Baku, Aserbaidschan … Baku, Azerbaijan

Die Bevölkerung Aserbaidschans besteht zu ca. 97% aus Moslems, aber nur ca. 21% sehen Religion als wichtig an. Das merkt man auch am Strassenbild. Könnt ihr auf meinen Panoramafotos irgendwo eine Moschee entdecken? Ich nicht. Ausser der in der Altstadt.

… Azerbaijan’s population is to ca. 97% muslims, but only  ca. 21% think that religion is important. This is obvious from the cityscape. Can you detect any mosques on the panorama photos? I can’t, except the one in the old city.

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Obwohl ich meine mich daran zu erinnern, dass neben den drei monströsen „Flammen“ weiter unten eine winzige Moschee zu finden war. Frauen tragen manchmal Kopftuch, aber oft nicht. Die jungen Leute sprechen in den meisten Fällen Englisch und freuen sich, wenn sie mit einem reden können, auch die jungen Mädchen.

… However, I think I remember having seen a tiny mosque next to the three monstrous „flames“ further down. Some women wear a headscarf, most don’t. The young people very often speak English and like to talk to you, also the young girls.

Unser Hotel lag ca. 20 Minuten zu Fuss von dem Ort entfernt wo die Jahresversammlung stattfand. Die bin ich gerne gegangen, denn das war die einzige Bewegung, die ich bekam, und man konnte den ganzen Weg am Wasser entlang gehen, auf der wunderschön angelegten Promenade. Man musste nur vom Hotel heil über die Strasse kommen und am Ende der Promenade wieder zurück auf die andere Seite. Ich benutzte hier meine in Moskau erlernte Strategie, mich an Anheimische zu heften, wenn sie die Strasse überquerten.  😉  Ich würde jedoch den Verkehr in Baku als weniger gefährlich als den in Moskau einschätzen.
Man sieht Pärchen Hand in Hand an der Promenade flanieren; die jungen Leute treffen sich abends dort in Gruppen, manchmal mit Gitarre, manche knutschen auch, genau wie bei uns.
Man hat bei der Anlage der Promenade nicht gespart, alles vom Feinsten, Restaurants und Cafes, seltene Pflanzen und sogar zwei Ururgrossväter von Olivenbäumen, einer von ihnen 450 Jahre alt.

… Our hotel was situated about 20 minutes on foot from the venue of the annual meeting. I liked to walk the distance, as it was the only exercise I got, and it was possible to walk nearly all the way along the water front on the beautiful promenade. One just had to survive crossing the street and back again at the other end of the promenade. I used my strategy that I learned in Moscow and „attached“ myself to locals when crossing. 😉 However, I would consider the traffic in Baku less dangerous than in Moscow. 
One can observe couples walking hand in hand on the promenade; the young people meet there in the evenings, sometimes bringing a guitar, some are smooching, just like in our part of the world.
No costs were spared when shaping the promenade, everything was of the finest, restaurants, cafes, rare plants, and even two olive tree great-great-grandfathers, one of them 450 years old.

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Wenn der Wind vom Wasser kommt, riecht es in Baku nach Erdöl wegen der vielen Bohrinseln im Kaspischen Meer.

… When the wind blows from the sea onto land, it smells like mineral oil in Baku because of all the oil rigs in the Caspian Sea.

Direkt in der Nähe des Konferenzortes waren leider gar keine Restaurants oder Imbisse. Man musste also immer unten in der Stadt essen. Dieses merkwürdige Gebäude, das wie ein modernes Parkhaus aussieht, war unser Konferenzort. Es handelt sich um den so genannten Gülüstan Palast, der früher für Hochzeitsfeiern benutzt wurde und jetzt für Konferenzen aller Art dient. Die hübschen Holzpavillons konnte man von der Promenade aus nicht sehen, die waren eine positive Überraschung.

… Near the venue of the meeting there weren’t any restaurants or sandwich bars; we had to eat downtown. This strange building looking like a modern car park, was our venue. It is the so called Gülüstan palace, which formerly was used for weddings and now serves for all kinds of conventions. The artistic wooden pavilions were not visible from the promenade, so they were a positive surprise.

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Dieser Springbrunnen lag auf dem Weg zum Gülüstan-Palast. Wenn die Fontänen eingeschaltet waren, sah es von hinten so aus, als ob der abgebildete Volksheld pinkelte. Viele Delegierte und Kollegen fanden das witzig und fotografierten ihn. Als ich dann endlich die Gelegenheit dazu hatte, waren die Fontänen ausgeschaltet und wurden die ganze Woche auch nicht wieder in Betrieb genommen … 😉  😀 … Aber es ist doch erfrischend, dass so viele Leute noch total kindisch sein können … 😉

… We passed this fountain on our way to the Gülüstan palace. When the water was switched on, it looked from behind as if this displayed hero of the people was widdling. Many delegates and colleagues thought that this was funny and photographed him. When I finally had the opportunity to do the same, the water was switched off, and stayed switched off for the rest of the week … 😉  😀 … But isn’t it refreshing that so many people can still be so totally childish … 😉

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Gegenüber von meinem Hotel war ein Einkaufszentrum, wo sich auch ein ganz moderner „Food Court“ befand mit allen möglichen Essenständen, zum grössten Teil mit einheimischen Gerichten, die sehr der türkischen Küche ähnelten.

… Opposite my hotel was a shopping centre with a modern food court housing all kinds of food stands, to a large extent with local dishes, which were very similar to the Turkish kitchen.

Einen Abend gingen wir mit einer grösseren Gruppe in ein türkisches Restaurant, das mein deutscher Gruppenleiter aufgetan hatte. Das Essen war wunderbar und sehr preiswert. Es lag in einem Viertel, wo kleinere Häuser mit Etagenwohnungen standen, hinter all den Prachtbauten. Man hätte da jeden Abend in einem anderen kleinen Restaurant essen können, alle sahen spannend aus. Die Gegend war mit Altona in Hamburg oder Islington in London zu vergleichen (La République in Paris??). An der Promenade war es mir einfach zu teuer.

… One evening a group of us went to a Turkish restaurant, which my German group leader had discovered. The food was delicious and very cheap. It was in an area with smaller apartment houses, behind all the pompous skyscrapers. We could have eaten in a different little restaurant every evening, they all looked exciting. The area could be compared to Altona in Hamburg or Islington in London (La République in Paris??). Down at the water front it was too expensive for me.

Einen anderen Tag gingen wir zu dritt in der Altstadt essen, in einem Restaurant mit lebender Musik. Ich durfte die Gruppe fotografieren. Die Altstadt gefiel mir sehr gut, die war mehr nach meinem Geschmack … 😉 … daher stammen auch die meisten Fotos von dort.

… Another day three of us went to a restaurant in the old town, one with live music. I was allowed to take a photo of the band. I loved the old city, it was more to my taste … 😉 … that is why I took so many photos there.

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Es gelang mir fast, ein Pärchen in Tracht zu fotografieren. Sie waren mit einem Fotografen unterwegs. Ich wollte natürlich auch, aber als sie mich sahen, entwetzten sie. Der Mann kam fast ganz aus dem Bild, aber die junge Frau habe ich noch erwischt. Die Kleider sind wunderschön aus Brokat und Seite und dann tragen sie einen kleinen, runden Hut ohne Krempe, der einen Schleier hält. Ich dachte erst, dass das eine Männerkopfbedeckung wäre, als ich die im Laden sah.

… I nearly managed to capture the picture of a couple in traditional costume. They were on a photo session in the old city. When I saw them, I wanted a photo, but when they saw me, they hurried away. The man is nearly completely out of the picture, but I caught the woman. The dresses are beautiful, made of brocade and silk, and then they wear a little round head without brim, which holds a veil. When I saw those hats in a shop, I thought they were a male headdress.

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Es gelang mir, so einen Kopfputz käuflich zu erwerben. Eigentlich wollte mir der Ladeninhaber lieber ein farbenfreudigeres Modell verkaufen, aber ich insistierte in dieses Exemplar:

… I managed to acquire one of those. The salesman would have liked to sell me a more colourful version, but I insisted in this one:

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Die Azeris sind wunderschön, besonders die Frauen!!!

… The Azeris are beautiful people, especially the women!!!

Ich bin ein Fan der azerbaidschanischen Pianistin und Sängerin Azizah Mustafa Zadeh. Mein Mann und ich sahen und hörten sie zum ersten Mal im Dunkers in Helsingborg (2005?). Sie singt und spielt ganz fantastisch (finde ich 😉 ). Ihr Stil: moderner, orientalisch angehauchter Jazz (Mugam-Jazz Fusion). Als die Fans sie nach dem Konzert in Schweden treffen wollten, war sie eingerahmt von Mama und Papa … 😉 … Wenn man mit ihr spricht oder sie eine Ansage auf der Bühne macht, ist sie eigentlich eher schüchtern, aber wenn sie auf dem Klavier loslegt, kommt da eine Kraft zutage, die einen überrascht.

… I am a fan of the Azerbaijanian pianist and singer Azizah Mustafa Zadeh. My husband and I saw and heard her for the first time in Dunkers in Helsingborg (2005?). Her play and singing is fantastic (I think 😉 ). Her style: modern jazz with a touch of Orient (Mugam-Jazz fusion). When the fans wanted to talk to her after the concert in Sweden, she was flanked my her mother and father … 😉 … When one talks to her or when she announces something on stage, she appears rather shy, but when she start playing the piano, a surprising power emerges.

Ich hätte gerne etwas mehr von Aserbaidschan gesehen. Es gibt wunderschöne Natur dort. Aber immer machen Menschen einem Schwierigkeiten. Es wird einem davon abgeraten, alleine in einem geliehenen Auto in die Berge zu fahren. Meine Direktorin und zwei andere nahmen also ein Taxi. Selbst das wurde von der Polizei angehalten und ein Bakschisch musste ausgeteilt werden, damit sie weiterfahren konnten. Ich finde das so schade … Aber in Baku fühlte ich mich sicher genug, auch mitten in der Nacht auf der Promenade zum Hotel zurückzugehen.

… I would have liked to see a bit more of Azerbaijan. They have some beautiful nature there. But it is always people that cause problems. We had been advised against hiring a car and going into the mountains on our own. So my director and two others took a taxi. Even that was stopped by the police and a baksheesh had to be handed over for getting permission to proceed. This is really a shame … But in Baku I felt safe enough to walk home alone on the promenade to my hotel even late at night.

Das Bakschisch hat ihnen übrigens nichts genützt. Sie wollten eigentlich zu den ewigen Flammen am Yanar Dag Schlammvulkan, konnten aber nicht hinkommen, weil wegen eines Staatsbesuches, der ausgerechnet zu dem Zeitpunkt genau dasselbe sehen wollte, die ganze Umgebung abgeriegelt war. Ob der Bakschisch kassierende Polizist das wohl gewusst hat?  😉

… By the way, the baksheesh was of no use. They had planned to visit the eternal flames at the Yanar Dag mud volcano, but couldn’t get there, because of a state visitor, who wanted to see the same thing at the same time, and the entire area was closed off. I wonder if the baksheesh collecting policeman had known that?  😉

Die drei Monsterflammen im Bild unten wurden 2012 fertig gestellt, rechtzeitig für den Grand Prix d’Eurovision. In diesen Gebäuden sind ein Hotel, Wohnungen und Büros untergebracht. Überhaupt sind gerade im Stadtzentrum in Promenadenähe sehr viele Prachtbauten.

… The three monster flames in the picture below have been finished in 2012, in time for the Grand Prix d’Eurovision. These buildings house a hotel, apartments and offices. In general there are a lot of pompous buildings in the city centre near the water front.

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Ich finde das geringfügig übertrieben. Diese Flammengebäude sind zur Ehre des Zoroastrismus errichtet worden, dessen Symbol das Feuer ist, und der in Aserbaidschan wohl einmal sehr stark war, als es unter anderem Namen zum persischen Grossreich gehörte. Vielleicht sind die Azeris im Herzen immer noch Parsi und keine Moslems …

… I find that a teensy weensy bit exaggerated. These flame buildings were erected in honour of Zoroastrianism, which was obviously quite strong in Azerbaijan at the time when it was – under another name – part of the Persian empire. Maybe the Azeris are still Parsis at heart and not Muslims …

Aber einmal habe ich auch die Rückseite der Medaille gesehen. Einmal fuhr ich mit dem Tagungsbus in die Stadt zurück, und der fuhr einen ganz anderen Weg. Dort sah ich richtige Slums, winzige Häuser, aneinandergeklatscht, damit sie nicht umfielen, die weder Türen noch Fenster hatten, einfach nur Löcher, und doch waren dort auch kleine Geschäfte untergebracht. Das war eine Stufe vor auf der Strasse wohnen. Das Gefälle fand ich doch recht bestürzend.

… But one day I saw the other side of the coin. Instead of walking back to the hotel, I took the meeting shuttle bus, which took a completely different route. There I saw real slums, tiny houses glued together so that they won’t fall over, without doors or windows, just holes instead, and still there were small shops in these places. It was one step before living on the street. The degree of social gap was quite disturbing.

Ich bin etwas im Zwiespalt, ob ich privat nach Aserbaidschan reisen würde. Auf der einen Seite gibt es wirklich schöne Natur und andere Sehenswürdigkeiten zu sehen, es ist reich an Kunst, Kultur und Geschichte, auf der anderen Seite ist es ein Land, in dem Presse- und Redefreiheit = 0 sind. Dafür ist der durchschnittliche Lebensstandard relativ hoch, abgesehen von denen, die in den Löchern hausen, natürlich. Wenn ich privat dorthin reisen und mich im Land bewegen sollte, dann müsste es schon mit einer Reisegruppe sein. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt geworden … 😉

… I am a bit of two minds, whether I would go on a private travel to Azerbaijan or not. On one side there is beautiful nature and other sights to see, it is rich in art, culture and history, on the other side it is a country where freedom of speech and the media equals zero. The average standard of living is high, except for those living in the holes, of course. If I travelled there as a privat person and wanted to move around in the country, it should be with a group. But then, maybe I have just become too old by now … 😉

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Malta – St. Julien’s … the same in English

Da wir wegen Krankheit keine Ausflüge gemacht haben und sich aus demselben Grunde auch musikalisch nichts Neues ergeben hat, kann ich genauso gut mit meinen Dienstreisen fortfahren.

… As we didn’t go on excursions because of our cold, and for the same reason no news are to be announced from the music front, I can just as well continue with my duty travel reports.

Als nächstes kommt Malta dran, selbst wenn ich es bereits zweimal hier und hier thematisiert habe. 2012 fand die Jahresversammlung, für die wir immer eine Woche an einem Ort waren, in St. Julien’s, an der Ostküste der Insel, in der Nähe der Hauptstadt Valletta, statt. Die Tagung war im Hilton Hotel, und die ”wichtigen” Personen wohnten dort auch. Wir anderen waren in kleineren Hotels untergebracht. Ehrlich gesagt, fand ich das auch besser, denn ich wollte in meinen freien Stunden nicht auch noch zwischen den Kollegen herumlaufen oder die alle morgens beim Frühstück schon sehen (ich bin morgens noch unsozial).

… The next will be Malta, even if I have written about it twice already here and here. The Annual meeting, for which we usually stayed a week at a place, took 2012 place in St. Julien’s at the east coast of the island, near the capital Valletta. The conference itself was at the Hilton Hotel and the „important“ people also stayed there. We „the others“ were accommodated in smaller hotels. To be quite honest, I preferred that. I did not want to spend my free time in sight of my colleagues or meet them at breakfast (in the mornings I am a bit unsocial still).

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Ich war nur fünf Minuten zu Fuss vom Tagungsort entfernt untergebracht, in einer kleineren Strasse mit vielen interessanten Restaurants, u. a. einem Sushi-Restaurant, das leider nur abends geöffnet war. Es gelang mir aber einmal dort zu essen und zweimal take away ins Hotel mitzunehmen. Es war alles sehr lecker und sie hatten viele vegetarische Alternativen anzubieten.

… My hotel was only five minutes on foot away from the Hilton, in a smaller street with many interesting restaurants, among others a sushi place, which unfortunately only was open in the evenings. However, I managed to eat there once and buy take away twice, which I took back to the hotel. Everything they prepared was delicious and they offered many vegetarian alternatives.

Das gleich zu Anfang: Das Essen auf Malta ist grossartig! Egal welche Nationalität das Restaurant hat, ob es eine Sandwich-Bar ist oder ob es lokale Spezialitäten zubereitet, alles schmeckt gut. Dazu sind die Malteser generell sehr offen und freundlich.

… To say it right at the beginning: Food on Malta is just great! No matter what nationality a restaurant has, if it is a sandwich bar or if it is offering local specialties, everything tastes great. On top of it, the Maltese are in general very open and friendly.

Hier ein paar Fotos von meinem Weg zur Arbeit:       

… Here some photos of my way to work:

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(Die Kabelverlegung ist schon ab und zu etwas verwegen … 😉 )

… (The cable routeing is, I admit, sometimes a bit bold … or is it foolhardy???  😉 )

Aus diesem Denkmal wurde ich nicht schlau. Es handelt sich um eine Büste des Tauchers Tony Micallef Borg, der beim Tauchen verschwand und dessen Leiche erst sieben Jahre später gefunden wurde. Diese Büste wurde bereits mehrmals abgesägt und gestohlen, aber bisher immer wiedergefunden. Ich frage mich, wer die Büste eines Tauchers stiehlt??? Oder ist es wegen des Bildhauers (Anton Agius)? Tony war ein Lehrer der Leibeserziehung und Sportler. Er hat 1976 Maltas Leichtathletikrekord gebrochen. Er repräsentierte Malta in internationalen Wettbewerben im Speerfischen und war ein leidenschaftlicher Taucher. Als ich dort war, war der Platz zugewachsen und mit Abfall bedeckt. Ich verstehe es nicht. War er nun wichtig oder nicht? Immerhin ist seine Büste vom damaligen Präsidenten entschleiert worden … oder war er eine umstrittene Persönlichkeit?

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… I couldn’t figure this memorial out. It is the bust of diver Tony Micallef Borg, who went missing while diving and whose body was only found seven years later. The bust has been sawed over and stolen several times, but until now has always been found again. I ask myself who wants to steal the bust of a diver??? Or is it because of the sculptor (Anton Agius)? Tony was a physical education teacher by profession, was a well-known sportsman who broke Malta’s record in athletics in 1967. He also represented Malta overseas in spear-fishing competitions and had a passion for diving. When I was there,  the spot was grown over and filled with rubbish. I don’t understand it. Was he important or not? His bust had been unveiled by the then President after all … or had he been a controversial personality?

Ich war schon einmal vorher auf Malta. Damals war das nur für zwei Tage für eine kleinere Konferenz, und wir hatten überhaupt keine Freizeit. Das war entweder zu Ostern oder zu Pfingsten, jedenfalls waren auf allen Balkons Kreuze aller Grössenordnungen mit blinkenden Lichtern aufgestellt.

… I had been on Malta once before. At that time only for two days for a shorter conference, and we didn’t have any free time at all. That was either at Easter or at Pentecost, in any case there were crosses in all sizes on every balcony, blinking lights and all.

Die Jahresversammlung fand im September statt. Als wir im Flieger über der Insel kreisten dachte ich nur, ’wo sind wir denn hier gelandet? Da ist ja gar kein Grün zu sehen, die ganze Insel ist tot’. Ich schwor mir, niemals dort Urlaub zu machen (haha, mein Mann und ich waren bereits zweimal dort … und wohl auch noch nicht zum letzten Mal).

… The Annual Meeting took place in September. When we were circling over Malta in the airplane I thought ‚where on earth are we? There is not the least bit of green, the entire island is dead‘. I swore to never go there on holidays (haha, my husband and I have been there twice already … and most probably not yet for the last time).

An einem Tag gelang es meiner belgischen Kollegin und Freundin und mir, einen richtig langen Spaziergang zu machen. Ich habe ihn auf der Karte unten eingezeichnet. (Wir sind auch den ganzen Weg zurück gegangen!!) Das grün markierte ist eine schöne Parkanlage an der Promenade. Diesen grünen Flecken hatten wir von der anderen Seite der Bucht erspäht und mussten das seltene Phänomen unbedingt untersuchen. Unter der Karte die Fotos, die ich auf dem Spaziergang gemacht habe. Wir gingen teilweise am Wasser und teilweise durch Wohngegend. Der hohe Turm ist das Kasino, das zwischen Millennium Chapel (Jahrtausend Kapelle) und Hilton Hotel liegt …

… One day my Belgian colleague and friend and I managed to go for a really long walk. I marked it in the map below. (We also walked all the way back!!) The area marked green is a beautiful park at the waterfront promenade. We had spied the green spots from the other side of the bay and had to investigate the rare phenomenon. Below the map you find the photos, which I have taken during that walk. Partly we walked along the water front, partly through living areas. The high tower is the casino between Millennium Chapel and Hilton Hotel …

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… und ich liebe diese wunderschönen, farbenfreudigen Boote!

… and I love those beautiful, colourful boats!

Unsere Arbeit ging ja oft bis weit in die Nacht hinein und auf dem grossen Platz vor dem Kasino liefen oder besser wankten dann zunehmend Betrunkene herum. Also Betrunkene in feinen Kleidern … 😉 Einer lief frontal in meine belgische Freundin und mich hinein und knallte danach in ungebremstem Tempo an einen Pfahl. Wir waren zu baff, um etwas zu unternehmen und schauten ihm nur mit offenem Mund hinterher wie er weiterwankte. Der war vom Alkohol total verzombiet.

… Our work often lasted until far into the night and on the plaza in front of the casino more and more drunk people walked or better swayed around. Drunks in fine clothes that is … 😉   One of them ran head-on into my Belgian friend and me and after that bumped without reducing his speed into a signpost. We were too shocked to do anything and just looked after him with our mouths open, as he swayed on. The alcohol had completely zombified him.

Zum Schluss noch ein paar Fotos aus der näheren Umgebung meines Hotels. In der Parallelstrasse, auf der Rückseite des Hotels, ging es etwas ”rotlichtig” zu, aber was soll’s. Die Balkons gegenüber fand ich jedenfalls toll.

… At the end some photos from around my hotel. In the parallel street, at the back of the hotel, there seemed to be some red light activities, but what the heck. I liked the balconies on the other side.

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Ich machte einen kleinen Rundgang weg vom Zentrum.

… I went for a little walk away from the centre.

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An der Küste finden sich grosse Hotelkomplexe. In St. Julien’s gibt es aber auch noch die etwas kleineren, älteren auch direkt am Wasser. Irgendwie haben die doch mehr Charme. Wie alle Inseln, muss auch Malta sich gegen Erosion schützen. Vielfach wird das mit Beton getan, manchmal schön, manchmal weniger schön, aber immer praktisch. Alle können ans Wasser kommen.

… At the coast there are huge hotel complexes. But in St. Julien’s there are also still the smaller a bit older ones directly at the water front. They do have more charme, I find. As all islands, also Malta has to protect itself against erosion. That often happens by means of concrete, sometimes nice, sometimes not so nice, but always practical. Everybody can get down to the water.

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Wie gesagt, wir waren wohl nicht zum letzten Mal dort. Wir müssen uns auch Gozo noch etwas näher ansehen. Ausserdem waren wir noch nicht in der blauen Grotte wegen ungünstigen Winden. Meine liebste Zeit ist der März, dann blüht es auf Malta.

… As already mentioned, I think we haven’t been to Malta the last time. We also have to take a closer look at Gozo. And we haven’t been in the blue grotto yet because of unfavourable winds. My favourite time is March, as Malta is in flower then.

 

Moskau – eine Wechseldusche … Moscow – a Scottish shower (hot and cold water alternating)

Ich bin mit meinem Arbeitgeber öfter mal in Städte und Länder gereist, die ich sonst nie gesehen hätte. Da wir arbeiten mussten, hatten wir nie sehr viel Freizeit, aber ein wenig konnten wir uns immer umsehen. So war ich in Wien, Budapest, Warschau, Moskau, Baku, Malta, Belgrad, Bukarest, Tallinn, Helsinki, Dubrovnik und Cesme in der Türkei. Einige von diesen Reisen möchte ich hier gerne vorstellen. Mit Moskau fängt es an.

… With my employer I traveled to cities and countries, which I otherwise might never have seen. As we had to work, we didn’t have too much free time, but we could always see a few things. This way I was in Vienna, Budapest, Warsaw, Moscow, Baku, Malta, Belgrade, Bucharest, Tallinn, Helsinki, Dubrovnik and Cesme in Turkey. Some of these places I should like to present here. I will start with Moscow.

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Warum Wechseldusche? Weil man von einigen Leuten überaus nett behandelt wurde und von anderen dagegen total pampig. Man wusste nie, wie die Reaktion ausfallen würde. Ein Lächeln wurde oft nicht erwidert.

… Why a Scottish shower? Because some people treated us extremely friendly and others were completely rude. One never knew what to expect. A smile was often not returned.

Meine russischen Kolleginnen hatten uns gewarnt, dass die Autofahrer in Moskau regelrecht Jagd auf Fussgänger und Fahrradfahrer machten. Das hielt ich natürlich für übertrieben, war es aber nicht. Beim Überqueren einer Strasse ging ich daher immer mit Einheimischen, denn man kann nicht mit einer grünen Ampel rechnen, da kann plötzlich trotzdem ein Auto angebrettert kommen, selbst wenn die Rot haben. Aber wir haben alle überlebt.

… My Russian colleagues had warned us that the drivers in Moscow were actually hunting pedestrians and cyclists. Of course I thought they were exaggerating, but they weren’t. When crossing a road, I always tried to keep close to locals. One could not rely on a green light; from somewhere a car could come thundering, if it had a red light or not. But we all survived.

Unser Hotel lag an der Metro-Station Sokolniki. Unweit von uns war ein riesiger Park. Ich schaffte es, einmal dort spazieren zu gehen. Es war ein Park nach meinem Geschmack, teilweise kultiviert und teilweise verwildert. Was ich schade fand war, dass man überall im Park aus Lautsprechern  mit Musak berieselt wurde.

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… Our hotel was situated near the metro station Sokolniki. Not far from there was a huge park. I managed to walk in it once. It was a park after my taste, partly cultivated, partly wild. What I regretted was that all over the park were loudspeakers and people were bathed in muzak all the time.

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Auf der einen Seite vom Hotel lag ein total hypermodernes Hochhaus mit Büros, Läden und Restaurants, unter anderem ein Sushi-Restaurant, das von einem Japaner betrieben wurde und das wir öfter aufsuchten. Auch befand sich dort ein Supermarkt, der lokale, frisch zubereitete Leckereien in Form von Piroggen und gefüllten Paprika, Tomaten und Auberginen anbot. Die meisten dieser kleinen Gerichte waren ohne Fleisch.

… On one side of the hotel lay a hyper modern skyscraper with offices, shops and restaurants, among others a sushi place, driven by a Japanese, which we frequented. There was also a supermarket that offered freshly prepared local snacks like pirogies, filled peppers, tomatoes and eggplants. Most of these were vegetarian.

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Von meinem Hotelzimmer aus sah ich dies:           … From my hotel room I saw this:

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Die Bank Societe General Wostok im Erdgeschoss musste schon lange ausgezogen sein. Das Haus sah für mich aus, als ob es zum Abriss freigegeben worden war. Einige Einwohner hatten ihre Wohnungen über die Balkons zusammengelegt. Russen sind enorm erfindungsreich darin, sich mit wenigen Dingen zu behelfen und mit merkwürdigen Umständen fertig zu werden.

… The Bank Societe General Wostok must have abandoned its premises a long time ago. The house looked as if it was released for demolition. Some people had connected two flats via the balconies. Russians are extremely resourceful in making do with few things and cope with strange circumstances.

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Sokolniki hatte alles, von                                        … Sokolniki had everything, from 

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zu dem Unvermeidlichen                             … to the inevitable

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Viel Zeit zum Touristenspielen hatten wir nicht, aber wir waren doch zweimal in der Stadt. Mein Russisch reichte aus, um mir eine Zehnerfahrkarte für die Metro zu kaufen und die Namen der Stationen zu lesen. Bis in die Innenstadt mit Kreml und rotem Platz waren es nur drei oder vier Stationen. Da ich nicht alle 10 Klipps von meiner Karte brauchen würde, wollte ich einen Kollegen mit hineinnehmen. Ich stellte mich dusselig an und die Schranke schlug Alarm. Da kam eine dicke Dame angeschleppt, drückte auf ein paar Knöpfe und schrie uns ansonsten an, dass ich Angst bekam. Wir fuhren von der Station Sokolniki bis zur Station Lubyanka und gingen dann zu Fuss. Wieder Wechseldusche: auf der einen Seite spielten Leute auf der Strasse Musik und alle tanzten, auf der anderen Seite war ein Arbeiter mit einer Baumaschine mit irgendetwas im Gang (abends spät im Dunkeln …) und fuhr mehrmals fast Fussgänger über, die entsetzt zur Seite sprangen.

… We didn’t have much time to play tourists, but we went into town twice. My Russian was good enough to buy a 10-tour ticket for the Metro and to read the names of the stations. To the city with Kremlin and Red Square we only had to go three or four stops. As I knew that I wouldn’t need all 10 clips of my ticket, I wanted to take a colleague in. However, I was clumsy and triggered the alarm of the barrier. A really fat lady approached, pressed a few buttons and screamed at us in a way that got afraid. We went from the  stop Sokolniki to the stop Lubyanka and proceeded on foot. Here again a Scottish shower: on the one hand there were street musicians and everybody was dancing, on the other hand there was a worker with a construction vehicle working on something or the other (late in the evening, in the dark …) and several times nearly  drove into pedestrians, who jumped out of his way screaming.

FOTOS: Roter Platz, Lenin-Mausoleum, Vasilij Kathedrale und Kaufhaus GUM/Red Square, Lenin mausoleum, Vasilij Cathedral and department store GUM. 

Tagsüber/During daytime:

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Und Abends/and at night:

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Es war ganz unterschiedlich, welche Fremdsprachen die Leute beherrschten, wenn überhaupt, mal war es Englisch, mal Französisch und an einem Abend hatten wir Glück mit Spanisch. Ich traute mich einfach nicht, mein unzulängliches Russisch einzusetzen.

… It was a gamble, which foreign language people would speak, if any, sometimes it was English, sometimes French, and one evening we got lucky with Spanish. I simply didn’t dare to use my insufficient Russian.

In der Nähe des Roten Platzes war eine kleine Wasseranlage mit einem schönen Springbrunnen und kleinen Wasserläufen mit Mosaikböden sowie Statuen, die Szenen aus russischen Märchen darstellten. Laut Karte heisst das Reka Neglinaja. Die Anlage habe ich sowohl bei Tageslicht als auch im Dunkeln fotografiert.

… Near the Red Square was a little water installation with a beautiful fountain and small water basins with mosaics at the bottom as well as statues depicting scenes from Russian fairytales. As per the map it is called Reka Neglinaya. I took photos of it in daylight and at night.

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In einer Fussgängerzone nahmen uns unsere russischen Kolleginnen mit in eine Schokoladnitza, schon der Name war lecker. In einer Schokoladnitza bekommt man hauptsächlich warme, geschmolzene, sehr dunkle Schokolade, in die man dann Früchte taucht. Mit Schokolade als Getränk wie wir es kennen, hat das also wenig zu tun. Da das nicht mein Fall ist, bestellte ich Käsekuchen, und ich muss sagen, dass es einer der besten war, die ich je in einem Café gegessen habe, käsig, cremig, einfach nur lecker. Hier hatten wir zum ersten Mal ein merkwürdiges Erlebnis. Wir setzten uns an einen Tisch und eine junge Russin kam und brachte uns Menues. Dann kam unser indischer Kollege dazu und fortan wollte die blonde, blauäugige junge Frau uns nicht mehr bedienen. Es kam dann eine zentralasiatische Kellnerin an unseren Tisch. Der Gedanke, dass das rassischtisches Verhalten war, kam mir erst gar nicht und den anderen auch nicht. Wir rätselten vergeblich herum, wie wir die junge Frau wohl beleidigt hatten. Mein einer belgischer Kollege wies mich dann später darauf hin, dass viele Russen enorme Rassisten wären.

… In one of the pedestrian areas, our Russian colleagues took us to a chocolatnitza; the name alone sounded tasty. In a chocolatnitza you mainly get warm, molten, very dark chocolate, in which you dip fruit. It has nothing to do what we think of when we say we want to drink a hot chocolate. As this was not really for me, I ordered a cheesecake, and I must say that it was one of the best I ever got in a cafe, cheese, creamy, simply delicious. In this place we had our first strange experience. We sat down at a table and a young Russian waitress came with menus. Then our Indian colleague arrived, and from then on the blond, blue eyed young woman didn’t want to come to our table anymore. We were then served by a central Asian waitress. We never thought that this was because of racism. Instead we were trying to think of, how we might have offended the young lady. One of my Belgian colleagues later told me that many Russians were extreme racists.

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Dieser Eindruck bestätigte sich dann später als wir mit einer grösseren Gruppe am roten Platz essen gehen wollten. Meine belgische Kollegin und ich gingen zuerst hinein und suchten einen Tisch aus, und wurden sehr freundlich empfangen. Dann kamen die anderen, auch wieder mit unserem indischen Kollegen. Der stand oft draussen vor der Tür und quatschte in sein Handy, weil er für die IT-Vernetzung verantwortlich war. Von da an kam kein Kellner mehr an unseren Tisch, wir wurden völlig ignoriert. Schliesslich verliessen wir dann das Restaurant. Wir versuchten es noch beim Japaner, wo wir schon Stammkunden waren, aber dort stand ein Russe vor der Tür und verweigerte uns den Zutritt, weil geschlossen werden sollte. Das konnten wir ja verstehen, aber man musste uns ja nicht behandeln, als ob wir versucht hatten einzubrechen oder? Dann kam der japanische Chef uns noch hinterhergelaufen, denn wir waren so um die acht Personen und er wollte uns gerne bewirten. Meine belgische Kollegin (und Freundin) und ich hatten dann aber die Nase voll und gingen ins Hotel zurück, wo wir room service auf ihr Zimmer bestellten. Das war friedlich, lecker und gemütlich. Ich glaube  (hoffe) nicht, dass mein indischer Kollege mitbekommen hat, was da vor sich ging …

… This impression was confirmed when we on another day wanted to eat in a restaurant near the Red Square with a larger group. My Belgian colleague and I went in first and chose a table and were received very friendly. Then the others came, again with our Indian colleague. He often stood outside talking into his mobile phone, because he was responsible for our IT-network. From then on, none of the waiters came to our table, we were completely ignored. In the end we left. We tried at the Japanese, where we were already regulars, but a stout Russian stood in the entrance and refused to let us in, because they wanted to close. We could understand that, but why treat us as if we were trying to break in? Then the Japanese chef came running after us. We were a group of about 8 people, and he wanted to serve us. But my Belgian colleague (and friend) and I were fed up and went back to the hotel, where we ordered room service to her room. That was peaceful, delicious and cozy. I don’t think (hope) that my Indian colleague understood what was happening there …

Das Frühstück und das Mittagessen nahmen wir im Hotel ein. Beide Mahlzeiten waren hervorragende Buffets. Man durfte nur seinen Teller nicht unbeaufsichtigt lassen, denn die Kellner waren so aufmerksam, dass sie einem manchmal die Teller entrissen, mit denen man noch nicht fertig war.

… Breakfast and lunch we had at the hotel. Both meals consisted of excellent buffets. We just had to guard our plates, because the waiters were so eager that they snatched our plates away, even if we hadn’t finished yet.

FOTOS Kreml/Kremlin

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Das Sicherheitspersonal im Hotel und auch im Kreml war sehr freundlich und hilfsbereit. Aber am Eingang des Kremls hatten wir noch so ein seltsames Erlebnis. Man durfte grössere Taschen nicht mit heineinnehmen, sondern musste sie an einem Kiosk lassen, der in der Nähe vom Eingang lag. Uns erklärte man das. Aber dann kam eine chinesische Reisegruppe und ihnen wurde nichts erklärt. Der junge befehlshabende Soldat am Eingang wies einen Mann barsch zurück wegen seines kleinen Rucksacks. Seine Frau erklärte sich dann bereit, mit dem Rucksack draussen auf ihn zu warten. Ich fand das schade für sie, und da sie Englisch sprach, erklärte ich ihr, wo sie ihren Rucksack abgeben könnte. Das tat sie dann auch. Als Ergebnis wurde ich von dem Soldaten wie ein Verbrecher behandelt und angeschrien. „Handtasche öffnen“, und als ich nicht schnell genug war, riss er sie mir aus der Hand. Ich dachte, dass ich jetzt ganz bestimmt verhaftet werden würde. Er war anscheinend sehr unsicher (das sind die gefährlichsten) und fühlte, dass ich seine Autorität untergraben hatte. Er hatte das Ganze beobachtet, aber ich hatte mir gar nichts dabei gedacht, ich wollte nur der Frau helfen.

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… The security personel in the hotel and also inside the Kremlin was very friendly and helpful. But at the entrance we had another odd experience. It was not allowed to take larger bags inside, so we had to leave them at a kiosk that was near the entrance. A guide explained that to us. But then a Chinese travel group came and nothing was explained to them. The young commanding officer at the entrance refused entry to a man in a very rude way because of his little backpack.  His wife was willing to take it for him and wait outside. I thought that was a pity for her, and as she spoke English, I explained to her, where she could deposit the backpack. She did that. As a result, the soldier treated me like a criminal and shouted at me. „Open the handbag“, and when I wasn’t fast enough, he yanked it out of my hand. I thought that now I certainly would be imprisoned. It seemed like he was very insecure (those are the most dangerous ones) and felt that I had undermined his authority. He had watched everything, but I meant no harm by it, I just wanted to help the woman.

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Wenn ich mal im Urlaub nach Russland reisen sollte, dann jedenfalls nicht nach Moskau. Nach St. Petersburg vielleicht oder an die Wolga. Aber es war eine interessante Erfahrung, das muss ich gestehen.

… If I should ever travel to Russia on holidays, I would not choose Moscow. Mayby St. Petersburg or the Wolga area. But it was an interesting experience, I must admit that.

Lincoln, die Stadt … Lincoln, the town

Wir waren schön öfter bei unseren Freunden, aber bisher noch nie in Lincoln (ich dachte da an Robin Hood, aber der figuriert nirgendwo) (Im Nachhinein – nachgelesen – weiss ich auch warum, denn die Geschichte spielte in Nottingham und nicht in Lincoln. Wer trotzdem was über ihn lesen will, kann das HIER Beruf: heroischer Gesetzloser 😉 ).  Jetzt wollten wir uns endlich einmal die berühmte Kathedrale ansehen und erfuhren „so nebenbei“, das sich dort eine ebenso berühmte Burg befindet.

… We had been paying visits to our friends before, but until now we had never seen Lincoln (I thought of Robin Hood, but there was no trace at all of him) (After having read about him in Wikipedia, I also know why: his story was set in Nottingham and not in Lincoln. If somebody would like to read about him anyway, you can do that HERE occupation: heroic outlaw 😉 ). This time we finally wanted to see the famous cathedral and learned „along the way“ that there is a likewise famous castle.

 

Wir waren ganz kurz im Gefängnis, das in der Burg untergebracht war. Die unten gezeigte Zelle stammt aus viktorianischer Zeit und galt damals als beispielhaft und fortschrittlich.

… We had a short look at the prison that had been housed in the castle. The cell shown below stems from Victorian times, and it was at that time considered state of the art and very progressive.

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Die in der Burg, in einem extra dafür gebautem Tresorraum, untergebrachte Magna Carta durfte man nicht fotografieren (die Charter of the forest war auch dort). Es gab wohl zehn Exemplare, aber jetzt sind nur noch vier übrig, eine in Lincoln Castle, zwei in der British Library in London und eine in Salisbury Cathedral.

… We also looked at the Magna Carta, which is being kept in the castle in an especially built vault (the Charta of the forest is also being kept there). It was not allowed to take a photo of the chartas. There existed 10 specimen of the Magna Charta, but today only four of them have survived; one in Lincoln Castle, two in the British Library in London and one in Salisbury Cathedral.

Aber nun lasst uns einen Rundgang auf der Burgmauer machen und ein bisschen auf die Häuser von Lincoln schauen:     … But now let’s go for a walk on the castle walls and look down on the houses of Lincoln:

Danach ging es an einem interessanten Pub und schönen Häusern vorbei zur Kathedrale. Gemäss unseres Freundes ist sie eine der feinsten Kirchen im ganzen Land. Das könnte man sicherlich auch über die Burg sagen. (Im Burghof war alles vorbereitet für eine Fernsehübertragung der königlichen Hochzeit mit mobilen Toiletten etc., daher habe ich keine Fotos davon gemacht.)

… Afterwards we went past an interesting pub and beautiful houses to the cathedral. Our friend told us that it is considered one of the finest in the country. I guess this could also be said about the castle. (In the inner ward they had made preparations for a television transmission of the royal wedding with mobile toilets etc., therefore I didn’t take photos there.)

Ebenfalls wegen der königlichen Hochzeit am folgenden Tag, war der Organist am üben, Glück muss man haben! Später kam dann auch noch der Kirchenchor und übte, wunderbar! Während wir anderen herumgingen, meditierte mein Mann zur Orgelmusik. Er erzählte mit hinterher, dass das ein fantastisches Erlebnis war.

… Also because of the royal wedding the next day, the organist was rehearsing, how lucky can one be? Later on the church choir came in to rehearse as well, wonderful! while we others went around, my husband meditated to the organ music. He told me later that it had been a fantastic experience.

In einer Kapelle hingen eine ganze Menge Fahnen. Dieser Text fiel unserem Freund auf: Die rote Nationalflagge wehte auf einem Handelsschiff während seiner vielen Reisen im Pazifik im zweiten Weltkrieg und wurde von E. G. Blackburn aus Lincoln geschenkt. Die australische Fahne wurde vom Australia House gestiftet. Die daneben hängende weisse Nationalflagge wurde von E. C. Cordeaux RN geschenkt und wehte auf der HMS Lapwing in der Skagerrakschlacht am 31. Mai 1916.

… In one of the chapes a number of flags were shown. Our friend notices this text:
„The Red Ensign was flown by a merchant vessel during her many voyages in the Pacific during the Second World War and ws donated by E. G. Blackburn of Lincoln. The Australian Flag was given by Australia House. The adjacent White Ensign was given by E. C. Cordeaux RN and had been flown by HMS Lapwing at the Battle of Jutland 31 May 1916, …“.

Der Kathedrale ist ein Kloster angeschlossen.    … There is a monastery joined to the cathedral.

Ein kleiner Witz des Architekten: an einer Säule brachte er ein Trollgesicht an, sozusagen sein Warenzeichen.

… A little joke of the architect: on one of the columns he placed a troll face, his trademark so to speak.

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Hier noch ein paar Bilder aus der Altstadt:       … Here some photos from the old part of the town:

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Abends bekamen wir abermals einen herrlichen Pub gezeigt. Ein gemeinsames Projekt der Anwohner. Sie wollten gerne ihren lokalen Pub behalten, der drohte Pleite zu gehen,  und haben daher mit der Kommune eine Absprache getroffen. Die Kommune stellt den Pub zur Verfügung und die Anwohner betreiben ihn. Das Ganze ist ein Non-Profit-Unternehmen, denn fast alle, die dort arbeiten sind Freiwillige und kellnern, kochen und reinigen gratis. Das Essen war einfach super und dann auch noch preiswert. Wir hatten einen Kellner der Deutsch ohne englischen Akzent sprach; das ist eher selten. Er war als Soldat in Deutschland stationiert gewesen.

… In the evening our friends took us to another marvellous pub. This was a joint project of the residents. They wanted to keep their local pub, which was threatened by bankruptcy and have, therefore, made a deal with the municipality. The latter would put the pub at their disposal, and the residents would run the place. It is run as a non-profit-organization so to speak, because almost everybody, who works there is doing so as a volunteer. The food was simply great and not expensive at all. We had a waiter who spoke German without an English accent; that is rather rare. He had been stationed in Germany as a soldier.

Das war ein schöner Abschluss für unseren allzu kurzen Besuch. Aber wie sagt man in Dänemark: gammel fisk lugter (alter Fisch stinkt), was so viel heissen soll wie, dass niemand Gäste mag, die zu lange bleiben … 😉

… That was a splendid ending to our all too short visit. But, how do the Danes say: gammel fisk lugter (old fish stinks), which means as much as that nobody likes guests, who stay too long … 😉

Östliches Lincolnshire … Eastern Lincolnshire

Unser Spaziergang begann und endete an einem Pub. Als wir losgingen, wurde gerade Bier angeliefert. Das war gut zu wissen! Als wir zurückkamen, war der Pub allerdings geschlossen. Aber das haben wir später nachgeholt.

… Our walk started and ended at a pub. When we started out, they were delivering beer. That was good to know! However, when we came back, the pub was closed. But we made up for that later.

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Lincolnshire Wolds heisst diese schöne Landschaft. Und sie liegt im nördlichen Lincolnshire mittig bis östlich (also von der Mitte nach rechts, aber nicht bis an die Küste … 😉 )

… This beautiful area is called Lincolnshire Wolds. It is situated in the north of Lincolnshire, from the middle to the east (that is from the middle to the right, but not quite out to the coast … 😉 )

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Diese wilden Lichtnelken, die bei uns so selten sind, wachsen hier zuhauf.

… These wild red campions, which are so rare at our place, are growing in abundance here.

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Was kommt denn da durch das hohe Gras? Ein kleiner Hund, der Hund meiner Freundin, ein kleiner Mini-Jack-Russell, klein aber oho, der hat seine Meinungen … ein charmanter kleiner Wuffer.

… What is this coming through the high grass? A little dog, my friend’s dog, a little mini-Jack-Russel terrier, small but powerful, he has got his opinions … a charming little guy.

 

Wir kamen an dieser interessanten alten Kirche vorbei, St. Peter’s church, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, aber 1839 in Ziegeln wiederaufgebaut.

… We came past this interesting old church, St. Peter’s church, originally from the 13th century, but in 1839 rebuilt with brick.

Es gibt ein Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert

… There is a font from the 15th century

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und Glasarbeiten aus dem 16. Jahrhundert (flämisch?).

… and glass works from the 16th century (flamish?).

Der englische Drachen und die hohen Fenster scheinen neueren Datums zu sein. Der Altarplatz wurde 1883 restauriert, aber von wann stammt er? Die Angaben über die Kirche stammen aus der Wikipedia.

… The English dragon and the high windows seem to be of later date. The chancel was restored in 1883, but how old is it? The facts about the church are taken from Wikipedia.

Wie bei vielen Landkirchen fehlt es an Gemeindemitgliedern, aber einmal im Vierteljahr wird hier ein Gottesdienst gehalten. Es gibt auch noch andere Aktivitäten. Man versucht wirklich, die Kirche am Leben zu erhalten. Die Decke wurde vor Kurzem renoviert.

… As with many country churches, there is a lack of parishioners, but once every four months a service is being held here. There are also other activities. People really try to keep the church alive. The ceiling has been renovated lately.

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Auch an der Kirche fand sich Grün und Wasser.

… Also next to the church was green and water.

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Wir sahen uns die alten Grabsteine an. Ein Anwohner war anscheinend Pirat von Beruf  … 😉

… We looked at the old gravestones. One of the locals seems to have been a pirat … 😉

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Die Uptons waren am meisten vertreten, und dann die Sutcliffes und die Bakers oder war es Barkers? Aber das ist euch sicherlich egal … 😉

… The Uptons were most buried here, and then the Sutcliffes and the Bakers or was it Barkers? I am sure that you don’t really care … 😉

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Abends nach dem Essen in einem türkischen Restaurant zeigte uns der Mann meiner Freundin noch einen sehr schönen alten Pub, klein aber fein und gerade renoviert. Sehr charmant, schaut selbst:

… In the evening after a nice meal at a Turkish restaurant, my friend’s husband showed us a beautiful old pub, small but nice and recently renovated. Very charming, have a look for yourself:

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In dem Raum war nach rechts auch noch Platz für zwei Tische. Und unten seht ihr die Lounge:

… In this room were two more tables to the right. Below you see their lounge:

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Das war ein schöner Abschluss eines wohlgelungenen Tages. Vielen Dank an euch, liebe Freunde!

… This was a nice closing of a successful day. Many thanks to you, dear friends!

Am nächsten Tag stand Lincoln Stadt auf dem Programm, inklusive Burg und Kathedrale. Ich kann jetzt schon verraten, dass der Tag genauso wohlgelungen war! 😉

… For the next day we had Lincoln city on our programme, including both, the castle and the cathedral. I can already reveal that the day was just as wonderful!  😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spontanflug nach England … Spontaneous flight to England

Und zwar mit Rxxx Air, ein Erlebnis für sich. Der Service war jedoch auf dem Rückweg wesentlich besser. Aarhus ist eben ein kleiner Flughafen … 😉 … Aber so eine lange Schlange nur für die Passkontrolle wie in Stanstead Airport habe ich noch nie erlebt. Zwei lange Schlangen webten sich durch einen grossen Saal. Stellt euch einen riesigen Raum voller Leute vor, die erste Hälfte geht in die eine Richtung, die zweite in die entgegengesetzte Richtung, das ergab ein fast surrealistisches Bild, zielstrebig und doch ein keltischer Knoten … 😉

… And that with Ryan Air, an adventure in itself. But I have to say that the service on the way back was way better. Aarhus is a small airport … 😉 … But such a long queue only for pass control like at Stanstead Airport, I have never experienced yet. Two long queues were weaving through a big hall. Imagine an immense room full of people, the first half walks into one direction, the second half in the opposite direction. That picture was almost surreal, they were determined, but walking a celtic knot at the same time … 😉

Wir hatten ein Hotel in Islington gebucht, Underground station Tufnell Park. Das sind 7 Stationen von Tottenham Court Road, schön ruhig, aber trotzdem ist man schnell in der Stadt. Ich war in dem Hotel schon dreimal vorher, einmal mit meinem Mann, alles vor mehr als 20 Jahren. Aber das Wiedersehen war eine ziemliche Enttäuschung, nicht mit Islington, aber mit dem Hotel. Das Zimmer war ein Witz, hier meine Beurteilung auf Booking.com:
„Alles in Allem eine Enttäuschung.“
Minus: The Matratze war extrem hart. Junge Leute können das vielleicht aushalten, aber wir sind etwas älter. Die Toilette war ein schmaler Besenschrank, mein Mann konnte die Tür nicht schliessen, wenn er darauf sass, seine Knie ragten heraus. Die Duschkabine stand mitten im Raum mit durchsichtigem Glas.
Empfehlung: Kauft das Frühstück nicht, esst lieber in der Stadt.
Ich bin in diesem Hotel schon vor über 20 Jahren gewesen, und es war damals wesentlich besser.
Plus: Mir gefiel die Umgebung, eine ruhige Strasse in Islington, ideal wenn man nach einem Tag im geschäftigen London zurückkommt. Und noch eine Sache, der Internet-Service ist hervorragend, wir konnten HBO-Filme streamen!

In der Strasse, in der das Hotel lag, waren damals noch 4-5 andere kleinere Pensionen gewesen. Die waren jetzt alle weg.

… We had booked a hotel in Islington, Underground station Tufnell Park. That is 7 stops from Tottenham Court Road, quiet, but one is quickly downtown. I had stayed three times before in this hotel, once with my husband, all more than 20 years ago. But the reunion was quite a disappointment, not with Islington, but with the hotel. The room was a joke, here my evaluation on booking.com:
„All in all a disappointment.“
Not like: The matrass was extremely hard. Maybe younger people would not mind, but we are elderly. The toilet was a broom cupboard, my husband could not close the door when he sat down, the knees stuck out. The shower cabin was in the middle of the room with see-through glass.
Recommendation: don’t buy the breakfast, rather have breakfast in town.
I stayed in this hotel several times over 20 years ago and it was much better then.
Like: I liked the location, a quiet street in Islington, ideal for after a day in the busy city of London. And one thing more, the WiFi service is excellent, we could stream HBO movies!“

… In the street, where our hotel was situated, had 20 years ago been 4-5 more small pensions, which now had all gone.

Doch hier ein paar Fotos von Islington, zuerst der schöne Bahnhof mit den weinroten Fliesen:

… But now some photos of Islington, first the pretty station building with the purple tiles:

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Diese wunderschönen Büsche sah man viel in den Vorgärten in Islington. Ich kannte sie bisher nur aus französischen Gartenkatalogen (Ceanothus).

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Man musste die Hose runterziehen, bevor man hineinging, drinnen ging es nicht. Oh, und warmes Wasser gab es nur morgens. Wir haben uns aber nicht beschwert, daher weiss ich nicht, ob man uns da geholfen hätte.

… One had to pull down the trousers before entering, once inside, it wasn’t possible. And warm water was only available in the morning. But we didn’t complain, so I can’t say, whether they would have done something about it or not.

Am nächsten Tag war London-Tag. Am Vormittag hatten wir eine zweistündige Dickens-Tour geplant, zu Fuss, man brauchte nur aufzutauchen, Treffpunkt war an der Touristen-Information hinter St. Paul’s Church. Danach wollten wir in einem altbekannten indischen Restaurant in einer Nebenstrasse der Tottenham Court Road zu Mittag essen und später planlos herumlaufen. 😉

… The next day was meant to be a London day. We had planned a two hours Dickens-Walk for the morning. No need to book, you just showed up, meeting point was at the tourist information behind St. Paul’s Church. Afterwards we wanted to have lunch at an Indian restaurant that we knew of old, in a side road off Tottenham Court Road, and later we planned to walk around aimlessly. 😉

Wir waren etwas zu früh zur Stelle und gingen daher um die Kirche herum und tranken auch einen Kaffee.

… We were a bit early and walked around the church and drank a coffee.

An der Touristen-Information warteten wir dann auf unseren Fremdenführer, der nicht auftauchte. Es warteten noch drei andere Leute, aber die gaben vor uns auf. Wir gaben der Sache eine Viertelstunde, dann waren wir auch weg.

… At the tourist information we waited for our guide, who didn’t show up. There were three other people waiting, but they gave up before us. We waited 15 minutes over the announced time, then we also went away.

Jetzt waren wir irgendwie im Limbo und mussten umdenken. Mein Mann hatte jedoch die Millennium-Brücke entdeckt, und da mussten wir natürlich rübergehen.

… We felt a bit hanging in the air and had to rethink. But my husband had seen the Millennium-Bridge, which, of course, we had to cross.

IMG_20180515_111858 Blick vom südlichen Ufer        …   View from the South Bank

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Diese Mischung aus Altem und Futuristischem ist ganz schön umwerfend … This blend of old and futuristic is quite overwhelming.

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Der Bogen ist die neue U-Bahn-Brücke.     … We are standing under the new Underground bridge, at this point above ground. 😉

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Die schöne Blackfriar’s Brücke. Die roten Pfeiler sind Überbleibsel der alten Eisenbahnbrücke.

… The beautiful Blackfriar’s Bridge. The red pillars are remains of the old railway bridge.

Und auf dem nächsten Foto seht ihr den dicken schwarzgekleideten Mönch an der Hausfassade. Nach ihm sind Brücke, U-Bahn-Station und Stadtteil benannt. Was es mit ihm auf sich hat, könnt ihr HIER nachlesen.

… And on the next photo you can see the fat black clad munk on the facade of the house. Bridge, Underground station and district are named after him. You can read more about him HERE.

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Von hier aus gingen wir am Embankment entlang bis zur Northumberland Avenue, denn wir wollten via Trafalgar Square zum Leicester Square.  Wir trafen zwei sehr nette Tourismus-Angestellte, die uns den Weg erklärten. Einer hatte sogar einen Stadtplan, den er seinem Kollegen aber gar nicht gerne geben wollte, denn es war sein letzter. Später wollte er ihn uns sogar vermachen, trotz allem, war das nicht nett? Wir haben ihn ihm aber gelassen.  😉

Ich fand, dass die Leute viel netter waren als vor 20 Jahren, wenn man sie nach etwas fragte. Damals ist es mir öfter passiert, dass man einfach  nur „sorry“ zu mir sagte und einfach weiterging. Dieses Mal wurde immer gleich der Handy-Navy befragt und Leute bildeten Beratungsgruppen, einheimische und Touristen. Ich fand das toll. In Islington sprach uns sogar jemand von sich aus an ob er uns helfen könnte, weil wir wohl etwas hilflos wirkten. Nach 20 Jahren konnten wir uns nicht 100% an den Weg zum Hotel erinnern.  😉

… From here we walked along Embankment. We wanted to go to Leicester Square via Trafalgar Square. We met two very nice tourism-employees, who explained us how to get there. One of them even had a map, which he did not really want to hand over to his colleague, because it was his last one. Later he wanted to give it to us, in spite of that, was that not kind? But we couldn’t take it away from him.  😉

… I found people friendlier when approached, than 20 years ago. Then it happened often that people said „sorry“ and just moved on, they couldn’t be bothered. This time they immediately checked on the mobile GPS when asked for directions. People even formed consultant groups, locals and tourists, that was so nice! In Islington somebody even approached us, if we needed help. I guess we looked a bit helpless, but after 20 years we couldn’t remember 100% how to get to the hotel.  😉

 

Die Armlehnen der schönen alten Bänke sind sehr kunstvoll. Es gab auch Kamele und eine Sphinx-ähnliche Figur.

… The arm rests of the beautiful old benches are quite artistic. There were also camels and a sphinx like creature.

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Dieses Cafe war eine Überraschung (ich bekomme kein Geld für Werbung!). Sie hattten so viele schöne Kuchen, es war schwer zu wählen. Aber ich bekam einen Zitronen-Käsekuchen und mein Mann einen Vanille-Schokoladen-Mousse. Man konnte auch Snacks und Nachmittagstee bekommen. Das ist ein dreistöckiges Gebilde mit Sandwiches, Scones und kleinen Kuchenstückchen.

… This cafe was a surprise (I don’t get paid for advertising!). They had so many wonderful cakes, it was difficult to choose. But I got a lemon cheese cake and my husband a vanilla chocolate mousse one. They also serve snacks and afternoon tea, which is a three story plate with sandwiches, scones and small pieces of cake.

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Trafalgar Square sah aus wie immer, aber Leicester Square war eine Enttäuschung. Es gab gar keine indischen Restaurants mehr und das schöne Odeo-Kino war geschlossen. Das in Tottenham Court Road gibt es auch nicht mehr. Es gab zwei kleinere Kinos, aber da liefen dieselben Filme, ein Superheldenfilm und ein Horrorfilm.

… Trafalgar Square looked as always, but Leicester Square was a disappointment. There weren’t any Indian restaurants anymore, and the great Odeo-cinema was closed. The one in Tottenham Court Road doesn’t exist anymore either. There were two smaller cinemas, but with the same movies, one super hero movie and one horror movie.

Wir gingen zurück zur Themse und über die nächste Brücke wieder ans Südufer.

… We walked back to the Thames and crossed the next bridge back to Southbank.

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Blick auf das Parlamentgebäude und Big Ben, der ganz in Stellagen eingewickelt ist.

… View on the Houses of Paliament and Big Ben, completely wrapped up in scaffolding.

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Die schöne Westminster-Brücke. Ich habe extra darauf gewarten, dass viele rote Busse darauf fuhren. Den eingewickelten Big Ben links habe ich ausgeblendet.

… The beautiful Westminster Bridge. I waited a bit to catch as many red buses on it as possible. I cut off Big Ben in his wrappings to the left.

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Via Lambeth-Brücke kamen wir wieder auf die andere Seite. Hier ein Park am Parlaments-Gebäude.

… Via Lambeth-Bridge we crossed the river again. Here a park next to the Houses of Parliament.

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Ich liebe diese Flusspanoramen!          ….   I love those river views!

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Die blauen Linien waren unsere zurückgelegten Wege. Das sieht nicht nach viel aus, aber wir waren alles in allem 7 Stunden unterwegs.

… The blue lines show were we have walked. It does not look like much, but we were all in all 7 hours on our feet.

Nach einer weiteren Nacht auf der eisernen Jungfrau wurden wir vom Bahnhof Kings Cross, Bahnsteig 9 3/4, nach Lincoln transportiert.

… After another night on the iron maiden, we were beamed from Kings Cross station, platform 9 3/4 to Lincoln.

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Ich teile den Bericht von England in drei Teile. London, östliches Lincolnshire und Lincoln. Entgegen aller Wettervorhersagen hatten wir an allen fünf Tagen hervorragendes Wetter!

… I am dividing the England report into three parts, London, eastern Lincolnshire and Lincoln. Against all weather reports we had splendid weather all five days!

Liebe Grüsse aus dem immer noch sommerlichen Dänemark. Bis Sonntag einschliesslich wird es auf jeden Fall noch anhalten. Die Bauern weinen schon, weil alles so trocken ist.

… Kind regards from still summerly Denmark. It is supposed to hold until Sunday inclusively. The farmers are complaining now, because everything is so very dry.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtrag zur Schottlandreise 1974 … Addition to the Scotland diary of 1974

… (My Scotland diaries of 1973 and 1974 exist in German only. I hitchhiked with a friend during summer school holidays through Scotland both years, in 1973 for three weeks, and in 1974 for 6 weeks. If there is interest in the anglophone community to read them, I might find the energy to translate them … 😉 )

Ich habe euch nämlich was vorenthalten … ich verliebte mich damals, und zwar in den Muschelkocher cum Künstler, den wir in der Jugendherberge in Achintraid am Loch Kishorn getroffen haben. Wir sahen uns nur an dem einen Tag und sind uns danach nie wieder begegnet. Aus dem Bedauern darüber entstand dieses “Gedicht”, dass ich neulich in meinen handschriftlichen Aufzeichnungen wiedergefunden habe

… I have kept something from you … I fell in love then, with the mussel cooking cum artist guy, whom we met in the hostel at Achintraid on Loch Kishorn. We only met that one day and never again. From the regret about this the following “poem” resulted, which I found in my handwritten notes

Zwei blaue Blitze treffen mich,
Kurz und gut gezielt.
Sie durchbohren und
Versengen mich,
Unvergesslich!
Mit der schwarzen Wolle,
Die meine Hände durchwühlen möchten,
Spielt der Wind
Und lacht mich aus!

 Two blue lightnings hit me,
Quickly and well aimed,
They pierce me
And singe me,
Unforgettably!
With the black wool,
That my hands want to ruffle,
The wind plays,
Laughing at me!

 (Hm, wenn ich den Beitrag von Schottland durchlese, wird es schon ziemlich klar, dass ich verknallt war … 😉  … Hm, when I look at the relevant post, it does become quite clear that I had a crush on him.)

achintraidlochkishorn(Achintraid, ein neueres Foto. Es hat sich kaum verändert. Eines der Häuser an der Wasserkante (es ist gerade Ebbe, denn Loch Kishorn ist eine Bucht und kein See) ist die ehemalige Jugendherberge.  Ich bin mal die Liste der schottischen Jugendherbergen durchgegangen. Dort kann man sehen, welche es gab und welche noch vorhanden sind. Für mich sieht es so aus als ob seit damals nur noch 10% der Jugendherbergen übrig sind.

… A late foto of Achintraid. It has hardly changed. One of the houses at the waterfront is the former hostel (there is low tide on the foto, as Loch Kishorn is a bay, not a lake.) Ihave looke through the list of Scottish youth hostels. It shows all former hostels and the still operating ones. For me it looks as if only 10% of the hostels are still in business since that time.

Loch Kishorn ist wunderschön …

… Loch Kishorn is a beautiful place …