Erinnerungen an den Harz

Die Harz-Berichte von der Klabauterfrau haben in mir alte Erinnerungen wachgerufen. Interessante und schöne Stunden, die ich dort verbrachte habe.

Ich war als kleines Mädchen mit meinen Eltern im Harz, als wir Freunde besuchten, die in Göttingen wohnten. An dem Tag passierten zwei merkwürdige Dinge. Zum Einen meinte ich auf einmal, mich an die Gegend zu erinnern. Ich konnte genau beschreiben, wie die Strasse verlaufen würde und wie das Haus hinter der Kurve aussah. Ich war aber nie vorher dort gewesen. Meine Eltern waren verblüfft und am rätseln ”vielleicht hat sie ein Bild gesehen …”. (Wo sollte ich wohl so ein Bild gesehen haben?)

Was wir den ganzen Tag gemacht haben und welche Orte wir besucht haben weiss ich dagegen überhaupt nicht mehr. Das war wohl kurz bevor ich in die Schule kam.

Jedenfalls fuhren wir gegen Abend verkehrt und landeten auf einer sehr engen Landstrasse des Genres einspurig. Es wurde immer dunkler und als ich nach rechts in den Graben guckte, lagen da Soldaten auf dem Bauch mit Gewehren im Anschlag. Die waren genauso verdutzt wie wir. Wir waren mitten in einem Manöver gelandet, hatten aber keine Hinweise darauf gesehen, dass wir uns auf Militärgelände befanden. Hatte ich einen Schiss! Und die Erwachsenen auch, das konnte man merken. Es ging aber gut aus, niemand schoss auf uns … 😉

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Die nächsten Harz-Erlebnisse kamen dann erst als ich 14 war. Eine Klassenkameradin und Freundin hatte einen Bruder, der Palaeontologie studierte und mit anderen Studenten eine Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Kalkhöhlen im Harz gegründet hatte. Mit der Gruppe sind wir so 4-5 Mal im Harz gewesen. ”Basecamp” war in einer Holzhütte in der Nähe von Wildemann, die mitten im Wald lag und einem Förster gehörte.

Die jungen Männer waren tagsüber in den Schächten unterwegs, da durften wir nicht mit hinein. Aber interessant war es trotzdem. In der Gruppe war ein älterer Herr (vielleicht um die 40, das kam uns damals ”älter” vor), der bei DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron, ein Forschungsinstitut) arbeitete und für die Telekommunikation zwischen dem jeweiligen Kletterer und dem Team oben sorgte. Er machte aus Spass bei der Gruppe mit. Wir oben schrieben auf, was der Höhlenerforscher von unten berichtete.

Manchmal gingen meine Freundin und ich auch allein auf Entdeckungsreise. Einmal kamen wir auf einem Spaziergang in die Dunkelheit hinein. Das war unangenehm, weil wir ein Stück auf der Landstrasse gehen mussten. Wir wollten schlau sein und zündeten die Karbidlampen an, die wir mitgenommen hatten (die wurden im Schacht benutzt), aber der Fahrtwind von den vorbeisausenden Autos löschte sie immer wieder. Wir waren froh, als wir an unserem Waldweg angekommen waren. Da war es allerdings bereits stockfinster. Auf halbem Wege hörten wir vor uns ein Schnaufen. Hilfe, ein grösseres Tier, wir konnten nichts sehen, aber auch gar nichts. ”Das riecht nach Wildschwein”, bemerkte ich klug, ”Scheisse!”. Meine Freundin und ich stellten uns hinter einen dicken Baum 😀  😀  und die Tiere stampften an uns vorüber. Sie kamen sehr dicht vorbei, so dass wir dann doch sehen konnten, dass es sich um die Kühe des Försters handelte. Der liess sie frei im Wald herumlaufen. Die rochen stark nach Wildschwein … 😉

Wir begegneten den Kühen dann auch noch einmal tagsüber; sie benutzten immer den Weg. Ich stellte mich auf die linke Seite, meine Freundin auf die rechte Seite, um sie vorbeizulassen, aber sie blieben stehen. Sie gingen erst weiter, als ich mich nach rechts zu meiner Freundin stellte. Die hatten noch richtig Instinkt die Viecher.

Und dann erwischte ich ein paar Katzen, wie sie mit den Krallen unsere Milchschläuche anpieksten, um Milch zu klauen. Erinnert ihr euch noch an diese schlappen Plastiksäcke mit Milch die zeitweise so modern waren? (Wahrscheinlich nicht, denn das war vor 48 Jahren …) Man musste dann extra einen Halter dafür kaufen, damit man überhaupt richtig damit giessen konnte.

Ausser in den Schächten rumzukrabbeln wurde dann auch gemeinschaftlich gekocht. Einmal fanden wir eine Menge Fliederbeeren (Holunderbeeren) und kochten abends Saft daraus. Das war vielleicht eine Schweinerei! Wir hatten einen grossen Topf und dann wurde ein Betttuch geopfert, damals war das noch ein Bettuch, oben zugeknotet, ein dicker Ast durchgesteckt und dann wurde der Ast mehr und mehr gedreht und langsam der Saft aus den Beeren gepresst. Zwei hielten den Saftbeutel fest, einer drehte am Ast, so weit wie möglich über dem Topf. Schmeckte aber gut … 😉

Die Studenten schliefen auf dem Heuboden und meine Freundin und ich schliefen eine auf dem Tisch und eine auf der Sitzbank. Es war ein wenig hart, aber wir waren ja jung.

Das waren herrliche Wochenenden!

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Danach vergingen viele Jahre, bevor ich den Harz wiedersehen sollte und auch nur für ein paar Tage. Das war im Juni 2011 mit unserer Goldwing und einem befreundeten Ehepaar auf einer Kawasaki glaube ich.

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Der Harz ist ein Motorradparadies. Aber manche Kurven nahm mein Mann selbst für meinen Geschmack etwas zu tief-fliegend … einmal schlug mein Stiefelabsatz Funken auf dem Aspfalt. ”Das kann gar nicht sein”, war die Reaktion. Meine Mutter nannte das immer ”mit einem Ohr im Sand”. (Mein Vater war auch Motorrad-Fan. Nach dem Krieg hat er sich aus zwei kaputten ein funktionierendes Motorrad zusammengebaut. Er war ein ziemlich begabter Laien-Mechaniker und hat auch immer unsere Autos selber repariert, bis sie dann zu elektronisch wurden.)

Es kann einem passieren, dass man auf einmal in einer Gruppe von 40 Motorrädern fährt, wenn man um die Ecke biegt. 😀  Wir wohnten in Bad Sachsa in dem schön gelegenen Hotel ”Waldfrieden”, von wo aus man einen wunderschönen Ausblick hatte.

Der örtliche Italiener hatte so gutes Essen, dass wir dort jeden Abend hingingen.

Und jetzt hat mich die Klabauterfrau dazu stimuliert dort noch einmal hinzufahren, aber dann lieber eine ganze Woche. Und sogar wieder mit Motorrad!  😉

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Italien mit dem Motorrad, Teil 7 (Ende)

 

21.5.2012

Bei Sturm und Regen fuhren wir am nächsten Tag von Ponte Vettigano los und bei Sturm und Regen kamen wir in Auer an. Wir waren froh, dass wir unser Regenzeug mitgenommen hatten, so grosse einteilige Strampelanzüge, nicht schön, aber effektiv. Unsere Lederstiefel waren am Ende der Fahrt jedoch völlig durchgeweicht, und das Wasser schwappte ungehemmt in ihnen. Für meinen Mann muss es furchtbar gewesen sein, den ganzen Tag bei starkem Regen und Gegenwind zu fahren. Ich sass ja geschützter hinter seinem breiten Rücken. Eigentlich nass waren nur unsere Füsse und der Hals unter dem Helm, weil wir zu dusselig gewesen waren, die Kapuzen vom Regenzeug unter den Helm zu ziehen.

Ihr habt es sicher schon erraten, wir stiegen wieder im Markushof ab. Der war getestet und für gut befunden worden, und ausserdem konnten wir dort die Maschine in die Garage stellen. Das Hotel San Marco in Lucca hatte übrigens auch eine eigene Tiefgarage.

Wir fuhren eine andere Route nach Auer, und zwar über Mantova, dann sogar auf der Autobahn nach Verona, das Wetter war ja bescheiden und da war nichts mit Umgebung geniessen. Dann ging es weiter über Dolce, Ala, Rovereto, Caillano, Trento, Lavis und Salorno nach Auer. Ich habe an dem Tag keine Fotos gemacht …  😉

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Im Hotel legten wir uns erst einmal trocken und stopften massenweise Zeitungspapier in unsere Stiefel, das wir dann noch einige Male erneuerten. Ausser im Hotelrestaurant zu essen, fanden an dem Abend keine weiteren Aktivitäten statt.

 

22.5.2012

An unserem letzten Tag, an dem wir zurück nach München fuhren, war dann wieder wunderbares Sonnenwetter, und wir nahmen die Landstrasse durch das Brennertal, anstatt die Autobahn.

Von Auer ging es über Bozen, Chiusa, Bressanone, Varna, Fortezza, Mezzaselva (Mittenwald), Campo di Trens, Vipiteno nach Brenner.

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Pause in Chiusa (die Verbeugung ist kein Zeichen von Reverenz, sondern eine Streckübung):

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Weiterfahrt von Chiusa aus und Pause in der Nähe vom Brenner:

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An Hell kamen wir auch vorbei … 😉 … aber das war kein Ort, der liegt in Norwegen, es handelte sich um einen Landmaschinenhersteller. Danach kamen wir durch Colma (der Ort mit dem Einfamilienschloss) und Matrei nach Innsbruck mit seinem grossen Schloss, wo wir mitten in einem Industriegebiet einen tollen Bäcker/Konditor mit Cafe fanden.

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Wo hat man schon solch einen schönen Ausblick auf die Alpen von einem Cafe aus („Der Bäcker Ruetz“ hiess es)?

Von Innsbruck aus ging es weiter über Leutasch und Giessenbach, dann nach Deutschland hinein nach Mittenwald, den wunderschönen Walchensee mit seinem türkisfarbenen Wasser, Kochel am See, Geretsried, wo uns unser GPS über die abenteuerlichsten kleinen Wege führte, die eigentlich nur für Landwirtschaftsfahrzeuge gedacht waren, aber nun waren wir ja da und fuhren einfach weiter, durch das schöne Loisachtal und schliesslich nach München. Bayern ist wunderschön!

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In Kochel wären wir gerne etwas geblieben. Vielleicht kommen wir da mal wieder hin. Bayern hat ziemlich viele schöne Ecken zu bieten. Obwohl Tirol einen Trumpf hat gegenüber Bayern, die Haflinger-Pferde!

In München ging es dann zur Verladung. Das war problemlos und ging schnell vonstatten.

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Als ich unsere Kabine sah, die sich im Untergeschoss des Schlafwagens befand, musste ich erst einmal schlucken. Winzig war das richtige Wort. Um es dort aushalten zu können, musste erst einmal die Tür eine ganze Weile offenstehen, damit ich mich an die Enge gewöhnen konnte. Ich bin nicht generell klaustrophobisch, aber da war meine Grenze fast erreicht. Nach einiger Zeit ging es dann, und wir konnten die Tür schliessen. Die Toilette war auf dem Gang, nicht allzu weit weg, und die Betten waren ganz wunderbar, viel besser als in der Luxuskabine auf dem Herweg. Da wir Geld für die Kabine eingespart hatten, erlaubten wir uns den Luxus, das Bahnfrühstück für den nächsten Morgen zu bestellen.

 

23.5.2012

Der Zug kam so gegen 08.00 Uhr in Hamburg-Altona an. Dort fuhr man vom Zug aus mitten durch die Bahnhofshalle. Das fand ich etwas merkwürdig mit all den Leuten, die da rumliefen. Von Hamburg fuhren wir dann auf der Autobahn nach Puttgarden, setzten mit der Fähre über und fuhren nach Hause.

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Diese Reise betrachten sowohl mein Mann als auch ich als eine der besten, die wir bisher zusammen unternommen haben. Es ist auch etwas besonderes, mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Man ist nicht so von der Umgebung abgekapselt wie im Auto. Ich habe das sehr genossen.

Und damit ist diese Reise zuende und hoffentlich wird es mit dem neuen Motorrad noch ein paar andere geben. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Italien mit dem Motorrad, Teil 6

19.5.2012

Eigentlich sollte der zweite Ausflug nach Portovenere in der Nähe von La Spezia gehen, nördlich von Lucca an der Küste. Doch das sollte nicht so ganz einfach sein. Wir fuhren über Camaiore, Pietrasanta (mit einem sauber geharkten Elitestrand, wo fast keine Leute waren), Marina, Marina di Massa, Massa, Castelnuovo Magra, Sarzana, wo wir hin und her und im Kreis geschickt wurden wegen Bauarbeiten. Die Strasse nach Portovenere sollten wir einfach nicht fahren. Nachdem wir das dritte Mal an derselben Stelle gelandet waren, gaben wir auf und assen zu Mittag in einem winzigen Grill in Romanito Magra. Wir bekamen eine wohlschmeckende Vegetarlasagne.

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Das exklusive Marina di Petrasanta, wo permanent Leute mit speziellen Strandharkern unterwegs waren (Maschinen), obwohl nur vereinzelt Leute am Strand waren. Dahinter die atemberaubenden Berge des Parco Alpi Apuane. Hier noch einmal eingezoomed:

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Wir fuhren dann nach Lucca zurück und schauten etwas ausgiebiger auf die Stadt (die Bilder habt ihr alle in Teil 5 gesehen). Vor dem Hotel trafen wir ein sehr nettes Ehepaar aus Hamburg, mit denen wir uns fast eine Stunde lang unterhielten, als ob wir uns schon lange kannten. Sie reisten an dem Tag ab. Schade, dass wir uns nicht schon vorher getroffen hatten. Wir hielten jedoch die Verbindung mit ihnen, zumindest via E-Mail und Skype.

20.5.2012

Da das Wetter nicht berauschend war (gestern hatte es nachmittags angefangen zu regnen, und es sollte in den nächsten Tagen nicht besser werden), beschlossen wir, früher nach Hause zu fahren und buchten unsere Autozugplätze um. Wir bekamen kein Luxusabteil mit Bad mehr, aber das sollte sich als vorteilhaft erweisen.

Der Weg ging wieder über den Passo delle Radici von der Toskana in die Emilia Romagna hinein, aber wir fuhren eine etwas andere Strecke, und zwar über Pievepelago und dann ab Sassuolo wieder die schon bekannte Strasse nach Modena und Ponte Vettigano zurück, zum Hotel Santo Steffano. Das hatte uns ja gefallen und Disko war ja nur am Mittwoch. Eigentlich hatten wir geplant, in Bologna zu übernachten, aber dann hatten wir keine Lust auf Grossstadt, schon gar nicht bei Regen.

Das Wetter war gemischt. Auf dem Pass schien die Sonne, aber als wir dann in die Emilia Romagna hineinkamen, befanden wir uns im Nebel oder in tiefliegenden Wolken, ich konnte den Unterschied nicht feststellen. 

Unterwegs machten wir jedoch noch in einem winzigen Ort namens Barigazzo halt, in der Albergo San Giorgio, die von einem uralten Ehepaar geführt wurde. Ausser uns waren noch ein einzelner Herr, der sich mit dem Wirt unterhielt, und zwei ältere Männer am Nebentisch anwesend. Als diese beim Nachtisch angelangt waren, hatten sie rote Wangen und waren sehr guter Laune. Wir schoben das auf den Rotwein, den sie zum Essen getrunken hatten. Wir bekamen ein leckeres Pasta mit Funghi Gericht und einheimische Bohnen. Als Nachtisch bestellten wir dann das gleiche, wie die beiden älteren Herren. Es stellte sich heraus, dass er aus Eis mit Whiskey bestand. Aha! Die Wirtin war nicht geizig mit dem Whiskey und mein Mann bekam noch einen Schwupps extra aufs Eis.

Die alte Dame suchte das Gespräch, sprach aber nur Italienisch, und ich stellte fest, dass ich vieles verstehen konnte, nicht wegen Spanisch, nein, wegen des so unnützen Lateins, dass ich im Gymnasium lernen musste. Wir bekamen die Geschichten ihrer Söhne, aber hauptsächlich ihrer Enkel (Nepote) erzählt, von denen der eine Arzt in Paris war, während der andere in Rom wohnte. Ich habe vergessen, was er beruflich machte. Sie bedauerte sehr, dass sie sie nicht so oft sah, weil sie so weit weg wohnten. Sowohl Söhne als auch Enkel waren musikalisch begabt und spielten Instrumente. Wir bekamen viele Bilder gezeigt. Gleichzeitig versuchte sie uns zu überreden über Nacht zu bleiben, aber das konnten wir ja nicht, wir hatten ja den Autozug gerade umgebucht, und das Wetter war nicht so toll.

Wir bekamen noch diverse Visitenkarten für unsere Amici in die Hand gedrückt, denn das Geschäft war wohl nicht mehr, was es mal war. Wie man auf den Bildern sehen kann, liegt Barigazzo wunderbar, auf jeden Fall für Wanderer und Fahrradfahrer. Aber es liegt eben nicht direkt neben einem Skilift.

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Nach dem Passo delle Radici mussten wir unser Regenzeug anziehen. Auf dem Weg ins Tal hob sich der Nebel (oder die Wolken), und als wir unten ankamen, konnten dir das Regenzeug wieder ausziehen. Aus diesem Grunde habe ich von den Regentagen auch nicht so viele Fotos, weil ich nicht wollte, dass die Kamera nass wird.

Im Tal hatten wir noch ein unschönes Verkehrserlebnis. Wir fuhren auf der Landstrasse, hinter uns einige Autos, und plötzlich biegt von links ein Wohnmobil oder Campingbus oder sowas in der Art von links ein. Selbst wenn er uns nicht gesehen hat, hätte er doch eigentlich all die Autos direkt hinter uns sehen müssen. Wahrscheinlich hat er nur zu einer Seite geguckt. Jedenfalls war da auf einmal ein grosses Auto nur einen halben Meter von meinem Bein entfernt. Mein Mann konnte zum Glück nach rechts ausweichen. Der offensichtlich total verwirrte CampingMobilBusfahrer fuhr dann einfach auf der Gegenspur weiter, also in die falsche Richtung, Schockschwerenot, glücklicherweise kamen aus der Gegenrichtung keine Autos. Etwas weiter weg konnte er dann von der Strasse wegkommen und sich erst einmal sortieren. Das war allerdings unsere einzige gefährliche Verkehrssituation auf der ganzen Fahrt, denn mein Mann fährt sehr defensiv. Es ist ein eigenartiges Phänomen, aber Autofahrer scheinen Motorradfahrer entweder gar nicht zu sehen oder deren Geschwindigkeit falsch einzuschätzen. Da wir immer die Schwächeren sind, geht mein Mann kein Risiko ein.

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Als wir in Ponte Vettigano ankamen, erfuhren wir von der Wirtin, dass man gerade schlimme Erdbeben erlebt hatte. Ponte Vettigano war ca. 65 Kilometer vom Epicenter entfernt gewesen (nordöstlich von San Felice sul Panaro). Das ganze Haus hätte sich seitlich hin und her bewegt. Das muss man wohl nicht unbedingt erleben. Dann lieber Disko. (https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Norditalien_2012) Wir hatten jedenfalls wieder einmal Glück gehabt, dass wir nicht noch einen Tag früher zurückgefahren sind.

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Das dämpfte die Stimmung, aber wir waren müde und schliefen trotzdem gut.

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 5

Heute möchte ich euch die Stadt Lucca vorstellen so gut ich kann. Lucca ist eine charmante Stadt mit einer sehr gut erhaltenen Altstadt (Mittelalter bis Renaissance). Man kann auf der Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert ganz um den alten Stadtkern herumgehen und hat von dort einen wunderschönen Ausblick auf Lucca und die Umgebung.

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Man passt auf, dass die Hausfassaden nicht verschandelt werden, aber im Gegensatz zu San Gimignano, wo lokale Waren und Kunstwerk in den kleinen Läden angeboten wurden, sind es in Lucca mehr die ganz normalen Handelsketten, die sich dahinter verbergen. (Hier könnt ihr über die Geschichte Luccas lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lucca). Ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt und mir ein paar Schuhe gekauft. Die Italiener machen die besten, finde ich … obwohl, die Brasilianer sind auch nicht schlecht. Allerdings waren das keine Schuhe mit hohen Absätzen, dazu hatten wir keinen Platz, sondern feine Halbschuhe in beigefarbenen Wildleder. Reine Schönwetterschuhe, das heisst in Dänemark kann man die nur drinnen tragen … 😉   😀

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Die Piazza Anfiteatro ist nicht so überlaufen wie die Piazza San Michele, wahrscheinlich weil es dort keine „Sehenswürdigkeiten“ gibt. Man sitzt gut dort bei einem Bier oder einem Mittagessen, gemütlich.

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Lucca ist mit Restaurants wirklich aller Art ausgestattet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort jemand nichts findet, was ihm gefällt. Wir waren an einem Abend Fisch essen. Das war wunderbar. Wir hatten ganze Fische bestellt und hatten Bedenken wegen der Gräten, aber siehe da, der Kellner filettierte sie für uns!

Neben uns sass ein französisches Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, die anfingen sich Zu langweilen und es angebracht fanden, mit ihren Fahrrädern zwischen den Tischen herumzufahren (wir sassen im Freien). Nicht dass die Eltern sie berufen hätten. Wir fanden das ein wenig ungemütlich, schliesslich hätten sie auf dem Platz fahren können, nur einen halben Meter weiter, wo keine Autos fuhren. Wir assen daher etwas schneller als normal und waren eher fertig als die Franzosen, die vor uns gekommen waren. „Die haben aber schnell gegessen“, bemerkte die Frau zu ihrem Mann. 😀  😀

Die Abendbilder sind leider etwas unscharf, aber sie geben die ruhige Stimmung trotzdem gut wieder. Ab 22.00 Uhr sind nicht mehr viele Leute in der Altstadt unterwegs. Im Sommer mag das anders sein. Wir waren ja im Mai dort.

Auch in Lucca sah man überall in allen nur erdenklichen kleinen Ecken Blumentöpfe auf den kleinen Balkons.

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Ferner befindet sich das Geburtshaus Giacomo Puccinis in Lucca:

Doch auch dieses Filmposter fanden wir sehenswert:

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Steve McQueen in dem Film „The great escape“. Ich weiss leider nicht, wie der auf Deutsch heisst.

Und als Krönung noch ein paar Bilder der sehr berühmten Basilica de San Michele:

Und damit wünsche ich euch allen noch eine schöne Restwoche.

Wir werden morgen den Garten umziehen und übermorgen in der alten Bleibe saubermachen und Löcher zukleistern. Am Wochenende können wir uns dann um das Neue Haus kümmern. Da freue ich mich schon drauf! Vielleicht müssen wir auch erst einmal ausruhen, wir sind ja keine „Frühjahrsküken mehr, wie die Dänen sagen … 😉 😀

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 4

18.5.2012

Wir wollten uns ja San Gimignano ansehen, also ging es los, über Pontedera mit seinen bemerkenswerten (Ironie) Kreisverkehrskunstwerken, Ponsacco nach San Gimignano.

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In der Ferne kann man die Türme sichten.

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Wie ihr an den Fotos sehen könnt, hatten wir keinen blauen Willkommen-im-sonnigen-Italien-Himmel. Es war eigentlich den ganzen Tag mehr oder weniger bedeckt, aber warm.

Viele sagen, dass diese Stadt sehr touristisch ist. Das ist sie natürlich auch. Im Mai war es allerdings noch nicht so schlimm, und trotz der vielen Menschen herrschte dort eine gute Stimmung. Sehr bemerkenswert fand ich die Balkons und Terrassen, sowie die kleinen Gassen, in denen lokale Erzeugnisse verkauft wurden, vor allem Lebensmittel, Alkohol und Kunsthandwerk. Und einen Wildschweinkopf für 300 Euro.

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Die Krüge hätte ich am liebsten mitgenommen, aber das ging ja nicht auf dem Motorrad. Später fragte mich eine Freundin, warum ich sie mir nicht hätte schicken lassen. Auf die Idee war ich gar nicht gekommen. Dusselig!

Hier noch ein Kunstwerk ganz besonderer Art:

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Diese „Tüten“ waren aus hauchdünnen Melonenscheiben geformt. Total gesund also mit all dem Obst! 😉 

Wir stiessen auf einen Roma mit Hund und Gitarre. Er wohnte in einem kleinen Bus, der etwas weiter weg geparkt war. Uns gefiel seine Musik, vor sich hin fliessend, leicht … und wir kauften eine CD. Oft ist die Musik auf einer CD dann etwas ganz anderes. Das war auch hier der Fall. Die war mehr in Richtung Django Reinhardt, was wir aber auch gut fanden.

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 Und hier kommt ein Rundgang durch San Gimignano:

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Von San Gimignano aus fuhren wir in das ca. 15 km weit entfernte Volterra, eine Stadt mit imponierender Burg. Fotos von der Burg kann man hier ansehen: https://www.expedia.de/Medici-Festung-Volterra.d6073868.POI

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Volterra war auch schön, aber es herrschte dort eine ganz andere Stimmung vor, fast ein wenig düster. Wer weiss, was dort einmal geschehen ist. Anstelle von Keramik und einheimischen Delikatessen waren dort mehr Waffen (Schwerter) und Ritterrüstungen vertreten. Aber genau wie in San Gimignano hatte man auch in Volterra jede geringste Ecke für Gärtchen und Blumentöpfe ausgenutzt. Die Burg haben wir nicht besichtigt, irgendetwas hielt uns davon ab. (Hier noch einmal der Link von oben: https://www.expedia.de/Medici-Festung-Volterra.d6073868.POI … Volterra war eine Festung der Medici und wird heute als Gefängnis benutzt. Das erklärt ja so einiges … )

Hier der Stadtrundgang:

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Und mit diesem Ausblick fuhren wir dann zurück nach Lucca. Alle Rundgänge in Lucca fasse ich in Teil 5 zusammen.

Bis dahin wünsche ich euch allen noch ein schönes Wochenende! 

Italien mit dem Motorrad, Teil 3

16.5.2012

Wir fuhren weiter in Richtung Lago di Garda, allerdings nicht mehr auf der Autobahn, die hatten wir in Bozen/Bolzano bereits verlassen, über Trento, Arco, Nago, Torbole.

Also mal ganz ehrlich, der Garda-See ist in meinen Augen überreklamiert. Ich würde den Lago di Como jederzeit vorziehen (am Lago Maggiore war ich noch nicht). Aber ich glaube wir waren auf der weniger interessanten Seite des Sees. 

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Das Örtchen hätte mich gereizt …

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Na gut, so uninteressant war es gar nicht! Aber deutlich schöner auf der anderen Seite … 😉   Vielleicht war es mir zu touristisch.

Nette kleine Orte waren da aber trotzdem: Malcesine, Porto, Campo, Castelletto, wir assen in einem ziemlich kitschig eingerichteten Restaurant am Strand, das aber gutes Essen servierte. In Castelletto machten wir unsere erste Pause. Das Restaurant kam später.

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An den Fahnen kann man sehen, dass der Wind aus Nord/Nord-Ost kam. Daher war es trotz Sonne nicht sehr warm.

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Blick von Castelletto aus auf die andere Seite des Sees.

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Ich versuche, in meine Jacke runterzukriechen.

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Hier zwei Bilder von dem Restaurant. Dort war alles mit Gold bemalt, sogar die Verzierung auf den Fliesen und die Vorhänge in der Toilette.

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Man hatte einen schönen Ausblick.

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Unser Weg führte uns weiter über Lazise (hier verliessen wir den Gardasee), Valeggio sul Mincio, Marengo, Goito, Gazoldo degli Ippoliti, Marcaria.

Unser GPS führte uns von Cesole bis Dosolo auf dem Deich am Po entlang, von wo wir eine atemberaubende Aussicht hatten. Ich war so hin und weg, dass ich gar nicht fotografiert habe. Erst waren wir nicht sicher, ob wir da überhaupt fahren durften, aber es fuhren auch einige wenige Autos dort oben, also schien es legal zu sein. In Dosolo kreuzten wir noch einmal den Po. Eigentlich wollten wir ein Hotel finden, aber das gestaltete sich schwierig.

Vor der Stadt, die auf der anderen Seite des Flusses lag, Guastalla, befand sich auf der rechten Seite ein Luxus-Hotel-Komplex mit dem Problem, dass er geschlossen und verwaist war. Gleich gegenüber lag noch ein Hotel, das aber recht heruntergekommen wirkte. Wir fuhren weiter in die Stadt hinein, konnten aber kein einziges Hotel mehr ausmachen. Die Bevölkerung schien hauptsächlich aus Indern oder Pakistanern zu bestehen. Nicht, dass ich etwas gegen sie hätte, es wunderte mich nur.

Wir sahen uns gezwungen weiterzufahren, und zwar über Novellara bis zu einem kleinen Ort, der Ponte Vettigano hiess und wo wir das Hotel Santo Steffano fanden.

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Das Hotel wurde von einer Schweizerin und ihrem italienischen Freund geführt. Das zugehörige Restaurant hatte allerdings einen anderen Pächter. Und dort war in der Nacht Diskothek bis um 02.00 Uhr morgens. Da war Knall drauf. Wir waren eigentlich am meisten besorgt wegen unseres Motorrads, das draussen stand. Wir wussten ja nicht, was das für Leute waren. Da wir wegen der lauten Musik sowieso nicht schlafen konnten, schlich ich am Ende des Disko-Abends in den ersten Stock. Dort war ein Fenster zum Parkplatz hinaus, von wo ich beobachten konnte, ob jemand zu unserem Motorrad rüberging. Aber nichts passierte, niemand ging auch nur in seine Nähe, und nachdem die letzte Autotür zugeschlagen worden war, konnten wir endlich schlafen. Disko ist dort immer Mittwochs, ihr seid somit gewarnt! Ansonsten können wir das Hotel empfehlen. Die Dame des Hauses serviert ein sehr nettes Frühstück, sogar mit Ei, wenn man will.

Sie erzählte uns, wie schwierig es wäre, in Italien ein Geschäft zu haben; die Steuern würden einen auffressen. Nachdem wir sie bezahlt hatten, mit Bargeld, sahen wir sie in ein Auto steigen und absausen. Wir hatten den Verdacht, dass sie unterwegs war, um jemanden zu bezahlen, dem sie Geld schuldete. Sie lebten nicht nur von dem gepachteten Hotel; ihr Freund hatte einen anderen Job. Sie war nicht sehr zuversichtlich, dass sie im Hotel würden bleiben können unter den Umständen, wie sie in Italien im Moment vorherrschten. Schade, es sieht so aus als ob es überall bergab geht.

 

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Am Donnerstag ging es dann weiter in Richtung Süden. Freunde hatten uns die Stadt Lucca empfohlen. Wir sahen uns die Lage auf der Karte an und fanden, dass man von dort gute Tagestouren würde machen können. Daher beschlossen wir, dort auf jeden Fall drei Nächte zu bleiben.

Der Weg nach Lucca führte uns über Carpi, Modena, Sassuolo, Frassinoro, Passo delle Radici, eine wunderschöne Passstrasse, Castelnuovo di Garfagnana, Gallicano, Bagni di Lucca.

Auch auf diesem Abschnitt habe ich nicht so viel fotografiert wie sonst, ich war so beschäftigt mit Gucken. Ich schummele daher und setze ein paar Fotos vom Passo delle Radici rein, die ich auf der Rückfahrt gemacht habe.

 

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In Lucca fuhren wir nur kurz umher, da hatten wir auch schon ein ansprechendes Hotel gefunden, Hotel San Marco. Da der heilige Markus uns in Auer bereits gute Unterkunft beschert hatte, beschlossen wir, es dort zu versuchen. Auch sehr empfehlenswert übrigens, mit Tiefgarage. Wir haben mit unseren Hotels Glück gehabt. http://www.hotelsanmarcolucca.it/de/ Das Hotel sieht wirklich so aus wie auf den Bildern, jedenfalls in 2012. Die Webseite ist viersprachig und der junge Mann an der Rezeption sprach auch alle vier, Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch (er war Italiener). Vom Hotel aus war man in fünf Minuten in der Altstadt.

Hier nur ein paar Fotos von Lucca, später kommen mehr.

 

(Fortsetzung folgt)

 

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 2

15.5.2012

Am nächsten Tag war wunderschönes Sommerwetter, und wir machten uns auf den Weg in die Berge. Erst einmal schauten wir auf die nähere Umgebung, aber nach dem ersten Pass packte uns das Passfieber.  😉 

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Wir fuhren über insgesamt drei Pässe: Passo di Rolle, Passo di Brocon und Passo Manghen. Bei dem letzten war mir etwas mulmig, denn die Strasse war sehr schmal, ja ich würde sie einspurig nennen, und zur Abgrundseite hin gab es keine Mauer oder ähnliche Schutzmassnahmen. Ich habe Höhenangst, kann mich aber trotzdem nicht von Bergen weghalten, weil sie so schön sind. Unterwegs ein offenes Restaurant zu finden war nicht so einfach, denn viele Etablissements waren noch geschlossen.

Ich nehme euch jetzt einfach mal auf eine Motorradtour mit:

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Bei der kleinen Marien-Kapelle waren wir dann in den „richtigen“ Dolomiten angelangt:

Es war ja so eine Art Zwischen-zwei-Saisons-Zeit, nicht mehr Wintersport und noch nicht Sommerferien. Hier einige Namen der Orte, durch die wir gekommen sind: Trudno corni, Montagna, Cavalese, Bellamonte, San Martino di Castrozza, Fiera di Primiero, Imer, Canal San Bovo, Castello Tesino, Strigno, Telve.

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KarteDolomitenTourVom Manghen Pass habe ich ein paar Bilder von oben vom Parkplatz und ein Blick auf die Strasse, die wir hinunterfahren sollten. Da stand auf der linken Seite ein lächerliches kleines Zäunchen, und das war es dann auch schon für den Rest des Weges! Es fuhren auch kaum Leute da runter.

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Auf dem Rückweg konnten wir eine dunkle Wolkenwand hinter uns sehen, die näher zu kommen schien, und beeilten uns so gut wir nun konnten. In Auer war es immer noch schön, so dass wir einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort machen konnten. Ich habe da unzählige Bilder. Die, die ich hier im Blog zeige sind nur ein Bruchteil derer, die ich gemacht habe. Ein fantastischer Ort! (Das Gasthaus am Ende heisst „Gasthaus Tschurtsch“.

Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster schauten, waren die Berge mit Schnee bedeckt. Man konnte an den Hängen eine exakte Schneegrenze sehen, wie mit dem Lineal gezogen.

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Wir waren froh, dass wir den Vortag für die Passtour genutzt hatten.

(Fortsetzung folg)