Park in Hjørring, Teil 2

Der zweite grosse Park in Hjørring, mitten in der Stadt, ist der Svanelunden (Schwanenlund). Wunderschön angelegt, mit kleinen Seen und Brücken, Wald, Gras, Hügeln; eine gekonnte Mischung von angelegt und wild belassen (finde ich jedenfalls).

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Das Park-Cafe; kann ich mir besonders schön im Sommer vorstellen. Ihr wisst, diese heissen, trockenen Sommer, die wir hier in Dänemark haben … 😉

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Neben dem Cafe ein Kleiner Pavillon, ich nehme an für Musiker. (Hoffe ich)

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Am anderen Ende der grossen Wiese, die weissen Kästen, glaubt es oder nicht, das sind Altenwohnungen. Direkt am Park, rechts davon ein grosser Supermarkt, dahinter geht man nur über oder unter der Hauptstrasse durch und ist im Stadtzentrum. Wenn wir mal alt sind (räusper) und uns nicht mehr alleine versorgen können, kann man sich dort anmelden.

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Dieser Tunnel geht unter der Strasse durch, und man kann zu Fuss zur anderen Seite durchgehen. Etwas weiter befindet sich noch ein Tunnel für Fahrradfahrer. Der Park scheint auf der anderen Seite noch weiterzugehen, aber das haben wir noch nicht erforscht; das kommt ein anderes Mal dran.

Hjørring ist keine schlechte Stadt zum Wohnen. Man hat gerade ein neues Theater eröffnet. Es gibt ein Kino mit Blockbuster-Filmen und ein kleines, in Privatbesitz befindliches Kino in Lønstrup an der Küste, wo auch mal alte oder ausländische Filme gezeigt werden. Auch im nicht weit entfernten Frederikshavn gibt es ein Musikhaus, wo viele interessante Konzerte stattfinden.

Und dann gibt es in Hjørring einen Aurion-Laden, das ist sowas wie in Deutschland Demeter. Die haben zwar auch keinen Grünkern, aber sie haben gerösteten Dinkel … und natürlich alle anderen Kornsorten, auch die alten wie Emmer etc.

Diesen Park liebe ich sehr.

 

 

 

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Park in Hjørring, Teil 1

Wir erforschen die nähere Umgebung. In Hjørring – und nicht nur dort – gibt es sehr schöne Grünanlagen, die es wert sind, vorgestellt zu werden.

Der erste ist der St. Knuds Park, der um die St. Knuds Kilde (Quelle) angelegt ist. Diese Quelle war im Mittelalter und bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ein wichtiger Wallfahrtsort.

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Wir ihr sehen könnt, ist auch bei uns der Winter eingekehrt …

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In den hohen Bäumen haben hunderte von Krähen ihre Behausungen. Das war ein infernalischer Lärm!

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Die Treppe im Hintergund führt zu einer Freiluftbühne, wo alle möglichen Veranstaltungen stattfinden (im Sommer also …)

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Ein Tunnel führt unter der Strasse durch. Hier geht es in die Stadt …

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… und hier auf die Felder.

Wir freuen uns darauf, diesen Park im Sommer zu besuchen. Ich frage mich, wie das mit dem Krähengeschrei bei Freiluftveranstaltungen ist. Bei Rockmusik ist es ja nicht das grosse Problem … 😉

Ruinös …

 

Hier nochmal drei Bilder von den Wirtschaftsgebäuden. Der Westflügel mit dem Stall und der Garage ist ja noch so weit in Ordnung.

Der Ostflügel sieht ja so aus:

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Und gleich links neben dem Steinhaufen hat mein Mann immer geparkt. Ich habe ihn endlich dazu gebracht, an der Westseite des Wohnhauses zu parken.

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Der Ostflügel von der Ostseite, da ist gaaanix mehr … Und der Heizöltank ist vielleicht 5-6 m weit weg von der Bruchbude. Zum Glück bekommen wir im Februar eine neue Heizung, so eine mit Holzpellets, dann gibt es keinen überirdischen Tank mehr, die ist dann nur im Keller.

Der Mittelflügel sieht von hinten auch nicht so toll aus:

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Links auf dem Foto der ehemalige Hühnerstall. Der ist trocken, da können wir erst einmal das Holz und unsere Gartenmöbel hinstellen. Rechts steht eine grosse neuere Scheune für Landwirtschaftsmaschinen. Da steht aber nicht viel drin. Wenn der Boden nicht so feucht wäre, könnten wir unseren Wohnwagen da hineinstellen, aber wir bekommen ihn nicht den Hügel hoch. Sobald es trocken genug ist, beginnt die Saison auch schon wieder.

Und hier ein paar kleinere Dinge, die ich aus dem Westflügel gerettet habe:

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Die Stalllaterne finde ich klasse, leider die einzige, die nicht kaputt war, aber auch die Dachziegelfenster und die beiden Glasziegel lassen sich sicherlich irgendwie anwenden. Ausserdem habe ich noch einige gut erhaltene Ziegelsteine zur Seite geschafft für den „rocket stove“ und ein paar Keramikröhren, aus denen ich ein Flaschenregal a la Meermond für den Grillplatz bauen will.

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Die drei Gewichte gehören zur Tierwaage, die ist leider zu schwer für mich allein. Aber ihr habt ja ein Foto davon gesehen. Die steht im Mittelteil, also nicht ganz so gefährdet. Ups, da steckt ja ein Hund seinen Kopf durch den Zaun …

In den nächsten Wochen werden wir mit Transport beschäftigt sein, aus dem Stall in das Hühnerhaus. Da stehen auch noch Regentonnen aus Plastik, die die Mieter mit den Islandpferden als Tränken benutzt hatten. Zwei davon sind unbeschädigt, und ich werde sie beschlagnahmen. Wo wir den Wohnwagen während der Bauarbeiten hinstellen, müssen wir noch mal sehen. Vielleicht kann der Bauer ihn mit dem Traktor in die Scheune bringen.

Ja, es ist nie langweilig hier!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Restsonntag und einen guten Wochenanfang.

Halt, stopp, hier noch ein Gartenfoto. Ich habe hinter den Rosen (auf dem Foto ganz rechts) meine 18 Rhododendrons eingepflanzt (drei sind im Topf) und ein paar mehr Sachen, neue Tulpen (ich kann ja nicht widerstehen), alle meine mitgebrachten Primeln, alle Beerensträucher und Obstbäume, einige Stauden, aber das meiste ist noch in den Töpfen. Die niedrigen Stauden will ich vor die Fliesenreihe pflanzen (da wo die Beutestücke liegen). In dem hohen Gras sind auch noch ein paar kleinere Rosen vergraben, die muss ich noch wieder freibuddeln.

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Der tolle Keramikschornstein ist auch ein Beutestück. (Und drei Milchkannen.)

Foto des Monats, Dezember 2016/photo of the month, December 2016

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Nun steht es fest, im Februar wird das alte Gemäuer abgerissen, und zwar alle drei Längen … 😦

Diese Seite sieht ziemlich gefährlich aus. Vor ein paar Tagen sahen wir mal so richtig, auf wie wenig Mauer die Ostwand eigentlich steht. Der eine Pfeiler hat sich schon gelöst und der andere sieht sehr gebeugt aus. Mir gefällt nicht, dass der Heizöltank so dicht dran steht (der weisse Tank links). Mein Mann meint, dass das nur auf dem Bild so dicht aussieht, aber ich bin da nicht so sicher. Selbst wenn das Gebäude parallel zum Tank einstürzt, können Mauerbrocken und Dachplatten durch die Gegend fliegen.

Jedenfalls wissen wir, was wir im Januar zu tun haben: Stall ausräumen! Dort haben wir Gartenmöbel und anderes gelagert, und dann liegt da das ganze Holz, bereits gehacktes und Stämme etc.  Auch müssen wir die restlichen Kleinodien aus den anderen Längen retten. Ich habe schon einige Dinge beiseite geschafft, unter anderem alle die Milchkannen. Ich habe aber auch noch ein paar interessante andere Kleinigkeiten gefunden, zum Beispiel Ziegelelemene aus Glas.

In diesem Sinne, aus dem Alten aufersteht etwas Neues, ein gutes Neues Jahr 2017.

Vollmondnacht

It was a braw braecht moonlaecht naecht taenaecht, wie der Schotte sagt. (It was a fine bright moonlight night tonight.)

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Es war so hell, dass man ohne Taschenlampe draussen spazierengehen konnte. Solche Nächte sind selten.

Und dann kann ich mich natürlich nicht zurückhalten und bemerken, dass es im Schwedischen das Wort „brå“ gibt, ausgesprochen fast genau wie „braw“ und das ebenfalls „fein“ oder „gut“ bedeutet. Wir sind doch alle miteinander verwandt. Ich denke mal nicht, dass das Zufall ist.

Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche!

Ein kleiner Ausflug in die dänische Ortsnomenklatur

Natürlich gibt es auch in anderen Ländern witzige Ortsnamen, wie zum Beispiel Rausdorf oder gar Büchsenschinken in der Nähe von Reinbek (östlich von Hamburg), aber ich glaube in Dänemark haben sie bei einigen den Hasen abgeschossen oder wie das heisst.

Bevor wir zum interessanten Teil kommen, erst einmal etwas Belehrung, sonst liest ja niemand bis ans Ende … 😉

So deutet die Endung ”rød” auf eine Rodung hin (Birkerød, Allerød, mir fallen gerade nicht mehr ein); ”-havn” weist auf einen Hafen hin, ”-sted” und ”-by” auf eine Stadt (z. B. Kirkeby) und ”-mølle” auf eine Mühle. Das waren einige der einfachen Fälle.

Nun gibt es auch die Endung ”strup, trup oder drup”. Diese sollen von ”torp” abgeleitet sein und Aussiedlerdorf oder Aussiedlerstadt bedeuten.

Nun aber zu der interessanten Endung ”-løse”. Es gibt ja im Dänischen viele Adjektive mit dieser Endung und wird dort mit dem deutschen ”-los” übersetzt. Ergo ging ich davon aus, dass es bei den Städtenamen genauso war. Stenløse (Steinlos), fand ich ja noch ganz in Ordnung, aber wie steht es mit Sengeløse (Bettlos)? Seltsamerweise gab es kein Ølløse (Bierlos), obwohl es ansonsten viele Orte gibt, in denen das Wort ”Øl” mit einfliesst, z. B. Ølsted, Ølstykke oder Ølby.

Nun muss ich aber lesen, das ”-løse” etwas ganz anderes bedeutet, nämlich soviel wie Lichtung oder offen gelegener Platz. In Verbindung mit Stein- gibt das ja noch Sinn, aber bei Bett-? Mystisch!

Bevor wir zu den richtigen Knallern kommen, hier noch ein interessanter Name: Ramløse. Ram ist ein altes Word für feuchte Wiese, also hier eine Lichtung mit feuchter Wiese. Hierzu interessant, dass der Bärlauch auf Dänisch Ramsløg (Ramszwiebel/lauch) heisst und ja gerne an feuchten Stellen wächst. Übrigens heisst er in Teilen Bayerns auch Rams oder Ramslauch. Wir sind verwandt!

Doch jetzt wird’s spannend, besonders in Jütland, denn dort gibt es neben Rom (bei Lemvig – Gliederbucht) und Paris (in der Nähe von Humlum) Orte mit Namen wie Tarm (Darm), Lem (Glied) und Mørke (Dunkelheit). Die Dänen reissen da alle möglichen Witze drüber, z. B. ”es ist nicht weit zwischen Glied und Darm” oder ”Niemand hat Lust, am Darm-Open teilzunehmen”.

Wir fuhren einmal in ein kleines Örtchen hinein von herrlichem Wetter in eine pechschwarze Wolke mit nachfolgendem Wolkenbruch. Kurz hinter dem Ortsschild ”Mørke” war wieder bestes Sonnenwetter. Als wir nach hinten schauten, konnten wir sehen, dass es sich um ein mehr als lokales Unwetter handelte, das direkt und nur über dem Ort lag. Ob da der Name herkam? Ich muss gestehen, da wäre ich weggezogen … 😉

Oder wie die Dänen sagen: Die Menschen die dort wohnen verbringen ihr ganzes Leben in Dunkelheit … 😀

Das war’s für heute, ich wünsche euch noch einen schönen Abend (Nacht). Vielleicht gibt es bei euch in der Umgebung auch ein paar solche Knüller?