Schon wieder Strandbilder …

Mein Mann und ich waren an einem wirklich schönen Strand, und zwar liegt der hinter Tornby klitplantage. Wenn man auf der Landstrasse 55 (Nord-Süd-Richtung) fährt und nach Tornby kommt, biegt man von Norden rechts und von Süden links in den Rævskærvej ein und fährt den bis zum Ende durch. Dort ist ein Parkplatz gleich an den Dünen. Es sind ca. 200 m durch die Dünen zum Strand, vielleicht weniger, jedenfalls nicht mehr. Mit Babies und Picknick und Baby-Ausrüstung ist es natürlich etwas anstrengender, aber es lohnt sich.

KarteTornby

Auf dem Weg zum Parkplatz kommt man auch an dem Wikingerdorf vorbei, von dem Frau Meermond schon berichtet hat, Yxengård.

Die drei ersten Bilder sind vom April, als ich mit meiner belgischen Freundin dort war, daher sieht der Himmel anders aus.

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Keine Angst, man muss nicht die steile Düne hoch. Wir wählten den bequemen Weg, ziemlich gerade und fast ohne Steigung.

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Tadaaa …

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Hier ein Bild von einer seltsamen Küstenformation:

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Und ein paar Eindrücke einfach nur zum Geniessen:

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Das war an einem Samstag Vormittag!!! Wir haben ganze fünf Leute getroffen, davon zwei Wanderdamen. Von Skagen bis zur deutschen Grenze verläuft nämlich ein Wanderweg, der Nordsøsti, der Nordseepfad, ca. 500 km lang (http://www.dvl.dk/naer-og-fjern/vandrelinks/480-nordsostien#, http://www.wandermap.net/en/official/1956134-north-sea-trail/). Teilweise geht er am Strand entlang, teilweise durch die Städte, teilweise verläuft er an der Steilküste.

Das war’s erst einmal wieder für heute. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

P.S.: … die seltsame Küstenformation war ein Trickfoto, aber das habt ihr bestimmt bemerkt … 😉

Mariager Fjord, Teil 2

Den zweiten Teil vom 6. Mai will ich euch nicht vorenthalten. Geplant war eine weitere Radtour am nördlichen Ufer des Mariager-Fjords entlang. Es gab keine ausgesprochenen Fahrradwege, aber so genannte „fahrradfreundliche“ Wege, aber das werdet ihr ja noch sehen. Jedenfalls sind es hauptsächlich Landschaftsfotos dieses Mal.

Ein etwas anderer Anblick empfing uns am Samstag Morgen:

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Spiegelglatt das Wasser, so gut wie kein Wind. Es wurden später ganze 22 Grad (Celsius), ein richtiger Sommertag.

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Da drüben würden wir entlangfahren. Ganz links sieht man noch eine Ecke eines kleinen idyllischen Hafens, der „Høllet“ heisst. Das weisse Haus mit dem roten Dach ist ein ganz wunderbares Anwesen.

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Auch an dem gelben Haus kamen wir später vorbei. Rechts daneben sieht man Stinesminde.

Wir starteten in Hobro am Hafen …

… hier ein Haus zu haben könnte man doch gut aushalten oder?  😉   …  die Strasse endet blind, sie ist also keine Durchfahrtsstrasse …

… dann auf einem Schotterweg am Golfplatz vorbei und dann landet man hier:

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Von hier aus hat man einen fantastischen Ausblick auf den Fjord.

Die folgende slide show zeigt den „fahrradfreundlichen“ Weg  bis zu den Bramslev Hügeln, vorbei am gleichnamigen Restaurant, wo gerade eine Konfirmation stattfand und zum Aussichtspunkt am Fjord, wo auch ein Restaurant lag, wo ebenfalls gerade eine Konfirmation stattfand. Das war eine kleinere Angelegenheit, höchstens 50 Leute. 😉  An einigen Stellen konnte man sehen, dass direkt am Wasser entlang ein Fussweg war. Den werden wir nächstes Mal gehen.

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Von den Bramslev Hügeln kehrten wir nach Hobro zurück, allerdings auf richtigen Fahrradwegen an der Strasse entlang. Dort setzten wir uns ins Auto und setzten fort, wo wir aufgehört hatten, denn wir wollten nach Stinesminde. Der Weg dorthin wurde uns angepriesen und sollte mit dem Auto befahrbar sein, obwohl es eine Sandstrasse ist.

Die Sandwegtour in der slideshow beginnt an einem Aussichtsplatz „Lundshøj“ (Wiesenhöhe) (mit Picknicktisch natürlich). Die zwei Gewässer, die man von dort oben sieht sind einmal der Fjord hinten und weiter vorne ein kleiner See, der Kielstrup Sø. Es sieht fast so aus, als ob Wasserdampf vom Fjord hochsteigt …
dann ging es weiter am Wasser entlang und durch den Wald, kilometerlang wunderschön, an „Høllet“ und den eingangs genannten Häusern vorbei bis nach Stinesminde. Dazwischen immer wieder dieser fantastische Weg, der „Under Skoven“ heisst (unter dem Wald). Ich hoffe, dass es euch nicht langweilig wird:

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Man kann an den Bildern sehen, dass da viel Sonne war; viele sind überbelichtet, aber einen Eindruck geben sie trotzdem.

Auf dem Rückweg gingen wir in Hadsund in einem italienischen Restaurant am Hafen essen. Dort liefen gerade sage und schreibe drei Konfirmationen. Vielleicht war deshalb die Pizza so schlecht (aber teuer). Jedenfalls war sie nicht richtig fertiggebacken. Dort werden wir nicht wieder hingehen. Aber ich brauchte wieder nicht zu kochen. Das ist auch mal ganz schön, selbst wenn ich gerne koche.

Das war es erst einmal wieder aus dem hohen Norden. Gute Nacht und einen schönen Sonntag wünsche ich euch allen.

 

Raabjerg Mile

An einem wunderschönen sonnigen, wenn auch kalten Frühlingstag machten mein Mann und ich eine Radtour zur Raabjerg Mile, einer riesigen Wanderdüne. Wir starteten Skiveren Strand, wo wir das Auto stehen liessen. Ich wollte wieder so eine schöne google Karte machen, aber all die kleinen Wege sind da nicht zu finden. 

Übrigens fahren die Dänen da unten am Skiveren Strand mit dem Auto. Das ist generell etwas, was Dänen gerne tun, mit dem  Auto am Strand lang fahren. Das werde ich nie verstehen. Auf Rømø steht im Sommer eine lange Reihe Autos am Strand entlang. Das ist als ob man auf einem Parkplatz spazieren geht und badet.

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Das Gebiet südlich der Düne ist waldig und mit vielen kleinen und grösseren Rad-, Wander- und Reitwegen durchzogen, alles schön säuberlich voneinander getrennt.

Auf dem Foto unten sieht man in der Ferne die grosse Düne:

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Auf der linken Seite Heidekraut. Das wird schön, wenn es blüht:

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Wir krabbelten dann an der Südseite hoch. Das letzte Viertel musste ich auf allen Vieren zurücklegen, so steil war es. Aber der Ausblick entschädigte für alle Mühen.

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Runter kommt man immer:

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Auf dem Rückweg zickzackten wir dann durch den Wald, bis wir wieder an die Strasse zum Skiveren kamen. Unterwegs fanden wir einige grosse, bunkerähnliche Anlagen, die mit Erde bedeckt und mit dicken Metalltüren versehen waren. Mein Mann meint, dass dort entweder Sprengstoff oder Waffen gelagert würden. (Er hat mal für Dyno-Nobel gearbeitet und musste öfter mal ”Proben” aus solchen Bunkern holen.) Die habe ich nicht fotografiert.

Im Wald überraschte mich die grosse Menge an Flechten. Luft und Wasser müssen wohl noch relativ gut sein dort oben.

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Mein Mann meint, warum ich nicht Ausflüge für deutsche Touristen organisiere, entweder Wander- oder Radtouren oder Touren mit dem Kleinbus. Ich habe darüber nachgedacht, aber ich möchte das lieber nicht professionell machen, lieber mit Freunden und Bekannten (oder Bloggern …). Ausserdem braucht man für ältere Leute, also noch älter als ich, jemanden, der oben auf der Düne mit einem Seil steht, an dem man sich hochhüsern kann.

Nach Norden hin ist dann nur Sand so weit das Auge reicht. Das konnte man allerdings von ”unserer” Düne aus nicht sehen, dafür hätten wir die nächste auch noch hochklettern müssen. Da hat mein Mann gestreikt. Glücklicherweise war ich vorher bereits mit meiner Freundin aus Belgien dort. Wir hatten auf dem grossen Parkplatz an der Nordseite der grössten Düne geparkt. Hier ein Foto. Das könnte doch genauso gut in Ägypten sein oder? Es ist zwar alles nur Sand, aber ich finde es wild!

Liebe Grüsse aus dem hohen Norden, der anscheinend nicht so echt ist, wie der deutsche Norden … 😉 Zum Abschluss noch einmal zwei Bilder von Skiveren Strand. Es gibt dort übrigens einen wunderbaren Camping-Platz, auf dem wir schon einmal eine Woche mit dem Wohnwagen verbracht haben: http://www.skiveren.dk/de/

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Ich wünsche euch allen einen schönen Wochenanfang.

Dänische Kultur: Was ist denn eigentlich „typisch dänisch“? [1]

Reblogged von Bloggerkollegin Meermond, die eine Serie über dänische Kultur (mit mehr) begonnen hat:

Über die Dänen und deren Kultur im gelebten Alltag wussten wir vor unserem Umzug nicht so viel und ich denke, das geht vielen Deutschen nicht anders. Neueste Studien und Umfragen ergaben, dass sich Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt zählen dürfen und dass sogar ihre Babys weniger schreien als britische oder gar kanadische*!

Was nur macht sie so glücklich? Was machen sie anders als wir Deutsche?

Insgesamt habe ich beobachtet, dass die Dänen zufrieden sind, wenn sie sich als ein wertvoller Teil von Familie und Gesellschaft wissen. Man definiert sich hier nämlich durch Arbeit und Familie.

 

Lest mehr hier: https://meermond.wordpress.com/2017/04/20/daenische-kultur-was-ist-denn-eigentlich-typisch-daenisch-1/

Windstille in Dänemark …

… eine absolute Seltenheit. Wir hatten gerade einen letzte Woche einen Tag als wir in Sæby waren. Der letzte Tag mit totaler Windstille, an den ich mich erinnere, war im März 2010. Damals wohnten wir in Rødvig Stevns. Das liegt an der Faxe-Bucht, ziemlich direkt gegenüber von Møns Klint. Bei sehr klarem Wetter kann man von Rødvig aus die weissen Abhänge von Møns Klint sehen. Auch eine sehr empfehlenswerte Gegend für Dänemark-Urlauber!

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Rødvig ist ein aktiver Fischereihafen und auch Yachthafen. Im Juli liegen die Segler in Viererreihe nebeneinander und müssen teilweise in den Fischereiteil ausweichen. Im Sommer hat das kleine Rødvig 5 Restaurants. Im Winter nur den Kro, der sehr gemütlich ist.

Vor ein paar Jahren hat sich dort eine Gruppe Handwerker zusammengetan und eine alte Bühne mit Gastwirtschaft instandgesetzt. Dort startete dann die Aktion „Revueperlen“ mit alten Revue-Stars, die dann so gross wurde, dass sie in die nächste Kreisstadt in den Theatersaal ziehen mussten. Aber die Anfänge soll man nicht vergessen! Alle Beteiligten haben viel Arbeit geleistet, und das Restaurant ist auch geöffnet. Ich habe das ja jetzt nicht mehr mitverfolgt, aber ich hoffe, dass sowohl Bühne als auch Restaurant immer noch aktiv sind.

Præstø ist ebenfalls besuchenswert und Faxe. In Faxe liegt das bequemste Kleinkino, das ich kenne. Gleich nebenan ist ein Mineralienmuseum, denn das Kino liegt direkt an einem alten Kalksteinbruch, den man auch „bewandern“ kann. Wenn man Glück hat, findet man ein Fossil (eine Fossilie???).

Wenn man von Faxe aus quer rüber an die andere Küste fährt, liegt dort Gavnø Schloss, sehr sehenswert und dann die Insel Enø, zu der man über eine Brücke von Karbæksminde aus kommt (Bonbonland, ein Spielpark für kleinere und mittlere Kinder, liegt auf dem Weg. Warnung: Erwachsene dürfen da fast überhaupt nichts machen, das fand ich gemein, denn einige Dinge sahen so interessant aus). Wenn man über die Brücke nach Enø kommt, liegt gleich links direkt am Wasser ein kleines Cafe, wo man das beste Eis bekommt, das ich kenne, hausgemacht natürlich. Die Sorten wechseln. Einmal hatten sie Erdnusseis, das war lecker! Mein Mann bevorzugte Schokolade mit Whiskey.

Und nein, ich bekomme keine Prozente vom dänischen Tourismus-Büro!  😉

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!