Kalø Schlossruine … Kalø castle ruin

Seit unserem ersten Motorradausflug nach Djursland wollten wir uns diese Schlossruine auf einer Halbinsel im Kalø Vig ansehen, einem Teil der Aarhus Bucht. Einmal versuchten wir es, aber es war so heiss, dass ich es nicht schaffte und wir umkehren mussten. Das war im Sommer, und auf dem Weg ist ja nicht das geringste Fitzelchen Schatten. Aber an einem schönen Herbsttag war es dann so weit.

… Since our first motorbike tour to Djursland , we wanted to look at the castle ruin on a peninsular in Kalø Vig, a part of Aarhus Bay. We tried it once, but it was so hot that I couldn’t make it, and we had to go back. That was in the middle of summer, and there isn’t a smidgen of shadow on the way. But on a pleasant autumn day we took our chance.

Eigentlich schien die Sonne, aber von See her kam Dies angetrieben. Das ist ein seltsames Phänomen, das hier “Havgus” genannt wird. Wenn dieser dichte Nebel von See aufs Land treibt können die Temperaturen plötzlich um 4 Grad Celsius sinken. Als ich es zum ersten Mal miterlebte, bekam ich Panik. Es ist nämlich richtig unheimlich. Stellt euch vor es scheint die Sonne, der Himmel ist blau, und dann kommt da auf einmal so eine feuchte kalte Nebelwand angeschoben, und es wird ganz still, man kann keine Vögel mehr hören.

… Theoretically, the sun was shining, but from the sea fog came drifting in (in this case from the east). That is a strange phenomenon that the Danes call “Havgus”. When this thick fog drifts onto the land, temperatures can sink about 4 degrees Celsius (39 Fahrenheit). When I saw that for the first time, I panicked; it is really eerie. Imagine the sun is shining, the sky is blue, and all of a sudden a cold and dense wall of fog comes towards you, and it is completely silent all of a sudden, no birds to be heard.

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Ich fand diesen Steinweg imponierend, was für eine Arbeit!

… I found this stone road impressive, what a job!

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Auf dem Hinweg lag die Burg noch im Dies, aber als wir dort ankamen, hatte er sich auf die andere Seite der Bucht verzogen, und wir hatten das schönste Wetter auf der Halbinsel. Diese Nebelschwaden können sehr lokal sein, wie gesagt, ein seltsames Phänomen.

… On the way to the castle, it was still wrapped in mist, but when we arrived, it had moved over to the other side of the bay (the mist, not the castle), and we had the most beautiful weather on the peninsula. These fogs can be very local. As I said, a strange phenomenon.

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Bevor es mit Fotos weitergeht, ganz kurz etwas zur Geschichte des Ortes, falls es interessiert, sonst rutscht ihr einfach weiter nach unten … 😉

Before I continue with photos, I’d like to say something very short about the history of the place, for those who are interested. If you are not, you can just scroll down to the photos … 😉

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Der Bau der Zwangsburg Kalø wurde 1313 angefangen. Da gab es einen König (Erik Mengved), der gerne Kriege führte und daher die Steuern erhöhen musste, bis sowohl Bauern als auch Adelige die Nase voll hatten und einen Aufruhr veranstalteten, der niedergekämpft wurde. Der gute Erik baute dann noch drei Zwangsburgen mehr, um die Steifnackigkeit der Jütländer zu brechen (seine Worte, nicht meine 😉 ).

… The construction of the stronghold Kalø started in 1313. There was a king (Erik Mengved), who was fond of going to war and, therefore, had to increase taxes, until as well peasants as nobles were fed up and revolted. The revolt was crushed though. Nice Erik built three strongholds more, to break the stubbornness of the Jutlanders (his words, not mine 😉 ).

Danach sollte der nächste König alle Zwangsburgen wieder abreissen, aber die Historiker sind sich nicht einig darüber, ob Kalø damals abgerissen und wieder aufgebaut wurde oder nicht.

… The following king was supposed to tear all those strongholds down again, but historians cannot agree, whether Kalø was destroyed at that time and then built up again or not.

Der aussereheliche Sohn König Frederiks des 3., Ulrik Frederik Gyldenløve, der Kalø als Geschenk erhielt, liess es 1672 wirklich abreissen und verfrachtete alle brauchbaren Materialien nach Kopenhagen, wo sie zum Aufbau seines Prachtpalastes am Kongens Nytorv mitbenutzt wurden (das heutige Charlottenborg).

… The extra-marital son of Kong Frederic the 3rd, Ulrik Frederik Gyldenløve, who received Kalø as a present, had it torn down for real in 1672 and had all usable materials brought to Copenhagen, where they were used to build his magnificent palace at Kongens Nytorv (today’s Charlottenborg).

So in Kürze die Geschichte. Die hinterlassenen Natursteine stammen teilweise noch von den Anfängen 1313. Man hat die Mauerreste anscheinend mit den Ziegeln eingeschalt, um sie zu erhalten. Auch die Grundrisse kann man teilweise noch erkennen. Die Burg galt als so gut wie uneinnehmbar mit steilen Hängen zu allen Seiten. Zeitweise wurde sie als Gefängnis benutzt. Unter anderem hielt man dort 1518-1519 Gustav Vasa von Schweden gefangen, dem es jedoch gelang, sich zu absentieren und nach Lübeck zu flüchten.

… That is very short the history. The remaining natural stones are partly still from the very beginning in 1313. It seems like they remnants of the walls have been “casted” with bricks, to preserve them. The ground plan is partly discernable. The castle was said to be as good as unconquerable with steep slopes on all sides. At times it had been used as a prison. Among others, Gustav Vasa of Sweden was held prisoner there from 1518 to 1519, who, however, was able to absent himself and flee to Lübeck (northern Germany).

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Es ist ja wirklich nicht sehr viel übrig von den Gebäuden, aber von der Anhöhe hat man einen tollen Ausblick, und es waren eine ganze Menge Besucher dort, die picknickten und das Panorama genossen. Es war zudem angenehm windstill. Nur der Segler draussen auf der Bucht war sicher nicht so erbaut davon, er kam überhaupt nicht vorwärts.

… There is really not much left of the buildings, but one does have a wonderful view from the hill, and there were a lot of visitors, who had picnics and enjoyed the panorama. It was also pleasantly windless. Only the lonely sailing boat on the bay might not have been too happy about that, it didn’t get anywhere.

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Diese Spiegelungen faszinieren mich. Ich finde der Stein sieht aus als ob er in der Luft schwebt.

… These reflections fascinate me. It looks to me as if the stone is floating in the air.

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Hier ein Foto von unserem Sommerschlossbesuchsversuch. Auf einmal kamen alle die Kühe angetrabt und liefen über den Weg. Warum diese plötzliche Eile? Das war mir dann doch einen Tick zu dicht dran. So eine Kuh ist ganz schön gross. Denen hat anscheinend niemand erzählt, dass sie 50 m Abstand halten sollen. (So wie wir 50 m Abstand zu den Elchen halten sollen, die angeblich überall im Vildmose herumlaufen, und denen wir bisher nicht begegnet sind.)

… And here a photo from the castle visit trial in summer. All of the sudden these cows came trotting towards us and jogged over the path, what was the sudden hurry? I found that a tad too close to me. A cow is quite a large animal. It seemed that nobody had told them to keep 50 m (164 feet) distance from humans. (Like we are supposed to keep 50 m distance to the moose, that are allegedly running around all over Vildmose, and which we haven’t run into yet.)

Kuhstampede

Als wir nach Hause zurückfuhren war schönstes Sonnenwetter. Zuhause erwartete uns jedoch dies:

… When we went home, we had the most beautiful, sunny weather. But at home this waited for us:

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Wie schon zweimal gesagt, ein seltsames Phänomen. Wir hatten zwar die Schwaden vom Auto aus von Ost nach Nortwest ziehen sehen, aber das Ergebnis überraschte uns dann doch.

… As already mentioned twice, a weird phenomenon or did I say strange? We had seen the fog moving from east to northwest when driving home, but the result surprised us anyway.

Djursland ist jedenfalls auch ein sehr schönes Stückchen Dänemark!

… In any case, Djursland is a very pretty part of Denmark as well!

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Fotos des Monats, Oktober 2018/photos of the month, October 2018

Das erste ist eine Erinnerung an Terrassen-Hygge. Wir hatten eine Menge schöne Stunden da draussen, auch abends im Dunkeln.

… The first one is a memory of comfy hours on the terrace. We had a lot of great hours out there, also in the evenings in the dark.

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Meine Cosmea (Schmuckkörbchen) hat jetzt noch einmal eine Renaissance erlebt. Die tiefrote Farbe ist recht ungewöhnlich für Cosmea, und ich hoffe, dass sie sich aussät.

… My cosmos had a renaissance this month. The deep red colour is quite unusual for cosmos, and I do hope it will sow itself.

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Und etwas ganz anderes: Eine Erinnerung an einen Ausflug nach Kalø vig (Kalø Bucht, der Bericht kommt demnächst). Dies war das einzige Segelboot auf der Bucht. Wie ihr euch denken könnt, kam es nicht weit, denn es war total windstill, sehr ungewöhnlich in Dänemark. Mir gefiel die Stimmung mit dem Nebel.

… And something completely different: A memory of an excursion to Kalø vig (Kalø bay, the relevant post will follow). This was the only sailing boat on the bay. As you can imagine, it didn’t get anywhere, as it was completely windless, very unusual in Denmark. I liked the atmosphere with the mist.

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Eine kleine Motorradtour nach Djursland … A little motorbike trip to Djursland

Mein Mann ist diese Tour bereits alleine gefahren und war so begeistert, dass er sie mir zeigen wollte. Er hat nicht übertrieben. Wenn ihr in Djursland Urlaub machen solltet, fahrt mal dahin, nach Sletterhage Fyr (Sletterhage Leuchtturm) am unteren Ende der grün eingezeichneten Route. Wenn ihr in Google map seid und vergrössert, steht da „Ishuset Sletterhage“. Anscheinend ist es wichtiger, dass man da Eis kaufen kann, als dass da ein Leuchtturm ist … 😉  😀 Die kleine Strasse an der Bucht entlang ist es wert.

… My husband took this trip already alone and was so please that he wanted to show it to me. He did not exaggerate. If you should be in Djursland on vacation, look it up, Sletterhage Fyr (Sletterhage Lighthouse) at the lower end of the route marked in green. In Google maps, when you enlarge, it says there „Ishuset Sletterhage“. It seems to be more important that one can buy ice-cream there, than that there is a lighthouse … 😉  😀   The small road along the bay is worthwhile.

LetterhageFyr BLOG

An dem schmalen Stück am Anfang der Bucht machten wir kurz Pause. Wieder einmal kann man im Hintergrund Picknicktisch und Bank sehen. Irgendwie erscheint es an der Strasse so hinter die Abgrenzung geklemmt etwas fehl am Platze …

… We had a little break at the narrow land bridge. As so often in Denmark, one can see a picnic table and a bench in the background. It looks a bit out of place so close to the road …

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… Aber wenn man sich dort hinsetzt hat man diesen Ausblick (in diesem Moment überschattet von Wolken:

… But when you sit down there, you have this view (in this instance overclouded):

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Das ist eine Schlossruine, die man über eine Landbrücke zu Fuss erreichen kann.

… It is a castle ruin, which can be reached on foot over a land bridge.

Der Weg beginnt an einem Restaurant mit grossem Parkplatz.

… The path starts at a restaurant with a big parking place.

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Und hier der Leuchtturm, inzwischen war die Sonne wieder da. Es war dort etwas mehr Leben. Ganz allgemein kann man sagen, dass in Dänemark dort am meisten Leute sind, wo man was zu essen und zu trinken kaufen kann; eine Toilette kommt an zweiter Stelle. Dort wo beides nicht vorhanden ist, hat man den Strand oft für sich allein.

… And here the lighthause. In the meantime the sun had come back. There were a few more people there. In general it can be said that you in Denmark will meet more people at places where you can buy something to eat and drink; a toilet comes second. In places where none of the two are found, you will often have the beach for yourself.

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Die Dame des Hauses:

… Your’s truly:

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Auf diesen kleinen Blümchen habe ich mich rumgelümmelt (keines der grünen Blätter gehört zu der Pflanze):

… I was lying on these sweet little flowers (none of the green leaves belongs to the plant):

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Zum Abschluss grüsst der gemütliche Gentleman.

… The cosy Gentleman says goodbye.

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Wenn ich mich in den nächsten zwei Wochen nur mal sporadisch melde, dann ist das weil wir Besuch aus Deutschland bekommen, ein befreundetes Ehepaar, dem wir einige der schönen Plätze zeigen wollen, die ihr ja bereits von meinen Beiträgen her kennt.   😉

… If  you don’t hear from me so often during the next two weeks, it is because we will get visitors from Germany, a couple, whom we would like to show some of the great places that you already know from my posts.    😉

Urlaub in Dänemark

Im Juli wollten wir eigentlich irgendwann eine Woche mit dem Wohnwagen nach Djursland fahren. Da aber der Wetterbericht so merkwürdig war, beschlossen wir, einfach nach Trelde Næs zu fahren, wo unser Wohnwagen bis Oktober einen festen Platz hat, und von dort Tagesausflüge zu unternehmen. Wir wollten nicht riskieren, dass wir das Vorzelt für eine Woche Monsun abbauen.

Eine Fahrradtour nach Vejle gelang uns. Vom Munkebjerg aus hinunter an die Förde und dann nach Vejle hinein. Wir entdeckten einen schönen Naturpfad, der an einem Kanal entlang und durch ein Industriegebiet führte. Seltsame Mischung, aber sehr schön. Er führte uns in die Nähe des Hafens. Den Munkebjerg wieder hoch, wo unser Auto stand, schaffte ich nicht einmal mit voller EL-Unterstützung und erstem Gang. Ich musste das letzte Drittel schnaufend hochschieben. In so einer Situation sind die EL-Fahrräder reichlich schwer. Beide Ufer des Vejle-Fjords sind sehenswert. Ganz besonders gefällt mir die Umgebung von Brejning, Andkjær, Munkeberg.

Dann machten wir einen Ausflug nach Odense in das dortige Eisenbahnmuseum. Es ist wesentlich grösser als das auf Bornholm, das ich aber auch sehr schön fand, mit einigen wirklich fantastischen alten Lokomotiven. Hier drei Beispiele.

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Das dritte Foto zeigt den Original-Spurenwagen oder wie sowas heisst, der in dem einen Olsen-Banden-Film benutzt wurde:

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Wer an mehr interessiert ist, kann sich die Bilder hier anschauen: (https://1drv.ms/f/s!AgFPhjrOrk1AoBULVL8xB6o_D4y7).

Da wir nun schon auf Fünen waren, schauten wir uns auch noch einen möglichen Campingplatz an, den wir schon immer einmal besuchen wollten, Flyvesandet. Der liegt wunderschön mit Blick auf das Wasser, viele Bäume, empfehlenswert. Wenn im Herbst das Wetter gut sein sollte, fahren wir vielleicht eine Woche dorthin.

Mittwoch sollte der einzige Tag in der Woche mit Regen sein. Das war er auch! Daher hatten wir geplant, uns die Regenwaldanlage in Randers anzuschauen, die in Hallen beherbergt ist. Diese Idee hatten allerdings auch Tausende von anderen Turisten. Es war unmöglich, dort zu fotografieren, weil man eng gedrängt auf den schmalen Pfaden hintereinander herging. Die Anlage ist imponierend und wirklich sehenswert, schön und liebevoll gestaltet. Wir werden da noch einmal hinfahren, wenn überall die Sommerferien vorbei sind, an einem Wochentag … Ich hätte mich so gerne mal hingesetzt, um die Vögel zu beobachten, die frei umherflogen, sich aber wegen der vielen Menschen hoch unter dem Dach aufhielten. Bilder von ”Randers Regnskov” habt ihr also noch zugute.

Djursland ist eine Reise wert, und wir werden unsere Woche dort noch irgendwann nachholen. Für Dänemark-Interessierte wäre auch die Seenplatte um Silkeborg herum zu erwähnen mit dem ”Himmelbjerg”, der die schwindelnde Höhe von 178 Metern oder so ähnlich erreicht. Man hat von dort einen atemberaubenden Ausblick auf die Seen.

Auch der Norden Dänemarks hat Naturschönheiten zu bieten, wie z. B. den Limfjord, Lille Vildmose und Store Vildmose. Für Leute, die Strand so weit das Auge reicht lieben, ist Skagen zu empfehlen.