Goldilock tritt in mein Leben

[Goldilock ist ein Pseudonym für eine schwäbische Kollegin und später Freundin, die ich am Arbeitsplatz kennengelernt habe und die mich in die merkwürdigsten Situationen brachte. Dies ist die erste von fünf kleinen Geschichten.]

Es war so um 1979 herum, ich war 24 Jahre alt und arbeitete in einer mehr oder weniger privaten Reisebusgesellschaft in Hamburg. Goldilock wurde im Bereich Reiseplanung angestellt. Sie stammte aus Schwaben und war rein äusserlich alles, was ich blöd fand: stark geschminkt, viele Klunker, jedes Haar perfekt in einer Aussenrolle mit literweise Haarspray fixiert und gerne in eine kurze silberfarbene Pelzjacke gekleidet. Ich fand jedoch schnell heraus, dass sie Humor hatte und man mit ihr viel Spass haben konnte.

Unser Chef war eine Person, die man nicht richtig respektieren konnte. Ein kleiner nichtssagender Typ mit schütterem Haar und einer netten Frau, der ganz offensichtlich die rothaarige Leiterin des Reisebüros anbetete. Wann immer wir etwas durchsetzen wollten, wurde sie gebeten, es mit ihm aufzunehmen. Erfolg war fast immer garantiert. Er war total lächerlich in seiner Offensichtlichkeit.

Aber hier geht es um Goldilock. Wir haben viele Mittagspausen zusammen mit einer anderen jungen Kollegin gegenüber in der Kneipe verbracht, wo man morgens auch belegte Brote kaufen konnte. Dort tranken wir Orangensaft und Wodka oder Apfelschnaps, weil man das nicht riechen konnte, denn unser Chef hatte Alkohol während der Arbeitszeit 100% verboten. Weniger unauffällig war der Rotweinpunsch, den wir in der Kaffeemaschine zubereiteten und der leider einen penetranten Geruch verbreitete. Ein anderes Versteck einer Flasche war hinter der Fassade eines Ordners mit der Aufschrift ”Blitzreisen”. Das Peinlichste passierte einem männlichen Kollegen, der ein Schnapsglas mit Cognak in der Einstecktasche seines Jackets für später versteckt hatte. Er wurde vom Chef aufgehalten und über eine Landkarte befragt. Als er sich darüber beugte … ihr könnt es euch denken!

Zurück zu Goldilock. Sie konnte eiskalt sein. Sie sollte zum Beispiel eine Kurzreise nach Polen planen und dem Chef vorlegen. Einmal war sie zu lang, dann wieder zu kurz. Am Ende hatte sie die Nase voll und legte ihm ihren allerersten Entwurf wieder vor, den sie aufbewahrt hatte. ”Sehen Sie, Frau Goldilock, genauso wollte ich es haben”, war seine Reaktion. (…)

Es verging nicht viel Zeit und Goldilock und ich unternahmen auch private Dinge nach der Arbeit, trotz meiner anfänglichen Vorurteile bezüglich ihres Äusseren. Und als mein damaliger Verlobter und ich uns trennten, zogen wir sogar zusammen in ein Haus in einem winzigen Kaff südlich von Hamburg, das einem anderen jungen Kollegen gehörte und der es an uns vermietete.

Wir machten mit unserer Umzugscrew einen unauslöschlichen Eindruck auf die Dorfgemeinschaft. Von Goldilocks Seite war da ihre Schwester mit ihrem türkischen Verlobten, die sich entweder anbrüllten oder sich mit Koseworten überschütteten (Blume meines Herzens etc.). Von meiner Seite war da mein Ex-Verlobter aus Nigeria, der gross und breit war mit langer Afrofrisur (er half noch beim Umzug, bevor er nach Nigeria zurückging); mein älterer Bruder in Schottenkilt und -bonnet sowie mein ganz normal aussehender Cousin. Um den Eindruck der Dorfgemeinschaft zu verstehen muss dazu noch gesagt werden, dass die Blume des Herzens solange sie bei uns wohnte so bis mittags im durchscheinenden Nachthemd herumlief und so auch aus dem Fenster hing. Allen war klar, dass da ein Bordell eingezogen war. Dass Goldilock und ich jeden Morgen um 07.00 Uhr zur Arbeit fuhren, täuschte keinen. Sie wussten Bescheid.

Dieser Eindruck verschärfte sich dann noch, als wir beide englische Freunde bekamen, die jeder drei verschiedene Autos hatten und mal mit dem einen oder dem anderen kamen. Dann übernachteten auch einige Leute von der Housewarmingparty bei uns; wieder viele Autos. Und dann kam die Syrer-Clique, die wir kennengelernt hatten, mit 7 oder 8 Leuten zu uns zum Baden, weil bei ihnen wegen Reparaturen das Wasser abgestellt war; wieder drei Autos.

Eines Abends kam also ein rechtschaffener Nachbar und erzählte uns, dass wir ein schlechtes Vorbild für die Dorfjugend wären. Ich versuchte noch mit ihm zu reden, aber Goldilock war ausser sich vor Wut und brüllte von oben aus dem ersten Stock, dass er sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern sollte und dass es ihn gar nichts anginge, was wir in unserem Haus machten. Sie konnte nicht runterkommen, weil sie nämlich gerade aus dem Bad kam und splitterfasernackt war. Das wäre Wasser auf seine Mühlen gewesen. Die Nachbarn glaubten tatsächlich, dass bei uns Orgien veranstaltet wurden. Was für eine schmutzige Fantasie manche Leute haben und wie wenige Freunde offensichtlich!

Aber dass unser direkter Nachbar im Suff seine Frau schlug, das war völlig in Ordnung … das vermittelte der Dorfjugend einen guten Eindruck.

(Fortsetzung folgt)

Was habe ich eigentlich so gemacht im Leben?

Ich bin eigentlich nie ehrgeizig gewesen. Das eine Jahr in der Fremdsprachenschule, das mich zur fremdsprachlichen Sekretärin mit Englisch, Französisch und Spanisch ausbildete, war mehr oder weniger meine Berufsausbildung. Wenn ich allerdings einen Job hatte, habe ich ihn so gut gemacht, wie ich konnte, und das war manchmal besser als andere. Ich hätte nach dem Abitur studieren können, wusste aber nicht was. Ausserdem wäre ich dann weiterhin von meinem knauserigen Vater abhängig gewesen. Ich wollte so schnell wie möglich Geld verdienen. Von zuhause bin ich bereits vor dem Abitur ausgezogen, da ich den Stress mit meiner Mutter nicht mehr ertragen konnte. Ich bekam ein Zimmer bezahlt und ansonsten meine Monatskarte und 50 DM Taschengeld, das war’s. Mein Vater wollte nicht noch mehr Geld ausgeben, da ich ja schliesslich zuhause wohnen konnte, wenn ich wollte. Den ersten Monat habe ich daher von Schwarzbrot und Erbeermarmelade von Aldi gelebt. Ich war zu stolz, zum Essen zu meiner Mutter zu gehen. Zum Glück hatte ich gute Freundinnen, die ihre Mütter baten, mich immer mal zum Mittagessen einzuladen. Dann begann ich im Otto-Versand zu arbeiten in der Spätschicht und verdiente mir so ein wenig Geld dazu.

Mein Austronesistik-Studium habe ich nur gemacht, weil ich probieren wollte, wie es ist zu studieren und die Thematik mich interessierte (Kulturen und Sprachen aus Indonesien und der Südsee). Man kann damit aber nur Professor werden, und das wollte ich auf keinen Fall. Ich passte nicht zu den Menschen an der Uni.

Ich hatte diverse Beziehungen mit Männern verschiedener Hautfarben, Nationalitäten und Glaubensrichtungen, immer auf der Suche nach der grossen Liebe. Ich ging eine verkorkste Ehe mit einem Halbösterreicher ein, die viel zu lange gedauert hat. Neun Jahre, glaube ich. Drei Jahre danach, nachdem ich mich immun glaubte, ”geschah” eine neue Ehe und es folgte der Umzug nach Dänemark mit Kater und Kegel. Da bin ich noch, mit meinem geliebten Mann und gleichzeitig bestem Freund seit 24 Jahren. Wir haben einige finanzielle AufundAbs erlebt und diverse seelische Krisen durchgestanden, die von aussen auf uns eingestürmt sind und die unsere Beziehung nur noch stärker gemacht haben.

Mein Kater wurde 16 Jahre alt.

Ich war immer gut mit Sprachen. Ich spreche Deutsch, Englisch und Dänisch auf gleichem Niveau, Französisch fortgeschritten und Spanisch und Russisch auf Anfängerniveau. Das hat mir im Beruf geholfen und machte mir Spass.

Dann habe ich vier Jahre lang ein Heilpraktiker-Studium neben einem Vollzeitjob durchgezogen, und zwar als Fernstudium kombiniert mit Wochenendseminaren in Hamburg bei einer Heilpraktikerin in Blankenese. Ich wollte aus meinem Beruf ausbrechen, habe mich dann aber letztendlich nicht getraut. Aber das Studium hat viel Nutzen für meinen Mann und mich gebracht. In diesem Zusammenhang habe ich mich sehr eingehend mit alternativen Heilmethoden beschäftigt, vor allem mit Pflanzenkunde und Ernährung, und sie an mir und meinem Mann erprobt.

Achja, und dann habe ich noch 4 Massagekurse (Kopenhagen) und 3 Sanjo-Kurse (Hamburg-Altona) gemacht, alles im Zusammenhang mit der Heilpraktik. Aber nur, weil es mich interessierte. Und ebenfalls sehr nützlich für den Hausgebrauch. Ärzte sehen uns selten.

Ich hatte vorübergehend mal geplant, an zwei Wochenenden im Monat nebenberuflich zu massieren und Sanjo zu praktizieren, aber das erwies sich als illusorisch. Und jetzt habe ich keine Lust mehr. Mein Mann und einzelne Freundinnen kommen in den Genuss meiner Entspannungsmassage. Eine war mal in einem Spa in Estland, wo sie u. a. auch eine Massage bekam, die sie längst nicht so gut fand wie meine. Ha!

Nicht zu vergessen, mit 10 Jahren habe ich angefangen, Reiten zu lernen. Ich liebe Pferde und Tiere allgemein, habe aber leider eine Tierhaarallergie entwickelt. 16 Jahre Asthma (Kater).

Und Garten, ja, Blumen und Pflanzen liebe ich auch und habe bis jetzt 6 Gärten angelegt, da wir öfter umgezogen sind. Man hat mir ja damals geraten, Gartenbau zu studieren, aber wo ist der Zusammenhang zwischen so einem Studium und im Garten zu pusseln? Und gutes Essen liebe ich, meistens zu Hause, da schmeckt es am besten. Und Wandertouren und Radtouren und ganz allgemein Touren. Und Musik natürlich, und zwar aller Art, Nationalität und Epochen.

Eine Leseratte bin ich auch. Einer meiner Lieblingsautoren ist Terry Pratchett mit seiner Scheibenwelt und seinen wunderbaren Kinderbüchern. Aber auch P. D. James mit ihren Krimis und ihrem ganz anderen Roman ”The children of men” und Maeve Binchi, die so sehr treffend Menschen beobachtet hat. Drei meiner ausgesprochenen Lieblingsbücher sind ”Jean le bleu” von Jean Giono, ”The sixth sense” von Stephen McKenna und ”The far pavilions” von M. M. Kaye. Ich könnte nicht sagen warum, nur dass sie zu mir ”sprechen”.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich auch handarbeite? Nähen, Häkeln, Stricken, Basteln, you name it. Und von meinem Vater habe ich Tapezieren und Malen gelernt, also so richtig. Wir haben immer alles selber renoviert.

Es gibt also viele Dinge, über die ich mich freue und mit denen ich mich beschäftige, und ich langweile mich daher nie. Neuerdings ist das Schreiben von Kurzgeschichten dazugekommen. Aber darauf habe ich keinen Einfluss, die ”kommen” oder nicht. Es ist auch nicht alles veröffentlichbar …

Ich melde mich ab …

… für die nächsten Tage, denn ich fahre ins schöne Rungsted nördlich von Kopenhagen und besuche meine belgische Freundin.

Mein Mann erzählt gerade, dass dort im Moment Jazzfestival ist, na so ein Zufall … 😉  😀

Beim Jazzfestival ist immer viel los in Kopenhagen, da wird gejazzt in Konzerthallen, Mitbürgerhäusern, Kneipen, Restaurants und im Freien. Super, dass das gerade zusammenfällt. Vielleicht spielt sogar der Freund meiner Freundin irgendwo mit seiner Band, der spielt nämlich Saxofon und ausschliesslich Jazz.

Bis Sonnabend dann in alter Frische! Ich lasse nämlich den Laptop zuhause.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Entspannung der Lage?

Gestern Morgen wurde noch einmal eine kleine Portion Holz „nachgelegt“:

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Aber gleichzeitig kamen Leute, um am Abwasserabfluss eine Art Siphon anzubringen, damit bei bestimmten Windrichtungen nicht Kloakgeruch herrscht. Deshalb hatten wir nämlich unseren Sitzplatz verlegt, weil da Kloakgeruch aus den Deckeln und dem Keller kam, wenn der Wind in das Abflussroh blies. Das Abwasser wird in einem breiten Flexrohr unterirdisch in einen Graben hinter dem Waldstück geleitet und endet dann letztendlich in dem Teich, den man vom Grillplatz aus sehen kann. Aber nicht das aus der Toilette, das fliesst in einen Septiktank.

Ausserdem sind der Hauswirt und ein Mann dabei, den Sockel an der Stelle zu reparieren, wo das Wasser in den Keller kommt. Da wird sich die nagelneue Pellet-Heizung freuen, die seit Ende Februar im Wasser gestanden hat. Er klingelte an, um Bescheid zu sagen, dass er jetzt am Sockel arbeite und dass sie auf die Pflanzen achtgeben würden (!!!) und weil er Wasser brauchte, um die Mauer abzuspülen. Der erste Blick in die Augen war nicht sehr freundlich, aber dann führten wir uns beide musterhaft auf.  Ich fragte ihn sogar, ob ich die Tomaten entfernen sollte, um guten Willen zu zeigen. Seid ihr nicht stolz auf mich???  😉  😀

Ich weiss nicht, was in ihn gefahren ist, aber ich bin froh, wenn sich die Situation auf diese Weise entschärft. Vielleicht hat er Einsichten gehabt? Vielleicht will er es nicht auf sich sitzen lassen, dass mein Mann ihn unzuverlässig genannt hat? Wie dem auch sei, die neuen Mieter werden es besser haben. Zumindest mit der Bausubstanz. Ich bin nicht sicher, dass er das mit der Kränkung des Privatfriedens begreift.

Und hier noch etwas Schönes:

Drinnen:

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Die fünf priviligierten Oleanderpflänzchen (plus Geranienableger, der sich gerade auf eine neue Blüte vorbereitet) …

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… und die zehn anderen. Ich habe einfach noch nicht so viele weisse Übertöpfe, aber das mache ich noch. Der oberste kleine Oleander ist eine Art Halbalbino, wie der Bärlauch in Trelde.

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Die Malta-Pflanze wächst enorm, trotzdem ich den Haupttrieb bereits beschnitten habe. Der gelbe Klee steht trocken in der Speisekammer. Wenn ich den wieder anfange zu giessen, müssten sich eigentlich aus den Knöllchen, die er abgeworfen hat, neue Pflanzen bilden. Wir werden sehen …

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Hier eine aparte Kletterpflanze. Ich weiss nicht, wie sie heisst. Die dickfleischigen, herzförmigen Blättchen sind ungefähr daumennagelgross. Und dann bekommt sie diese kleinen lila Blüten, die wie Laternchen aussehen.

Draussen:

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Hier stehen jetzt alle meine Rhodos. Sie sehen schön gesund aus. Kleinere Stauden habe ich einfach mit in die Kübel gestellt. Der Trailer steht dort als Windschutz. Ich grabe das meiste schon aus und fülle die Löcher auf, denn dann kann sich das Gras bis zu unserem Auszug wieder erholen.

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Die Osttreppe. Das Beet davor ist dabei sich zu etablieren. Die Stockrosen waren eigentlich dazu gedacht, die Treppe zu verdecken, aber ich nehme sie alle mit, auch die Lupinen (nicht mit im Bild).

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Unsere Tomaten sind alle am Blühen. Die Früchte werden sicherlich alle gleichzeitig im August reif sein … 😀

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Zwischen all den blauen Glockenblumen hat sich bisher nur eine einzige weisse gezeigt. Die Pflanze werde ich mitnehmen. Von den blauen habe ich eine Menge in anderen Blumentöpfen (sie sähen sich überall hin). Ich finde sie wunderschön! Sie blühen ziemlich lange und halten sich auch gut in der Vase.

So, das war’s für heute. Ich wollte eigentlich gestern schon posten, aber mir ging es nicht so gut. Gestern Mittag hatte ich auf einmal 38 Fieber! Die Medizin ist auch ein echter Hammer und macht mich müde, aber sie scheint zu wirken, denn das Borreliose-Erythem ist fast weg. Noch fünf Tage Antibiotikum und dann bin ich wieder „frisk som en havørn“, wie man hier sagt (fit wie ein Seeadler).

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche. (Am Donnerstag soll es bei uns Sturm, Regen und Gewitter geben, mal sehen … es kommt ja nicht immer so, wie sie es vorhersagen … 😉   )

 

 

 

Der Morgen danach …

Heute Morgen, der Morgen nach unserem ganz privaten St.-Hans-Feuer, das unser Vermieter veranstaltet hat, war da immer noch ziemlich viel Glut in dem Haufen. Gestern Abend/Nacht um halb elf kam nochmal jemand. Ich hörte ja eine Maschine. Anscheinend hat derjenige die Glut von den Bäumen weggeschubst und eine Art Wall um die Glut errichtet. So ganz sicher fühlten die sich anscheinend doch nicht. (Am späten Nachmittag waren sie ja alle abgeschwirrt und haben es einfach brennen lassen.) Heute Morgen war er wieder da und hat die Glut auseinandergerissen, damit sie schneller abkühlt. Es qualmt immer noch und stinkt nach Rauch, aber das geht die Mieter ja nichts an, die müssen das nur riechen … 😉

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Unser Vermieter hat ja gestern noch meinen Mann angerufen und ihm erzählt, dass ich nicht ganz richtig im Kopf wäre. Das fiel bei meinem Mann nicht auf guten Boden … 😉 Hat er vielleicht geglaubt, dass mein Mann auf seiner Seite sein würde?

Ich hatte nämlich zu seinem Sohn gesagt, dass ich die Feuerwehr rufen würde, wenn die grossen Bäume anfangen würden zu brennen. Das ist ja zum Glück nicht passiert. Wegen der Bemerkung bin ich nicht richtig klug im Kopf. 😀

Auf dem folgenden Bild könnt ihr sehen, wie hoch an den Bäumen die Blätter ab- und angesengelt sind (5-6 m hoch). Ich wage zu behaupten, dass es ohne den vielen Regen nicht so glimpflich abgegangen wäre.

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Jetzt habe ich mir noch eine Borreliose angelacht und war gestern dann auch noch beim Arzt und habe sofort Antibiotika bekommen. Mir war nicht sofort klar gewesen, dass es eine Borreliose war, weil ich an derselben Stelle auch noch drei dicke Mückenstiche hatte, aber gestern bekam ich Fieber und da dachte ich, jetzt aber ab zum Arzt. Ich hatte das schon einmal in Schweden, aber da sah das viel schlimmer aus.

Nun, das Drama ist vorbei (hoffentlich) und von nun an kann es nur noch besser werden.  😉 Anfang September ziehen wir um, und dann beginnt wieder einmal ein neues Leben mit einem neuen Garten.  Wenn ich mich richtig daran erinnere wird das dann Nr. 7.

Ich wünsche euch allen noch ein schönes Restwochenende.

 

Abbruchszenen Ende

Hier die letzten Bilder der Abbruchserie. Die sprechen für sich selbst:

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Der Vermieter rief an. Ich hatte nämlich gesagt, dass ich die Feuerwehr rufen würde, wenn die grossen Bäume anfangen würden zu brennen. Da hatte er natürlich Angst, dass sein unreglementiertes Feuer publik wird, stellte es aber so dar als ob er in seiner grossen Güte verhindern wollte, dass ich einen unnötigen Einsatz der Feuerwehr bezahlen müsste.

Mein Mann sagt, die Bäume werden nicht anfangen zu brennen, die wären zu feucht. (Es hat in der Nacht ziemlich geregnet.) Jedenfalls will ich das Auto zuhause haben, falls ich flüchten muss.

Und hier noch was Schönes:

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Wünscht mir Glück, ich habe nämlich wirklich Schiss in de Büx.

Dekoration selbermachen

Mit anderen Worten: Handarbeit! (Ein Thema, das ich dieses Jahr sehr vernachlässigt habe … wegen Zeitmangel … und weil all die Kochrezepte irgendwie wichtiger waren …) In diesem Falle habe ich eine Idee aufgegriffen, die ich auf dem Jahrmarkt in Hjallerup gesehen habe. Das ist der grösste Jahrmarkt in Dänemark und findet einmal im Jahr statt. Dort findet man alles von Socken über Kunst zu Pferden samt Zubehör.

Besonders angezogen haben mich dort drei Stände: einer wo alle möglichen Gegenstände aus Fahrradschlangen hergestellt wurden, sogar eine Motorradjacke genäht aus diesen Gummidingern. Sah gut aus; der zweite Stand war auch einer, wo man Ideen dazu bekam, aus Altem was Neues zu machen, wie das unten auf den Bildern; und dann einer wo man aus Metall alle möglichen Gegenstände und Figuren geschmiedet hatte. Die Auto- und Motorradmodelle taten es mir natürlich an, aber es gab auch einen Whisky-Flaschenhalter in Form eines Piraten mit Säbel und Papagei auf der Schulter. Das Sortiment war sehr vielseitig.

Ich habe keine Fotos gemacht, das muss man einfach erleben. Pflanzen gab es auch sehr billig. Ich habe mir 10 Impatiens gekauft, um das Rhododendronbeet aufzuhellen, aber zum Thema Garten kommt ein anderer (kurzer) Beitrag.

 

Ich habe die Idee ein bisschen aufgepeppt und Kordeln gedreht, anstatt nur einfach Garnfäden zu nehmen. Die Flasche hängt an drei Kordeln, die unten zusammengeknotet sind. Ich habe sie sowohl unten als auch oben durch die Häkelei gezogen, damit nicht alles dauernd verrutscht. Ausserdem kann die Flasche dann auch nicht rausfallen. Man kann alle möglichen Gläser nehmen, grosse, kleine, breite, schmale. Diese Flasche war im Moment das schönste Glasgefäss, das ich hatte.

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Man kann die Aufhängung natürlich verkürzen. Die Kette habe ich auch auf dem Markt gekauft. Da war ein Stand, wo jeder Artikel nur 5 Kronen kostete. Da habe ich einige kleine Deko-Sachen mitgenommen.

Das Wochenende kommt mit Riesenschritten, erst einmal tschüss und bis demnächst in diesem Theater!