien, nistete ein Paar schwarzer Milane. Die fliegen zu sehen war ein grossartiges Schauspiel. Aber sie fingen natürlich manchmal die kleinen Vögel und das retardierte Krähenkind war ein leichtes Opfer.

… Because, at the farmhouse itself, in the huge chestnut trees, a pair of black kites was nesting. It was a fabulous sight to see them fly. But from time to time they cought one of the small birds, and the retarded crow baby was an easy victim.

Manchmal wurden die Milane von Saatkrähen regelrecht angegriffen. Sie passten auf, dass sie dem Raubvogel nicht allzu nahe kamen, aber es war immer gefährlich. Ich fand das ziemlich mutig von den Krähen.

… Sometimes the kites were actually attacked by crows, the black ones. They took care not to get too close to the rovers, but it was always dangerous. I found that quite courageous of the crows.

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FOTO: Pixabay, shutterstock – schwarzer Milan/black kite

Einmal fand ich einen der Milane auf dem Dach unseres Futterhäuschens für die Singvögel sitzend. Wenn sie die Flügel eingeklappt haben, sehen sie gar nicht so imponierend aus. Ich fand das ein bisschen frech, sich einfach da hinzupflanzen und aufs „Frühstück“ zu warten, so jagte ich ihn weg.

… One morning I found one of the kites sitting on the roof of our bird feeder. When they sit with their wings folded in, they are not so impressive. I thought it was a bit cheeky of him to plant himself there and wait for „breakfast“, so I chased him away.

An einem anderen Tag hörte ich grossen Spektakel auf der Obstwiese. Sämtliche kleineren Vögel, einschliesslich der Elstern (!) hatten sich zusammengerottet und schimpften einen Milan aus, der sich ein Amseljunges geschnappt hatte. Da könnten Menschen sich ein Beispiel dran nehmen; bei den Menschen rotten sich die Halbgrossen mit den ganz Grossen zusammen und hacken auf die Kleinen los! Oder sie wenden den Rücken zu und lassen die Grossen auf die Kleinen hacken.

… Another day I heard a lot of noise from the orchard. All small birds, including the magpies (!) had ganged up on a kite that had taken a young blackbird. Humans should take that as an example, as in the case of humans, the half big ones gang up with the really big ones and hack on the small ones. Or they turn their back and let the big people hack on the small people.

Eine andere, rührende Szene war ein Amselvater mit seinem Jungen, das schon am Boden herumlief. Ich nehme an, dass es sich hier um einen unerfahrenen Vater handelte, denn er versuchte, seinem Kind eine ganze unreife Kirsche in den Schnabel zu stopfen, mit Kern und allem. Die Frucht war aber zu gross und fiel wieder aus dem Babyschnabel. Vater gab nicht auf und stopfte eine ganze Zeit lang, aber ohne Erfolg. Armes Kleines, ich hoffe, dass es doch noch geeignetes Futter bekam. 

… Another, somehow touching scene was a blackbird father with his young one, which was already running around on the ground. I presume that this was a case of an inexperienced parent, as he tried to cram a whole unripe cherry with stone and all into his child’s beak. The fruit was too big and fell out again. Papa was very persistent and continued for a long time with the cramming attempts, but to no avail. Poor little one, I hope that at a point it did get something appropriate to eat.

Dort in Schweden sah ich zum ersten Mal einen Bergfinken. (In Kruså hatten wir im ersten Jahr auch einen, der mit einer Gruppe Buchfinken zusammen war. Im darauffolgenden Winter hatten wir dann eine grosse Gruppe Bergfinken.) Ich wusste natürlich nicht, dass es so einer war. Ich konnte sehen, dass es ein Finkenvogel war und googelte danach. Ein schöner Vogel!

… In Sweden I saw for the time a brambling. (In Kruså we had one in the first year that was together with a group of chaffinches. In the following winter we had a larger group of bramblings.) I didn’t know that it was a brambling. I could see that it was a kind of finch and researched with google. Such a pretty bird!

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FOTO: Vogelwarte.ch – Bergfink/brambling

Die letzte Beobachtung stammt von einem Herbsttag, an welchem ich aus dem Fenster schaute und sah, wie der kurz geschnittene Rasen sich wellenförmig bewegte, wie fliessendes Wasser. Als ich näher hinschaute sah ich eine Unmenge von Grünfinken, die farblich total mit dem Gras abgestimmt waren und darin herumpickten und -hüpften. Ich nehme an, dass sie auf dem Weg nach Süden waren und bei uns Zwischenstation machten. Die lokalen Vögel waren empört und schimpften die Eindringlinge aus.
Ich werde den Anblick dieser Myriaden von Grünfinken jedenfalls nicht so schnell vergessen!

… The last observation is from an autumn day, on which I looked out of the window and saw the short cut grass moving in waves, like water. When I looked closer, I saw a vast number of greenfinches that were completely in colour with the grass and pecked and hopped around. The local birds were angry and scolded the invaders.
I will not forget the sight of these myriads of greenfinches.

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FOTO: Pixabay, shutterstock Grünfink/greenfinch

Und hier noch ein Foto von einem sehr seltenen Besucher am Futterplatz, jedenfalls bei uns, einem oder besser drei Distelfinken. Bisher habe ich nur zweimal und nur ganz kurz einen einzelnen gesehen, daher fand ich diesen dreifachen Besuch aufregend … 😉

… And here a photo of a very rare visitor at our feeding place, or better three of them: goldfinches. Until now I have twice seen a single one and that only for a few seconds, therefore I was quite excited about this threefold visit … 😉

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Das gezoomte Bild ist nicht ganz scharf, aber man kann doch die schöne Zeichnung und die Farben erkennen.

… The zoomed photo is not very sharp, but you can still see the beautiful markings and the colours.

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Drückt mir mal die Daumen für eine Elchbegegnung aus nächster Nähe, dann kommt hier eine Sensationsmeldung … 😉 … wenn ich es überlebe … 😀

… Cross fingers for me for a close encounter with a moose, then you will get a scoop here … 😉 … if I survive … 😀

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Tierbeobachtungen … Animal observations

2018-12-08 02.10.53 BLOG

Dieses Mal stelle ich Geschichten aus der Zeit vor, in der wir in Bregentved wohnten, gleich gegenüber des gleichnamigen Schlosses, das dem Geschlecht der Moltkes gehört und wo Hans Christian Anders angeblich sein Märchen ”das hässliche Entlein” geschrieben hat. Schwäne gibt es jedenfalls genug dort.

… This time I present stories from the time we lived in Bregentved, just opposite the castle of the same name, which belongs to the Moltke family (German lineage of counts), and where Hans Christian Andersen allegedly wrote his fairytale about the ugly duckling. They do have swans enough there.

Am Schloss war ein See mit ganz vielen Schwänen und hinter unserem Haus, die ehemalige Wassermühle, lag ein Teich mit einem einzelnen Schwanenpaar.

… At the castle was a lake with many swans and behind our house, the former water mill, was a pond with one couple of swans.

2018-12-08 02.11.59 BLOG

Jetzt nehme ich die traurige Geschichte vorweg, dann haben wir die hinter uns …

… I will tell the sad story first, then we have that out of the way …

Eines Morgens sah ich aus dem Fenster und beobachtete eine wild gestikulierende Frau auf der anderen Strassenseite. Ich ging rüber und sah auf einem Nest einen Schwan, der einen anderen ziemlich brutal am Hals schüttelte und der sich gar nicht wehrte. Nach und nach ging mir dann auf, was da passierte. Der eine Schwan war tot, und der andere, wohl der Partner, versuchte verzweifelt, ihn wachzurütteln. Das ging eine ganze Weile so, bis er schliesslich aufgab. Ich fand das sehr traurig, aber auch rührend. Wenn ich richtig informiert bin, dann haben Schwäne nur einen Partner im Leben, genau wie Gänse, und suchen sich keinen neuen, wenn einer von ihnen stirbt.

… One morning I looked out of the window and saw a woman on the other side of the road, gesticulating wildly. I went over to her and saw on a nest at the water edge a swan that shook another one quite violently at the neck, and that one didn’t defend himself at all. After some time I realized what was happening. One of the swans was dead, and the other one, the partner I guessed, tried desperately to shake him awake. That went on for a while until he finally gave up. I thought that was very sad, but also touching. If I am correctly informed, swans have only one partner during their lifetime, just like geese, and don’t look for a new one, if one of them dies.

Das Schwanenpaar auf dem Teich hatte Junge, und als die grösser wurden, sollten sie bitte gerne verschwinden, damit die nächsten Jungen angesetzt werden konnten. Die Jungen waren schon ganz weiss und sahen ausgewachsen aus, konnten aber anscheinend noch nicht fliegen. So watschelten sie also zum grossen See hinüber, über die relativ stark befahrene Landstrasse und wollten ins Wasser. Da hättet ihr mal die anderen Schwäne sehen sollen. Die liessen die drei Fremden nicht in ihren See, und die wussten jetzt nicht wohin und liefen auf der Strasse herum. (Das erinnert mich ehrlich gesagt an die Flüchtlingssituation. Man hört ja immer wieder über Tiere ”die können so menschlich sein”, aber vielleicht ist das umgekehrt, vielleicht sind die Ähnlichkeiten das Tierische in uns Menschen.)

… The couple on the pond hat young ones, and when they grew up, their parents urged them to move on, as they had to think of the next batch of young ones. The children looked quite grown up, all white already, but didn’t seem to be able to fly. So they waddled over to the big lake, crossing the relatively highly trafficked road, and wanted to get into the water. You should have seen the other swans. They didn’t let the three strangers enter their lake, and those didn’t know what to do and where to go and walked around on the road. (Quite honestly, that reminds me of the current refugee situation. It is often said about animals that they can be so human in their ways, but maybe it is the other way around, maybe the similarities are the animal traits in us humans.)

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(Foto: Pixabay)

Ein paar Jogger versuchten, sie wieder zum Teich zu treiben. Stattdessen begann der eine Junge auf einmal Anlauf zu nehmen um zu fliegen. Als Startbahn benutzte er die Strasse und watschelte schneller werdend auf eine Kurve zu. Wir beteten alle (inzwischen so ca. 6 Leute, inkl. mein Mann) darum, dass da jetzt nur kein Auto kommen sollte, was es zum Glück auch nicht tat. Diese Nervenbelastung mussten wir zweimal aushalten, aber Schwan kam nicht in die Luft. Stattdessen fauchte er die wohlmeinenden Jogger an. So ein (fast) ausgewachsener Schwan ist ganz schön imponierend, wenn er sauer ist. Aber der eine Jogger meinte nur: “Spiel dich nicht so auf, du kannst ja noch nicht einmal fliegen!”

… Some joggers tried to goad them back to the pond. But instead one of them (the young swans that is) started to run for a takeoff. He used the road for his runway and paddled faster and faster towards a curve. All present (about 6 people in the meantime, my husband included) prayed that there wouldn’t come a car around the bend, which no car did, thank God. He tried it twice and strained our nerves, but didn’t get airborne. Instead he hissed at the kind jogger. A (nearly) grown up swan is quite impressive when angry. But the jogger just said: “Don’t get fresh with me, you can’t even fly yet!” 

Dann ergriff mein Mann die Initiative und packte die jungen Schwäne einen nach dem anderen mit einer Hand am Hals und klemmte sie sich mit der anderen unter den Arm und warf sie in den grossen See. Es ist verblüffend, aber wenn man sie am Hals packt erstarren sie, und dann kann man so ziemlich mit ihnen machen was man will. Mein Mann sagt, dass so ein Schwanenhals ganz dünn ist, alles Federn und nichts dahinter.

… Then my husband took initiative and grabbed the young swans one by one with one hand at the neck and tugged them with the other hand under his armpit and threw them into the big lake. It is surprising, but when you grab them around the neck, they hold completely still, and then you can do almost whatever you want with them. My husband says that a swan’s neck is very thin, all feathers and nothing behind it.

Ein Nachbar erzählte uns, dass das jedes Jahr dasselbe Theater wäre mit den Schwanenjungen vom Teich. Manchmal treiben sie sich auch auf dem Parkplatz herum. Die Einheimischen wüssten das schon.

… A neighbour told us that it was the same drama every year with the young swans from the pond. Sometimes they were running around on the parking lot. The local people knew it already.

Doch nun zu den Graugänsen. Zu denen habe ich ein ganz besonderes Verhältnis seit ich als Kind im Radio Selma Lagerlöfs Märchen “Die wunderbare Reise des Nils Holgersson” gehört habe. Seitdem möchte ich immer mit den Gänsen fliegen, wenn ich sie am Himmel in ihrer typischen Formation sehe. (Wildgänse rauschen durch die Nacht …)

… But now we get to the geese, the wild grey geese. I have a special attachment to geese ever since I listened to Selma Lagerlöf’s fairytale “The wonderful adventures of Nils” on the radio when I was a child. Since then I long to fly with the geese whenever I see them in the sky in their typical flying formation.

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(Foto: Pixabay)

Wir fuhren eine Tour in der für uns noch neuen Umgebung und kamen an noch einen See mit Wald und Wiesen. Dort fiel uns auf der Wiese eine grosse Gruppe Gänse auf, die hauptsächlich aus Jungtieren und nur ganz wenigen Erwachsenen bestand. Es waren keine ganz kleinen Küken mehr, aber auch noch keine Teenager. Wir blieben stehen und schauten zu ihnen hinüber. Das gefiel den Erwachsenen nicht, und sie trieben mit dem Schnabel im Nullkommanix alle Kleinen in den Wald hinein. Ich meine, dass das ein Gänsekindergarten war. Die tun sich zusammen, und ich gehe davon aus, dass die Diensthabenden dann irgendwann abgelöst werden.

… We were driving a tour in the for us still new surroundings and came to yet another lake with trees and grassland. On one of the grassy spots we noticed a large group of geese, which consisted mainly of youngsters and only very few grownups. They weren’t newly born goslings, but not teenagers yet. We stopped and looked over to them. The grownups didn’t like that at all, and they herded very quickly all the small ones into the bushes under the trees. I am certain that it was a geese kindergarten. They work together, and I presume that the ones on duty would be relieved at a point.

Schon damals (2000) blieben viele der Gänse den Winter über in Dänemark.

… Already then (year 2000) many of the geese stayed in Denmark during winter. 

An die Vogelkundigen unter euch habe ich eine Frage: Wenn Gewitter aufzog, flogen die Gänse unter viel Geschrei in die Gewitterfront hinein. Ich finde das merkwürdig, jeder vernünftige Vogel würde die Front doch vermeiden oder? Weiss jemand, warum sie das tun?

… I have a question to those among you, who know a thing or two about birds: When bad weather was rising with thunder and lightning, the geese would make a lot of noise and fly into the weather front. I find that strange, as every reasonable bird would want to avoid it, right? Does anybody know why they are doing that?

Und zum Schluss eine kleine Mausgeschichte. Wir hatten öfter mal eine Maus im Haus. Sie kamen irgendwo in die Küche, vielleicht über die Rohre, unter die Spüle. Einmal sprang mir eine aus dem Abfallbeutel entgegen. Wir fingen sie dann in einer Käfigfalle und transportierten sie ein paar Kilometer weit weg, damit sie nicht gleich am nächsten Morgen wieder auf der Schwelle standen.

… And, finally, a little mouse story. We often had a mouse in our house. They came into the kitchen under the sink, maybe along the pipes. At one time a mouse jumped at me from the garbage bag. We used to catch them in cage traps and to transport them some kilometers away, so that they wouldn’t stand on our doorstep the next morning.

Nun hatten wir eine besondere Maus. Sie wohnte unter unserer grossen Plastikschale mit Steinbeetpflanzen. Dort hatte sie sich ein Loch gegraben und war trocken von oben, was will Maus mehr? Wir fanden das so niedlich, dass wir ihr Apfel- und Wurzelstückchen hinlegten.  Das eine Mal sahen wir sie aus ihrem Loch kommen und die Wurzelstückchen ansehen. Man konnte förmlich sehen, wie sie sich freute. Es fehlte nur noch, dass sie sich die Vorderpfoten rieb. Da kommt in einem Affenzahn eine andere Maus angewetzt, schnappt sich das grösste Stück und verschwindet damit am Horizont. Ihr hättet die bestohlene Maus mal hören müssen, die hat lautstark geschimpft, anders kann man das nicht nennen. Ich muss gestehen, wir haben sehr gelacht … 😉

… But we had a very special mouse. It lived under a large plant bowl of plastic, in which I kept my rockery plants. It had dug a hole underneath and there it was, dry from above, what more could a mouse ask for? We found that so cute that we put down pieces of apple and carrots in front of its hole. At one time we saw it coming out and looking at the offerings. I claim that we could see how glad it was. We expected to see it rubbing the front paws in anticipation. Then, with the speed of lightning another mouse comes dashing, grabs the biggest piece of carrot and disappears behind the horizon. You should have heard the theft victim. It scolded the thief in high tones. I must admit, we laughed our heads off … 😉

2014-12-09 Mousy02 BLOG

Das war’s für heute, liebe Leute, bis demnächst!

… That was it for today, dear readers, until next time!

Es ist angeblich noch Herbst … Allegedly it is still autumn

Aber unsere Vögel haben anscheinend schon argen Futtermangel. Wenn ich etwas auslege, ist das im Handumdrehen aufgegessen.

… But our birds seem to lack food badly already. When I put something out, it is gone in no time at all.

Sogar seltene Gäste haben sich schon eingefunden, ein paar Meisen aus dem Wald, die letztes Jahr gar nicht bei uns waren:

… Even rare guests have already appeared, some birds from the woods, which hadn’t been at our house last year:

Sumpfmeise oder Weidenmeise, der Unterschied ist schwer festzustellen, und ich habe sie nicht singen gehört. Ich tippe auf Weidenmeise.

… Marsh tit or willow tit, it is hard to see the difference, and I didn’t hear them sing, but my guess is willow tit.

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(Foto: Wikipedia)

Tannenmeise                                                … coal tit

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(Foto: Wikipedia)

Beim nächsten bin ich mir nicht sicher. Es war ein kleiner Vogel in Meisengrösse mit sehr hellem, beige-farbigen Gefieder und einer kohlschwarzen Haube, daher bin ich mir nicht sicher, dass es tatsächlich eine Haubenmeise war. Ich habe auch Zeisige untersucht, habe aber nichts Passendes gefunden. Werner, hast du vielleicht eine Idee?

… With the next bird I am not sure. It was a small bird, the size of a tit with very bright, sand coloured plumage and coal black crest on its head. Therefore, I am not sure that it really was a crested tit. I have also looked under siskins, but didn’t find anything similar.

Haubenmeise
(Foto: Wikipedia)

Ich freue mich über meine kleinen Besucher, obwohl es bedeutet, dass sie kein Futter mehr finden. Aber kein Licht ohne Schatten … gut, dass wir sie wenigstens füttern können.

… I am glad about my small visitors, although it means that they don’t find enough food anymore. But no light without shadow … good that we at least can feed them.

Liebe Grüsse aus dem kälter werdenden Dänemark!

… Greetings from colder than last week Denmark!

Gibt es was rührenderes als Tierbabies? … Is there anything more touching than animal babies?

Was ihr da unten seht ist kein toter Vogel, keine Sorge! Wir wollten unser Motorrad aus dem Schuppen holen und fanden zwei junge Schwalben auf dem Boden (da sind drei Nester unter dem Dach, aber nur zwei sind bewohnt). Das eine Junge flitzte weg und versteckte sich hinter einigen Decken. Das andere stolperte (hoffentlich war es nicht verletzt), fiel auf die Nase und versuchte, unter die Box für die Sitzkissen zu kriechen. Aber der Hintern war zu dick, es passte nur der Kopf. Da hing das arme Viecherl nun und musste Spott über sich ergehen lassen. Ich machte schnell ein Foto und dann beeilten wir uns, wegzufahren, damit die Eltern, die uns ganz besorgt umkreisten, sich um ihre Jungen kümmern konnten. Als wir zurückkamen, waren sie weg.

… What you see on the photo below, is not a dead bird, don’t worry! We wanted to get our motorbike from the shed and found two young swallows on the floor (there are three nests under the roof, two of them occupied). One of the young birds dashed away and hid behind some rugs. The other one stumbled (hopefully it wasn’t hurt), fell  on its nose and tried to hide under the box for the garden cushions. But the butt was too fat. So the poor little animal was stuck and had to endure mockery. I quickly took a photo and then we hurried away, so that the parent birds, who were frantically circling around our heads, could take care of their young ones. When we came back, they were gone.

2018-06-27 17.19.50BLOG

„Wenn ich euch nicht sehen kann, könnt ihr mich auch nicht sehen“ … hehe, armes Kleines, sein ganzes Körperchen bebte. Aber wenigstens konnte ich so sehen, dass es am Leben war. Ob sie wohl das Fliegen an dem Tag gelernt haben?

… „If I cannot see you, you cannot see me either“ … hehe, poor little one, its whole body was shaking. But at least I could see that it was alive. I wonder, if they learned how to fly that day.

 

 

Mein Kater (5) … My tomcat (5)

Puri mochte nicht generell Menschenfutter, aber er probierte gerne alles (oder versuchte zu probieren … 😉). Alles was wir assen konnte ja durchaus für Katzen geeignet sein. Seine Vorlieben waren Käse und alles mit Hefe, z. B. Brot (ich habe mal ein Brot unbeobachtet auf dem Tisch liegen lassen und er hat die ganze Oberfläche abgeschleckt und durchgesabbert) und Vitam, das er uns vom Finger leckte. Wenn wir vom Einkaufen kamen kroch er in die Tüten um den Inhalt zu inspizieren (oder versuchte es … 😉).

Einmal trank Puri meinen Tee mit Milch und Zucker, und das auf dem Tisch, eine doppelte Frechheit. Wir waren in der Küche und ich stand mit dem Rücken zum Tisch, mit irgendwas beschäftigt, und hörte plötzlich dieses Geschlabber hinter mir. Ich drehte mich nicht einmal gleich um, weil ich dachte “das kann nicht wahr sein”, aber es war.
Ein anderes Mal hatte ich Gerste mit ziemlich viel Chili gekocht und auf den Arbeitstisch gestellt (frecher Kater) und ich überraschte ihn mit dem Kopf über dem Topf, die Zunge hing schon raus.
Blitzschnell zog ich den Topf weg, und er war so überrascht, dass er ein paar Sekunden mit hängender Zunge stehenblieb. Wie er wohl auf den Chili reagiert hätte?

Er durfte nicht auf den Tisch springen, und generell hielt er sich auch daran (mit obigen Ausnahmen), aber auf meinem Schoss sitzen ist doch o.k., nicht wahr? Ich sitze hier nur, ich mache gaaar nichts … aber dann erscheint ganz langsam eine Pfote auf dem Tisch, ganz langsam schiebt sie sie mehr und mehr auf den Tisch. Ich wollte mal sehen, wie weit er gehen würde und wartete ab. Zuletzt hatte er beide Vorderbeine auf dem Tisch, bis zu den Ellenbogen. So ein Lümmel!  😉

… Puri did not generally like human food, but he tried everything (or tried to try … 😉 ). Everything that we ate could potentially be suitable for cats as well. His favourites were cheese and everything with yeast, for example bread (I once left a bread uncovered on the table, and he slicked the entire surface, made it wet and soft) and Vitam (something similar to marmite), which he slicked from our fingers. He crept into the shopping bags when we came home to check the contents (or tried to … 😉 ).

… Puri drank my tea once with milk and sugar in it, and that was on the table, which was forbidden area anyway, so double cheek. It was in the kitchen and I had my back to the table doing something, and then I heard this sound that the tongues make. I didn’t even turn around immediately, because I thought „it can’t be“, but it was so.
Another time I had cooked some barley for dinner with quite a bit of chili in it and – again on the kitchen table, naughty cat – I caught him with his head over the pot, tongue already out, and just snatched the pot away. He was so baffled that he stood there for a few seconds with his tongue out. I wonder how he would have reacted to the chili.
He wasn’t allowed on the table, and in general he accepted that (with the above exceptions). But to sit on my lap should be allowed, right? I am just sitting here, doing nothing … but than one paw slowly appeared on the table, slowly, slowly creeping further up. I wanted to see how far he would go and waited. In the end he had both front legs on the table up to the elbows. Such a rascal!  😀
 

 Umzug nach Dänemark              … Move to Denmark

In Dänemark angekommen, musste Katerchen sich an zwei Kinder gewöhnen, zwei lebhafte Jungs im Alter von 6 und 10 Jahren, die Söhne meines Mannes, die die eine Hälfte der Woche bei uns und die andere Hälfte  bei ihrer nahebei wohnenden Mutter waren. (Auf diese Weise konnten sie in ihrer Schule bleiben und jederzeit mit ihren Freunden spielen.)

… After arriving in Denmark, kitty had to get used to two children, two lively boys aged 6 and 10, my husband’s sons, who lived half a week with us and half a week with their mother, who lived near us. (This way they could stay in their school and could be with all their friends whenever they wanted.)

Die Kinder hatten noch nie mit einer Katze zusammengelebt und fanden es toll, ein Tier im Haus zu haben. Sie wollten ihn aber auch pausenlos streicheln und, schlimmer noch, ihn dauern hochheben. Das mochte mein Kater überhaupt nicht. Von mir liess er sich das wohl oder übel gefallen, aber andere Leute durften ihn nicht hochheben. Er fand dann ganz schnell heraus, dass er die beiden nur anzufauchen brauchte, dann bekamen sie Angst und liessen es sein. Zum Schluss fauchte er, wenn er sie nur sah. Aber das ging ja nicht, wir sollten ja alle friedlich zusammenleben. Also wurde Kater ausgeschimpft und den Kindern wurde erklärt, dass ein Tier kein Spielzeug wäre und wenn er nicht getragen werden wollte, dann müssten sie das akzeptieren. Von da an ging es dann besser.

… The kids had never lived with a cat and were excited about an animal in the house. But, they also wanted to stroke him constantly, and, even worse, wanted to pick him up all the time. My cate didn’t like that at all. He tolerated it when I picked him up, but other people where not allowed to do it. He quickly found out that he just needed to hiss at them, then they would get afraid and not go near him. In the end he hissed whenever he saw them. That was not acceptable, we all had to live together in peace. So I scolded the cat for hissing and explained to the boys that an animal wasn’t a toy, and if he didn’t want to be picked up, they had to accept that. From then on it went much better.

Mein Mann wollte ihn nicht im Bett haben, jedenfalls nicht auf seiner Seite. Aber Puri war ja gewohnt, mit mir zusammen zu schlafen, allerdings oben auf der Decke … 😉 … er hatte übrigens ein merkwürdiges Ritual, bevor er sich hinlegte. Er dreht sich mindestens fünfmal im Kreis, dann liess er sich mit den Rücken gegen meine Beine fallen und rutschte runter. Auf diese Weise war da keine Lücke für Kaltluft … 😉

… My husband didn’t want to have the cat in the bed, not on his side that is. Puri was used to sleep on my cover … 😉 … by the way, he had a strange ritual before lying down. He turned at least five times around himself, then he let himself fall against my legs and slid down. This way there wasn’t any gap for cold air … 😉

Na, aber wir waren bei der Bettkultur. Puri schlief also weiterhin bei mir, und morgens sprang er auf meiner Seite aus dem Bett, ging den ganzen Weg herum ums Bett – man sah dann seinen hochstehenden Schwanz wie ein Periskop – und zu meinem Mann und begrüsste ihn dort.

… But, we were talking about bed culture. Puri continued to sleep on my side of the bed, and in the morning he jumped down, walked all the way around the bed – I could see his upright tail like a periscope – to my husband and said good morning to him.

Ich fand Puri und meinen Mann oft zusammen. Wenn mein Mann sich aufs Sofa legte, kam früher oder später der Kater vorbei und legte sich zu seinen Füssen. Wenn er auf dem grossen Sessel, einem Erbstück von meiner Grossmutter sass und las, kam Puri und legte sich auf eine der Armlehnen oder auf die Rückenlehne hinter meinem Mann.

… I frequently found my husband and Puri together. When my husband lay on the sofa napping, Puri would sooner or later join him and sleep at his feet. When he sat on his big chair reading, an inheritance from my grandmother, Puri would come and lie down on one of the arm rests or behind my husband on the back.

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Da Puri ja bereits in jungen Jahren an vielen Orten gewesen war, hatten wir keine Schwierigkeiten, ihn während unserer Ferien bei anderen Leuten unterzubringen. Er war abwechselnd bei meinen Eltern oder bei verschiedenen Freundinnen. Aus den Erfahrungsberichten der Katersitter erfuhren wir, dass er anscheinend wusste, wann er nach draussen kommen konnte und wann nicht, denn in Etagenwohnungen versuchte er es nicht einmal.

… As Puri was used to be in different placed ever since I got him, we didn’t have any problem to let him stay with other people when we went on vacation. Sometimes he was at my parents’ place, sometimes with friends of mine. From the reports we got from the cat-sitters, we learned that he seemed to know, when he could go outside and when not, because he never tried it when he stayed with people in apartments on higher floors.

Meine Eltern hatte er voll im Griff. Wenn er auf dem Stuhl meines Vaters lag und mein Vater hatte die Frechheit, selber dort sitzen zu wollen, wurde er angefaucht. Mein Vater liess sich davon abschrecken. Daher versuchte Puri das auch mit meinem Mann, einmal und nie wieder, denn der schüttelte ihn einfach aus dem Sessel.   😉

… He had my parents completely under his paw. When he was sleeping on my father’s chair and my father had the audacity to want to sit there himself, he was hissed at. My father then didn’t dare to insist. Therefore Puri also tried that with my husband, one time and never again, because the latter just shook him from the chair.

Meine eine Freundin wohnte in einer Altbauwohnung im vierten Stock. Dort versuchte er auch nicht durch die Haustür wegzulaufen, aber eines Tages fand sie ihn auf dem Fenstergesims. Da blieb ihr fast das Herz stehen. Sie versuchte ruhig zu bleiben und rief ganz sanft nach ihm. Sie erzählte uns dann, dass er sich nur auf den Hinterpfoten stehend umdrehte und ganz lässig zurückkam. Wenn wir ihn dort abholten war er meistens um zwei Kilo schwerer, und man konnte ein Tablett auf seinem Rücken abstellen. Er hatte seinen eigenen Stuhl am Frühstückstisch, bitte sehr! Der Freund meiner Freundin war recht angetan von Puri, denn sie sammelte meistens körperlich oder geistig behinderte Katzen auf, was ich eigentlich rührend fand, aber er war froh, mal eine normale, intelligente Ausgabe im Haus zu haben.

… One of my friends lived in an old-style apartment on fourth floor. Puri never tried to get out by the entrance door, but one day she found him on the cornice outside a window. Her heart nearly stopped. She tried to stay calm and softly called him. She told us that he turned around, only standing on his hindlegs and slowly came back in. When we picked him up from there, he was usually 2 kilos heavier and one could place a tray on his back. He had his own chair at the breakfast table, I beg you! Her boyfriend loved our cat, because she usually picked up physically or psychologically challenged cats, which I actually found very sweet of her, but he was glad to have for once a normal, intelligent member of the species in the house.

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Meine andere Freundin wohnte im Erdgeschoss, und die Haustür führte in ein beschütztes Gartenareal. Puri wusste, dass er da raus konnte, aber meine Freundin traute sich nicht. Was war, wenn er weglief? Nachts lief Katerchen also in der Wohnung umher, sprang auf das Bett meiner Freudin, von da aus auf die Fensterbank, wieder zurück aufs Bett, runter vom Bett, raus aus dem Schlafzimmer und wieder von vorne. Das ging ihr natürlich schnell auf die Nerven und sie machte die Schlafzimmertür zu. Als sie dann morgens aufstand, hatte Katerle versucht, sich unter der Haustür rauszugraben. Den ganzen Teppichboden vor der Tür hatte er losgekratzt. Da gab meine Freundin nach und liess ihn nach draussen. Anscheinend führte er sich total zivilisiert auf, suchte keinen Streit mit den anderen Katzen, so als ob er wusste, dass dies nicht sein Revier war.

… My other friend lived on ground floor, and the door led to a protected garden space. Puri knew that he could go out there, but my friend didn’t dare to let him. What if he ran away? At night Kitty ran around in the apartment, jumped on my friend’s bed, from there onto the window sill, back onto the bed, out of the sleeping room and again from start. She very quickly got fed up with that and closed the door to her sleeping room. When she got up next morning, Puri had tried to dig himself out under the door. He had loosened all the carpet in front of the door. At that moment my friend gave up and let him go outside. He is said to have behaved perfectly civilized, didn’t pick fights with the other cats, as if he knew that this was not his turf.

Puri verweigerte auch nicht das Futter wenn wir wegfuhren, wie ich das von anderen Katzenbesitzern gehört hatte. Darüber war ich sehr froh, sonst hätten wir nie in Urlaub fahren können. Er war also ein voll und ganz angenehmer Lebensgefährte, das muss man sagen!

… Puri didn’t refuse to eat either, when we went on vacation, as I had heard from other cat owners. I was glad about that, otherwise we wouldn’t habe been able to travel at all. He was all in all a pleasant companion, I have to give him that!

Unsere erste Bleibe war ein Haus dicht am Roskildefjord in Frederikssund (übrigens eine sehr nette kleine Stadt mit einer aktiven Wikingergruppe, die sich ein kleines Dorf gebaut haben, sehenswert! Und die einmal im Jahr im Freien eine Wikingergeschichte aufführen).

… Our first house was close to Roskilde fjord in Frederikssund (by the way a very nice little town with an active Viking club, who have built themselves a little Viking village, worthwhile to visit! And once a year they organize an open-air play of an old Viking saga).

Ganz am Anfang gingen mein Mann und ich einmal in Richtung Fjord und Katerle kam mit. Lass ihn, dachte ich, er wird schon bei uns bleiben oder irgendwann zurückgehen. Aber ganz plötzlich wurde Puri klar, dass er seine Sicherheitsgrenze überschritten hatte und begann jämmerlich zu miauen. Wir versuchten ihn zu überreden mitzukommen, als das nicht klappte, nach Hause zu laufen. Aber er traute sich weder vor noch alleine zurück und war sicherlich überzeugt, dass es auch für uns gefährlich war weiterzugehen … 😉 … wir mussten tatsächlich mit ihm zurückgehen, ihn ins Haus sperren, und dann konnten wir spazieren gehen.

… Right at the beginning, my husband and I went for a walk towards the fjord one day, and kitty followed us. Let him, I thought, he either comes with us or goes back at a point. But suddenly Puri realized that he had crossed his safe space line and started to meow pitifully. We tried to convince him to continue with us, when that didn’t work to make him go home. But he didn’t dare neither to continue nor to return, and he surely was convinced that it was too dangerous for us as well to go any further … 😉 … we had to go back with him and lock him into the house. Then we could take our walk.

Einmal hatten die Jungs ihre Wasserpistolen mitgebracht. Stellt euch diese Szene vor, Katerchen streift im Garten umher, kleiner Junge mit Riesenwasserpistole kommt aus dem Haus, sichtet Kater … ich behaupte, dass ich seine Gedanken sehen konnte … und rief nur “Don’t even think about it!!!”  Er schaute mich mit unschuldigen Augen an “wiesoooo, was denn?” (Aber er grinste … 😉 )

… One day the boys had brought their water guns. Imagine the scene, kitty roams the garden, a little boy with a giant water pump-gun comes out of the house and his eyes fall on the cat … I allege that I could SEE his thoughts … and called out “Don’t even think about it!!!”  He looked at me with innocent eyes “whyyyyy, what do you mean?” (But he was grinning … 😉 )

Wir zogen dann noch einmal in Frederikssund um, weil der Besitzer des Hauses es verkaufen wollte, und wir fanden es nicht gut genug um es zu kaufen.

… We then moved within Frederikssund, because the owner of the house wanted to sell it, and we didn’t find it good enough to buy it.

Danach waren die Jungs älter und wir konnten endlich etwas weiter wegziehen (weiter weg von ihrer Mutter). Nach einem einmonatigen Aufenthalt in einem Sommerhaus in der Nähe von Jægerspris landeten wir dann in Brøndby Strand, einer Siedlung des sozialen Wohnungsbaus, denn zu der Zeit hatten wir nur ganz wenig Geld. Unsere Firma, die Sommerhäuser verkaufte, war wie so viele andere auch, pleite gegangen, und wir mussten die Gürtel enger schnallen. Dort durfte man keine Tiere halten. Wir mussten Puri also verstecken. Auf jeden Fall konnte er nicht nach draussen. In Brøndby Strand wohnten wir nur ein Jahr, nachdem unser Keller dreimal und unser Auto einmal aufgebrochen worden waren und man versucht hatte, mir auf dem Weg von der Bahn nach Hause meine Tasche aus der Hand zu reissen. Das war der letzte Tropfen.

… Later, when the boys were older, we could move a bit further away (from their mother). After one month in a summer cottage, we moved to Brøndby Strand into an apartment in a council housing complex. At that time, we didn’t have much money. Our company that sold summer cottages had gone bankrupt together with many others of the kind, and we had to tighten our belts. We were not allowed to have animals there, so we had to hide Puri. In any case he could not go out. In Brøndby Strand we only lived a year, after our cellar had been broken into three times and our car once, and after somebody had tried to snatch my bag from me, when I came home from work. That was the last drop.

Wir hatten dann Glück, dass wir relativ schnell das alte Mühlenhaus von Schloss Bregentved leihen konnten, dem Schloss wo Hans Christian Andersen angeblich “das hässliche Entlein” geschrieben hat. Das war sehr idyllisch und dort legte ich meinen ersten richtigen Garten an. In Bregentved durfte Katerchen auch nicht nach draussen, weil der gute Graf Moltke (der Besitzer von Bregentved) in der Nähe des Hauses Fasanen aufzog, damit sie später abgeschossen werden konnten. Er wollte nicht, dass seine Fasane durch Katzen gestresst würden. Wie rücksichtsvoll!
Wir versuchten daher, Puri an eine Leine zu gewöhnen, so eine mit Riemen um die Beine herum.
Was war seine Reaktion darauf? Er legte sich auf den Rücken und weigerte sich ganz einfach zu gehen. 😀

… We were lucky that we relatively quickly could move into the old mill house of castle Bregentved, the castle where Hans Christian Andersen allegedly wrote his fairytale “the ugly duckling”. It was a very idyllic place, and there I shaped my first garden. In Bregentved, Puri wasn’t allowed to go out either, because the good count Moltke (owner of Bregentved) was breeding pheasants near our house so that they could be shot down later on. He didn’t want his pheasants to be stressed by roaming cats. How considerate!
We, therefore, tried to get Puri used to a leash, one that went through and around the forelegs. What was his reaction on that? He lay on his back and simply refused to walk.  😀

Dort in Bregentved starb Puri dann, stolze 16 Jahre alt. Wir begruben ihn im Garten unter einem Baum. Das Leben mit ihm war schön und nie langweilig! (Ich hätte nichts dagegen, wenn das auf meinem Grabstein zu stehen käme … 😉)

… In Bregentwed Puri died, proud 16 years old. We buried him in the garden, under a tree. Life with him was great and never boring! (I wouldn’t mind to have that written on my gravestone … 😉)

 

 

 

Neue Gäste am Futterbrett … … New guests at the bird feeder

Das wollte ich eigentlich unter ”Schlagzeilen” posten, aber es begab sich, dass es mir gelang eine ganze Menge Fotos zu machen, bevor die hippeligen Biester wieder auf und davon waren.

… I first wanted to publish this under “Headlines”, but it so happened that I managed to take quite a few pictures, before the jittery little beasties were gone again.

Die Buchfinken und Grünfinken sind jetzt feste Gäste, wobei die Grünfinken die frechsten sind und alle wegjagen (oder es versuchen). Den Spatzen ist das egal, denn die haben herausgefunden, dass einiges vom Futter durch die Ritzen unter die Terrasse fällt, und sie trauen sich dahin zu gehen. Die Grünfinken trauen sich nicht, ätsch, bätsch!

… The chaffinches and the greenfinches are regulars now, of which the greenfinches are the cheekiest, who chase all the others away (or try to). The sparrows are unimpressed, because they have found out that some of the food falls through the gaps and under the terrace, and they dare to go there. The greenfinches don’t dare, nyah, nyah, nyah!

Links ein Buchfing, rechts ein Grünfink, jeweils mit Frau Erlenzeisig, ein ganzes Stück kleiner als die Finken.  ... to the left a chaffinch, to the right a greenfinch, both with Mrs siskin. She is quite a bit smaller than the finches.

Aber ein ganz besonderer Gast zusammen mit ebendieser seiner besseren Hälfte war Herr Erlenzeisig.

… But a very special guest together with her above, his wee wifey, was Mr siskin.

 

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Meine Fotos sind nicht so grossartig, denn ich hatte keine Zeit mein anderes Objektiv zu holen, und die Vögel liessen mich nicht so dicht herankommen, aber immerhin sind es meine eigenen, nicht wahr? 😉

… My fotos are not very splendid, as I didn’t have any time to get my other lens, and the birds didn’t let me come very close, but at least they are my own, right? 

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!                          … Have a nice day!

 

Die Katzen von Mellieha … Mellieha’s cats

Mellieha ist ein kleiner Ort im Norden von Malta (wo wir nämlich letzte Woche waren), nahe an der Fähre zur Nachbarinsel Gozo. Dort hat eine dänische Reisegesellschaft Land erworben und ein Apartment-Hotel gebaut, das hauptsächlich aus grosszügigen Reihenhäusern besteht, und zwar aus dem einheimischen, hellgelben Sandstein. Das Grundstück ist inzwischen so bewachsen, dass man die Häuser von weitem gar nicht richtig sehen kann.

… Mellieha is a small place in the north of Malta (where we actually were last week), near the ferry to the neighbouring island Gozo. A Danish travel agency bought land there and built an apartment hotel, consisting mainly of generous semi-detached houses. They used the local, light yellow sandstone for building. In the meantime the trees and shrubs have grown so much that the houses are hardly visible from far away.

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Mellieha feriecenter markiert

Nun hat es den Anschein, dass die Malteser gerne Katzen mögen, und diese fühlen sich natürlich auch von den netten, freigiebigen Touristen angezogen. Da man nicht will, dass die Tiere in die Häuser kommen, da vielleicht der nächste Gast eine Allergie hat (wie ich z. B.), hat man an verschiedenen Stellen auf dem Grundstück Katzenrestaurants eingerichtet, wo willige Menschen die Tiere füttern können. Das finde ich eine grossartige Idee! Ansonsten liegen die Katzen an den Wegen herum oder laufen einem maunzend hinterher, wenn sie läufig sind. Übrigens habe ich auch in der Stadt selber solche Katzenfütterungsstellen gesehen.

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… It seems like the Malteses like cats, and those are naturally attracted by the friendly,  generous tourists. As the management does not want the animals to enter the houses, because the next guest might be allergic (like me for example), they have established cat restaurants in various places on the grounds, where people can feed them. What a great idea! Otherwise the cats are idling along the paths or run after you meowing when they are in heat. By the way, also in the city I have seen such cat feeding places.

Aber es kommt noch besser: Etwas abseits von den Wohnhäusern hat man eine Katzenklinik eingerichtet, schlicht aber immerhin. Dort werden kranke und verletzte Katzen behandelt.

… But it gets better: A bit off the main track they have established a cat clinic, simple, but anyway. There they treat sick and wounded cats.

Ich war kurz dort, um zu sehen wie es geht mit der Katzenklinik. Da waren ca. 20 Katzen, 2 waren in einem Einzelkäfig und sahen apathisch aus, sie waren wohl kränker. Die anderen kamen maunzend ans Gitter oder lagen zu viert und zu fünft in ausgepolsterten Fruchtkisten und kuschelten sich aneinander.

… I went down to have a look at the clinic. There were about 20 cats, two in individual cages, looking somewhat apathatic; I guess they were sicker than the others. The others came meowing to the wire mesh or lay four or five together in padded fruit boxes, cuddling up to each other.

Sowas gibt es also auch!   …  You see, such things exist as well!

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