Italien mit dem Motorrad, Teil 2

15.5.2012

Am nächsten Tag war wunderschönes Sommerwetter, und wir machten uns auf den Weg in die Berge. Erst einmal schauten wir auf die nähere Umgebung, aber nach dem ersten Pass packte uns das Passfieber.  😉 

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Wir fuhren über insgesamt drei Pässe: Passo di Rolle, Passo di Brocon und Passo Manghen. Bei dem letzten war mir etwas mulmig, denn die Strasse war sehr schmal, ja ich würde sie einspurig nennen, und zur Abgrundseite hin gab es keine Mauer oder ähnliche Schutzmassnahmen. Ich habe Höhenangst, kann mich aber trotzdem nicht von Bergen weghalten, weil sie so schön sind. Unterwegs ein offenes Restaurant zu finden war nicht so einfach, denn viele Etablissements waren noch geschlossen.

Ich nehme euch jetzt einfach mal auf eine Motorradtour mit:

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Bei der kleinen Marien-Kapelle waren wir dann in den „richtigen“ Dolomiten angelangt:

Es war ja so eine Art Zwischen-zwei-Saisons-Zeit, nicht mehr Wintersport und noch nicht Sommerferien. Hier einige Namen der Orte, durch die wir gekommen sind: Trudno corni, Montagna, Cavalese, Bellamonte, San Martino di Castrozza, Fiera di Primiero, Imer, Canal San Bovo, Castello Tesino, Strigno, Telve.

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KarteDolomitenTourVom Manghen Pass habe ich ein paar Bilder von oben vom Parkplatz und ein Blick auf die Strasse, die wir hinunterfahren sollten. Da stand auf der linken Seite ein lächerliches kleines Zäunchen, und das war es dann auch schon für den Rest des Weges! Es fuhren auch kaum Leute da runter.

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Auf dem Rückweg konnten wir eine dunkle Wolkenwand hinter uns sehen, die näher zu kommen schien, und beeilten uns so gut wir nun konnten. In Auer war es immer noch schön, so dass wir einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort machen konnten. Ich habe da unzählige Bilder. Die, die ich hier im Blog zeige sind nur ein Bruchteil derer, die ich gemacht habe. Ein fantastischer Ort! (Das Gasthaus am Ende heisst „Gasthaus Tschurtsch“.

Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster schauten, waren die Berge mit Schnee bedeckt. Man konnte an den Hängen eine exakte Schneegrenze sehen, wie mit dem Lineal gezogen.

IMAG0161_Schneegrenze

Wir waren froh, dass wir den Vortag für die Passtour genutzt hatten.

(Fortsetzung folg)

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 1

Der Film ”Tea with Mussolini” gab uns die Idee, in die Toskana zu reisen, genauer gesagt, uns San Gimignano anzusehen. Von der Idee zur Tat vergingen allerdings noch mehrere Jahre. Wir gehören zu den Leuten, die z. B. öfter mal planen nach Amsterdam zu reisen, um dann in Berlin, Oslo oder Paris zu landen. Amsterdam sahen wir dann, als wir woanders hin wollten.

Doch nun zur Toskana. Es war im Jahre 2012, wir hatten Urlaub im Mai genommen, weil wir nicht die grossen Hitzefans sind (haha). Wir hatten damals eine GoldWing 1200 Aspencade, mit der wir uns auf den Weg machten.

august2012_goldwing1200-020

00_MC_Ferie_Italien_2012_Gedser

 

13.5.2012

Erst einmal ging es von Rødvig aus (via Gedser-Rostock-Fähre, Lauenburg und Lüneburger Heide) nach Bad Münder am Deister, Freunde besuchen. Dann nahmen wir den Autozug von Hildesheim nach München. Der Zug fährt am späten Nachmittag von Hamburg-Altona los und ist dann morgens gegen 07.00 Uhr in München. In Hildesheim werden dann Wagen angekoppelt. Zur Verladung, die ein Abenteuer für sich war, mussten wir früh antanzen und hatten dann noch einige Stunden Zeit, uns in Hildesheim zu amüsieren. Ohne Transportmittel wurde da nicht viel draus, und um den Bahnhof herum waren die Gehsteige hochgeklappt. Getränke gab es nur aus dem Automaten. Ausserdem war es kalt. Ich war froh über meine dicke Jacke. Und nicht nur die Jacke war damals dick …

Wir hatten uns eine Schlafkabine nur für uns genommen, sogar mit einem kleinen Bad. Das erwies sich als Fehler, denn die Betten waren furchtbar und in den Kurven rutschte man hin und her oder rauf und runter, wie man das sehen will. Also man schlief quer in der Kabine, nicht längs.

14.5.2012

Als wir morgens in München ankamen, waren da 4 Grad Celsius MINUS. Wir hatten uns anscheinend das Jahr mit dem kältesten Mai seit langem ausgesucht. Aber die Temperatur stieg rasch an und wurde angenehmer. Unser Weg führte uns auf der Brenner Autobahn, die ja für eine Autobahn sehr schön angelegt ist, zumindest wenn man sich auf ihr befindet, nach Österreich hinein.

Rastplatzimpressionen:

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Wir sahen einige wunderschöne kleine Orte auf dem Weg, u. a. einen mit einer kleinen Einfamilienburg (Colma), und beschlossen, auf dem Rückweg die Landstrasse zu nehmen, um uns die kleinen Orte etwas näher anzusehen.

Colma:
MC_Ferie_HirBrennerAutobahn03_Colma

MC_Ferie_HirBrennerAutobahn04

Chiusa:

MC_Ferie_HirBrennerAutobahn05_Chiusa

Die folgenden Fotos habe ich vom Motorrad aus während der Fahrt gemacht.

 

Unsere erste Übernachtungsstelle war Auer oder Ora. Wir befanden uns in Tirol, wo alles zweisprachig beschildert ist, deutsch und italienisch. Wir waren im Markushof untergebracht. Den können wir empfehlen! Nette Leute, schöne Zimmer, gutes Essen, was will man mehr, und nicht teuer. Zu dem Hotel gehörte übrigens auch ein Campingplatz.

MC_Ferie_HirbrOroAuer08_Hotel

Uns gefielen der Ort und die Umgebung so gut, dass wir beschlossen, einen Tag länger z bleiben. Schliesslich hatten wir keinen festen Zeitplan.

(Fortsetzung folgt)