Musik, Musik, Musik …

… oder ”manchmal bin ich schlichtweg genial” (in aller Bescheidenheit, natürlich)  😉

Mein Mann wollte ”die Band wieder zusammenbringen”, naja nicht ”wieder”, sondern überhaupt erst einmal eine Band sammeln. Er spielt Gitarre, akkustisch und elektrisch und Keyboard. Als erstes suchte er einen Bassgitarristen und einen Schlagzeuger. Er erklärte mir, dass man damit erst einmal anfangen könnte.

Es dauerte eine Weile, bis sich ein geeigneter Schlagzeuger einfand. Die Leute wohnten entweder zu weit weg oder wollten lieber extreme metal spielen anstatt Country und Rolling Stones. Die beiden trafen sich, um sich zu beschnuppern. Es schien ganz gut zu verlaufen, obwohl der Drummer ziemlich viel redete. Er war bereits 72 Jahre alt und randvoll mit Anekdoten. So ein richtiger Hygge-Däne … 😉   Ausserdem wurden wir diverse Male mit dem Einwurf beglückt, dass seine Frau 13 Jahre jünger war als er, und was das für Implikationen für einen Mann hätte … gäääähn.

Dann meldete sich ein Bassgitarrist von ”umma Ecke”, und die drei wollten sich treffen. Schon bei diesem Treffen wollte Anekdotendrummer sich wieder von der noch nicht vorhandenen Band ausklinken, weil ihn eine bereits etablierte Band gebeten hatte, bei ihnen mitzuspielen. Dafür hatte natürlich jeder Verständnis, da er ja professioneller Musiker gewesen war und mit Leuten wie Dario Campeotto und Birthe Kjær gespielt hatte, wie er erzählte. Ausserdem war das bei ihm in der Nähe, zu uns musste er dagegen ca. 40 km fahren. Mein Mann meinte, dass er keine Gelegenheit gehabt hätte, den Bassgitarristen kennenzulernen wegen der vielen Anekdoten … und die beiden vereinbarten ein erneutes Treffen mit Instrumenten.

Bei diesem Treffen stellte sich heraus, dass Herr Bass anscheinend völlig unmusikalisch war. Er konnte nicht hören, wenn er falsch spielte … wie das? Er spielte nämlich auch mit anderen Leuten einmal in der Woche zum Tanz auf. Mein Mann erklärte, dass sich ein Bassgitarrist in einer grösseren Band ”verstecken” könnte.

Wenn das schon beim Folsom prison blues mit drei Akkorden nicht klappte, wie sollte das was werden?

Die beiden trennten sich also wieder und da war überhaupt keine Band.

Zwei Tage später, ihr werdet es nicht glauben, meldet sich der Anekdotendrummer wieder, dass es nicht ginge mit der anderen Band, die wären nicht daran gewöhnt mit einem professionellen Drummer zu spielen … Nun hatte mein Mann aber in der Zwischenzeit beschlossen, dass er keine Lust mehr auf Anekdoten hatte, da sie sich auch bereits wiederholt hatten. (Wir hatten so eine Ahnung, dass wir vielleicht wieder von ihm hören würden … 😉 )Und dann bekam ich eine Idee. Mir war nicht klar, ob sich das machen liess, aber ich machte ihm einen Vorschlag. Nämlich, ob da auf dem Keyboard nicht alle möglichen Begleitungen drauf wären, Bass, Schlagzeug, you name it, und wäre es nicht vielleicht möglich, dass ich die Akkorde spielte mit der richtigen Begleiteinstellung. Wenn es sich nur um Akkorde handelte, das müsste ich doch hinbekommen, schliesslich habe ich mal Akkordeon gespielt. Allerdings kann ich aus dem Grunde Tasten nur mit der rechten Hand spielen …

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Jedenfalls spielten wir den Folsom prison blues mit seinen drei Akkorden bereits am ersten Tag, und jetzt sind wir bei Leonard Cohens ”Halleluja”, weil das so schön langsam ist. Ich muss ja erst einmal richtig reinkommen in das Ganze. Das macht Spass! Aber so richtig singen kann keiner von uns beiden … 😉  😀 … ich finde das ist ein ziemliches Gejammer, aber da wäre schliesslich Frau Meermond … hoff, hoff …

Nun quält mein Mann mich doch tatsächlich mit ÜBUNGEN zu Akkord-Abfolgen … naja, von nix kommt nix.

Wenn ihr in näherer Zukunft einmal von dem ”ungemein begabten dänischen Rentner-Duo” hört, dann wisst ihr Bescheid! 😉

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Mein Vater der Entertainer …

Nach meinem Grossvater ist jetzt sein Sohn dran, mein Vater. Auch an ihn habe ich einige vergnügliche Erinnerungen, wenn es auch nicht viele sind,  und genau an diese möchte ich mich in dieser dunklen Jahreszeit erinnern.

***

An einem der Wochenenden, an denen wir mit unseren Eltern in den Sunder, ein Waldgebiet in der Nähe von Hittfeld, fuhren, sorgte mein Vater für Unterhaltung. Er lag auf der Campingliege und kam auf die wunderbare Idee dort Gymnastik zu machen. Unter anderem nahm er einen Ball zwischen die Füsse und brachte dieselben hinter seinen Kopf. Jeder der Campingliegen kennt weiss, dass das ein Fehler ist. Er lag also auf dem Rücken, die Liege und die Beine zeigten senkrecht nach oben und wir lachten uns schimmelig. Anstatt sich nun zur Seite zu rollen um aufzustehen, versuchte mein Vater, sich an der Liege wieder hochzuziehen, eine physische Unmöglichkeit. Er tat uns leid, aber wir wieherten ungehemmt und waren vor Lachen hilflos. Und das allerschärfste war, dass er genau dasselbe fünf Minuten später noch einmal machte!

***

Mein Vater war handwerklich sehr begabt. Ich habe von ihm richtiges, solides Tapezieren gelernt und auch das Malen von Türen und Fensterrahmen. Als mein älterer Bruder und ich zu alt wurden, um ein Zimmer zu teilen, zog er in das Elternschlafzimmer um und ich blieb in dem alten Kinderzimmer. Mein Vater baute im Wohnzimmer eine tolle Schrankwand mit einem Doppelbett zum herunterklappen. Aber machmal kam er auf Ideen, die ihm die Arbeit erleichtern sollten, die vielleicht nicht so ganz durchdacht waren. Einmal wollte er einen grossen Bottich Farbe umrühren und meinte, dass er das viel schneller und leichter erledigen könnte, wenn er seine so genannte ”Schwabbelscheibe” an den Hochpower-Mixer meiner Mutter anschliessen würde. Gesagt, getan und angestellt und huiiiii, wie die Farbe durch die ganze Küche spritzte. (Das war so ein altes Vorwerk-Gerät, eigentlich richtig gute Maschinen, aber es gab nur ”aus” oder ”full power”.)

***

Die Krönung der Medaille war aber seine Feuerwerkshow eines Silvesterabends. Es handelte sich um eine dieser wirklich kalten Nächte, -17 Grad oder so, und mein Vater dachte, man könnte ja die Feuerwerkskörper aus dem Küchenfenster auf die Strasse werfen, dann brauchte man nicht so lange in der Kälte zu stehen. Unsere Küche war ziemlich altmodisch ausgestattet. Unter dem Fenster befand sich ein breiter, ziemlich tiefer Einbauschrank, der gleichzeitig Arbeitsfläche war. Vor dem Fenster hang eine Nylongardine, damals der letzte Schrei, der Stolz meiner Mutter. Als es denn soweit war und wir angestossen hatten, schritt mein Vater zur Tat. Er legte alles schön säuberlich geordnet auf den Tisch am Fenster und begann zu knallen. Um die brennenden Feuerwerkskörper möglichst weit zu werfen und zu vermeiden, dass sie auf nicht so kälteempfindliche Nachbarn fielen, holte er weit nach hinten aus. Meine Mutter protestierte: ”Da fliegen Funken”. ”Aber ich muss doch …”, und weiter kam er nicht, dann ein Funke hatte bereits einen Knaller auf dem Tisch angezündet, der wiederum nacheinander alles andere anzündete, bis meinem Vater sämtliche Feuerwerkskörper um die Ohren flogen. Das Ergebnis war traurig. Die Nylongardinen waren geschmolzen und der Tisch war versaut. Meine Mutter war rasend! (Meinem Vater war zum Glück nichts passiert.)

***

 

Meine Grossmutter mütterlicherseits redete dauernd über ihre Krankheiten. Irgendwann hat mein Vater mal der Hafer gestochen (er war normalerweise nicht so ein Humorballon, nur unfreiwillig  😉  ) und er nahm sich vor, sie auf die Schippe zu nehmen.

Als sie mit der Aufzählung ihrer Krankheiten fertig war, begann er mit seiner. Eine Arthrose im Knie wurde mit Parkinsons gekontert, eine vergrösserte Schilddrüse mit Leberbeschwerden. Ihm ginge es ja viel schlechter als ihr.

Das wiederum wollte meine Oma nicht auf sich sitzen lassen und legte noch einen Zahn zu mit unzulässigen Bemerkungen unter der Gürtellinie über Organe, die mein Vater nicht besass und wo er unfairerweise ausgetrickst wurde. Ihm fiel dann auch nichts im selben Genre ein, denn er war eigentlich überhaupt kein Jammerer. Ich hab mich innerlich kaputtgelacht.

Meine Oma hat natürlich gar nicht gemerkt, dass sie veräppelt wurde.

***

Genug gelacht auf deine Kosten, du kannst dich ja nicht mehr wehren! 😉 Schade, dass wir uns nicht besser gekannt haben …

 

Grübeln oder Vergangenheit bewältigen?

Wo verläuft die Grenze?

Ich hatte eine richtige deprimierende Grübelgeschichte, die dann aber von einem hellen Gedanken abgebogen wurde, und zwar durch die Erinnerung an meinen Wellensittich … nicht lachen! Ich habe das Viech geliebt!

Ich bekam sie von meinem Grundschullehrer, meinem Klassenlehrer in Klasse 2 bis 4. Ich war wohl so 11 Jahre alt. Sie war kobaltblau und wunderschön und bekam den Namen ”Susi”. Susi war gewohnt im Schwarm zu leben, und jetzt war sie auf einmal alleine in einem Käfig und war ängstlich. Sie gewöhnte sich allerdings rasch an das Leben mit uns, und so viel ich konnte, liess ich den Käfig offenstehen, jedenfalls immer wenn ich zuhause war, dann konnte sie frei im Zimmer umherfliegen. Ich musste allerdings aufpassen, wenn ich das Zimmer verliess, denn sie flog mir hinterher.

Kurz bevor ich von der Schule nach Hause kam, öffnete meine Mutter den Käfig, und wenn ich die Wohnung betrat, kam sie mir entgegengeflogen.

Manchmal lasen wir gemeinsam, das heisst ich las und sie sass auf meinem Handgelenk mit einem Bein hochgezogen und machte ein Nickerchen. Einmal liess ich sie einen Moment allein im Zimmer, und als ich zurückkam, hatte sie eine ganze Seite vom Buch ”gelesen”. Bei den Hausaufgaben störte es manchmal, weil sie dann versuchte auf meinen Stiften zu sitzen oder dem Stift hinterherlief, wenn ich schrieb.

Aber das Schönste war, wenn sie baden sollte und wollte. Sie badete eigentlich gerne, aber mochte es nicht, wenn ihre Füsse nass wurden. Das ist ziemlich schwierig! Sie hatte ein kleines Badehäuschen, das man am Ausgang vom Käfig befestigen konnte. Da sass sie dann erst einmal und überlegte … dann wurde ein Zeh in das Wasser getaucht, um die Temperatur zu messen (ein göttlicher Anblick) … und dann warf sie ihren Körper nach vorne, flügelschlagend, um nicht mit dem Kopf unterzutauchen, denn die Füsse waren immer noch fest um den Rand gekrallt. 😀

Später lernte sie dann in aller Art Schüsseln zu baden. Da musste man dann aufpassen mit Kaffeetassen und ähnlichem. Einmal landete sie in einer Schale mit irgendeinem Sirup, so eine Schweinerei!  😀

Sie starb an einer Geschwulst als ich gerade 14 Jahre alt geworden war. Das war für mich ein absolutes Scheissjahr. Ich verlor meinen Wellensittich, meinen Glauben an die Menschheit, allerdings nicht meine Unschuld und konnte mit der Welt meiner Eltern so gar nichts mehr anfangen. Von heute auf morgen sah ich alles mit ganz anderen Augen. Natürlich gab ich meinen Eltern die Schuld daran, die hatten mich angelogen, die Welt war ganz anders, als sie uns immer haben glauben lassen wollen. Meine armen Eltern! Sie wussten nicht was da vor sich ging, denn SIE hatten sich schliesslich nicht verändert … ich war es, die eine Metamorphose durchmachte in Richtung Erwachsenwerden. Ich muss ein ganz schöner Armleuchter gewesen sein damals. Meine Mutter fand mich ”hart”, wie sie einmal sagte. Aber für einen jungen Menschen ist die Situation ja auch nicht einfach. Auf einmal ist alles anders als vorher … und niemand bereitet einen darauf vor … oder erklärt einem warum.

Na, das sollte doch ein freudiger Beitrag werden … aber die Erinnerung an meine Susi ist sehr freudig, wir haben viel Spass miteinander gehabt. Übrigens, sie lernte nie zu sprechen, aber sie konnte andere Vögel nachahmen, besonders die Spatzen, die es damals in der Grossstadt noch haufenweise gab.

budgie-1444896__340 (Foto von Pixabay Meli1670)

”Hör da tschilpt ein Wellensittich!”

Ein ”Hurra” für Haustiere, welcher Art auch immer!

Der Monsanto-Minister muss weg …

… wie ist das überhaupt möglich, so etwas auf illegale Weise durchzudrücken … und ist eine Entscheidung überhaupt gültig, wenn die Vorgehensweise nicht korrekt war? Warum hat nicht gleich jemand protestiert?

Weiteres könnt ihr hier lesen … und mitmachen:

http://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/monsanto-minister/bestaetigung.html

Das war eben mal wichtig …

Noch ein schockierendes Bild …

… habt ihr euch von der letzten Schublade erholt? Seid ihr bereit für eine neue?

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Ich sage euch, ich weiss genau, wo was ist!

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Und dann gleich noch, wenn wir schon dabei sind, Schublade Nr. 3;

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Nun könnte man beim Anblick dieser Schubladen auf den Gedanken kommen, dass wir ziemlich essenfixiert sind … und man hätte Recht!  😉  … und wir mögen’s gut gewürzt!

Ich wünsche euch allen eine gut gekräuterte Woche!

In eigener Sache …

… und zwar geht es dieses Mal um meine inzwischen 120 Followers (wow). Neulich bin ich euch alle einmal durchgegangen, weil ich mich natürlich dafür interessiere, wer da bei mir liest, und weil eure Seiten ja für mich auch von Interesse sein können.

Ich musste feststellen, dass nicht alle von euch eine Webseite in eurem Profil angegeben haben, z. B. euren Blog oder eine andere Webseite. Da manche Benutzer (ich eingeschlossen) nun aber ganz anders heissen als ihr Blog, hat man kaum eine Chance euch durch eine Suche zu finden.

Für diejenigen, die mit Absicht keinen Link im Profil angegeben haben … überlest das hier einfach. Aber diejenigen, die gerne gefunden werden wollen … gebt doch in eurem Profil euren Blog an … 😉 … ob nun WordPress oder woanders, und/oder vielleicht eine andere eurer Webseiten. Dann kann man euch auch finden, wenn ihr kommentiert.

Ich finde es übrigens erstaunlich, dass mein kleiner, unprofessioneller Blog so viele Follower hat. Vielen Dank für euer Interesse!

 

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Ich bin empört …

… Scheiss EU-Kommission kann man da nur sagen. Jetzt wollen die schon wieder hinter dem Rücken der Mitgliedstaaten Entscheidungen treffen, ist doch kein Wunder, wenn dann Länder austreten wollen:

„Glyphosat ist das meistgenutzte Pestizid der Welt. Es gilt als wahrscheinlich krebserregend und wird mit dem Insekten- und Vogelsterben in Verbindung gebracht.
Jetzt könnte es endlich von den Äckern verschwinden: Schon am 15. Dezember läuft die aktuelle Zulassung in der EU aus und für die Wiedergenehmigung ist keine Mehrheit in Sicht. Das Europäische Parlament fordert ein Verbot ab 2022, eine erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative mit 1,3 Millionen Unterschriften das sofortige Verbot.
Doch kurz bevor die Zulassung endet, überlegt die EU-Kommission die Wiederzulassung im Alleingang durchzudrücken. Deshalb hat das Umweltinstitut eine Online-Petition an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gestartet. Bitte beteilige auch Du Dich und schreibe jetzt an Herrn Juncker. Er muss die Reißleine ziehen und Glyphosat endlich verbieten!
Hier kannst auch Du mitmachen:
https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/glyphosat-geisterfahrt
Vielen Dank und viele Grüße“
P.S.: In den USA ist bereit ein neues Gift auf dem Markt, Dicamba, das alle Pflanzen tötet ausser den genmanipulierten von Monsanto … ratet mal, wer das Gift herstellt … der gerade Weg zur Weltherrschaft! Der Staat Arkansas will Dicamba verbieten und wird daher von Monsanto mit Rechtsverfolgung bedroht. Wie ist es eigentlich so weit gekommen, dass ein Konzern Regierungen und die EU verklagen kann, wenn sie politische Entscheidungen treffen?

P.S. P.S.: In Dänemark soll eine 7%ige  Erhöhung der Giftstoffe im Trinkwasser als normal eingeführt werden. Haare rauf! In vielen Gegenden ist das Trinkwasser nämlich zu schlecht, und anstatt es zu reinigen, wird die Toleranz-Grenze hochgesetzt.


„Das Umweltinstitut München ist ein unabhängiger Verein, der sich gegen Atomkraft, für gentechnikfreies Essen, für eine nachhaltige Energiewende und für den ökologischen Landbau einsetzt. Wir verwirklichen unsere Ziele durch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und nehmen Einfluss auf die Entscheidungen der Politik. Spender und regelmäßige Förderer garantieren unsere unabhängige Arbeit.
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http://www.umweltinstitut.org