Liebe entspricht dem menschlichen Herzen … Love corresponds to the human heart

Nelson_Mandela-2008_(edit)
(Foto: Von South Africa The Good News / http://www.sagoodnews.co.za, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9747318)

Heute möchte ich euch einige Worte von einem anderen grossen Mann vorstellen: Nelson Mandela. Englisch kommt heute mal zuerst.

… Today I would like to present some words of another great man to you: Nelson Mandela. The English text comes first today.

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„No one is born hating another person because of the color of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.”

„There can be no greater gift than that of giving one’s time and energy to help others without expecting anything in return.“

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„Niemand wird mit Hass auf einen anderen Menschen geboren, sei es wegen seiner Hautfarbe, seiner sozialen Verhältnisse oder seiner Religion.  Menschen müssen das Hassen erlernen, und wenn sie lernen können zu hassen, dann kann man sie auch das Lieben lehren, denn Lieben ist für das menschliche Herz natürlicher als das Gegenteil.“

„Es gibt kein grösseres Geschenk als das Opfern von Zeit und Energie, um anderen zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.“

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In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen Sonntag mit vielen Geschenken!

… In this spirit I wish you all a Sunday with lots of gifts!

 

 

 

Der Mann aus Teheran, Kopenhagen/ Marseille/Dragør … The man from Tehran, Copenhagen/Marseille/ Dragør

CoverDeutsch

 

Der Mann aus Teheran

Freitag, 10. Februar 2006

Flughafen Kopenhagen 08.00 Uhr

Der Hangar hallte mit den Gesprächsfetzen der wartenden Kollegen wider. Ein Außenstehender hätte sich wahrscheinlich über die seltsame Versammlung, die sich auf das Briefing vorbereitete, gewundert. Es befanden sich ungefähr 150 Personen im Hangar, die sich in dem riesigen Raum aber verloren.  Man hatte Stühle in zehn Reihen aufgestellt und die verschiedenen Gruppen begannen, Platz zu nehmen.
Es waren fast hundert uniformierte Polizisten, ein Dutzend CIA-Agenten in Zivil, fast dreißig Männer aus Toms Kommandoeinheit in speziellen grauen Kampfanzügen und ein Dutzend Zivilpolizisten, EATO Agenten und Techniker. Man schaute einander neugierig an, aber die Gespräche wurden zum größten Teil innerhalb der einzelnen Gruppen geführt.
Vor den Stuhlreihen befand sich ein Podium, auf dem ein Tisch und sechs dem ,Publikum‘ zugewandte Stühle standen. Dort saßen Tom Pettersson, Lisbeth Hasselbeck und Rolf Duvenhart von der EATO; John Williams von der CIA und Preben Antonsen und Connie Andersen von der Polizei. Vor Rolf stand ein Mikrofon auf einem dreibeinigen Stativ.
Vor der Halle hielt ein Dutzend Polizeibeamte Wache um sicherzustellen, dass kein Unbefugter an dem Treffen teilnahm. Keiner dieser Polizisten würde später an der Aktion teilnehmen. Neben dem Hangar standen drei große Busse. Der eine war ein Mannschaftsbus der Polizei, die beiden anderen gehörten der EATO. Rolf trommelte nervös mit den Fingern auf dem Tisch. Er war nicht nervös, weil er vor einer größeren Versammlung sprechen sollte. Das war er gewohnt. Aber das nagende, unsichere Gefühl, das sich bereits am Tag zuvor gemeldet hatte, als sie die SMS-Antwort an Yemis Handy bekommen hatten, ließ ihn nicht los. Interessant, aber irrelevant. Fangt uns, wenn ihr könnt. Der Satz schwirrte ihm im Kopf herum. Es konnte kaum noch beunruhigender werden. Er schaute zu Lisbeth. Sie sah verhältnismäßig gefasst aus, aber ihr innerer Zustand verriet sich durch ihr eines Bein, das rhythmisch und stetig auf und ab wippte. Als sich endlich alle gesetzt hatten, klopfte Rolf mit dem Finger an das Mikrofon, um sicherzustellen, dass es angeschaltet war. Einige knallende Laute aus den Lautsprechern überzeugten ihn, dass dies der Fall war. Er beugte sich zum Mikrofon und sagte:

– Zuallererst… Ein schrilles Pfeifen aus allen Lautsprechern ließ die Anwesenden schmerzhaft die Gesichter verziehen. Rolf lehnte sich sofort vom Mikrofon weg, als ob ihn der Schlag getroffen hätte.
– Ich versuche es noch einmal, sagte er mit etwas größerem Abstand zum Mikrofon, und diesmal ohne Interferenz.
– Zunächst einmal möchte ich alle Anwesenden herzlich willkommen heißen. Ich freue mich zu sehen, dass wir so zahlreich sind. Aber ich sollte vielleicht erst noch fragen: Gibt es jemanden, der kein Englisch versteht? Er sah in die Runde, aber niemand reagierte.
– Gut, fuhr er fort. Ich kann das entweder so interpretieren, dass Sie alle Englisch verstehen oder dass mein Englisch so schlecht ist, dass niemand die Frage verstanden hat. Die Bemerkung brach das Eis und man begann zu schmunzeln.
– Gut! Ich werde dann erst einmal unser Panel hier präsentieren. Er wies auf die anderen Personen auf dem Podium und fuhr fort:
– Ich möchte ein wenig unkonventionell vorgehen und mich zuerst vorstellen. Mein Name ist Rolf Duvenhart und ich bin der Leiter einer gemeinsamen europäischen Anti-Terror-Organisation, von der nur wenige von Ihnen, wenn überhaupt, gehört haben. Zu meiner Rechten sitzt Lisbeth Hasselbeck, die Leiterin unserer Abteilung in Skandinavien.  Lisbeth nickte und lächelte verlegen.
– Neben ihr sitzt Tom Pettersson, Leiter unserer Kampftruppe.  Tom grüßte indem er sich mit zwei Fingern an die Stirn tippte und sein charmantestes Lächeln hervorzauberte.
– Zu meiner Linken sitzt John Williams von der CIA.  Williams nickte kurz, sah aber ansonsten aus wie eine Gewitterwolke.
– Neben ihm sitzt Polizeiinspektor Preben Antonsen, Leiter des gesamten Polizeieinsatzes.  Antonsen nickte, wobei er die Hand über seine Pfeife hielt, obwohl sie nicht angezündet war.
– Und neben ihm sitzt Connie Andersen, Leiterin der Bereitschaftseinheit der Polizei. Connie nickte zweimal.
– So viel um uns, sagte Rolf, und nun zur Sache. Er machte eine kleine Kunstpause um sicherzustellen, dass er die Aufmerksamkeit aller Anwesenden hatte. Es war ganz still, und so fuhr er fort:
– Dass wir uns heute hier versammelt haben, hat einen sehr ernsten Hintergrund. Einige von Ihnen wissen bereits, worum es geht, aber die meisten von Ihnen wissen wahrscheinlich nicht sehr viel. Aber bevor dieses Treffen beendet ist sollten wir uns alle gerne auf demselben Informationsniveau befinden. Es wird dann später noch separate Sitzungen der einzelnen Gruppen geben. Wir, das heißt dieses Panel, werden versuchen, Sie über alles in Kenntnis zu setzen, was Sie unbedingt wissen müssen und wir werden versuchen, alle Fragen zu beantworten.
Noch schien niemand etwas sagen wollen, und so fuhr er fort:
– Sie sollten alle wissen, dass der dänische Außenminister zusammen mit einigen amerikanischen Athleten nach Budapest reist. Einige von Ihnen wissen wahrscheinlich auch, dass der US-Botschafter aus Stockholm erwartet wird. Er zwischenlandet in Kopenhagen, da auch er auf dem Weg nach Budapest ist. Es ist auf jeden Fall so, dass er sich hier dem Außenminister und den Athleten anschließt und alle denselben Flug nach Budapest nehmen. Grundsätzlich sind das ziemlich uninteressante Ereignisse, wäre da nicht die Tatsache, dass wir im Zusammenhang damit einen Terroranschlag erwarten.
Die Stille wurde plötzlich durch Unruhe und Raunen unter den Zuhörenden gebrochen, und einige hoben die Hände zum Zeichen, dass es Fragen gab. Rolf machte eine beruhigende Geste mit den Händen und fuhr fort:
– Ich sehe, dass es bereits einige Frage gibt, aber ich würde sie sehr gerne erst ganz am Schluss behandeln. Einige Ihrer Fragen werden höchst wahrscheinlich bereits während des Briefings beantwortet werden. Können wir das so machen? Letzteres war nicht wirklich als Frage gemeint, aber Höflichkeit kostete Rolfs Meinung nach nichts.
– Unter normalen Umständen wären bei einer so konkreten Bedrohung die Flüge abgesagt oder verschoben worden, fuhr er fort. Aber es gibt einen, sagen wir mal gemeinsamen Entschluss, die Flugpläne nicht zu ändern mit der Erwartung, dass wir, das heißt die EATO zusammen mit der CIA, die Terroristen sozusagen mit den Fingern in der Keksdose fangen. Die Zuhörenden begannen wieder unruhig zu raunen.
– Wir sind vollständig darauf eingestellt, diese Erwartungen zu erfüllen, log er. Aber wir müssen gleichzeitig erkennen, dass wir nicht genau wissen, wie der Angriff stattfinden wird. Es ist daher kein Geheimnis, dass wir auf die Hilfe aller hier Anwesenden angewiesen sind. Dass soll nicht so verstanden werden, dass Sie Leib und Leben aufs Spiel setzen sollen. Im Gegenteil, wir erwarten und wünschen keine Heldentaten! Wir möchten ausdrücklich betonen, dass jeder, der den Helden spielt, sich damit nur einen Rüffel einfängt, und dies gilt unabhängig vom Ergebnis. Worum wir Sie dagegen alle bitten möchten ist, dass Sie Augen und Ohren offen halten. Die Bedrohung ist ernst zu nehmen, und alle Beobachtungen sind wichtig. Einige von Ihnen werden kommunikationstechnisch mit unserer zentralen Einheit verbunden, von wo aus die übergeordnete Koordinierung stattfindet. Er hielt eine neue Pause und ließ seine Worte ihre Wirkung tun. Alle Gesichter verrieten eine steigende Unruhe. Niemand lächelte mehr.
– Sie stehen natürlich unter dem Kommando Ihrer üblichen Vorgesetzten, fuhr er fort. Wir werden uns nicht in Ihre Arbeit einmischen, aber wenn es die Situation erfordert, werden von uns Befehle gegeben. Solche Befehle werden, mit einigen Ausnahmen, die Befehle Ihrer Vorgesetzten aufheben. Ihre Vorgesetzten können Ihnen das bestätigen. Sie werden jedoch, wie schon gesagt, zu keinem Zeitpunkt einer größeren Gefahr ausgesetzt als Ihre übliche Arbeit es möglicherweise erfordert. Ich denke, wir können dann jetzt auf Fragen eingehen.  Eine Reihe von Händen schoss in die Höhe. Das Panel benötigte fast eine Stunde, um so viele wie möglich zu beantworten. Schließlich musste Rolf abbrechen.
– Wir können leider keine weiteren Fragen mehr entgegennehmen, sagte er. Aber wie gesagt, findet jetzt im Anschluss an dieses Briefing eine Reihe separater Sitzungen statt, und die letzten Fragen werden sicher dort beantwortet werden.

Marseille, 09.55 Uhr

– Vielleicht könnten Sie mir erklären, was hier auf den Bildern passiert? Der Mann, der die Frage gestellt hatte, saß vor einem Bildschirm, auf dem das Verhör mit Sarkov abgespielt wurde. Der Mann hieß Henri Sartre und leitete die EATO in Frankreich. Ihm gegenüber saßen die beiden französischen Agenten, die Sarkov verhört hatten. Sie versuchten beide, Blickkontakt mit Sartre zu vermeiden.
– Wir konnten doch nicht wissen, dass der Mann ein schwaches Herz hatte, versuchte der Eine. Sartre, deutlich unzufrieden, funkelte die beiden Agenten an. Ohne ein Wort drückte er einen Knopf und eine Sequenz aus dem Verhör war zu hören. Sarkovs verzweifelte Stimme klang durch den Lautsprecher:
– Und ich muss darauf bestehen, dass Sie mir umgehend meinen Aktenkoffer geben. Sie haben kein Recht dazu, mich gegen meinen Willen…
– Was glauben Sie, was Sarkov damit meinte? fragte Sartre in säuerlichem Tonfall.
– Nun wir dachten ja nur … versuchte der andere Agent, wurde aber durch eine Geste von Sartre unterbrochen, der die Taste wieder runterdrückte. Sarkovs Stimme erklang wieder im Lautsprecher:
– Wir können doch sicherlich in aller Ruhe darüber sprechen, und ich brauche meine…
– Und was glauben Sie, was er damit meinte? bohrte Sartre gnadenlos weiter. Keiner der beiden Agenten hatte Lust, darauf zu antworten.
– Ich kann Ihnen sagen, was er damit meinte, fuhr er deutlich lauter fort während sein Gesicht begann, einen rötlichen Farbton anzunehmen.
– Er dachte, er würde das hier von ihnen bekommen! Sartre knallte einen Glasbehälter mit Tabletten auf den Tisch.
– Er brauchte seine Herz-Medizin! Er sah von einem Agenten zum anderen.
– Aber dafür hatten Sie keine Zeit, nicht wahr? Und jetzt ist er verdammt nochmal tot, nicht wahr? Tot ist er! Ist Ihnen überhaupt klar, was Sie da angerichtet haben?

– Aber Chef, versuchte ein Agent erneut. So war das ja gar nicht. Wir wollten ihn doch nur etwas unter Druck setzen.
– Wir wollten ihn doch nur etwas unter Druck setzen, äffte Sartre ihn nach. Ja, ich muss gestehen, dass ist Ihnen gelungen. Sie haben ihn ganz bis ins Jenseits gedrückt. Und von dort kann er uns nicht mehr helfen, verdammte Scheiße! Er versuchte sich zu beherrschen, bevor er fortfuhr:
– Was haben Sie aus ihm herausbekommen, also bevor Sie ihn umgebracht haben? Sie erzählten ihm alles, was bisher geschehen war.
– Merde! rief er aus. Ich sage Ihnen was, Sie haben den Rest des Tages frei, nein, den Rest der Woche! Und wenn es nach mir ginge, hätten Sie den Rest Ihres Lebens frei. Sehen Sie zu, dass Sie aus meinem Büro verschwinden. Die beiden Agenten gingen, und Sartre saß eine Weile still und blickte auf den Tisch. Er musste sich überlegen, was er Rolf sagen sollte. Er war gezwungen, ihn zu informieren, aber er musste seine Worte mit Bedacht wählen. Merde! dachte er und griff nach dem Telefon. Er wählte Rolfs Handy-Nummer und hoffte innerlich, dass Rolf nicht antworten würde.

Flughafen Kopenhagen, 10.15 Uhr

– Was meint Ihr, lief es gut? fragte Rolf. Das Briefing war beendet, und er saß mit Tom und Lisbeth in der mobilen Kommandozentrale. Rolf und Lisbeth tranken Kaffee, den Tom nicht eines Blickes würdigte.
– Das ist schwer zu sagen, antwortete Tom. Aber auf den ersten Blick hatte ich den Eindruck, dass alle zufrieden waren. Ich meine, dass die dänische Polizei äußerst kompetent ist. Ihre Fragen waren einfach und direkt zur Sache. Und diese Connie Andersen ist genau mein Fall, messerscharf und fokussiert, und dann behandelt sie Menschen auf die richtige Art und Weise. Sie bittet sie um nichts, was sie nicht selber tun würde oder könnte. So sollte ein Vorgesetzter sein. Die CIA-Jungs beunruhigen mich wie gewöhnlich. Ich meine, die eiskalten Dreckskerle haben nicht eine einzige Frage gestellt. Kam dir das nicht komisch vor?
– Tja, ja und nein, antwortete Rolf. Sie könnten natürlich bereits alles von Williams gehört haben. Aber wahrscheinlicher ist es, dass sie ihre eigene Agenda haben, über die wir nicht informiert sind. Was wiederum bedeutet, dass wir besonders vorsichtig mit ihnen sein müssen. Er beugte sich vor und fuhr fort:
– Ihr solltet vielleicht auch wissen, dass Williams mich nach dem Treffen ansprach. Er war sauer darüber, dass ich so offen gewesen bin.
– Ja, das kann ich mir vorstellen, sagte Lisbeth. Was hast du zu ihm gesagt?
– Die Wahrheit, antwortete Rolf. Ich habe ihm gesagt, dass unsere Prioritäten ganz klar sind. Wir werden zunächst versuchen, den Angriff zu verhindern. Und deshalb ist es wichtig, dass jeder so gut wie möglich Bescheid weiß. Wenn das nicht gelingt, was es wahrscheinlich nicht tun wird, werden wir versuchen, die Angreifer zu neutralisieren.
– Noch ein Grund mehr, die Jungs im Auge zu behalten, wendete Tom ein.
– Einig, sagte Rolf, völlig einig. Rolfs Handy klingelte. Er nahm es aus der Innentasche seiner Uniform und las die Nummer auf dem Display.
– Frankreich, sagte er. Vielleicht gibt es was Neues. Ich antworte besser.
– Ja, tu das, sagte Tom. Ich schaue nach meinen eigenen Jungs. Er verschwand aus dem Bus, aber Lisbeth blieb sitzen.
– Sartre hier, sagte eine Stimme am anderen Ende.
– Und du hast gute Nachrichten, hoffe ich, sagte Rolf kurz.
– Nicht gerade, Rolf, nicht gerade, sagte Sartre. Tatsache ist, dass Sarkov sozusagen in unseren Armen gestorben ist. Wir hatten ihn für ein Verhör hier bei uns, und dann, ja, dann hat er ausgecheckt. Es entstand eine lange Pause.
– Und an was ist er gestorben? fragte Rolf.
– Aus vorläufigen Untersuchungen geht hervor, dass er ein schwaches Herz hatte und einfach an einem Herzinfarkt starb, sagte Sartre. Eine rote Alarmlampe begann in Rolfs Kopf zu blinken.
– Ein Herzinfarkt, sagst du, wiederholte Rolf. Das war wirklich unglücklich, dass das ausgerechnet dann passierte, als er bei uns zu Besuch war. Habt Ihr überhaupt etwas aus ihm herausbekommen, bevor er … starb?
– Ja und nein, sagte Sartre. Ja, in dem Sinne, dass wir einiges aus dem Gespräch, das wir mit ihm hatten herauslesen konnten. Nein, in dem Sinne, dass er nichts direkt gesagt hat.
– Und was habt ihr herausgelesen? fragte Rolf.
– Anfangs wusste er nichts über das Auto, sagte Sartre. Unsere beiden Agenten meinen, dass er ehrlich überrascht war, als er hörte, dass eines seiner Autos bei dem Mord an dem Deutschen beteiligt gewesen war. Aber als seine Sekretärin die Akte von dem Auto fand, bekam er Angst und hatte es plötzlich sehr eilig, sie mit den Papieren wieder wegzuschicken. Wenn wir zwei und zwei zusammenlegen, unter Berücksichtigung seiner Vorgeschichte, dann stimmt da was mit dem Auto nicht, also abgesehen von der Tatsache, dass es ihm gehört. Unsere Agenten sind überzeugt, dass er genau wusste, wer das Auto fuhr, dass er es aber verheimlichen wollte. Nun, das wäre alles.
– Ziemlich dünn, stellte Rolf fest. Ich kann aus dem Stehgreif nicht beurteilen, ob es irgendeine Bedeutung für die laufende Aktion hat, aber wir sollten lieber alle Eventualitäten offen lassen. Bezüglich Sarkovs ‚tragischen Tod‘ erwarte ich von dir einen ausführlichen Bericht auf meinem Schreibtisch morgen früh zusammen mit dem Material von dem Verhör, ist das verstanden?
– Ich werde sicherstellen, dass du alles bekommst, antwortete Sartre und legte auf.

Merde! Dachte Sartre nach dem Gespräch mit Rolf. Das war nicht gerade die Art von Aufmerksamkeit, die die Karriere innerhalb der EATO förderte. Nun, geschehen ist geschehen. Jetzt musste er die beiden Agenten zu fassen bekommen, denen er gerade den Rest des Tages frei gegeben hatte, damit sie einen vollständigen Bericht verfassten. Ich muss lernen, mein Temperament zu zügeln, dachte er und ließ sie suchen.

– Etwas Ernstes? sagte Lisbeth.
– Vielleicht, sagte Rolf, schwer zu beurteilen. Irgendein großer Kerl hat einen deutschen Polizisten in der Nähe von Lyon getötet. Der Besitzer des Autos ist ein notorischer Waffenhändler, der leider gestorben ist, als wir ihn verhört haben. Lisbeth runzelte die Stirn.
– Er ist während des Verhörs gestorben, wiederholte sie. Das war doch unglücklich. Rolf antwortete nicht sofort.
– Wenn ich nur herausfinden könnte, ob es mit unserer Aktion hier zusammenhängt, sagte er. In diesem Moment wurde die Tür geöffnet und ein Techniker steckte den Kopf hinein.
– Können wir jetzt reinkommen, Rolf? fragte er. Wir möchten gerne alles in Ordnung haben, bevor Toms Briefing anfängt. Rolf sah überrascht auf.
– Was? Ja, natürlich, antwortete er. Zu Lisbeth gewandt, fuhr er fort:
– Wir sollten vielleicht unsere Beine ein wenig strecken, bevor Tom uns belehrt. Sie überließen den Technikern das Feld.

Flughafen Kopenhagen, 10.50 Uhr

Die mobile Kommandozentrale hatte ihren festen Platz vor dem großen Hangar eingenommen. Die Techniker hatten die Seiten des großen Busses herausgeklappt, so dass er jetzt fast drei Mal so breit war. Nun gab es ausreichend Platz sowohl für Equipment und Techniker als auch für einen Tagungsraum. Die eine Wand des Tagungsraums bestand aus einem Bildschirm, auf dem man die gleichen Bilder wie in der Kommandozentrale selbst sehen konnte. Rolf, Lisbeth, Jørgen, Matts, Pertti, Tom, und drei Teamleiter aus Toms Kommandoeinheit befanden sich zurzeit dort. Darüber hinaus waren vier Techniker anwesend, dieselben, die den Bus vorbereitet hatten und die dafür sorgen sollten, dass die Technik während der gesamten Aktion optimal funktionierte. Einer der Techniker saß an einem Computer. Alle außer den Technikern, saßen um einen kleinen Konferenztisch mit Tom am Kopfende.

– Gut, Leute, es ist bald so weit, sagte Tom und schaute sich im Kreis der Anwesenden um. Um 12.00 Uhr beginnt unsere Arbeit, von da ab muss die Technik wie ein Uhrwerk funktionieren. Er schaute zu den Technikern hinüber.
– Volle Fahrt voraus um 12.00 Uhr, dafür stehen wir ein, sagte einer der Techniker.
– Ausgezeichnet, versetzte Tom. Bevor wir von hier weggehen, müssen wir Routinen und Checkpoints in die Datenbank eingeben, und die drei Kommandoeinheiten oder Kampfeinheiten müssen strategisch platziert werden. Zu dem Techniker am Computer sagte er:
– Können Sie uns einmal den ganzen Flughafen hier auf dem Bildschirm zeigen? Er wies auf den großen Bildschirm. Der Techniker gab ein paar Befehle ein, und ein Satellitenbild des gesamten Kopenhagener Flughafens erschien auf dem Bildschirm.
– Ah, sehr gut, sagte Tom zufrieden. Er nahm einen kleinen Laserpointer aus der Tasche.
– Wir sind genau hier, sagte er und deutete auf die nordöstliche Ecke des Flughafens. Ein roter Punkt tanzte auf dem Bildschirm zwischen einigen Gebäuden.
– Ich habe mit den Leuten im Kontrollturm gesprochen. Start und Landung erfolgen in nordöstlicher Richtung. Mit anderen Worten, die Flugzeuge fliegen aus dieser Richtung ein…  Er wies auf die Start- und Landebahn, die in der Nähe des Ortes „Store Magleby“ begann,
–… und fliegen in diese Richtung raus. Er ließ den roten Punkt über den Öresund verschwinden.
– Im nördlichen Teil des Flughafens befinden sich die Ankunftebenen und die Abflughallen. Der Punkt tauchte bei einer Reihe Gebäude nicht weit von ihnen auf.
– Das Wetter ist uns gewogen, allerdings damit auch den Angreifern. Für den ganzen Tag ist klarer Himmel ohne Regen angekündigt. Er sah mit für ihn sehr ernster Miene in die Runde. Keiner sagte etwas. Alle hörten aufmerksam zu.
– Es gibt fünf kritische Zeitpunkte in den nächsten Stunden, fuhr er fort. Erstens, die Ankunft der beiden Botschafter um 15.00 Uhr. Zweitens die Ankunft des Basketball-Teams um 15.15 Uhr. Drittens die Ankunft des Ministers um 15.25 Uhr. Viertens die Pressekonferenz um 15.30 Uhr und fünftens der Abflug um 16.45 Uhr. Er ließ die Worte einen Moment ihre Wirkung tun, bevor er fortfuhr:
– Zu dem ersten kritischen Moment, gibt es die folgendes anzumerken: Ein Botschafter kommt mit dem Flugzeug aus Stockholm, der andere mit dem Auto von der Botschaft in Kopenhagen. Ihre persönliche Sicherheit ist nicht unsere Verantwortung. Ich wiederhole, nicht unsere Verantwortung. Aber der Zeitpunkt ist trotzdem kritisch, weil die beiden Botschafter Ziel für den Angriff sein können, den wir erwarten. Er machte eine Pause, während er sorgfältig das Satelliten-Foto studierte.
– Nun, lasst uns mit den Kodenamen für den Funkverkehr weitergehen, sagte er nach einem kurzen Moment. Die Kommandozentrale ist „Zebra-Basis“. Die drei Kampfeinheiten heißen „Alpha-Team“, „Bravo-Team“ und „Charly-Team“. Die anderen von EATO sind „Delta“, die CIA-Leute „Echo“ und die Polizei „Fox“. Während der darauffolgenden halben Stunde verteilte Tom die Aufgaben und gab die Checkpoints und die erwarteten Agenten-Konfigurationen und Kommandoeinheiten in die Datenbank ein.

Dragør (kleiner malerischer Ort am Rande Kopenhagens in Flughafennähe), 11.05 Uhr

Jesper Berg wachte ruckartig und schweißgebadet auf. Sein Bettlaken war wie eine Wurst in der Mitte des Bettes zusammengerollt. Er hatte einen schrecklichen Albtraum gehabt. Tine und die Kinder standen auf der einen Seite eines Zaunes, und er selbst auf der anderen. Plötzlich begann es unter ihren Füßen zu brennen, und er hatte hilflos dagestanden und zugeschaut, wie sie vor seinen Augen verbrannten. Er war um halb zwei Uhr morgens ins Bett gegangen und hatte nicht schlafen können. Er hatte sich hin- und hergewälzt und fühlte sich wirklich elend. Er war bis zur Verzweiflung um Tine und die Kinder besorgt und betete, dass sie unverletzt waren. Sein einziger Trost war, dass er einen Plan geschmiedet hatte. Einen Plan, wie er seine Aufgabe erfüllen konnte. Er hatte keine andere Wahl als zu hoffen, dass Tine und die Kinder freigelassen würden, wenn er das Ding, das der Fremde ihm gegeben hatte, an Bord des Flugzeugs brachte. Ohne diese Hoffnung könnte er seinem Leben genauso gut ein Ende setzen, hier und jetzt.
Er stand auf und machte Kaffee. Er konnte nichts essen. Er konnte sich nicht erinnern, wann er zuletzt gegessen hatte, aber es war ihm egal. Sein einziger Gedanke war, es hinter sich zu bringen. Er merkte nicht einmal, dass er ungepflegt war und dringend ein Bad brauchte.
Auf dem Küchentisch lag das Päckchen, das der Mann ihm gegeben hatte. Der Mann hatte ihm gezeigt, was er tun sollte, und hatte sich vergewissert, dass Jesper alles verstanden hatte. Es war doch im Grunde so einfach, und Jesper verstand nicht, warum es so wichtig war, es an Bord des Flugzeugs zu bringen. Es war zu klein, um zu explodieren. Oder wenn es explodieren konnte, würde es keinen großen Schaden anrichten.
Das Päckchen war zu klein, als dass es sich um eine Bombe handeln konnte, entschied er. Es war schließlich nicht größer als eine Kreditkarte. Er schaute auf die Uhr. Es war kurz nach elf. Normalerweise würde er länger schlafen, wenn er am Nachmittag arbeiten musste, aber was sollte das nützen? Er nahm die Kaffeetasse mit ins Wohnzimmer und setzte sich aufs Sofa. Wo sind Tine und die Kinder nur, dachte er. Oh Gott, gib, dass ihnen nichts zugestoßen ist! Er stellte die Tasse auf den Tisch und legte die Beine auf das Sofa. Er lehnte sich zurück und schloss die Augen. Er war eigentlich doch müde, sehr müde. Vielleicht könnte er hier auf dem Sofa ein wenig dösen. Dass ihnen nur nichts zugestoßen ist, wiederholte er in Gedanken. Kurz danach schlief er ein.

(Fortsetzung folgt)

 

ENGLISH

The Man from Tehran

Friday, 10 February 2006

Copenhagen Airport 8:00 a.m.

The hangar echoed with the scraps of conversation from the waiting colleagues. An outsider would have been surprised at the strange gathering that was preparing for the briefing. There were about 150 people in the hangar, but they got lost in the huge hall. Chairs had been set up in ten rows and the various groups began to take a seat.

There were nearly a hundred uniformed police officers, a dozen plainclothes CIA agents, almost thirty men from Tom’s command unit in special gray combat suits, and a dozen plainclothes police officers, EATO agents and technicians. They looked at each other curiously, but most of the discussions were conducted within the individual groups.

In front of the rows of chairs was a podium, on which stood a table and six chairs facing the „audience“. There sat Tom Pettersson, Lisbeth Hasselbeck and Rolf Duvenhart from EATO; John Williams from the CIA and Preben Antonsen and Connie Andersen from the police department. In front of Rolf was a microphone on a three-legged tripod.

A dozen police officers stood guard outside the hall to ensure that no unauthorized person attended the meeting. None of these police officers would take part in the action later. There were three large buses parked next to the hangar. One was a police team bus, the other two belonged to EATO. Rolf drummed his fingers nervously on the table. He wasn’t nervous about speaking to a larger gathering. He was used to that. But the gnawing, insecure feeling that had come in the day before when they got the text message on Yemi’s cell phone did not let go. “Interesting, but irrelevant. Catch us if you can.” The sentence buzzed in his head. It couldn’t get any more alarming. He looked at Lisbeth. She seemed to be relatively calm, but her inner state was betrayed by her one leg, which rocked rhythmically and steadily up and down. When everyone had finally sat down, Rolf tapped the microphone to make sure it was on. A few popping sounds from the speakers convinced him that this was the case. He leaned over to the microphone and said:

– First of all …
A shrill whistle from all the loudspeakers made those present grimace in pain. Rolf immediately leaned away from the microphone as if he had been hit by a blow.

– I’ll try again, he said a little further away from the microphone, and this time without interference.

– First of all, I would like to extend a warm welcome to everyone present. I am happy to see that we are so numerous. But maybe I should ask: Is there anyone who doesn’t understand English? He looked around, but nobody responded.

– Good, he continued. I can either take it from that, that you all understand English or that my English is so bad that nobody understood the question.

The remark broke the ice and they started to smile.

– Well! I will then first present our panel here. He pointed to the other people on the podium and continued:

– I would like to be a bit unconventional and introduce myself first. My name is Rolf Duvenhart and I am the head of a European anti-terrorist organization that few, if any, have heard of. To my right is Lisbeth Hasselbeck, the head of our department in Scandinavia.

Lisbeth nodded and smiled shyly.

– Next to her is Tom Pettersson, leader of our combat force.

Tom greeted by tapping his forehead with two fingers and conjuring up his most charming smile.

– John Williams of the CIA is on my left.

Williams nodded briefly, but otherwise looked like a thundercloud.

– Police inspector Preben Antonsen, head of the entire police operation, sits next to him.

Antonsen nodded, holding his hand over his pipe even though it wasn’t lit.

– And next to him is Connie Andersen, head of the police preparedness unit.

Connie nodded twice.

– So much about us, said Rolf, now let’s get down to business. He paused to make sure that he had everyone’s attention. It was very quiet and so he continued:

– The fact that we have gathered here today has a very serious background. Some of you already know what it’s about, but most of you probably don’t know very much. But before this meeting ends, we should all be at the same level of information. There will be separate meetings in the individual groups later. We, that is this panel, will try to inform you of everything you absolutely need to know and we will try to answer all questions.

Nobody seemed to want to say anything yet, so he continued:

– You should all know that the Danish Foreign Minister is traveling to Budapest with some American athletes. Some of you probably also know that the US ambassador from Stockholm is expected. He stops over in Copenhagen because he too is on his way to Budapest. It is definitely the case that he joins the Foreign Minister and the athletes here and all take the same flight to Budapest. Basically, these are fairly uninteresting events if it weren’t for the fact that we expect a terrorist attack in connection with them.

The silence was suddenly broken by unrest and murmurs among the audience, and some raised their hands to indicate that there were questions.

Rolf made a calming gesture with his hands and continued:
– I see that there are already some questions, but I would very much like to deal with them at the very end. Some of your questions will most likely be answered during the briefing. Can we do it like this?

The latter was not really meant as a question, but in Rolf’s opinion politeness never hurt.

– Under normal circumstances, the flights would have been canceled or postponed with such a concrete threat, he continued. But there is a, let’s say, common decision not to change the flight plans with the expectation that we, that is EATO together with the CIA, will catch the terrorists with their fingers in the cookie jar, so to speak.

The audience began to whisper again.

– We are fully prepared to meet these expectations, he lied. But we have to realize at the same time that we don’t know exactly how the attack will take place. It is therefore no secret that we are dependent on the help of everyone present here. This should not be understood as putting your life and limb at risk. On the contrary, we do not expect or wish heroic deeds! We would like to emphasize that anyone who plays the hero only will get scolded for it, regardless of the outcome. What we all want to ask you to do is keep your eyes and ears open. The threat must be taken seriously, and all observations are important. Some of you will be connected to our central unit by way of communication technology, from where the higher-level coordination will take place.

He paused again and let his words take effect. All the faces betrayed increasing unrest. Nobody smiled anymore.

– You are, of course, under the command of your usual superiors, he continued. We will not interfere with your work, but if the situation so requires, we will give orders. Such commands, with a few exceptions, will override commands from your superiors. Your superiors can confirm this to you. However, as I said, you will never be at greater risk than your normal work would require. I think we can answer questions now.

A line of hands shot up. The panel took almost an hour to answer as many as possible. Finally Rolf had to stop.

– Unfortunately, we cannot accept any further questions, he said. But as I said, a series of separate meetings are now taking place after this briefing, and the last questions will surely be answered there.

Marseille, 9:55 a.m.

– Maybe you would care to explain to me what is happening here in the pictures?

The man who had asked the question was sitting in front of a screen, on which the interrogation with Sarkov was playing. The man’s name was Henri Sartre and he was the head of EATO in France. Opposite him were the two French agents who had interrogated Sarkov. They both tried to avoid eye contact with Sartre.

– We couldn’t have known that the man had a weak heart, tried one.

Sartre, clearly dissatisfied, glared at the two agents. Without a word, he pressed a button and a sequence from the interrogation was heard.

Sarkov’s desperate voice came through the speaker:
– And I have to insist that you give me my briefcase immediately. You have no right to … against my will …

– What do you think what Sarkov meant by that? Sartre asked sourly.

– Well, we just thought … the other agent tried, but was interrupted by a gesture from Sartre, who pushed the button down again.

Sarkov’s voice resounded in the speaker:
– We can certainly talk about it calmly, and I need my …

– And what do you think he meant by that? Sartre continued mercilessly.

Neither agent felt like answering it.

– Then let me tell you what he meant by that, he continued louder while his face began to take on a reddish tinge.

– He thought he would get this from you!

Sartre slammed a glass container full of tablets on the table.

– He needed his heart medicine!

He looked from one agent to another.

– But you didn’t have time for that, did you? And now he’s dead damn it, isn’t he? He is dead! Do you even understand what you have done?

– But boss, one agent tried again. It wasn’t like that. We just wanted to put some pressure on him.

– We just wanted to put some pressure on him, Sartre mimicked him.

– Well, I have to confess that you succeeded. You pressured him all the way to the hereafter. And he can’t help us from there, damn it!

He tried to control himself before continuing:
– What did you get out of him before you murdered him?

They told him everything that had happened before.

– Merde! he exclaimed. I’ll tell you what, you have the rest of the day off, no, the rest of the week! And if it were up to me, you would have the rest of your life off. Noe get out of my office.

The two agents left, and Sartre sat quietly for a while, looking at the table. He had to think about what to say to Rolf. He was forced to inform him, but he had to choose his words carefully. Merde! he thought and picked up the phone. He dialed Rolf’s cell phone number and hoped that Rolf would not answer.

Copenhagen Airport, 10.15 a.m.

– What do you think, did it go well? asked Rolf.

The briefing was over, and he was sitting in the mobile command center with Tom and Lisbeth. Rolf and Lisbeth were drinking coffee, which Tom did not even dignify with a look.

– It’s hard to say, replied Tom. But at first glance, I had the impression that everyone was satisfied. I think the Danish police are extremely competent. Their questions were simple and straight to the point. And this Connie Andersen is exactly my cup of tea, razor sharp and focused, and then she treats people the right way. She would not ask them for anything that she will not or cannot do herself. That’s how a supervisor should be. The CIA guys worry me as usual. I mean, the ice cold bastards didn’t ask a single question. Didn’t you find that weird?

– Well, yes and no, answered Rolf. They could have heard everything already from Williams, of course. But it is more likely that they have their own agenda that we are not informed of. Which in turn means that we have to be extra careful with them.

He leaned forward and continued:
– You should also know that Williams spoke to me after the meeting. He was upset that I had been so open.

– Yes, I can imagine that, said Lisbeth. What did you say to him?

– The truth, answered Rolf. I told him that our priorities are very clear. We will first try to prevent the attack. That is why it is important that everyone has as much information as possible. If that doesn’t work, which it probably won’t, we’ll try to neutralize the attackers.

– Another reason to keep an eye on the boys, Tom chipped in.

– Agreed, said Rolf, agreed entirely. Rolf’s cell phone rang. He took it from the inside pocket of his uniform and read the number on the display.

– France, he said. Maybe there is something new. I’d better take it.

– Yes, do that, said Tom. I will check on my own boys.
He disappeared from the bus, but Lisbeth remained seated.

– Sartre here, said a voice on Rolfs cell phone.

– And you have good news, I hope, said Rolf curtly.

– Not exactly, Rolf, not exactly, said Sartre. The fact is that Sarkov died in our arms, so to speak. We had him here for interrogation, and then, well, he checked out.

There was a long pause.

– And what did he die of? asked Rolf.

– Preliminary investigations show that he had a weak heart and simply died of a heart attack, said Sartre.

A red alarm began to flash in Rolf’s head.

– A heart attack, you say, Rolf repeated. It was really unfortunate that this happened when he was visiting us. Did you even get anything out of him before he … died?

– Yes and no, said Sartre. Yes, in the sense that we could read something from the conversation we had with him. No, in the sense that he didn’t say anything directly.

– And what were you able to read? asked Rolf.

– At first he didn’t know anything about the car, said Sartre. Our two agents think that he was genuinely surprised when he heard that one of his cars had been involved in the murder of the German. But when his secretary found the file from the car, he got scared and was suddenly in a hurry to send her out again with the file. If we put two and two together, considering his history, then something is wrong about the car, apart from the fact that it belongs to him. Our agents are convinced that he knew exactly who was driving the car, but that he wanted to hide it. Well, that’s all.

– Pretty thin, Rolf said. I can’t make an offhand judgement, if it has any significance for the ongoing action, but we should rather leave all eventualities open. With regard to Sarkov’s ‚tragic death‘, I expect to have a detailed report from you on my desk tomorrow morning, along with the material from the interrogation, is that understood?

– I’ll make sure you get everything, Sartre replied, hanging up.

Merde! Sartre thought after talking to Rolf. It wasn’t exactly the kind of attention that promoted a career within EATO. Well, there is no use crying over spilt milk. Now he had to get hold of the two agents he had just given the rest of the day off to write a full report. I have to learn to curb my temper, he thought, and let them be searched for.

– Something serious? said Lisbeth.

– Maybe, said Rolf, difficult to say. Some big guy killed a German police officer near Lyon. The owner of the car is a notorious arms dealer who unfortunately died when we questioned him.

Lisbeth frowned.

– He died during the interrogation, she repeated. That was unfortunate.

Rolf didn’t answer immediately.

– If only I could find out if it is related to our action here, he said.

At that moment the door opened, and a technician stuck his head inside.

– Can we come in now, Rolf? he asked. We would like to have everything in order before Tom’s briefing begins.

Rolf looked up in surprise.

– What? Yes, of course, he replied.
Turning to Lisbeth, he continued:
– Maybe we should stretch our legs a little before Tom instructs us.

They left the bus.

Copenhagen Airport, 10.50 a.m.

The mobile command center had taken its place in front of the large hangar. The technicians had pulled the sides of the big bus out so that it was now almost three times as wide. Now there was enough space for equipment and technicians as well as for a conference room. One wall of the conference room consisted of a screen on which you could see the same pictures as in the command center itself. Rolf, Lisbeth, Jørgen, Matts, Pertti, Tom, and three team leaders from Tom’s command unit were currently there. In addition, four technicians were present, the same ones who had prepared the bus and who should ensure that the technology worked optimally during the entire event. One of the technicians was sitting at a computer. Everyone except the technicians sat around a small conference table with Tom at the head.

– Well, folks, soon it will be showtime.
He looked around the group.
– Our work begins at 12 noon, from then on the technology must be working like clockwork.
He looked over at the technicians.

– Full speed ahead at 12 noon, we vouch for that, said one of the technicians.

– Excellent, replied Tom. Before we leave here, we have to put routines and checkpoints into the database, and the three command units or combat units have to be strategically placed.
To the technician on the computer, he said:
– Can you show us the whole airport on the screen here?
He pointed to the big screen.

The technician entered a few commands and a satellite image of the entire Copenhagen airport appeared on the screen.

– Ah, very good, said Tom contentedly.
He took a small laser pointer out of his pocket.

– We are right here, he said, pointing to the northeast corner of the airport. A red dot danced on the screen between some buildings.
– I spoke to the people in the control tower. Takeoff and landing will take place in a northeasterly direction. In other words, the planes are coming in from this direction …
He pointed to the runway that started near the town „Store Magleby“
– … and they take off in this direction.
He made the red dot disappear over the Øresund between Denmark and Sweden.

– The arrival and departure terminals are located in the northern part of the airport.

The dot appeared near a row of buildings not far from them.

– The weather is with us, but then again also with the attackers. Clear sky without rain has been announced for the whole day.

He looked around with a very serious expression on his face. Nobody said anything. Everyone listened carefully.

– There are five critical times in the next few hours, he continued. First, the arrival of the two ambassadors at 3 p.m., second, the arrival of the basketball team at 3:15 p.m., third, the arrival of the minister at 3:25 p.m., fourth, the press conference at 3:30 p.m. and fifth, the departure at 4:45 p.m. He let the words take effect for a moment before continuing:

– At the first critical moment, the following should be noted: one ambassador comes from Stockholm by plane, the other by car from the embassy in Copenhagen. Their personal safety is not our responsibility. I repeat, not our responsibility. But the timing is critical because the two ambassadors can be the target for the attack that we expect.

He paused while carefully studying the satellite photo.

– Well, let’s go on with the code names for radio communications, he said after a moment. The command center is „Zebra base“. The three combat units are called „Alpha Team“, „Bravo Team“ and „Charly Team“. The others from EATO are “Delta”, the CIA people “Echo” and the police officers “Fox”.

During the next half hour, Tom distributed the tasks and entered the checkpoints and the expected agent configurations and command units into the database.

Dragør (small picturesque place on the outskirts of Copenhagen near the airport), 11.05 a.m.

Jesper Berg woke up suddenly and was drenched in sweat. His bed sheet was rolled up like a sausage in the middle of the bed. He had had a terrible nightmare. Tine and the children stood on one side of a fence, and he himself on the other. Suddenly it started to burn under their feet, and he had stood there helplessly watching them burn before his eyes. He had gone to bed at half past one in the morning and had been unable to sleep. He had been rolling back and forth and felt really miserable. Desperate for Tine and the children, he prayed that they were unharmed. His only consolation was that he had made a plan. A plan of how he could do his task. He had no choice but to hope that Tine and the children would be released if he brought the thing that the stranger had given him on board the plane. Without that hope, he might as well end his life here and now.

He got up and made coffee. He couldn’t eat anything. He couldn’t remember the last time he ate, but he didn’t care. His only thought was to get it over with. He didn’t even notice that he was scruffy and in need of a bath. The package the man had given him was on the kitchen table. The man had shown him what to do and made sure Jesper understood everything. It was very simple after all, and Jesper didn’t understand why it was so important to get the thing onto the plane. It was too small to explode. Or if it could explode, it wouldn’t do much damage.

No, the package was too small to be a bomb, he decided. It wasn’t bigger than a credit card, after all. He looked at the clock. It was just after eleven. Normally he would sleep longer if he had to work in the afternoon, but what good would that do? He took the coffee cup into the living room and sat on the sofa. Where are Tine and the kids, he thought. Oh God, I beg that nothing happened to them! He put the cup on the table and put his legs on the sofa. He leaned back and closed his eyes. He was actually tired, very tired. Maybe he could doze a little here on the sofa. He repeated in his mind „let nothing have happened to them“. Shortly afterwards he fell asleep.

(To be continued)

 

 

 

 

Gesehen in … … Seen in …

Irgendwo auf dem Wege von Kongerslev nach Støvring.

… Somewhere on the road from Kongerslev to Støvring.

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Wer ein Haus neben so einem Nachbarn hat, wird Probleme damit haben, es gewinnbringend zu verkaufen.

… Somebody, who owns a house next to a neighbour like this, will have difficulties to sell it with profit.

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Mein Mann sagte: „Wieso denn, er hat doch alles feinsäuberlich nach Artikeln sortiert!“ 😉  😀   … den Ausspruch werde ich mir für meine Küchenschubladen merken … 😉

… My husband said: „What are you talking about, he has assorted everything meticulously by items!“   😉   😀  … I will keep this expression in mind for my kitchen drawers.

Ist euch aufgefallen, dass wir automatisch davon ausgegangen sind, dass es sich hier um einen männlichen Bewohner handelt?  😉   Übelster Sexismus, denn wir wissen nicht, wer hier wohnt.

… Did you notice that we automatically presumed that the inhabitant of this place would be a man?  😉   Sexism at its worst, as we have no idea, who lives here.

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Eine andere Idee meines Mannes war, dass er … ahem … dass die Dinge auf Flohmärkten verkauft werden. Die grossen Blumenübertöpfe könnten mich interessieren …

… Another of my husband’s ideas was, that he … ahem … that the articles might be sold on fleamarkets. I could be interested in the large flower pots.

Trotzdem, ich möchte doch eher nicht neben so etwas wohnen … obwohl man anerkennen muss, dass die Sammlung in sich selbst ziemlich grossartig ist.

… Anyway, I would rather not live next to something like this … although, I have to admit that the collection in itself is quite remarkable.

Vielleicht ist etwas für euch dabei?  🙂

… Maybe there is something for you there?  🙂

Die Insel Fur … The island of Fur

Das Wochenende 21./22. September 2019 schenkte uns zwei wunderbare Sonnentage. Den einen davon nutzten wir für eine Fahrradtour auf der kleinen, aber feinen Insel Fur, die auch bei den Dänen ein beliebtes Ausflugs- und Ferienziel ist.

… The weekend 21/22 September 2019 gave us two wonderful sunny days. One of those we used for a bicycle tour on the small, but fine island of Fur, which is a popular goal for excursions and vacations also among Danes.

Am und um den Fähranleger; wir nahmen nur die Fahrräder mit auf die Insel.

… At and around the ferry bridge; we only took the bikes over to the island.

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Kräftig gebaut, aber das salzige Wasser setzt auch dem Stein (oder Beton?) zu.

… Sturdily built, but the salty water is also getting to the stone (or concrete?).

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Hier sind wir schon auf der Insel, unterhalb der Kirche. Man beachte, dass auch dort oben wieder Bänke stehen, damit man die Aussicht geniessen kann.

… Here we are already on the island, below the church. Note that also up there are benches, from which one can enjoy the view.

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Zu dem Zeitpunkt muss gerade ein Insel deckender Wettbewerb gelaufen sein, denn überall standen diese herrlichen, fischförmigen Schilder und bereicherten das Dorfbild.

… At that time, there must have been a competition for the whole of the island, as everywhere we saw these fancy signs formed like a fish enriching the villagescape.

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Am Dorfrand dann ein paar Tiere, zwei Familien. Ihr erinnert euch vielleicht an das Foto, in dem sie sich alle bei meinem Mann versammelten.

… At the edge of the village we met some animals, two families. You maybe remember the photo, in which they all flock to my husband.

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Fur ist nicht für seine Sandstrände und Dünen bekannt, sondern für die hügelige Landschaft und die Steilküste, an der ein Wanderweg entlang führt.

… Fur is not known for its sandy beaches and dunes, but for the hilly landscape and its cliff line, along which you will find a hiking path.

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An einer flacheren Stelle gingen wir dann ans Wasser. Von hier aus kann man nach Livø rübergucken.

… At a more level place we visited the waterfront. From here you can look over to Livø.

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Ich habe mir mal das Satellitenbild angesehen, und anscheinend kann man auf diesem schmalen Sandstreifen fast um die ganze Insel herum gehen. Nur unterhalb der Steilküste scheint eine Stelle nicht begehbar zu sein.

… I have looked at the satellite photo, and it seems like one can walk almost around the entire island on this narrow strip of sand. Only beneath the cliffs it seems that one short stretch cannot be accessed.

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Eindruck vom Inneren der Insel.                                     … Impression inland.

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Und das lokale Versammlungshaus. Die gibt es ja in allen Dörfern oder Kommunen in Dänemark. Dort werden Veranstaltungen organisiert und meistens kann man sie auch für Privatfeste mieten. In den Städten heissen sie meistens Mitbürgerhaus. Nur unser Dorf hat ein Kulturhaus, da seht ihr, ich wohne in einem Kulturdorf … 😉  😀

… And the local assembly house. They are in all villages or city districts in Denmark. There one can organise happenings of all kinds, and in most cases one can rent them for private parties as well. In the cities they are usually called citizens‘ house. Only our village has a culture house, there you have it, I live in a cultured village … 😉  😀

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Und hier ein typisch dänischer Witz, gleichzeitig Wortspiel und sexuelle Anspielung.

… And here a typical Danish joke, play on words and sexual allusion at the same time.

(Forsamlingshus – befamlingshus, klingt ähnlich, bedeutet aber ganz etwas anderes. Auf Deutsch funktioniert das fast: Versammlungshaus – Befummelungshaus …)

… (Forsamlingshus – befamlingshus, sounds similar, but has a completely different meaning. I wonder, if I can make it work in English … assembly house – petting house … nah, the meaning works, the sound does not.)

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Ziemlich mittig auf der Insel, auf einem Hügel, liegt das Cafe „På herrens mark“, was so viel heisst wie „in der Pampa“. Dort setzten wir uns auf die Terrasse und genossen sowohl die Aussicht als auch ein kaltes, lokales Bier … alkoholfrei allerdings.

… Quite in the middle of the island, on top of a hill, you will find the cafe „På herrens mark“, meaning something like „out in the sticks“. There we sat on the terrace and enjoyed the view as well as a cold, local beer … non-alcoholic, actually.

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Neben dem Restaurant gibt es einen kleinen Laden. Früher war hier das so genannte Männermuseum, wo nur Männer rein durften, weil man dort unartige Gegenstände und Bilder aus aller Welt ausstellte. Naja, einige dieser Figuren sind ja auch nicht so ganz ohne.

… Next to the restaurant there is a little shop. Some years ago they had the so called mens‘ museum there, which only men were allowed to enter, because there were naughty items and pictures from all over the world exhibited. Well, some of these figures are doing their best to compete …

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Und ein wenig Kunst draussen an der Hauswand: Treibholz wird zu einer Häuserreihe.

… And a bit of art outside at the wall: drift wood morphs into a row of houses.

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Oh, ja, oh, ja, ein bisschen höher, bitte!

… Oh, yes, oh, yes, a bit higher, please!

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Hallo, kann man vielleicht etwas Privatleben haben?

… Hey, how about letting us have some privacy?

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Diesen Baumstamm wollte ich so gerne mit nach Hause nehmen …

… I really wanted to take this tree trunk home with me …

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Zum Abschied von Fur, schnuppern wir etwas Hafenatmosphäre.

… As a goodbye to Fur, we breath in some harbour atmosphere.

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Wer gerne einen ruhigen Urlaub mit viel Wasser und auch Hügeln verbringen möchte, dem kann ich Fur nur empfehlen. Die Insel ist zwar nicht autofrei, aber trotzdem angenehm friedlich und gut geeignet für sowohl Fahrradfahrer als auch Wanderer.

… To those, who like a quiet vacation with a lot of water and also hills, I can really recommend Fur. The island is not car free, but pleasantly peaceful anyway, and well suited for cyclists and hikers.

Hier noch zwei Karten, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, wo in Dänemark Fur sich befindet.

… Here two maps, so that you can picture, where in Denmark Fur is situated.

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Neuankömmlinge im Garten … Newcomers to the garden

Es handelt sich nicht um neu gekaufte Pflanzen, sondern um solche, die jetzt neu blühen.

… This is not about newly bought plants, but about those, who just started flowering.

Von diesem gemütlichen Pausenplatz aus, werden Neuerungen geplant.

… From this cosy break from work seat, new plans are being made.

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Mein Pflanzenkindergarten: Stecklinge von u. a. Rosen und Schmetterlingsbüschen.

… My plant nursery: plants from cuttings, among others roses and butterfly bush (buddleia)

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Weiss jemand von euch was das hier ist? Eine Wildpflanze, die sich ausgesät hat. Ich finde sie hübsch und sie hat so schöne Blätter.

… Does anybody of you know, what this is? A wild plant that sowed itself here. I like it, it has so pretty leaves.

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Zwischen all meinen Küchenkräutern steht dieser schöne blaue Storchenschnabel.

… Amidst all my kitchen herbs, you will find this beautiful blue wild geranium.

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Meine totgeglaubte Gartengloxinie (ursprünglich aus Tibet). Normalerweise kommt sie im April hoch. Nicht dieses Jahr, und auch nicht im Mai. Da gab ich sie auf (ich hatte zwei davon). Gegen Ende Juni sah ich plötzlich, dass sie blühten, alle beide. Ich denke mal, dass ich sie umsetzen werde. Sie braucht wohl mehr Licht.

… My presumed dead garden gloxinia (origin: Tibet). Normally it comes up in April, but not this year, and not in May either. So I gave them up (I had two of them). At the end of June I saw that they had flowers, both of them. I think that I will have to move it to a sunnier place.

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Fingerhut                                                     … Foxglove       (Digitalis)

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Rittersporn                                                      … Larkspur                (Delphinium)

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Kriechende Duftnelken                                 … Creeping dianthus (with lots of fragrance)

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Dies ist eine Art Lichtnelke, die die Dänen „brændende kærlighed“, brennende Liebe, nennen. Ihre grösser blütige, niedriger wüchsige Schwester ist nicht wiedergekommen, aber ich glaube, dass ich noch Samen habe. (Lychnis chalcedonica)

… This is a kind of campion  (Lychnis chalcedonica), which the Danes call „brændende kærlighed“, burning love. Its sister with larger flowers but lower growth, did not show itself this year, but I think I still have seeds.

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Diese Königskerze ist eine wilde, die sich immer wieder aussät. Sie wird so gross wie ich (170 cm). Meistens haben sie sehr kleine Blüten, aber diese Sorte verwöhnt uns mit grösseren.

… This mullein is a wild plant, which sows itself again and again. It gets as tall as I am (170 cm = 68 inches). In most cases they have tiny flowers, but this kind spoils us with larger ones.

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Und eine kleinere, die nur um die 50 cm hoch wird. Diese Pflanze habe ich aus Samen, die ich von Pflanzen im Strassengraben abgenommen habe.

… And a smaller one, which only gets about 50 cm (20 inches) high. This plant I have from seeds that I took from plants in a ditch.

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Zum ersten Mal ist es mir gelungen, eine spanische Margerite im Schuppen zu überwintern. Sie ist nicht so toll wie letztes Jahr, aber sie lebt!

… For the first time I managed to get a Spanish marguerite through winter in the shed. It is not as powerful as last year, but it is alive!

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Diese kleine Staude habe ich in einer Hecke in unserem letzten Domizil gefunden. Sie ähnelt einer Gartenstaude (Goldfelberich), hat aber kleinere Blüten, diese allerdings in einer schöneren, warmgelben Farbe mit weinroter Mitte. Ausserdem breitet sie sich nicht so hemmungslos aus, wie der Felberich.

… This little perennial I found in the hedge of our last domicil. It resembles a garden perennial (garden loosestrife), but has smaller flowers, which, however, are of a more beautiful warm yellow colour with a wine red centre. And it does not spread as much as the garden loosestrife.

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Eisenhut                                              … Monkshood/devil’s helmet  (Aconitum napellus)

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Hier im Steingarten hat sich noch ein Schmetterlingsbusch ausgesät.

… Here in the rockery, another buddleia has sown itself.

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Wir haben harte Cooling, an der Küste mit Böen in Sturmstärke … ich fürchte für meine Stockrosen, obwohl ich sie angebunden habe so gut ich konnte. Aber o.k., wenn da sonst nichts ist, über das man sich Sorgen machen sollte …  😉

… We have hard cooling, at the coast with gusts of storm strength … I fear for my hollyhocks, although I have tied them up as good as I could. But o.k., if there isn’t anything else to worry about …  😉

Habt noch einen schönen Tag!

… Have a nice day!

 

 

Rumi und Liebe … Rumi and Love

Meeting_of_Jalal_al-Din_Rumi_and_Molla_Shams_al-Din blog

[Teil einer Miniatur aus dem Topkapi Palast Museum (Istanbul, Türkei). Auf dem Bild ist das erste Treffen zwischen Rumi und Shams von Tabriz dargestellt (Die vierzig Regeln der Liebe).

… Part of a miniature from the Topkapi Palace Museum (Istanbul, Turkey). The picture shows the first meeting between Rumi and Shams of Tabriz (The forty rules of love).

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„Die Liebe ist die Medizin unseres Stolzes und unserer Selbstgefälligkeit. Arzt unserer vielen Unvollkommenheiten.“

„Ohne die Liebe ist jedes Opfer Last, Musik nur Geräusch, und jeder Tanz macht Mühe“

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… „Love is the remedy for our pride and our self-importance; The healer of all our many impferfections.“

… „Without Love, every sacrifice is a burden, any music only noise; and any dance would be cumbersome.“

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Daher wünsche ich euch allen einen mit Liebe erfüllten Sonntag!

… Therefore, I wish you all a Sunday filled with love!

Der Mann aus Teheran, Vanløse/ Kopenhagen/Marseille/Greve … The man from Tehran, Vanløse/Copenhagen/ Marseille/Greve

CoverDeutsch

 

Der Mann aus Teheran

Donnerstag, 9. Februar 2006

Vanløse (Stadtteil von Kopenhagen), 22.05 Uhr

Lisbeth hörte ihren Anrufbeantworter ab, während sie in das kleine Bad ging, um die Zähne zu putzen. Es waren drei neue Anrufe gekommen. Der erste war von Jørgen, der nur Bescheid sagen wollte, dass es in der Dannebrogsgade nichts Neues gab. Er sagte, dass er morgen spätestens um 7.45 Uhr am Flughafen sein würde.  Morgen! Sie bekam Gänsehaut, wenn sie daran dachte. Der morgige Tag stand ihr bevor wie eine Art D-Day, ein schreckliches Monster, das da draußen nur darauf wartete, sie zu verschlingen. Sie ermahnte sich selbst, nicht mehr daran zu denken.
Der nächste Anruf war von ihrer guten Freundin Camilla. Sie erzählte aufgeregt, dass sie ein neues Objekt für Lisbeth gefunden hatte. Dieses Mal würde sie nicht enttäuscht sein, versprach Camilla. Er sei ein wirklich netter Kerl, mit einer soliden finanziellen Grundlage und ohne ein Skelett im Schrank. Sie müsse versprechen anzurufen, damit sie ein Treffen planen könne. Lisbeth wusste, dass Camilla es gut meinte, aber ihre ständige Sorge um Lisbeths Junggesellendasein entwickelte sich langsam zu einer Plage. Ich muss mit ihr darüber reden. Das geht so einfach nicht weiter.
Der letzte Anruf kam von Tom. Er wünschte ihr eine gute Nacht und ein auf Wiedersehen bis morgen. Es wird schon alles gut gehen, schloss er. Lisbeth hoffte, dass er recht behielt. Sie schaltete das Licht in der Stube aus, ging ins Schlafzimmer und beeilte sich, in ihren Schlafanzug zu kommen. Sie hatte letzte Nacht schlecht geschlafen, fand aber, dass sie kein Recht zur Klage hatte. Rolf und Tom hatten schließlich überhaupt kein Bett zu sehen bekommen. Innerhalb von fünf Minuten übermannte sie der Schlaf. Aber sie träumte vom Flughafen und die Bilder, die ihr durch den Kopf flackerten, waren alles andere als angenehm. Ein Mann mit buschigem Schnurrbart beugte sich über sie. Er hielt etwas in der Hand und sagte etwas zu ihr. Dann starb sie.

Flughafen Kopenhagen, 22.10 Uhr

– Wer hat denn in deinen Kaffee gespuckt? fragte Birthe. Du siehst aus wie einer, der ein Gespenst gesehen hat. Sie schaute verwundert auf Jesper, der überhaupt nicht reagierte.
– Hallo! Ist jemand zu Hause? insistierte sie weiter.
– Uh, oh, was? Nun, ich meine, tut mir leid, was hast du gesagt? antwortete Jesper mit einem leeren Ausdruck in den Augen.
– Hör, Jesper, was ist denn los mit dir? fragte sie. Du scheinst völlig abwesend zu sein. Ist etwas passiert zu Hause?
– Was? Ich meine, nein, nein, antwortete er verwirrt. Oder ja natürlich, meine ich. Ja, es ist nur so, dass … Er hielt mitten im Satz inne und starrte vor sich hin.
– Es ist nur so, dass was? bohrte sie nach.
– Was? Nun, antwortete er wieder genauso verwirrt wie vorher. Es ist nur so, dass,…Andreas hat, wie heißt das noch gleich, die Masern. Birthe sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Masern, dachte sie? Sie wollte ihn gerade darauf aufmerksam machen, dass man Masern also nicht mehr bekam, schließlich wurde man heutzutage als Kind dagegen geimpft, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Was auch immer mit Jesper los war, so hatte es bestimmt nichts mit Masern zu tun, davon war sie überzeugt. Ihre Intuition sagte ihr, dass Jesper etwas viel Ernsteres als eine Kinderkrankheit bedrückte. Vielleicht hatte Tine ihn verlassen? Nun, was immer es war, sie würde ihn in Ruhe lassen. Vielleicht würde er ihr später von sich aus etwas erzählen.
– Also dann gute Besserung für Andreas, sagte sie und ging. Jesper sah aus als ob er sie gar nicht hörte. Er fühlte sich krank, kränker als er jemals zuvor gewesen war. Er fror ständig und fühlte sich völlig ausgelaugt. Nachdem der Mann gegangen war, hatte er sich so heftig übergeben müssen, dass er es nicht einmal bis zum Badezimmer geschafft hatte. Danach war er weinend zusammengebrochen.

Er war wieder zum Flughafen zurückgefahren, ohne gegessen zu haben und befand sich in einer Art Trance. Kaum war er wieder zur Arbeit gekommen, als sich der Inhalt seines Darmes plötzlich in flüssige Form verwandelte, und er fast eine halbe Stunde auf der Toilette verbringen musste. Birthe hatte etwas zu ihm gesagt, und er meinte, er hätte ihr geantwortet, aber er war sich nicht ganz sicher. Er spürte einen Kloß in seinem Hals. Er musste zusehen, dass er sich zusammenriss … nein, jetzt musste er wirklich … Er begann wieder zu weinen, aber glücklicherweise war niemand in der Nähe.
Einige Minuten später kamen seine Kräfte langsam wieder zurück und sein Gehirn fing wieder an zu arbeiten. Es gab Hoffnung, wenn auch nur gering, daran musste er sich klammern. Er würde sein Bestes tun, damit sie Tine und die Kinder unverletzt freiließen. Er würde es sich nie verzeihen, wenn er nicht zumindest versuchte, sie zu retten. Mit so einer Schuld zu leben wäre schlimmer als der Tod. Ein verzweifelter Wille stieg in ihm auf und er begann, einen Plan zu schmieden. Er musste damit anfangen herauszufinden, wer morgen um die Zeit des Budapest-Fluges Dienst hatte. Die Verteilung der Aufgaben war sein Job, und er musste die richtigen Leute für die richtigen Aufgaben einteilen.
Er sah auf den Schichtplan und stellte fest, dass es eigentlich gar nicht so schlecht aussah. Wann sollte der Flug abgehen? 16.45 Uhr. Das war ein guter Zeitpunkt mit vielen An- und Abflügen, also einer gewissen Hektik, die es ihm erleichtern würde, seine Aufgabe durchzuführen. Nun, dachte er mit neuer Hoffnung, es war vielleicht doch nicht so unmöglich für ihn, das zu tun, was man von ihm verlangt hatte, ganz und gar nicht unmöglich.

Freitag, 10. Februar 2006

Marseille, 00.10 Uhr

Sarkov bewegte sich unruhig. Er versuchte, seine wachsende Nervosität zu verbergen und gleichzeitig so sachlich wie möglich zu klingen.
– Meine Herren, ich versichere Ihnen, wiederholte er zum dritten Mal, ich weiß es wirklich nicht. Sie müssen verstehen, dass meine Firma ziemlich viele Fahrzeuge im Einsatz hat, und ich kann unmöglich auswendig wissen, wo sie sich alle gerade befinden, aber ich werde die Angelegenheit natürlich gerne untersuchen. Er sah von einem der beiden Agenten zum anderen. Einer saß auf einem Stuhl ihm gegenüber, während der andere neben dem Tisch stand. Nach einer Fahrt mit einer Binde vor den Augen, war er aus dem Auto gezogen worden, anscheinend in einer Kellergarage. Er hatte nicht genau gewusst, wo er sich befand, aber er war ziemlich sicher gewesen, noch in oder nahe Marseille zu sein. Sie waren nicht lange genug mit ihm gefahren, um sich weit von der Stadt zu entfernen.
Die beiden Männer hatten ihm erst die Binde von den Augen genommen, als der Wagen anhielt. Ohne weiteren Kommentar hatten sie ihn aus dem Auto gezerrt und in einen Aufzug gestoßen. Sie waren drei Stockwerke hochgefahren. Dort war er in einen Raum geführt worden. Dem Aussehen nach handelte es sich um ein Verhörzimmer. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch mit zwei Stühlen. An einer Wand hing ein großer Spiegel. Sie hatten ihn allein im Zimmer gelassen und er war von bösen Vorahnungen geplagt worden. Trotz seiner lauten Proteste hatten sie ihm seinen Koffer weggenommen. Der Inhalt des Koffers war nicht kompromittierend, aber er enthielt unter anderem seine Medizin. Nach, wie es ihm vorgekommen war, einer Ewigkeit, in Wirklichkeit aber kaum mehr als ein paar Minuten, waren die beiden Männer zurückgekehrt. Sie hatten nicht weiter Zeit verschwendet und ihm geradeheraus gesagt, dass sie wüssten, dass er ein verdammter Waffenhändler war, und dass er klug daran täte zu kooperieren.
– Wer fährt mit dem Auto in Lyon herum? hatte einer der Männer gefragt. Das war die Frage gewesen, die Sarkov nun zum dritten Mal beantwortet hatte.
– Ich glaube, Sie verstehen den Ernst dieser Sache nicht, Monsieur Sarkov, fuhr der Mann fort. Wir können Sie für eine unglaublich lange Zeit einsperren, und wir brauchen sie noch nicht einmal über Ihre Rechte aufzuklären, weil jemand wie Sie nämlich überhaupt keine Rechte hat.
– Ich verlange, mit meinem Anwalt zu sprechen, sagte Sarkov empört. Und ich muss darauf bestehen, dass Sie mir meinen Aktenkoffer zurückgeben. Sie haben kein Recht dazu, mich gegen meinen Willen festzuhalten. Der eine Agent sprang von seinem Stuhl auf und stellte sich vor Sarkov. Sarkov wurde durch die plötzliche Bewegung erschreckt und lehnte sich in seinem Stuhl zurück so weit er konnte. Der Agent beugte sich nach unten bis sein Gesicht sich nur wenige Millimeter vor Sarkovs befand.
– Sie haben Recht auf einen Scheißdreck, Sarkov, brüllte er ihn an. Sie sind ein Insekt, und wir können verdammt noch mal mit Ihnen tun, was wir wollen, ist das klar? Sarkovs Herz schlug panisch und er wurde ganz trocken im Mund.
– Nun, wir können doch sicherlich in aller Ruhe darüber sprechen, versuchte er mit zitternder Stimme, und ich brauche meine… Beide Agenten ignorierten seine Proteste, und einer von ihnen legte seinen Mund an sein Ohr.
– Jetzt tun Sie zum Teufel, was wir Ihnen sagen, ist das klar? schrie er direkt in Sarkovs Ohr. Wer fährt mit dem Auto herum? Sarkov wollte abwehrend die Hände heben, aber der andere Agent griff seine Arme und hielt sie fest.
– Antworten Sie, Sarkov, sonst können Sie für immer Abschied von Ihrem Koffer und seinem gesamten Inhalt nehmen, brüllte er. Sarkovs Herz schlug jetzt so heftig, dass er das Gefühl hatte, es würde ihm aus der Kehle springen. Er versuchte, die Hände frei zu bekommen, um seine Krawatte zu lockern, aber der Agent ließ ihn nicht los. Plötzlich war er im Zweifel darüber, wo er sich befand und was geschah. Er fühlte Schmerzen in der Herzgegend und im linken Arm. Sein Gesicht verfärbte sich, und sein Atem ging kurz und stoßweise. Schweiß sprang ihm auf die Stirn, und seine Augen verschleierten sich.
Die beiden Agenten starrten einander eine Sekunde lang an, bevor ihnen klar wurde, was da geschah.
– Verdammt, er hat einen Herzinfarkt, rief der eine. Hol ihn aus dem Stuhl und leg ihn auf den Boden. Schnell! Schnell! Er sprang er zur Tür und schlug mit der Faust auf einen roten Schalter. Draußen im Flur ging eine Alarmglocke und einen Augenblick später konnte man eilige Schritte hören. Der zweite Agent kämpfte damit, den großen Mann auf den Boden zu manövrieren. Sarkov zitterte wie Espenlaub und schnappte nach Luft, als er auf dem Boden lag und war fast blau im Gesicht. Die Tür öffnete sich mit einem Ruck, und ein weiterer Agent erschien in der Tür.
– Er hat einen Herzinfarkt bekommen. Ruf einen Krankenwagen. Der Agent entfernte sich im Laufschritt.

Sarkov hatte aufgehört zu atmen und egal wie sehr sich die beiden Agenten mit Wiederbelebungsmaßnahmen abmühten, konnten sie den dicken Mann nicht zur Rückkehr bewegen. Sarkov starb um ein Uhr morgens im EATO-Gebäude in Marseille.

Greve (kleiner Ort an der Küste, ungefähr 15 km südlich von Kopenhagen), 01.25 Uhr

– Wie lange sollen wir sie am Leben erhalten? fragte Mohammad empört. Sie sind doch nur verwöhnte imperialistische Schweine. Die Wärme, die sie in ihrem Haus haben, haben sie von uns gestohlen und der Reichtum, den sie haben, haben sie sich auf Kosten von Millionen von Menschen angeeignet, die in Armut und Hunger leben. Sie sind die Brut des Satans und verdienen es nicht zu leben. Mohammad ging rastlos in dem kleinen Raum auf und ab, den die Stammgruppe etwas südlich von Kopenhagen gemietet hatte. Sadou und Faroukh saßen auf einem altersschwachen Sofa und nickten zustimmend zu Mohammads hitzigem Monolog. Akhmahel saß in einem ebenso dürftigen Sessel und beobachtete sie alle drei. Nach der Entführung in Dragør waren sie mit dem BMW direkt in das Sommerhaus gefahren. Faroukh war erst noch zu einem naheliegendem Jachthafen gefahren, um das Motorrad abzustellen. Wahil würde es zu einem späteren Zeitpunkt benötigen. Tine Berg und ihre beiden kleinen Kinder befanden sich in einem Schlafzimmer nebenan. Die Kinder hatten anfangs viel geweint, aber jetzt waren sie still. Akhmahel nahm an, dass sie schliefen.
Das kann leicht Überhand nehmen, dachte er, als er Mohammad mit den Augen folgte.
– Ist es deine Absicht, der erfolgreichen Durchführung unseres Auftrags Hindernisse in den Weg zu setzen? fragte er kalt. Mohammad erstarrte.
– Beim Propheten, nein, antwortete er nervös. Es ist nur so, dass …
– Hast du kein Vertrauen in die Wahl unseres Anführers, der mir die Leitung dieser Aktion übertragen hat? Setzte Akhmahel unnachgiebig fort.
– Ja, doch, natürlich habe ich Vertrauen, sagte Mohammad. Aber …
– Wenn ich dir sage, dass diese Leute keinen Schaden erleiden sollen, außer wenn es absolut notwendig ist, bist du dann im Zweifel, ob du das respektieren willst oder nicht? fragte Akhmahel weiter.
– Nein, nein, nein, ich bitte um Verzeihung, sagte Mohammad verzweifelt. Es wird natürlich alles so gemacht, wie du sagst. Er war eindeutig verwirrt und rieb sich nervös die Hände. Die anderen sagten nichts, sondern sahen beunruhigt von Akhmahel zu Mohammad. Akhmahel hatte keinen Zweifel, dass jeder von den dreien, ohne zu zögern der Mutter und ihren beiden Kindern die Kehle durchschneiden würde, wenn sie die Gelegenheit dazu bekamen. Und sie würden davon überzeugt sein, der Welt einen Gefallen getan zu haben. Er wusste genau, was sie fühlten. Er konnte sich nicht davon freisprechen, diesen Hass zu teilen, aber seine europäische Erziehung kam hier zur Oberfläche.
Irgendwie glaubte er, dass sein Vater wahrscheinlich verstehen würde, dass er die USA und ihre Verbündeten bekämpfte, und dass es in einem solchen Kampf unweigerlich einige unbeabsichtigte Opfer geben würde. Die Kriege, die die USA in der ganzen Welt führte, brachten auch stets Tod und Verstümmelung tausender unschuldiger Menschen mit sich. Es verging bald kein Tag, ohne dass die Vereinigten Staaten die Zahl der Menschen erhöhte, die sowohl sie als auch ihre scheinbare Freiheit hassten. Aber er war sich sicher, dass sein Vater ihm nie verzeihen würde, wenn er hilflose Frauen und Kinder vorsätzlich ermordete. Er würde es daher niemals bei einer Aktion unter seiner Leitung zulassen.
Er sah zu Faroukh hinüber. Faroukh schien nicht merklich von dem Schicksal, das ihn in ein paar Stunden erwartete, berührt zu sein. Seltsam! dachte Akhmahel. Faroukh sollte in nur wenigen Stunden diese Welt verlassen, und doch schien es nicht so, als ob es ihn besonders bekümmerte. Die Idee, freiwillig in den Tod zu gehen, lag Akhmahel absolut fern. Er konnte sich kaum vorstellen, dass Faroukh es letztendlich wirklich tun würde. Es war bereits mehrfach vorgekommen, dass er Männern und Frauen geholfen hatte, die entschlossen gewesen waren, ihr Leben für die Durchführung eines Angriffs irgendwo auf der Welt zu opfern, aber er wunderte sich jedes Mal aufs Neue darüber.
Er erinnerte sich an den zweiten Brief und wusste, was er zu Ehren Faroukhs zu tun hatte. Er hatte absichtlich das Verlesen des Briefes so lange wie möglich aufgeschoben, weil ihm die Situation fast grotesk erschien. Aber es musste getan werden, und jetzt war ebenso gut, wie jeder andere Zeitpunkt. Außerdem mussten sie dringend das Thema wechseln. Er zog den Brief aus seiner Tasche.
– Wir alle schulden es unserem Bruder Faroukh, ihm eine letzte Ehre zu erweisen, sagte er dramatisch. Mohammed beendete abrupt sein Auf- und Abgehen und es wurde ganz still im Zimmer. Aller Aufmerksamkeit richtete sich auf Akhmahel. Faroukh bewegte sich unruhig auf seinem Stuhl hin und her und seine Augen wurden größer.
– Worte können dem großen Opfer nicht gerecht werden, das unser Bruder Faroukh für uns alle und für unsere Sache zu machen bereit ist, begann Akhmahel und richtete seinen Blick auf Faroukh.
– Ich habe einige Worte unseres großen Anführers hier. Er faltete sorgfältig den Brief auseinander.
– Worte, die dir besser als meine helfen werden und die dir Kraft geben werden, um deine Prüfungen durchzustehen. Er räusperte sich und begann zu lesen: Faroukh Ghafouri, du, mein liebster aller Brüder. Für dich möchte ich diese aufrichtigen und herzlichen Worte zum Ausdruck bringen. Für jeden Krieger, der um unserer heiligen Sache willen im Kampf gegen Satans Weltherrschaft sein Leben verliert, wird es Platz in Allahs unermesslichem Reich geben. Jeder Tod eines heiligen Kriegers ist ein großer Tod, aber der Märtyrertod ist der ehrenvollste Tod von allen. Und für jeden, der freiwillig in den Tod geht, gilt, dass sein Platz in Allahs Reich höher und angesehener sein wird, als der eines jeden anderen.
Der Große Satan hat Verstecke und Wurmlöcher überall, und der Kampf gegen ihn wird noch viele Opfer fordern. Wir alle kennen die Bedeutung deines Opfers für die Durchführung dieses Angriffs auf sein Versteck im hohen Norden. Nirgendwo sollen Satan und seine Brut sich sicher fühlen. Nirgendwo sollen sie der Gerechtigkeit entgehen, die auszuüben Allah uns auferlegt hat. Du, Faroukh Ghafouri, wirst in die Reihen der berühmten Krieger eintreten, der Krieger, die auf allen Schlachtfeldern geehrt werden. In Zukunft soll dein Name uns allen ein Ansporn zur Fortsetzung unseres Kampfes sein. In tiefer Verbundenheit, Osama bin Laden.

Wieder war Akhmahel erstaunt über die Wirkung von Osama bin Ladens Worten. Die Warnung seines Vaters gegen Fanatismus stand in krassem Gegensatz zu dem, was er gerade vorgelesen hatte. Alle drei Männer hatten glänzende Augen, genauso wie gestern, als er ihnen den ersten Brief in Abbas Restaurant in Lübeck vorgelesen hatte. Aber Faroukh hatte jetzt einen fast erschreckend leeren Ausdruck in den Augen. Akhmahel gab den Versuch auf zu verstehen, was in Faroukhs Kopf vor sich ging, und begnügte sich damit, mit Genugtuung festzustellen, dass er offenbar seinen sehr wichtigen Teil des Angriffs durchführen würde, ohne zu zögern.

Flughafen Kopenhagen, 06.15 Uhr

Rolf wurde von dem bestellten Telefonweckdienst aus einem scheinbar traumlosen, an Bewusstlosigkeit grenzenden Schlaf gerissen. Trotzdem und gewohnheitsgemäß sprang er aus dem Bett, duschte schnell und nahm ein Taxi zum Flughafen. Alles in allem hatte er nur eine halbe Stunde gebraucht. Weder Tom noch seine Leute waren zu sehen, was ihn überraschte. Der diensthabende Techniker berichtete, dass sie alle vor ungefähr 15 Minuten zu einem Geländelauf aufgebrochen waren. Rolf ging in die mobile Kommandozentrale und setzte eine Kanne Kaffee auf. Während der Kaffee durchlief, nahm er eine Uniform aus dem Schrank und zog sie an. Auf der Innenseite des Schranks war ein Spiegel angebracht, in dem er sich ausgiebig betrachtete, während er mit geübten Fingern die Krawatte band. Zum Schluss nahm er eine Mütze aus dem obersten Fach des Schranks, steckte sie sich unter den Arm und schloss die Tür.
Er hatte sich gerade eine Tasse Kaffee eingeschenkt, als Lisbeth an die Tür klopfte und sie öffnete. Draußen war es kalt und dunkel, und sie beeilte sich, in den warmen Bus zu kommen. Sie hielt eine Papiertüte in der Hand.
– Guten Morgen, sagte sie und schloss die Tür hinter sich. Sie bemerkte sofort Rolfs Uniform, und ihre eigene Kleidung erschien ihr auf einmal zu informell. Sie wusste, dass sie sich im Laufe des Tages lange Zeit im Abflugterminal des Flughafens aufhalten würde und hatte eine dezente Zivilkleidung gewählt. Sie trug eine blau-weiß gestreifte, langärmelige Bluse, einen hellblauen Schal, ein Paar robuste dunkelblaue Jeans und eine schwarze gefütterte Windjacke mit Kapuze. Unter der Jacke hatte sie den Schulterhalfter mit ihrer Dienstpistole befestigt. Das Magazin saß bereits im Schaft, aber die Waffe war gesichert.

– Meine Güte, wie siehst du flott aus, sagte sie. Ich habe dich ja noch nie in Uniform gesehen. Hätte ich mich auch formell kleiden sollen? Er ging ihr lächelnd entgegen.
– Nein, nein, überhaupt nicht, antwortete er. Das ist nur fürs Briefing gleich. Ich ziehe mich hinterher wieder um. Ich habe Kaffee gekocht, Menschenkaffee, kein schwarzes Gift. Was hast du Spannendes mitgebracht? Lisbeth legte die Tüte auf den Tisch.
– Dänisches Frühstück in seiner besten Form, antwortete sie. Ein wenig Butter und Käse haben sich auch in die Tüte verirrt.
– Klingt gut, sagte er und rieb sich erwartungsvoll die Hände. Lass uns essen. Wir können über das Briefing sprechen, wenn Tom da ist. Wie sieht dein weiteres Programm aus bis heute Nachmittag?
– Nun, zuerst sind da ja die Briefings. Sowohl gleich im Hangar und später mit Tom, antwortete sie. Und ich habe ein kurzes Treffen mit der Presse am frühen Nachmittag. Der Rest bleibt abzuwarten. Die Tür öffnete sich und Tom kam keuchend in den Wagen.
– Morn! rief er ihnen fröhlich zu und schloss die Tür. Lisbeth schauderte bei seinem Anblick. Trotz der Kälte trug er nur ein Paar dünne Camouflage-Hosen und ein schwarzes T-Shirt. Und trotzdem war sein TShirt schweißnass.
– Guten Morgen, Tom, antwortete sie. Rolf hob lediglich die Hand zum Gruß.
– Sag mal, hast du nicht mehr an, wenn du läufst? fragte Lisbeth. Tom grinste und wischte sich mit einer Hand das Gesicht ab.
– Entschuldigung, Mama, sagte er ironisch, aber nach zehn Kilometern Dauerlauf ist mir immer recht warm. Aber ich werde mich jetzt anständig anziehen.
– Kaffee? fragte Rolf und hob die Kanne hoch.
– Das nennst du Kaffee? antwortete Tom verächtlich. Nein, danke, ich habe vor einer Stunde Kaffee getrunken, richtigen Kaffee. Auf jeden Fall muss ich jetzt unter die Dusche. Ich sehe Euch dann im Hangar. Er wollte die Tür öffnen, hielt aber mitten in der Bewegung inne.
– Apropos Hangar, fuhr er fort. Ich habe gesehen, dass man bereits am Vorbereiten ist. Die schleppen Tische und Stühle an. Soll ich irgendetwas tun, wenn wir uns dort treffen? Rolf kratzte sich nachdenklich am Kinn.
– Nein, ich wüsste nicht was, antwortete er. Wir halten das Informationsniveau hoch, aber nicht zu hoch. Die Details müssen in den einzelnen Gruppen nach dem Briefing geklärt werden. Ich schlage vor, dass ich das Wort führe. Dann könnt Ihr mir zur Seite stehen, wenn ich Fragen beantworte. Ist das o.k.? Lisbeth nickte.
– O.k. für mich, antwortete Tom.
– Gut, dann sehen wir uns drüben, sagte Rolf.

Tom öffnete die Tür.
– Übrigens, vielen Dank für deinen Gute-Nacht-Gruß, Tom, sagte Lisbeth. Ich bin froh, dass du an mich gedacht hast. Tom sah plötzlich verlegen aus. So hatte sie ihn noch nie erlebt.
– Ach, das war doch nichts, antwortete er und blickte auf den Boden. Ich dachte nur, du solltest wissen, dass wir hier für einander da sind. Wie ich schon auf deinen Anrufbeantworter gesprochen habe, es wird schon alles gut gehen.  Ohne weitere Worte drehte er sich auf dem Absatz um und stürzte aus der Tür. Rolf und Lisbeth sahen einander an.
– Was hatte das denn zu bedeuten? fragte er. Sie erzählte ihm von der Telefonnachricht.
– Ah, ich verstehe, sagte er mit ironischem Lächeln. Tom ist vielleicht ein wenig überängstlich, wenn es um dich geht. Du hast einen unauslöschlichen Eindruck auf ihn gemacht. Du bist dir hoffentlich im Klaren darüber, dass du sowohl seine als auch meine volle Unterstützung hast. – Ich weiß, antwortete sie. Sie beschloss, ihre Vorahnung zur Sprache zu bringen.
– Rolf, ich weiß nicht, ob es richtig ist, es hier zu erwähnen, aber ich habe von Zeit zu Zeit eine Art Vorahnung, oder Vision, oder wie man es nun nennen will. Auf jeden Fall kommt es immer in Bildern zu mir. Rolf sah sie überrascht an.
– Ich bin nie ganz sicher, ob es sich um etwas handelt, was ich ernst nehmen sollte, fuhr sie fort, aber … nun ja, so ist das. Sie hielt inne und schaute Rolf an, als ob sie versuchte, eine Reaktion von seinem Gesicht abzulesen.
– Erzähl es mir, Lisbeth, sagte er. Sie berichtete von ihrem Erlebnis im Auto nach dem Treffen mit Antonsen im Polizeipräsidium, aber nicht von ihrem Traum. Der machte einfach keinen Sinn. Rolf nickte nachdenklich.
– Ich bin nicht ungeneigt, solchen Vorahnungen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken, antwortete er nach einer Weile. Einige Leute haben tatsächlich eine Gabe, also warum nicht du? Das Problem im Moment ist nur, dass wir nichts tun können. Tom wird es kaum ernst nehmen, und wir können uns jetzt nicht verstecken. Das Einzige, was wir tun können ist, die Situationen im Auge zu behalten, in deren Richtung deine Vorahnungen gehen. Aber das wird wahrscheinlich schwierig werden, wenn nicht gar unmöglich. Er legte seine Hand auf ihren Arm.
– Aber ich bin sehr froh, dass du es mir erzählt hast, Lisbeth. Sie fühlte sich erleichtert, die Bürde, wie sie es empfand, mit ihm geteilt zu haben.
– Danke, Rolf, antwortete sie. Aber denkt nicht, dass ich plötzlich zusammenbreche oder so etwas. Das tue ich garantiert nicht. Solange ihr kämpft, kämpfe ich auch.

Rolf nickte zustimmend.
– Lisbeth, sagte er mit Ernst in seiner Stimme, du kannst sicher sein, dass weder Tom noch ich im Mindesten bezweifeln, dass du der Aufgabe voll gewachsen bist. Ich persönlich weiß mit Sicherheit, dass du wahrscheinlich noch weiterkämpfst, wenn selbst die Besten bereits das Handtuch in den Ring geworfen haben. Und für eine Gruppe wie die unsere ist es wichtig, dass wir alle ständig die Gewissheit haben, uns voll und ganz aufeinander verlassen zu können. Sie nickte.
– Lass uns etwas essen, bevor wir in den Hangar gehen, sagte er, um das Thema zu wechseln. Ich möchte gerne eine Viertelstunde vor Beginn da sein.

(Fortsetzung folgt)

 

ENGLISH

The man from Tehran

Thursday, 9 February 2006

Vanløse (Copenhagen district), 10:05 p.m.

Lisbeth listened to her answering machine as she went into the small bathroom to brush her teeth. There were three new calls. The first was from Jørgen, who just wanted to say that there was nothing new in Dannebrogsgade. He said he would be at the airport by 7.45 am tomorrow at the latest.
Tomorrow! She got goose bumps when she thought about it. Tomorrow was like a kind of D-Day, a terrible monster just waiting out there to devour her. She warned herself not to think about it anymore.

The next call was from her good friend Camilla. She excitedly said that she had found a new item for Lisbeth. This time she wouldn’t be disappointed, Camilla promised. He was a really nice guy with a solid financial foundation and without any skeletons in the closet. She had to promise to call so that she could plan a meeting. Lisbeth knew Camilla meant well, but her constant concern for Lisbeth’s bachelorhood was slowly becoming a nuisance. I need to talk to her about it. It just can’t go on like this.

The last call came from Tom. He wished her a good night and goodbye until tomorrow. Everything will be fine, he concluded. Lisbeth hoped he would be right. She turned off the lights in the living room, went into the bedroom, and hurried to get into her pajamas. She had slept badly last night but felt that she had no right to complain. After all, Rolf and Tom hadn’t seen a bed at all. Sleep overcame her within five minutes. But she dreamed of the airport and the images that flickered in her head were anything but pleasant. A man with a bushy mustache leaned over her. He held something in his hand and said something to her. Then she died.

Copenhagen Airport, 10:10 p.m.

– Who spit in your coffee? asked Birthe. You look like someone who saw a ghost. She looked in amazement at Jesper, who did not react at all.

– Hello! Anyone home? she insisted.

– Uh, oh what? Well I mean I’m sorry what did you say, Jesper replied with a blank expression in his eyes.

– Listen, Jesper, what’s wrong with you? she asked. You seem to be completely absent. Did something happen at home?

– What? I mean, no, no, he replied confused. Or yes, of course, I mean. Yes, it’s just that … He paused in the middle of the sentence, staring straight ahead.

– It’s just that what? she asked.

– What? Well, he replied as confused as before. It’s just that … Andreas has… what do you call it… the measles.

Birthe narrowed his eyes at him. Measles? she thought.
She was about to tell him that measles was no longer a thing, after all, as a child you were vaccinated against it nowadays, but something prevented her from doing so. Whatever was going on with Jesper, it certainly had nothing to do with measles, she was convinced of that. Her intuition told her that something much more serious than childhood illness was oppressing Jesper. Maybe Tine had left him? Well, whatever it was, she would leave him alone. Maybe later he would tell her something of his own accord.

– So, get well soon for Andreas, she said and left.

Jesper looked as if he hadn’t heard her at all. He felt sick; sicker than he had ever felt before. He constantly froze and felt totally rebuffed. After the man had left, he had thrown up with such force that he had failed to walk more than three steps before it toppled out of him. Afterwards, he had broken down and cried. He had driven back to the airport without having anything to eat, and he was in a trance-like state. He had barely gotten back to work before the contents of his gut had suddenly turned into liquid form, and he had spent almost half an hour in the toilet. Birthe had said something to him and he also thought he had answered her, but he wasn’t quite sure. He felt a lump in his throat; somehow he had to pull him self … no, now he really had to … He broke down crying again, but fortunately no one nearby saw him. Five minutes later, his strength slowly began to return and his brain began to function again. There was hope, he thought; he had to cling to the flimsy hope there was, after all. He had to do his utmost to get Tine and the children released unharmed. He would never be able to forgive himself if he didn’t at least try to save them. Living with that guilt would be worse than death. A desperate willpower made its way through him, and his brain cooperated immediately by beginning to devise a plan. He had to start by finding out who was on duty tomorrow at that time. The distribution of tasks was his job, and he had to have the right people placed on the right tasks. He looked at the duty lists and found that it did not look bad at all. When was the departure to be? Oh, yes – 16:45; that was a good time; there would be plenty of arrivals and departures at that time, so there would be hectic activity and he would get easier by performing the assigned task. Well, he thought with renewed hope, it might not be impossible for him to do what he was supposed to do – not at all impossible.

 

Friday, February 10, 2006

Marseille, 12:10 a.m.

Sarkov moved restlessly in his chair. He tried to hide his growing nervousness while sounding as matter-of-fact as possible.

– Gentlemen, I assure you, he repeated for the third time, I really don’t know. You have to understand that my company has quite a few vehicles in use, and I can’t possibly know by heart where they are all located, but I will of course be happy to investigate.
He looked from one of the two agents to the other. One sat across from him in a chair while the other stood by the table. After being driven blindfolded, he had been pulled out of the car, apparently in a basement garage. He didn’t known exactly where he was, but he had been pretty sure he was still in or near Marseille. They hadn’t driven with him long enough to move far from the city.

The two men had only taken the bandage off his eyes when the car had stopped. Without further comment, they had dragged him out of the car and pushed him into an elevator. They went up three floors. There he was led into a room. It looked like an interrogation room. In the middle of the room was a table with two chairs. A large mirror hung on one wall. They had left him alone in the room and he had been plagued by foreboding. Despite his loud protests, they had taken his suitcase away. The contents of the suitcase were not compromising, but it contained, among others, his medicine. After what seemed like an eternity, but in reality little more than a few minutes, the two men had returned. They hadn’t wasted any time and had told him right of that they knew he was a bloody arms dealer and that he would be wise to cooperate.

– Who drives around in Lyon with that car? one of the men asked.

That was the question Sarkov had just answered for the third time.

– I don’t think you understand the seriousness of this, Monsieur Sarkov, the man continued. We can lock you up for an incredibly long time, and we don’t even need to educate you about your rights because someone like you has no rights at all.

– I wish to speak to my lawyer, said Sarkov indignantly. And I have to insist that you return my briefcase to me. You have no right to hold me against my will.

One agent jumped up from his chair and stood in front of Sarkov. Sarkov was startled by the sudden movement and leaned back in his chair as far as he could. The agent leaned down until his face was only a few inches from Sarkovs.

– You have a right to shit, Sarkov, he yelled at him. You are an insect and we can goddamn do whatever we want with you, is that clear?

Sarkov’s heart panicked and his mouth went dry.

– Well, surely we can talk about it calmly, he tried in a trembling voice, and I need my …

Both agents ignored his protests, and one of them put his mouth to his ear.

– Now you do what the hell we tell you, is that clear? he shouted directly into Sarkov’s ear. Who is driving around in that car?

Sarkov tried to lift his hands, but the other agent grabbed his arms and held them.

– Answer, Sarkov, otherwise you can say goodbye to your suitcase and all of its contents forever, he roared.

Sarkov’s heart was beating so hard now that it felt like it was jumping out of his throat. He tried to get his hands free to loosen his tie, but the agent didn’t let go. Suddenly he was in doubt about where he was and what was happening. He felt a strong pain in his chest and left arm. His face became discolored and his breath was short and intermittent. Sweat sprang up on his forehead, and his sight got hazy.

The two agents stared at each other for a second before realizing what was happening.
– Hell, he is having a heart attack, one called. Get him out of the chair and put him on the floor. Fast! Fast!

He jumped to the door and hit a red switch with his fist. An alarm bell went off in the hallway and a moment later you could hear hurried steps.

The second agent struggled to maneuver the heavy man onto the floor.

Sarkov trembled like aspen leaves and gasped as he lay on the floor and was almost blue in the face. The door jerked open and another agent appeared in the door.

– He has a heart attack. Call an ambulance.

The agent hurried away.

Sarkov had stopped breathing and no matter, how hard the two agents struggled to resuscitate, they couldn’t get the fat man back to life. Sarkov died at one in the morning in the EATO building in Marseille.

Greve (small coastal town, about 15 km south of Copenhagen), 1:25 a.m.

– How long are we supposed to keep them alive? Mohammad asked indignantly. They are just spoiled imperialist pigs. They stole the oil for heating their houses from us and the wealth they have acquired is at the expense of millions of people who live in poverty and hunger. They are the brood of Satan and do not deserve to live.
Mohammad paced restlessly in the main room at the summer house they had rented just south of Copenhagen. Sadou and Faroukh sat on a decrepit sofa and nodded in agreement to Mohammed’s heated monologue.

Akhmahel sat in an equally poor chair and watched them all. After the kidnapping in Dragør, they drove directly to the summer house in his BMW. Faroukh had first gone to a nearby marina to park the motorbike, before he joined them. Wahil would need it later. Tine Berg and her two young children were in a bedroom next door. At the beginning, the children had cried a lot, but now they were silent. Akhmahel assumed that they were sleeping.

This can easily get out of hand, he thought as he followed Mohammad with his eyes.

– Do you intend to put obstacles in the way of successfully completing our mission? he asked coldly.

Mohammad froze.
– By the Prophet, no, he replied nervously. It’s just that …

– Do you have no confidence in our leader who has entrusted me with the management of this action? continued Akhmahel relentlessly.

– Yes, yes, of course I have confidence, said Mohammad. But …

– If I tell you that these people should not be harmed unless absolutely necessary, are you in doubt as to whether you want to respect that or not? Akhmahel asked further.

– No, no, no, I beg your pardon, said Mohammad desperately. Of course, everything will be done as you say.
He was clearly confused and rubbed his hands nervously. The others said nothing but looked worried from Akhmahel to Mohammad. Akhmahel had no doubt that any of the three, without hesitation, would cut the throats of the mother and her two children, if given the opportunity. And they would be convinced that they had done the world a favor. He knew exactly what they were feeling. He couldn’t exonerate himself from sharing this hatred, but his European upbringing came to the surface here. Somehow, he believed that his father would probably understand that he was fighting the United States and its allies, and that there would inevitably be some unintended victims in such a fight. The wars that the United States fought around the world, always brought with it death and mutilation of thousands of innocent people. Not a day passed without the United States increasing the number of people who hated both them and their so-called freedom. But he was certain that his father would never forgive him for deliberately murdering helpless women and children. Akhmahel would never allow that to happen under his leadership.

He looked over to Faroukh. He didn’t seem to be touched by the fate that awaited him in a few hours. Strange! Akhmahel thought. Faroukh was supposed to leave this world in just a few hours, and yet it didn’t seem like he was particularly worried. The idea of voluntarily going to his death was far from Akhmahel. He could hardly imagine that Faroukh would really do it in the end. It had happened several times that he had helped men and women who were determined to sacrifice their lives to carry out an attack anywhere in the world, but he was always amazed about it.

He remembered the second letter from the great leader and knew what he had to do in honor of Faroukh. He had deliberately postponed reading the letter as long as possible, because the situation seemed almost grotesque. But it had to be done, and now was as good as any other time. They also had to change the subject urgently. He pulled the letter out of his pocket.

– We all owe it to our brother Faroukh to pay him one last honor, he said dramatically.

Mohammed abruptly stopped walking up and down and the room fell silent. All attention was focused on Akhmahel. Faroukh moved restlessly in his chair and his eyes widened.

– Words cannot do justice to the great sacrifice that our brother Faroukh is ready to make for all of us and for our cause, Akhmahel began, looking at Faroukh.

– I have a few words from our great leader here.
He carefully unfolded the letter.
– Words that will help you better than mine and that will give you strength to pass your tests.
He cleared his throat and began to read:
Faroukh Ghafouri, you, my dearest of all brothers. For you, I want to express these sincere and warm words. For every warrior who loses his life in the struggle against Satan’s world domination for our holy cause, there will be space in Allah’s immense kingdom. Every death of a holy warrior is a great death, but martyrdom is the most honorable death of all. And for anyone who voluntarily dies, their place in Allah’s kingdom will be higher and more respected than that of anyone else’s.
The Great Satan has hiding places and wormholes everywhere, and the struggle against him will take many more victims. We all know the importance of your sacrifice in carrying out this attack on his hiding place in the far north. Nowhere should Satan and his brood feel safe. Nowhere should they escape the justice that Allah has imposed on us to carry out.
You, Faroukh Ghafouri, will join the ranks of the famous warriors who are honored on all battlefields. In the future, your name shall be an incentive for all of us to continue our struggle.

In deep connectedness, Osama bin Laden.

Again, Akhmahel was amazed at the effect of Osama bin Laden’s words. His father’s warning against fanaticism was in stark contrast to what he had just read. All three men had bright eyes, just like yesterday when he read the first letter at Abbas’s Restaurant in Lübeck. But Faroukh now had an almost frighteningly blank expression in his eyes. Akhmahel gave up trying to understand what was going on in Faroukh’s head and contented himself with the satisfaction that he would obviously do his very important part of the attack without hesitation.

Copenhagen Airport, 6:15 a.m.

Rolf was torn from an apparently dreamless, nearly unconscious sleep by the ordered telephone wake-up service. Nevertheless, as usual, he jumped out of bed, took a quick shower, and took a taxi to the airport. All in all, it had only taken him half an hour. Neither Tom nor his people could be seen, which surprised him. The on-call technician reported that they had all gone for a run about 15 minutes ago.
Rolf went into the mobile command center and started making coffee. As the coffee was brewing, he took a uniform out of the closet and put it on. There was a mirror on the inside of the closet, in which he examined himself carefully, while binding his necktie with practiced fingers. Finally, he took a hat from the top compartment of the closet, tucked it under his arm and closed the door.

He had just poured himself a cup of coffee, when Lisbeth knocked on the door and opened it. It was cold and dark outside, and she hurried to get into the warm bus. She was holding a paper bag.

– Good morning, she said, and closed the door behind her.
She immediately noticed Rolf’s uniform and her own clothes suddenly seemed too informal. Knowing that she would be in the airport departure terminal for a long time during the day, she had chosen subtle civilian clothes. She was wearing a blue and white striped, long-sleeved blouse, a light blue scarf, a pair of sturdy dark blue jeans and a black lined windbreaker with a hood. She had fastened the shoulder holster with her service pistol under the jacket. The magazine was already in place, but the gun was secured.

– Oh, my, how handsome you look! she said. I’ve never seen you in uniform. Should I have dressed formally?

He smiled at her.

– No, no, not at all, he replied. This is only for the upcoming briefing. I will change clothes again afterwards. I made coffee, human coffee, not Tom’s black poison. What did you bring?

Lisbeth put the bag on the table.

– Danish breakfast at its best, she replied. A little butter and cheese also found its way into the bag.

– Sounds good, he said, rubbing his hands expectantly. Let’s eat. We can talk about the briefing when Tom is back. What is your program this afternoon?

– Well, there are the briefings first. Both, in the hangar and later with Tom, she replied. And I have a short meeting with the press in the early afternoon. The rest remains to be seen.

The door opened and Tom entered the bus panting.

– Morn! he called cheerfully to them and closed the door. Lisbeth shivered at the sight of him. Despite the cold, he wore only a pair of thin camouflage pants and a black t-shirt. And yet his shirt was sweaty.

– Good morning, Tom, she replied.

Rolf just raised his hand in greeting.

– Tell me, is that all you are wearing when you run? asked Lisbeth.

Tom grinned and wiped his face with one hand.

– Sorry, mom, he said ironically, but after ten kilometers of running I am always quite warm. But I’m going to dress properly now.

– Coffee? asked Rolf and lifted the jug.

– You call that coffee? Tom replied contemptuously. No thanks, I had coffee an hour ago, real coffee. In any case, I have to take a shower now. Then I will see you in the hangar.
He wanted to open the door but stopped in the middle of the movement.
– Speaking of which, he continued. I have seen that they are already preparing. They are bringing along tables and chairs. Should I do anything when we meet there?

Rolf scratched his chin thoughtfully.
– No, I don’t know what that should be, he replied. I intend to keep the level of information high, but not too high. The details can be clarified in the individual groups after the briefing. I suggest that I do the talking. And then you can support me when I answer questions. Is that o.k.?

Lisbeth nodded.

– O.k. by me, replied Tom.

– Well then, see you over there, said Rolf.

Tom opened the door.

– By the way, thank you for your good night message, Tom, Lisbeth said. I’m glad you thought of me.

Tom suddenly looked embarrassed. She had never seen him like this.

– Oh, that was nothing, he replied, looking at the floor. I just thought you should know we are here for each other. As I said on your answering machine, everything will be fine. Without a word, he turned on his heel and rushed out the door. Rolf and Lisbeth looked at each other.

– What was that supposed to mean? he asked.

She told him about the phone message.

– Ah, I see, he said with an ironic smile. Tom may be a little anxious when it comes to you. You made an indelible impression on him. Hopefully you are aware that you have both his and my full support.

– I know, she replied. She decided to bring up her premonition.

– Rolf, I don’t know if it is right to mention it now, but from time to time I have a kind of premonition, or vision, or whatever you want to call it. In any case, it always comes to me in pictures.

Rolf looked at her in surprise.

– I’m never quite sure, if it is something I should take seriously, she continued, but … well, that’s it.
She paused and looked at Rolf as if trying to get a reaction from his Read face.

– Tell me, Lisbeth, he said.

She reported her experience in the car after meeting Antonsen in the police headquarters, but not her dream. It just didn’t make sense.

Rolf nodded thoughtfully.
– I am not unwilling to pay full attention to such premonitions, he replied after a while. Some people actually have a gift, so why not you? The only problem at the moment is that there is nothing we can do. Tom is hardly going to take it seriously and we can’t hide now. The only thing we can do is keep an eye on the situations in which your forebodings are heading. But that will likely be difficult, if not impossible.

He put his hand on her arm.

– But I’m very glad you told me, Lisbeth.

She felt relieved to have shared the burden.

– Thank you, Rolf, she replied. But don’t think that I will suddenly collapse or anything. I guaranteed will not. As long as you fight, I fight too.

Rolf nodded in agreement.
– Lisbeth, he said seriously in his voice, you can be sure that neither Tom nor I have any doubts that you are up to the task. I personally know for sure that you will probably keep fighting if even the best have already thrown in the towel. And for a group like ours, it is important that we all have the certainty that we can rely on each other completely. She nodded.

– Let’s have something to eat before we go to the hangar, he said to change the subject. I would like to be there a quarter of an hour before it starts.

(To be continued)

Ein veganer Leckerbissen … A vegan goodie

2020-07-01 15.29.14

 

Selbstgemachte, gebratene, griechische Pita, in doppelter Grösse als Sandwich,

Selbstgemachte Falafel nach dem 5-Elemente-Rezept, (200 g Kichererbsen (trocken) über Nacht in Wasser eingeweicht oder aus der Dose, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, ½ TL Kreuzkümmel, eine Messerspitze Curry, Salz nach Geschmack, 1 TL Zitronensaft, etwas Kurkuma, 1 EL Sesamöl, 1 EL gehackte frische Petersilie (den Kreuzkümmel kann man weglassen, wenn man den nicht mag. Den Curry habe ich auch weggelassen, weil da noch zusätzlich Kurkuma hineinkommt, und statt Sesamöl habe ich dieses Mal Tahin genommen – beides schmeckt gut), Pfeffer oder Chilipulver; alles in den Mixer und zu einem homogenen Brei mixen, u. U. noch etwas Öl hinzufügen, wenn die Masse zu trocken ist. Dann mit einem Esslöffel kleine Portionen abteilen und in eine Pfanne mit vorerhitztem Öl legen, von beiden Seiten braten, bis sie goldbraun sind),

Selbstgemachte vegane Knoblauch-Mayonnaise, (100 ml neutrales Öl (ich habe Sonnenblumenöl genommen), 80 ml Soja oder Mandel „Milch“, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, eine Winzigkeit Senf und einen EL Zitronensaft. Alles zusammen in ein hohes Gefäss tun und mit dem Stabmixer auf mischen (plus Knoblauch),

Salatstreifen und Tomatenscsheiben, alles auf das Sandwich schichten und guten Appetit!

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Homemade, fried, Greek pita, double size as sandwich,

Homemade Falafel after the 5-elements-recipe, (200 g chickpeas (dry), soaked in water overnight or from a tin, 350 ml water, 1 small onion, 1 clove of garlic, ½ teaspoon cumin, a pinch of curry, salt to taste, 1 teaspoon lemon juice, a little turmeric, 1 tablespoon sesame oil, 1 tablespoon chopped fresh parsley (the cumin can be omitted , if you don’t like it. I also left out the curry because it also contains turmeric, and instead of sesame oil I used tahini this time – both taste good), pepper or chili powder; mix everything in the mixer into a homogeneous pulp, possibly add a little oil if the mixture is too dry, then cut off small portions with a tablespoon and place them in a pan with preheated oil, fry on both sides until they are golden brown),

Homemade vegan garlic mayonnaise, (100 ml neutral oil (I used sunflower oil), 80 ml soy or almond „milk“, 1 teaspoon sugar, 1/2 teaspoon salt, a hint of mustard and a table spoon lemon juice. Put everything in a high container and blend up with a hand blender (plus garlic),

… salat strips and tomato slices, pile all in layers onto the bread, and you are ready to go!

🙂  🙂  🙂

Mein Mann isst sowas ganz zivilisiert mit Messer und Gabel. Ich muss gestehen, dass ich die Finger benutzt habe … 😉 … So etwas Simples kann so lecker sein.

… My husband eats this very civilized with knife and fork. I must admit, I used my fingers … 😉 … something simple like this can be so tasty.

 

Schlagzeilen 31 … Headlines 31

Musik: Unser neuestes Video, 11 Mann an Bord, ein Seemannslied.

… Music: Our latest video, 11 men on bord, a shanty.

Mit 11 Mann an Bord, mit Segel, Mast und Ruder,
wir sind Seeleute und wollen es sein, so lange wir leben,
so lange unser Herz schlägt, so lange uns das Meer ruft, auch wenn
der Kahn leck schlagen sollte und wir alle weggeblasen werden.

… With 11 men on bord, with sail, mast and rudder,
we are seafarers and want to be, as long as we live,
as long as our heart beats, as long as the sea calls for us,
even if the tub springs a leak, and we are all blown away.

 

Apfelbäumchen

Es sind drei jetzt. Der erste wurde auf einmal von einer Horde Blattläuse attackiert (wo kamen die bloss her???) und wollte mickern. Ich habe die Läuse alle ermordet und sehe jetzt jeden Tag nach, auch bei den anderen beiden. Der zweite sieht auch recht kräftig aus. Der dritte brauchte etwas länger. Es stellte sich heraus, dass er drei Keimblätter hatte, die bekam er wohl nicht auseinander sortiert. Aber jetzt ist er auch auf dem Weg.

… Apple trees

… There are three now. The first was suddenly attacked by a band of lice (where on earth did they come from???) and started to get mingy. I have murdered all the lice and now I am checking every day, also the others. The second looks nice and strong as well. The third one needed a bit longer. It happens that it has three seed leaves, and it maybe had problems to sort them out. But now it is also on its way.

2020-06-25 12.00.21

Hummeln und sonstige Tiere, der Garten bevölkert sich …

… Bumblebees and other animals, the garden fills with life …

Neben dem Zaunkönig habe ich jetzt auch einen Wippstert gesichtet. Auf Hochdeutsch heisst der glaube ich Bachstelze. Ich versuche auch, mehr und mehr Wasserstellen einzurichten. Demnächst kommt ein weiteres Wasserloch am Steinbeet.

… Beside the wren I have now also sighted a white wagtail. I do try to instal more and more watering places. I will add a water hole on the other side of the rockery as the next.

Wir haben dieses Jahr zwei Hummel-Clans auf dem Grundstück. Zuerst kamen die dicken gestreiften. Die sind ziemlich gross und haben einen weissen und einen gelben Streifen am unteren Ende. Ich finde die schwer zu fotografieren, denn sie setzen sich nicht richtig; die Flügel sind dauern in Bewegung und ergeben diesen Helikopterwirbel auf den Fotos. Sie wohnen hinter einer Abdeckplatte im Schuppen aka Garage.

… We have two bumble bee clans on our property this year. First to arrive where the fat striped ones. They are rather large and have a white and a yellow band on the lower end. I find them hard to photograph, as they hardly ever really settle; the wings are moving all the time and show as this helicopter swirl on the photos. They live behind a cover panel in the shed aka the garage.

2020-06-18 10.58.30 Hummel2020-06-18 10.57.53 Hummel

Dann sah ich auf einmal die schwarzen mit dem rostroten Bürzel. Da waren auch einige sehr grosse Exemplare dabei. Ich war besorgt um die Gestreiften, ob die rostrot bebürzelten wohl eine feindliche Übernahme gemacht hatten? Ich weiss nicht wo sie wohnen (2018 wohnten sie unter einer der Terrassen, letztes Jahr waren sie gar nicht da), aber die Gestreiften sind auch noch am Leben. Sie besuchen nur verschiedene Blüten zu unterschiedlichen Zeiten.

… Then I all of a sudden only saw black ones with a rusty red rump; also some really big ones among those. I was concerned about the striped ones, had the rusty red rumped ones made a hostile takeover? I don’t know, where they live (2018 they lived under one of the terraces, last year they did not come at all), but the striped ones are alive and thriving. They just visit other flowers at different times.

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Und ich dachte, dass diese hellblaue Blüte die absolut letzte der Iris war …

… And I thought that this light blue flower was the absolute last of the irises …

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und dann fiel mein Auge auf diesen Nachzügler … ich werde sie wohl woanders hinsetzen müssen, denn sie wird von den Grossen etwas bedrängt. Die ganz schmalen Blätter gehören zu dieser Iris.

… when my eyes caught a glimpse of this one laggard … I am afraid I will have to plant it somewhere else, it is a bit beleaguered by the large ones. The very thin leaves belong to this iris.

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Eine witzige Tatsache: Der am meisten „ge-like-te“ und kommentierte Beitrag bisher auf meinem Blog ist tatsächlich:

Veganes Sushi: 70 Likes und 26 Kommentare (veröffentlicht am 12. März 2020).

… A fun fact: the post of mine that until now got the most likes and comments is – believe it or not:

Vegan sushi:  70 Likes and 26 comments (published on 12 March 2020).

Dieser Beitrag wird immer noch jede Woche ein oder zweimal „ge-liked“. Schmeckte aber auch wirklich gut! 🙂

… This post is still being „liked“ once or twice a week. But it did taste great, it did! 🙂

Und dann habe ich den rocket stove von der Terrasse auf den Kies umgelegt, denn ich konnte mich nicht dazu bringen, ihn auf der Holzterrasse und direkt neben der Holzumrandung in Gang zu bringen. Jetzt regnet es gerade (danke, danke), aber sobald es trocken wird, wird er ausprobiert.

… And then I have moved the rocket stove from the terrace to the gravel. I could not bring myself to light a fire in it on the wooden terrace right beside the wooden fencing. At the moment it is raining (thank you, thank you), but as soon as it is dry again, I will try it out.

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Auf der Bank kann man leider nicht sitzen, die ist total durchgerostet, aber zur Zierde taugt sie noch … 😉

… It is not possible to sit on the bench, as it is completely rusted through, but it is still useful as decoration … 😉

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

… I wish you all a pleasant day!

 

 

Fotos des Monats, Juni 2020 / Photos of the month, June 2020

Zuerst der tolle Rhododendrongarten in Viborg, der „Burggraben“.

… First the beautiful rhododendron garden in Viborg, the „burgrave“.

IMG_20200609_130052 Lieblingsfoto_Juni2020

Dieses gut gepflegte Holzboot konnte ich natürlich auch nicht unfotografiert lassen … 😉

… This well-tended wooden boat, I could not leave unphotographed either … 😉

IMG_20200613_134028 Lieblingsfoto_Juni2020

Letztes Jahr hatte ich schneeweissen Mohn, der sich ein wenig ausgesät hat. Eines der Kinder hat diese aparte Färbung.

… Last year, I had snowy white poppies, which sowed itself a bit. One of the offspring has this delicate colouring.

IMG_20200627_194554 Lieblingsfoto_Juni2020

Ein neuer und leider sehr gefrässiger Gast, der seine ganze Familie mitgebracht hat.

… A new and unfortunately very voracious guest, who had brought his entire family.

2020-06-24 18.36.50 Lieblingsfoto_Juni2020

Meine absolute Lieblingsakelei. Zum einen ist die Farbe ungewöhlich, zum anderen ist sie die einzige in meinem Garten mit diesen sehr langen Schweifen. Sehen die Blüten nicht aus wie schwebende Elfen?

… My absolute favourite of the columbines. On the one hand the colour is unusual, on the other hand it is the only one in my garden with these very long tails. Don’t the flowers look like hovering elves?

2020-06-18 21.34.06 Lieblingsfoto_Juni2020

Ich wünsche euch allen einen angenehmen Juli!

… I wish you all a pleasant month of July!