Zoff in Südtirol

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Seit einigen Wochen ist das Nachstehende im Gange. Da war viel hin und her, deshalb habe ich erst einmal damit gewartet, darüber zu berichten.

Ursache all dieses ”Geschreis” ist, dass in 2014 die Gemeinde Mals beschlossen hat, ihre Region zur ersten pestizidfreien Region Europas zu erklären. Das Umweltinstitut München hat sich lobend darüber geäussert und dann auch  noch den gewöhnlichen Pestizidverbrauch in Südtirol untersucht und veröffentlicht … kein schönes Bild. Gleichzeitig entstand ein Buch und ein Film mit dem Titel “Das Wunder von Mals”.

Der zuständige Mitarbeiter des Umweltinstituts und der Autor des Buches/Films wurden in der Folge vom Landesrat für Landwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen in Südtirol und ca. 1000 LandwirtInnen persönlich verklagt (wegen Geschäftsschädigung, Verleumdung konnten sie nicht so gut anführen, denn die veröffentlichten Werte waren ja korrekt). Dies kurz zur Einleitung, unten könnt ihr lesen, wie es weiterging.

Foto: Umweltinstitut München

Schuler bricht sein „Tiroler Wort“

Wegen einer Kampagne gegen den hohen Pestizideinsatz im Südtiroler Apfelanbau hatte uns Landesrat Arnold Schuler 2017 zusammen mit mehr als 1000 LandwirtInnen angezeigt. Mit unserer Aktion hätten wir die Südtiroler Landwirtschaft verleumdet, so der Vorwurf. Mit dieser Begründung wurden außer uns auch der Autor und Filmemacher Alexander Schiebel und sein Verleger angezeigt.

Nachdem er für diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit viel Kritik einstecken musste, kündigte Schuler zum Prozessauftakt gegen mich vor zwei Wochen an, dass alle Anzeigen zurückgezogen werden. In der Presse gab er sein „Tiroler Wort“. Doch am Mittwoch folgte der Rückzug vom Rückzug: Er und die beteiligten Obstbauern und Obstbäuerinnen verlangen weiterhin, dass wir strafrechtlich verfolgt werden. Als Begründung für seinen Wortbruch führt er an, dass wir in den vergangenen Wochen nicht brav genug waren. Wir hatten weiterhin öffentlich über den Prozess und die Pestizide in Südtirol gesprochen. Wir hatten angekündigt, die Spritzbücher von mehr als 1000 südtiroler Obstbetrieben auszuwerten und zu veröffentlichen, die wir uns im Verfahren erstritten hatten.

Mit dieser Begründung bestätigt Schuler, dass es der Landesregierung und der Agrarlobby von Anfang an darum ging, uns zum Schweigen zu bringen. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern! Über Umweltbelastungen unabhängig aufzuklären, war nach Tschernobyl der Gründungsimpuls für das Umweltinstitut. Es ist bis heute Satzungszweck und unsere tiefe Überzeugung, dass Daten über Gefahren für Mensch und Natur in die Öffentlichkeit gehören. Dafür gehen wir zur Not auch durch ein jahrelanges Gerichtsverfahren.

Der nächste Termin ist am 22. Oktober 2020. Dann entscheidet sich, ob auch Jacob Radloff, der Verleger des Buchs „Das Wunder von Mals“ von Alexander Schiebel, sowie weitere Personen aus dem Umweltinstitut in Bozen vor Gericht müssen. Gegen die Einstellung dieser Verfahren durch die Staatsanwaltschaft in Bozen hatten Schuler und etliche LandwirtInnen Widerspruch eingelegt.

Wir stellen uns nun auf einen Gerichtsmarathon ein, der uns sicherlich noch viel Energie und Kraft kosten wird. Doch dank der großen Solidarität, die wir in den letzten Wochen erlebt haben, sind wir zuversichtlich, auch diese Herausforderung zu überstehen.

Hier geht es zur Aktionsseite. Wenn ihr dort „Hintergrund“ anklickt, findet ihr den Bericht über die Pestizidsituation beim südtiroler Apfelanbau.

Schlagzeilen (33) … Headlines (33)

Besuch: Der ist wieder auf dem Weg nach Lolland. Die geliebten Routinen (Yoga, Meditation, Bewegung) können wieder aufgenommen werden. Es ist irgendwie seltsam zu sehen, wenn Leute, die jünger sind als man selber, sich schlechter bewegen können. Aber wir waren immerhin im Wikingerdorf Yxengaard und in Lønstrup.

… Visitors: They are on their way back to Lolland. The beloved routines (Yoga, meditation, exercise) can be taken up again. It is a bit strange, when people who are younger than oneself, are in worse physical condition. But we made it to the viking village Yxengaard and to Lønstrup.

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Garten: Meine Kletterrosen haben remontiert, sind aber etwas mickerig im Vergleich zu sonst. Ich werde nicht umhin kommen, sie aus den Containern direkt in die Erde zu pflanzen. Alle Rosen hatten entweder Rosenrost oder Sternrusstau und haben nach der ersten Blüte alle Blätter abgeworfen, die ich dann immer gleich aufgesammelt und entsorgt habe. Ich werde sie daher ganz runterschneiden und ohne Wurzeln und die alte Erde einpflanzen, so als ob ich sie ganz neu gekauft hätte.

… Garden: My climbing roses have remontant-ed, but are a bit pitiful in comparison to their usual growth. I am afraid that I cannot avoid planting them out (they are in large containers right now). All roses suffered either from rose rust or black spot, and have lost all their leaves after the first blossom, which I then always collected and threw out. I will, therefore, cut them down and replant them without the fine roots and the old soil, the way that I have bought them.

Die einzige Rose, die bisher gar keine Pilzkrankheit gezeigt hat, ist der Steckling von „New Dawn“.

… The only rose that has not shown any fungal disease yet is the cutting of „New Dawn“.


Die Mutterpflanze hat zu kämpfen, denn direkt hinter ihr steht eine gigantische Herbstaster. Ich wusste gar nicht, dass die so hoch werden können (170 cm). Aber sie hat natürlich den Rosendünger mitbekommen. Ich werde die Aster nach der Blüte woanders hinpflanzen, dann kommt die Rose sich auch wieder.

… The mother plant is fighting a hard battle against the gigantic asters that grows directly behind it. I had no idea that asters could get that high (170 cm/68 inches). But it enjoyed its part of the rose fertilizer, of course. I will plant it somewhere else after flowering, so that the rose gets a chance.

Die Astern fangen jetzt überall an zu blühen. Letztes Jahr hatte ich einige abgebrochene Äste, die ich einfach in die Erde gesteckt habe, und dieses Jahr sind es schon kleine Büsche. Natur ist doch fantastisch!

… The asters are starting to flower everywhere. Last year I had some broken off branches that I just stuck into the soil where there was space, and this year they have already grown into small bushes. Nature is just fantastic!


Und unsere späten Himbeeren versorgen uns mit den wunderbarsten Früchten.

… And our late raspberry plants supply us with the most wonderful berries.

Musik: Viel ist in den letzten Wochen nicht passiert; wir haben natürlich geübt und haben jetzt alle 8 Lieder von Neighbours and Friends (die wir gekauft haben) in unserem Repertoire. Die Musikstücke sind teilweise recht anspruchsvoll und mit Keyboard Soli verbunden. Unsere Sängerin, die auch anderweitig künstlerisch begabt ist, wird ein Poster für die Band kreieren. Obwohl, ich habe nicht die geringste Ahnung, ob wir jemals vor einem Publikum spielen werden. Mir persönlich ist das allerdings auch gar nicht so wichtig.

… Music: Not much new has happened during the last few weeks; we rehearsed, of course, and have now all 8 songs (which we bought) by Neigbours and Friends in our repertoire. Some of them are rather challenging and have keyboard soli incorporated. Our singer, who is also otherwise artistically gifted, will design a poster for our band. Although I have no idea, if we will ever get to play for an audience. For me that is actually not that important.

Waldbrände in Oregon: Viele Wochen lang brennt die amerikanische Westküste in Californien und Oregon. Die Stadt, in der mein „kleiner“ Bruder und seine Familie in Oregon wohnen, sind von Feuern umgeben. Es hat dort vier Monate nicht geregnet und alles brennt wie Zunder. Starke Winde haben dann noch für Funkenflug gesorgt. Der Wind hat sich vor ein paar Tagen gelegt und die Alarmbereitschaft „jetzt müsst ihr packen“ ist abgeblasen worden … bis auf weiteres. Wir sind jedenfalls erst einmal erleichtert.
In der dänischen Presse wurde berichtet, dass die Leute nur wenige Minuten bekommen, um zusammenzupacken und zu verschwinden (typisch Sensationspresse). Das stimmt nicht ganz. Es gibt ein Warnsystem mit verschiedenen Stadien: 1) Bereite dich vor, 2) Pack deine Sachen, 3) Nichts wie weg. Wenn ich Kinder hätte, ginge ich wahrscheinlich schon bei 2). Es gibt immer Leute, die ihr Haus nicht verlassen wollen und zulange warten; für die wird es dann manchmal knapp. Mir wäre Leben auf jeden Fall wichtiger als materielle Dinge.

… Wild fires in Oregon: For many weeks the American west coast has been aflame in California and Oregon. The town in Oregon, where my younger brother and his family live, is surrounded by fires. It hasn’t rained there for four month in a row, and things burn like tinder. Strong winds have blown sparks all over the place. A few days ago, the wind has died down and the alarm „pack your things“ has been canceled … until further notice. In any case, that comes as a relief.
The Danish press (typically sensationalist) reported that people only get a few minutes to pack and flee. That is not quite correct. There is an alarm system in place with three stages: 1) get ready to get ready, 2) get ready and pack up, 3) GO. If I had children, I guess I would leave already at 2). There are always people, who do not want to leave their houses and wait too long; for them it might get a bit tight. I would choose life anytime over material things.

Salem, Oregon, der Himmel brennt/ … the sky on fire – 8. September 2020
Der Rauch legt sich langsam und ist jetzt „nur“ noch ungesund und nicht mehr gefährlich.
… The smoke is clearing and is now „only“ unhealthy and not hazardous anymore.


Wie ihr seht, werden wir immer in irgendeiner Form in Trab gehalten. In Oregon ist Covid-19 jedenfalls erst einmal völlig nebensächlich, wenn ganze Dörfer abbrennen und die Menschen ihre Bleibe und all ihr Habengut verlieren.

… As you see, we are always on our toes in one or the other form. One thing is certain, Covid-19 is at the moment completely of secondary interest in Oregon, where entire villages are destroyed and people lose their homes and all their belongings.

Lasst uns alle den Moment nutzen, positiv im Hier und Jetzt leben, denn wir wissen nie, wann es vorbei ist. Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur eine Transformation in einen anderen Zustand. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln …

… Let us all use the moment, live positively in the here and now, as we never know, when it will be over. Death is not the end, but a transformation into another state of being. The Lord is my shepherd, I will want nothing …

Mal ein positiver(er) Trend …

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Pestizidreduktion: Bewegung in Brüssel

Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen: Die EU-Kommission will den Einsatz von Pestiziden bis 2030 halbieren! Bisher schreckte Brüssel lange vor konkreten Reduktionszielen zurück – zu groß war der Einfluss der mächtigen Agrarlobby.

Doch langsam wendet sich das Blatt: Der Druck unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten“ zeigt Wirkung. Das zeigt auch die Antwort von Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans auf unseren Brief, in dem wir ein EU-weites Komplettverbot von Pestiziden fordern: Unsere Forderungen seien bei der Ausgestaltung der nun vorgestellten Biodiversitäts- und „Farm-to-Fork“-Strategien berücksichtigt worden.

Jetzt dürfen wir auf keinen Fall lockerlassen! Denn noch ist die Halbierung des Pestizideinsatzes in kein Gesetz gegossen, sondern nur ein Vorschlag. Dabei wäre so viel mehr nötig: Auch die Hälfte an Gift ist immer noch zu viel Gift für uns und unsere Umwelt. Wir brauchen den vollständigen Ausstieg aus der Ackerchemie!

Helfen Sie uns jetzt, eine Million Unterschriften für die EBI zu erreichen. Covid-19 hat unserer Unterschriftensammlung auf den Straßen und Plätzen Europas einen schweren Schlag versetzt. Deshalb kommt es jetzt noch mehr als zuvor darauf an, dass wir online so viele Menschen wie möglich mobilisieren.

Bitte teilen Sie unsere Initiative deshalb jetzt in Ihrem Freundeskreis:

Aktion giftfreier Garten … Project poison free garden

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Eine neue Nachbarin hat mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht, die von Danmarks naturfrednings forening (Dänemarks Naturschutzverein) ins Leben gerufen wurde. Man kann seinen Garten bei ihnen anmelden und verpflichtet sich damit, bei sich im Garten keine Gifte zu versprühen. Als Willkommen erhält man eine Broschüre mit Ratschlägen, wie man seinen Garten ohne Gifte gesund erhält, ein Kinderbuch, dass das Thema Umwelt behandelt (Wo sind meine Schmetterlinge) und Aufkleber für den Briefkasten.

… A new neighbour has pointed out this project to me, which was started by Danmarks naturfrednings forening (Denmark’s nature protection association). One can register one’s garden there and commits to not using poison. As a welcome, one receives a brochure with advice how to keep your garden healthy without poisons; a children’s book about the topic environment (Where are my butterflies), and stickers for the letter box.

Die Gemeinschaft hat bereits 14.500 Mitglieder, die sich aus Villagärten, Schrebergärten, Landhausgärten und Ferienhausgärten zusammensetzen. Ausserdem haben mehrere Wasserwerke und andere Firmen ihre Grundstücke als giftfrei registriert.

… The community has already 14,500 members, which consist of villa gardens, allotment gardens, country house gardens and holiday cottage gardens. In addition, several water supply and other companies have registered their properties as poison free.

Alles in Allem umfasst das Projekt „Giftfreier Garten“ jetzt ein Areal von mehr als 38 Millionen Quadratmetern auf Dänemarks Landkarte. Das entspricht  6,5 Quadratmetern pro Einwohner.

… All in all the project „poison free garden“ now comprises an area of more than 38 million square metres on the map over Denmark. That equals 6.5 square metres per citizen. (These are European square metres, 1 m by 1 m / 3.28 ft by 3.28 ft.)

Top 10: Kommune: Anzahl giftfreie  m

… Top 10: Municipality: Number of poison free sqm.

  1. Gribskov: 1.921.490 m2
  2. Hjørring: 1.438.626 m2
  3. København: 1.385.993 m2
  4. Hillerød: 1.274.713 m2
  5. Bornholm: 1.247.623 m2
  6. Lejre: 1.197.527 m2
  7. Brønderslev: 1.134.910 m2
  8. Roskilde: 1.077.058 m2
  9. Svendborg: 966.272 m2
  10. Kalundborg: 930.791 m2

 

Gleichzeitig kann man beim Verein Samen für Wildblumenwiesen bekommen und Ratschläge für insekten- und vogelfreundliche Bepflanzung.

… At the same time one can get seeds for wildflower meadows and advice for planting an insect and bird friendly garden.

Ich freue mich, dass ich darauf aufmerksam gemacht worden bin. Ich habe es ja sowieso nicht so mit Giften, aber es ist gut zu wissen, dass das jetzt Kreise zieht. Macht’s mal gut, alle zusammen, und frohlockt, denn bald könnt ihr wieder nach Dänemark reisen …

… I am glad that somebody pointed this out to me. I am not the great poison enthusiast to begin with, but it is good to know, that this is making waves. Have a pleasant day, everybody, and rejoice, soon you might be able to travel to Denmark again …

Südtirol: Vergiftete Empfehlung

 

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Südtirol: Vergiftete Empfehlung

Die EU hat im Januar beschlossen, Chlorpyrifos-methyl zu verbieten, weil das Insektizid die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen kann.

Der Südtiroler Beratungsring empfiehlt dennoch, das Mittel vor Ablauf der Verkaufsfrist noch einmal einzukaufen und im Obstbau anzuwenden.

In einem offenen Brief forderten wir deshalb, die Empfehlung zurückzunehmen und brachten das Thema damit in viele Südtiroler Medien.

Zum offenen Brief

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Mein Senf dazu:

Was geht in den Köpfen von den Leuten vor, die solche Empfehlungen abgeben? Damit entlarven sie sich doch 100% als Marionetten der Hersteller. Warum würden sie eine solche Empfehlung abgeben, wenn sie nicht finanziell davon profitierten?

Ich habe mir mal diese Liste der aktuell im Handel erhältlichen Gifte angesehen, da wird einem schlecht.

Aber typisch ist so ein Verhalten. Hier in Dänemark haben auch viele Leute vor dem Verbot Roundup gehamstert, denn was man zur Zeit des Inkrafttretens im Schuppen hatte, durfte man noch benutzen.

Der Mensch ist ein sehr seltsames Wesen … und angeblich sind wir doch vernunftbegabt …

 

Vor Betriebsbeginn bereits eine Ruine … Atomkraftwerk Mochovce (Slovakei)

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Alarmierende Neuigkeiten erreichten uns letzte Woche von der Baustelle des slowakischen Atomkraftwerks (AKW) Mochovce 3: Während eines Tests ist offenbar einer der sechs Notstrom-Dieselgeneratoren explodiert. Ein über den Whistleblower Mario Zadra und Global 2000 an die Öffentlichkeit gekommenes Video geht seit einigen Tagen quer durch die österreichischen Medien.

Das Video zeigt, wie eine orangene Stichflamme seitlich aus dem Generator schießt, es folgen Funken, Rauch steigt auf, die Maschine stoppt schlagartig. Würden Notstromgeneratoren in einem echten Notfall versagen, könnte der heiße Reaktorkern nicht mehr gekühlt werden – im AKW Fukushima hat unter anderem dies zur Katastrophe geführt. Laut Global 2000 sieht der Betreiber dennoch keinen Grund, an den übrigen Generatoren eine Generalüberholung durchzuführen – ein weiterer von vielen Hinweisen für die mangelnde Sicherheitskultur an der Pannenbaustelle des AKW.

Bei einem schweren Unfall in Mochovce wären wir auch in Deutschland nicht sicher. Mehr als 48.000 Menschen fordern deshalb bereits von Umweltministerin Schulze: Setzten Sie sich bei der slowakischen Regierung dafür ein, dass die Atomruine nicht ans Netz geht!

Vielen Dank, dass auch Sie unterschrieben haben! Helfen Sie mit, dass möglichst viele Menschen davon erfahren und teilen Sie die Aktion in Ihrem Bekanntenkreis.

PS: Machen Sie sich selbst ein Bild: Das Video finden Sie in unserer aktuellen Meldung.

Paulo Guajajara – Er opferte sein Leben für den Amazonas … He gave his life for the Amazon

Liebe Leser, ich möchte diese Gelegenheit ergreifen und euch anhand der nachstehenden Kampagne die weltweite Organisation AVAAZ vorstellen. Im Moment sind über 55 Millionen Menschen aus aller Welt an AVAAZ angeschlossen. Am Ende, nach dem englischen Text, sind noch einige weitere Informations-Links aufgeführt.

… Dear Readers, I should like to take this opportunity – on the basis of the below campaign – to present to you the worldwide organization AVAAZ. At the moment there are more than 55 millions of people from all over the world connected to AVAAZ. The English version of the text follows after the German.

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(Foto: Pixabay)

AVAAZ

Sie haben es vielleicht nicht gewusst, aber Paulo Guajajara hat für uns alle gekämpft.

Er hat für das Amazonas-Gebiet gekämpft, die in einen eskalierenden Krieg verwickelt war, um den Regenwald zu retten – und war bereit, sein Leben dafür zu geben, um die Holzfäller, Bergleute und rücksichtslosen multinationalen Unternehmen aufzuhalten.

Und dann, eines Tages, als er den Wald bewachte, passierte es: Paulo wurde von fünf illegalen Holzfällern überfallen, von einef Kugel ins Gesicht getroffen und starb – umgeben von den Bäumen, die er zu retten versuchte.

Aber es ist nicht nur sein Krieg – dieser Kampf gehört uns allen, denn was mit dem Amazonas passiert, wirkt sich auf alles aus. Und so sind die Amazonas-Wächter immer noch da draußen und geben alles, was sie können, aber sie können es nicht alleine tun.

Sie brauchen unsere Hilfe.

Wenn wir jetzt alle beitragen, können wir GPS- und Satellitentelefone bereitstellen, um sie zu schützen, die besten Anwälte, um sie zu unterstützen, erstklassige Medienpräsenz und leistungsstarke Kampagnen, um den Schutz der Wälder und der biologischen Vielfalt zu gewährleisten, den wir benötigen.

Während sie an vorderster Front stehen, sind wir die Verstärkung: eine globale Gemeinschaft mit unaufhaltsamer Macht, die Verteidiger zu verteidigen. Lass es uns benutzen.

Die Entwaldung des Amazonas ist in einem Jahr um 85% gestiegen, und jetzt will der rechte brasilianische Präsident riesige Schutzgebiete für Öl und Gas, Bergbau und Holzeinschlag öffnen. Wir können es uns nicht leisten, diese unerbittlichen Angriffe auf den Amazonas siegen zu lassen.

Doch in diesem ungleichsten Krieg geben diese Waldverteidiger bereits alles, was sie haben. Wenn sie jemals unsere Hilfe brauchten, dann jetzt. Wenn wir genügend Spenden aufbringen können, können wir:

  • Die besten Sicherheitsexperten einstellen und einen Sofortalarm auslösen, wann immer Angriffe eskalieren
  • Journalisten und Fotografen rekrutieren und ihre Geschichte auf globaler Ebene erzählen
  • Forschung finanzieren, die die Hintermänner der Angriffe aufdeckt und dann hilft, sie vor Gericht zu stellen
  • Kampagneen für weitreichende, langfristige Schutzmaßnahmen für den Amazonas und die Biodiversitäts-Hotspots auf der ganzen Welt organisieren.

Diese Wächter werden angegriffen, weil sie das unersetzliche Wunder des Amazonas verstanden haben – und während so viel anderes dem Erdboden gleich gemacht und geplündert wurde, haben sie es beschützt: eine grüne Insel in einem Meer der Zerstörung. Aber sie können es nicht alleine schaffen.

Spenden Sie, was Sie können – lassen Sie uns die Magie unserer Bewegung entfesseln, um die tapferen Waldverteidiger im gesamten Amazonasgebiet und für alles Leben auf der Erde zu erheben und zu schützen.

Von Südafrika bis Grönland und von Peru bis China umfasst unsere Bewegung die Welt – und doch sind wir alle untrennbar mit dem Amazonas und seinem Leben verbunden, egal wo wir uns befinden. Sein Schicksal ist unser eigenes, und in diesem monumentalen Kampf um die Natur kann es keine Zuschauer geben. Dieser Kampf geht uns alle an.

Mit endloser Hoffnung und Entschlossenheit

Mike, Marigona, Christoph, Diego, Laura, Oscar, Martyna and the rest of the Avaaz team

SPENDEN:

 

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ENGLISH

AVAAZ

You may not have known it, but Paulo Guajajara was fighting for all of us.

He was an Amazon defender, locked in an escalating war to save the rainforest — and ready to give his life stopping the loggers, miners, and ruthless multinationals.

And then one day, as he was guarding the forest, it happened: Paulo was ambushed by five illegal loggers, took a bullet to the face, and died — surrounded by the trees he was trying to save.

But it’s not just his war — this battle belongs to us all because what happens to the Amazon affects everything. And so the Amazon defenders are still out there, giving everything they can, but they can’t do it alone.

They need our help.

If we all chip in now, we can provide GPS and satellite phones to keep them safe, the smartest lawyers to back them up, world class media exposure, and powerful campaigns to secure the forest and biodiversity protections we need.

If they’re on the frontlines, we’re the reinforcements: a global community with unstoppable power to defend the defenders. Let’s use it.

Amazon deforestation is up 85% in a year, and now Brazil’s right-wing president wants to open up vast protected areas to oil and gas, mining and logging. We can’t afford to let these relentless attacks on the Amazon succeed.

Yet in this most unequal war, these forest defenders are already giving all they’ve got. If there was ever a moment when they needed our help, it is now. If we can raise enough, we can:

  • Hire the best security experts and launch a rapid-response alarm whenever attacks escalate
  • Recruit journalists and photographers, and tell their story on a global scale
  • Fund research exposing those behind the attacks, and then help bring them to justice
  • Campaign to win far-reaching, long term protections for the Amazon and biodiversity hotspots around the world.

These guardians are under attack because they understood the irreplaceable wonder of the Amazon — and while so much else was scraped and plundered, they protected it: an island of green in a sea of destruction. But they can’t do it alone.

Donate what you can — let’s unleash the magic of our movement to lift up and protect the brave forest defenders, all over the Amazon, and for all life on Earth.

From South Africa to Greenland, and from Peru to China, our movement wraps the world — and yet no matter where you are, we are all inextricably linked to the Amazon and the life it holds. Its fate is our own, and in this monumental battle for nature, there can be no bystanders. This fight belongs to us all.

With endless hope and determination,

Mike, Marigona, Christoph, Diego, Laura, Oscar, Martyna and the rest of the Avaaz team

DONATIONS:

 

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Mehr Information:                               … More information:

Brazilian ‚forest guardian‘ killed by illegal loggers in ambush (The Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2019/nov/02/brazilian-forest-guardian-killed-by-illegal-loggers-in-ambush

Brazil’s indigenous communities resist Bolsonaro (Deutsche Welle)
https://www.dw.com/en/brazils-indigenous-communities-resist-bolsonaro/a-51909742

Brazil’s Bolsonaro unveils bill to allow commercial mining on indigenous land (The Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2020/feb/06/brazil-bolsonaro-commercial-mining-indigenous-land-bill

Brazil Amazon deforestation jumped 85% in 2019 vs 2018: government data (Reuters)
https://www.reuters.com/article/us-brazil-deforestation/brazil-amazon-deforestation-jumped-85-in-2019-vs-2018-government-data-idUSKBN1ZD2W0

Conservationists Worry about Amazon’s Fate after Bolsonaro’s Victory in Brazil (Scientific American)
https://www.scientificamerican.com/article/conservationists-worry-about-amazons-fate-after-bolsonaro…

 

„Bienen und Bauern retten“: Vandana Shiva wird Schirmherrin (as an exception with English translation)

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Die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ bekommt prominente Unterstützung: Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva übernahm letzte Woche offiziell die Schirmherrschaft. Mit der Initiative fordern wir ein schrittweises EU-weites Verbot chemisch-synthetischer Pestizide, Maßnahmen für die Erholung der Artenvielfalt und eine EU-Agrarpolitik, die Bäuerinnen und Bauern unterstützt, nachhaltig zu wirtschaften.

Während ihrer Vortragstournee durch Bayern erklärte die indische Wissenschaftlerin und Saatgutaktivistin öffentlich ihre Unterstützung für die Kampagne: „Wenn wir die Bienen und Insekten nicht retten, sind auch die LandwirtInnen verloren. Aber wir kämpfen mit der Initiative auch für unsere nächste Generation. Mit größter Freude werde ich als Patin einen aktiven Beitrag leisten, dass die Europäische Bürgerinitiative der Weckruf an die PolitikerInnen in Europa wird, nun endlich konsequent und mutig zu sein.“

Schließen auch Sie sich Vandana Shiva an und unterschreiben Sie jetzt gleich die Europäische Bürgerinitiative. Schon fast 160.000 Menschen haben teilgenommen. Wenn wir es schaffen, bis Ende September 2020 europaweit eine Million Stimmen zu sammeln, ist die EU-Kommission rechtlich verpflichtet, sich unseren Forderungen zu stellen. Helfen Sie uns dabei, Bienen und Bauern zu retten?

JETZT MITMACHEN

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(Foto: Umweltinstitut München, Antonia Messerschmitt)

ENGLISH

„Save the bees and the farmers“: Vandana Shiva becomes protectress of this citizens‘ initiative.

The European citizens‘ initiative „Save bees and farmers“ gets prominent support: The winner of the alternative Nobel Prize Vandana Shiva officially took over the patronage last week. With the initiative, we are calling for a gradual EU-wide ban on chemical-synthetic pesticides, measures for the recovery of biodiversity and an EU agricultural policy that supports farmers in sustainable farming.

During her lecture tour through Bavaria, the Indian scientist and seed activist publicly declared her support for the campaign: “If we don’t save the bees and insects, the farmers will also be lost. But we are also fighting for our next generation with the initiative. With great pleasure I, as a godmother, will make an active contribution to making the European Citizens‘ Initiative a wake-up call to politicians in Europe to finally be consistent and courageous. “

Join Vandana Shiva and sign the European Citizens‘ Initiative now. Almost 160,000 people have participated. If we can collect a million votes across Europe by the end of September 2020, the EU Commission is legally obliged to deal with our demands. Can you help us save bees and farmers?

PARTICIPATE NOW

Bund und Länder enttäuschen mal wieder …

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Schwacher Fahrplan für den Kohleausstieg Schwacher Fahrplan für den Kohleausstieg

 

In der vergangenen Woche haben sich Bund und Länder auf einen Fahrplan für den Kohleausstieg geeinigt. Mit ihrem Ausstiegspfad bleiben sie jedoch weit hinter den bereits schwachen Empfehlungen der Kohlekommission zurück. Im schlechtesten Fall soll 2035 noch fast die Hälfte der besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke am Netz sein!

Damit nicht genug: Nach dem Willen der Bundesregierung geht 2020 ein neues Kohlekraftwerk ans Netz und im Rheinland sollen sechs weitere Dörfer der Kohle geopfert werden. Konzerne sollen selbst für unrentable, aber effiziente Kraftwerke massiv entschädigt werden, während die Stilllegung der größten Emissionsschleudern auf die lange Bank geschoben wird. Wie die Bundesregierung so die drohende Klimakatastrophe verhindern will, bleibt ihr Geheimnis.

Der vorgelegte Stilllegungspfad wird den gesellschaftlichen Konflikt um die Kohle nicht befrieden. Die Bundesregierung kann sich auf weitere Proteste einstellen. Auch wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Kohlekraftwerke schneller abgeschaltet und Solar- und Windenergie ausgebaut werden.

Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Meldung.

 

Garchinger Reaktor wieder angefahren

Der Garchinger Forschungsreaktor ist Mitte Januar nach zehn Monaten Zwangspause wieder angefahren. Im Brennstoff wird dabei erneut atomwaffenfähiges Uran eingesetzt. Eigentlich müsste der Reaktor abgeschaltet werden, denn laut unseres Rechtsgutachtens ist der Betrieb mit über 50 Prozent hoch angereichertem Uran seit 2010 illegal. Als klageberechtigter Verband hat der BUND Naturschutz deswegen einen Antrag auf Untersagung des Betriebs gestellt.

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Großdemo für die Agrarwende

Rund 27.000 Menschen protestierten am vergangenen Samstag bei der „Wir haben es satt“-Demo in Berlin gegen Massentierhaltung und Artensterben und für den Ausbau der Biolandwirtschaft. Mit dabei war auch Luis Frey (19), der gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Umweltinstitut absolviert. Lesen Sie hier, mit welchen Eindrücken er von der Demo zurückgekommen ist.

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