Fotos des Monats, Oktober 2019/ Photos of the month, October 2019

Dieses Mal sind es wieder Landschaftsbilder, hauptsächlich von der Küste … aber es gibt ja auch sehr viel Küste in Dänemark … 😉

… This time, I chose landscapes again, mainly coastal motives … but we do have a lot of coast in Denmark, don’t we … 😉

Hier der stets leere Strand bei Løgstør (Limfjord). Kein Sand, nur Muscheln, vielleicht sind deshalb dort keine Bader?

… Here the always empty beach at Løgstør (Limfjord). No sand, only sea shells, maybe that is why one never sees any bathers there?

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Die Küste bei Østerhurup (Kattegatt).

… The coast at Østerhurup (Kattegatt).

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Rebild Bakker, Blick auf die Rabenquelle. Hier kommt die Quelle aus der Erde. Mir gefielen die Farben so gut.

… Rebild Bakker, view on raven well. Hier it springs up from the ground. I liked the colours.

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Hier der kleine Hafen von Hou (bei Hals, Kattegatt). Geht es dänischer, hyggeliger oder heileweltiger? Ich liebe diesen Ort!

… Here the little harbour of Hou (near Hals, Kattegatt). Could it be more Danish, cosy or unspoilt worldy? I love this place!

 

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Und hier unser kleines Herbstfarbenwunder. Wenn der erst einmal gross ist … 😉

… And here our little autumn colour wonder. Wait until it is grown up … 😉

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Und jetzt wünsche ich allen einen möglichst angenehmen November, brrrrr. 🙂 … mit ganz viel heisser Schokolade …

… And now I wish you all an as pleasant as possible November, brrrrr. 😉 … with lots of hot chocolate …

Herbstimpressionen … Autumn impressions

Wir hatten den ersten Nachtfrost Sonntag Nacht, brrrr. Aber wir haben alle empfindlichen Pflanzen ins Haus gerettet. Es sieht fast so aus als ob wir ein paar Tage goldenen Oktober bekommen könnten.

… We had the first night frost Sunday night, brrr. But we have saved all sensitive plants into the house. It looks like we might be lucky and get a few days of Golden October.

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Der Wind bläst stärker; die Küstenlandschaft verändert sich …

… the wind is blowing stronger; the coastal landscape is changing …

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Wie hier in Østerhurup … dort wo ein schmaler Streifen Sandstrand war, hat das Hochwasser alles überflutet und eine Landschaft mit kleinen salzigen Seen geformt. Die Vögel lieben das. Vom Hafen aus konnte man nicht richtig sehen, ob überhaupt noch Landverbindung zur langen Brücke vorhanden war, aber es war.

… Like here in Østerhurup … where before was a slim stretch of beach, the high tide has flooded everything and created a landscape with small salty lakes. The birds love it. From the marina we couldn’t really make out, if we still had land connection to the far end bridge, but we had.

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Das erklärt natürlich auch, warum auf der anderen Seite vom Hafen, am sicheren Strand, also dort wo immer Strand ist, mehr Leute sind. Wir mögen aber die „wilde“ Seite lieber. Bald wird man wohl die Brücke wieder abbauen und an Land überwintern, und dann ist es erst einmal vorbei mit Spaziergängen dort.

… This flooding explains, why there are more people on the other side of the marina, on the safe beach, meaning the beach where there is always sand. But we prefer the „wild“ side. Soon they will take the far end bridge down for winter break, and then we will have to wait with walks there until spring.

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Wir haben diesen kleinen Kerl getroffen. Ich habe geforscht was es für eine Raupe ist, aber ich fand nur ähnliche. Sie war ganz einheitlich gefärbt, kein Rückenstreifen, keine weissen Punkte an den Borstenenden.

… Then we met this little guy. I have searched to find out what kind of caterpillar it was, but I only found similar ones. It was uniformly coloured, no stripe on the back, not white tips on the hair ends.

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WIR SCHALTEN UM NACH REBILD BAKKER …

… WE SWITCH OVER TO REBILD BAKKER …

Als wir uns diesen steilen Hügel hochkämpften, kam uns ein dickes Schaf in einem Affenzahn entgegengaloppiert, so dass wir zur Seite springen mussten. Es wirkte panisch und war ganz allein. Anscheinend hatte es seine Herde verloren.

… When we bravely fought up this steep hill, a large cheep came chasing down, so that we had to jump aside. It seemed to be in panic and was all by itself. It seemed to have lost its herd.

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Aaaah, das ist Herbst!                             … Aaaah, this is autumn!

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Hinter der Kante ging es dann steil  hinunter zur Ravnekilde (Rabenquelle). Wir befanden uns auf der anderen Seite der Quelle und schauten auf den Weg, dort wo man auf den Steinen die Quelle überquert. Eine Familie war dabei, Flaschen mit dem Quellwasser zu füllen. Ganz im Hintergrund sieht man die Kirche von Gravlev. Man kann diese Stelle also im Wald mittels eines kleinen Umwegs umgehen, wenn man nicht über die Steine balancieren will.

… Behind the edge, the path went down steeply to Ravnekilde (raven spring). We were on the other side of the spring and looked over to the path, there, where one crosses the spring on large stones. A family was filling bottles with the spring water. In the far back one gets a glimpse of Gravlev church. So, if you don’t feel like balancing on the stones, it is possible to walk around the spot.  It is only a short detour.

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Und dann entdeckten wir eine kleine Perle. Ich hatte immer gedacht, dass dieses schöne kleine Haus bewohnt wäre, aber nein, es gehört der Naturstyrelsen (Naturschutzbehörde oder so) und ist an ein grosses Restaurant vermietet (Rold Storkro). Sie sind verpflichtet, das Haus in Ordnung zu halten, im Winter zu heizen, den Rasen zu mähen etc. Manchmal werden Rundgänge angeboten, die vom Leben „damals“ erzählen oder man kann als Gruppe eine Führung buchen. In dem Gebäude waren vorne die Wohnräume und hinten der Stall. Die Fotos vom Inneren des Hauses habe ich alle durch die Fenster gemacht. Ich war erstaunt, wie verhältnismässig gut die trotzdem geworden sind.

… And then we discovered a little pearl. I had always thought that somebody lived in this beautiful little house, but no, it belongs to the Naturstyrelsen (nature protection  authorities) and is rented out to a large restaurant (Rold Storkro). They have to keep it clean and heated in winter, mow the grass etc. Sometimes they give guided tours explaining how people lived in „those“ times or as a group one can book such a tour. The building has living quarters in the front and stable in the back. The photos of the inside of the house are all taken through the windows. I was surprised how well they turned out, actually.

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(Auch hier die beliebte hellblaue Emaille-Küchenserie „Madam Blå“.
… Also here the popular light blue enamel kitchen utensil series „Madam Blå“.)

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Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Herbst! Vielleicht sehen wir uns mal hier im Himmerland*!

… I wish you all a wonderful autumn! Maybe we will meet one day here in beautiful Himmerland*!

  • So heisst die Halbinsel, die durch Limfjord, Kattegat und Mariagerfjord gebildet wird.
    … That is the name of the peninsular formed by Limfjord, Kattegat and Mariagerfjord.

 

 

 

Die Sage um die schweigsamen Nordjütländer … The legend of the taciturn Northern Jutlanders

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Das ist eine Sage, die in Dänemark oft und gerne erzählt wird. Als wir von Südjütland ganz in den Norden zogen, trafen wir auf einen Hauswirt, der ein Hyggeonkel in Gummistiefeln war und Geschichten aus seiner Kindheit zum besten gab. Na, dachten wir, das ist wohl die so oft besungene Ausnahme von der Regel.

… This is a legend that is often and enthusiastically told in Denmark. When we moved from the south of Jutland up to the very north, we met a landlord, who was a jovial fellow in rubber boots, who told stories of his childhood. Well, we thought, this must be the so often cited exception of the rule.

Da wir auf einem Hügel ganz für uns alleine wohnten, kamen wir nicht mit sehr viel Leuten zusammen. Ein Nachbar kam im Frühjahr über die matschigen Felder gestapft und sagte, dass wir zum Tee eingeladen wären bei ihm und seiner Frau, wenn wir mal in ihre Richtung kommen sollten. Sie wohnten im nächsten Haus auf unserer Strassenseite, so ca. 600 Meter weit entfernt von uns. Wir schafften es vor unserem Wiederwegzug nicht mehr, der Einladung nachzukommen.

… As we lived on a hill all for ourselves, we did not meet many people. In spring a neighbour came stomping over the soggy fields and invited us to tea with him and his wife, whenever we should pass by their house. They lived in the next house on our side of the road, about 600 metres further up. We didn’t make it to see them before we moved on again.

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Es verschlug uns dann ca. 86 km weiter nach Süden. Von unserem Hauswirt, der zwar kein Hyggeonkel war, sondern ein gestresster Geschäftsmann wurden wir sogleich in sämtliche Dorfzwiste eingeweiht. (Erst die Windmühle, dann der Schweinebauer, und jetzt gibt es schon wieder einen neuen, und zwar geht es um Katzen, es sind zu viele und keiner will seine kastrieren lassen, weil das ja Geld kostet. So werden das immer mehr Katzen, die bei den Nachbarn auf den Rasen und auf die Beete scheissen. Ich halte mich aus der Diskussion heraus, aber ich verjage freundlich aber bestimmt all die Katzen aus meinem Garten. Die Vögel sollen ja auch irgendwo zu ihrem Recht kommen. Ausserdem sehen die meisten der Katzen ungemein vernachlässigt aus.)

… We ended up about 86 km further south. Our landlord, not a jovial fellow, but a stressed businessman enlightened us immediately about all the village feuds. (First the windmill, then the pig farmer, and now the latest about cats. There are too many and nobody wants to get theirs‘ neutered, because that costs money. So they get more and more cats, shitting on the neighbours‘ lawn and flowerbeds. I keep out of the discussion, but I chase friendly but firmly all cats from my garden. The birds must also come to their rights. In addition, most of the cats look rather neglected.)

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Eine Nachbarin von gegenüber erzählte uns beim ersten Treffen auf der Strasse ihre komplette Krankheitsgeschichte mit diversen Schlaganfällen, während sie nach Herzenslust rauchte.

… A neighbour from the other side of the road told us at the first by chance meeting her complete health analysis, including diverse strokes, while chain smoking.

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Wir wurden misstrauisch. Wo waren die schweigsamen Nordjütländer? So richtig gefunden haben wir noch keinen. Sobald man sie anspricht, sprudeln sie über.

… We became suspicious. Where were the taciturn Northern Jutlanders? We haven’t really found any yet. As soon as one approaches them, they never stop talking.

Wenn man im Vildmose mit einem Fernglas um den Hals auftritt, wird man garantiert angesprochen und gefragt, ob und was man gesehen hat und Sichtungen werden ausgetauscht, vielleicht werden sogar Fotos gezeigt. Oder es werden ganz andere Dinge angesprochen, wie zum Beispiel die Instandhaltung, in diesem Falle die Begehbarkeit, des Mose, was zum grossen Teil von Freiwilligen Helfern erledigt wird. Oder man macht einfach nur small talk oder man wird gefragt, ob man einen guten Wanderweg für rüstige Rentner kenne, für die 1,5 km nun doch zu kurz sind.

… When you walk around in the Vildmose (wild moor national park) with binoculars around your neck, it is guaranteed that people will talk to you, ask you if you have seen something or what you have seen, and sightings are being exchanged, maybe even photos are being shown. Or completely other matters are touched like for instance the maintenance, in this case the accessibility of the moor, which is handled mostly by volunteers. Or one just chats or is being asked, if one knows a good hiking path for perky pensionists, for whom 1.5 km really is too short.

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Wir haben noch an keinem Wohnort so viel mit völlig fremden Leuten gesprochen. Ein gutes Beispiel auch die Joggerin vom Parkplatz bei den Rebild-Hügeln, die uns sämtliche Sehenswürdigkeiten der Umgebung auflistete. Wir haben es noch gar nicht geschafft, uns die alle anzusehen.

… In none of our homes have we talked so much with complete strangers. Another good example is the young girl jogger at the Rebild hills, who specified all the sights of the region for us. We were not even able to see them all yet.

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Dabei haben wir Interessantes über unsere neue Heimat und speziell das Vildmose und den Roldskov gelernt, z. B. dass Leute tote Tiere, die sie an der Strasse  finden, für die Adler auf die Futterplätze legen. (Es gibt tatsächlich zwei Steinadlerpaare im Lille Vildmose. Im übrigen Europa scheinen sie nur noch in den Bergen vorzukommen. Im Vildmose haben sie sich anscheinend mit einem kleineren Revier zufrieden gegeben und gegen relative Sicherheit eingetauscht.) Oder, dass Nachtfalter ganz wild auf Rotwein mit Zucker sind. Oder man erfährt, dass die Vereinigung, die das Vildmose betreibt, auch einen Naturpark in Zimbabwe besitzt, wo sie versuchen, die Nashörner vor den Wilddieben und dem Aussterben zu beschützen.

… We have found out interesting facts about our new home, especially the moor and Roldskov, for example that people pick up the dead animals they find on the road and put them on the feeding places for the eagles. (There really are two pairs of golden eagles at Lille Vildmose. In the rest of Europe they seem to exist only in the mountains now. In Vildmose they seem to be content with a smaller territory in exchange with relative security.) Or that moths are crazy about red wine with sugar. Or one learns that the association that runs the Vildmose also owns a national park in Zimbabwe, where they are trying to save Rhinos from poachers and extinction.

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Liebe Nordjütländer, es ist wunderbar, dass eure Schweigsamkeit nur eine Sage ist!

… Dear Northern Jutlanders, it is great that your taciturnity is only a legend!

Spaziergang im Quellental

Wir waren an einem der noch kalten Tage, vor dem Wärmeeinbruch, im weniger populären, aber nicht weniger schönen Teil von Rebild Bakker auf der anderen Seite der Hauptstrasse unterwegs. Im Autal der Lindenborg-Au befinden sich drei natürliche Quellen, die Ravnkilde (Rabenquelle), die Blåkilde (Blauquelle) und noch eine; leider konnte ich nicht herausfinden, wie die hiess. Warum steht das nicht auf der Karte???

Auf der Karte habe ich unseren Parkplatz mit einem blauen Kreuz markiert und den Weg, den wir gegangen sind auch in Blau. Eigentlich hatten wir vor den Rundgang zu machen, der mit 6,2 km angegeben ist. Aber es war uns zu kalt. Wir werden es diese Tage nachholen.

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Dies ist der Anfang des Weges quer über das Autal, mit Brettern und Steinen, recht abenteuerlich. Man kann ihn nicht mit den Augen weiterverfolgen. Ich freue mich schon sehr darauf, ihn zu erforschen.

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Wir gingen den Weg am Wald entlang. Dies ist die Ravnkilde, die muss man auf Steinen überqueren.

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Blick auf die Ravnkilde von oben.

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Aber es ging noch höher hinauf. Auf dem folgenden Bild kommt ganz gut heraus, wie steil das war (und ich hatte das Autal gewählt, weil es dort so flach war …), meine alternden Knie jammerten im Chor … nein, im Duett! Einige Stufen waren herausgebrochen, und die übrigen waren dann ziemlich hoch.

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Hier ein paar Eindrücke:

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Mein Mann beglückte mich unterwegs mit aufmunternden Sprüchen wie: „Hier hat keine Menschenseele je ihren Fuss gesetzt!“  –  „Es ist besser, wenn du zuerst gehst, hier könnte es gefährlich werden!“    –     „Warum musst du mich immer mit auf solche kleinen Wege schleppen, wo wir von Igeln angefallen werden können?“  😉  😀  😀

Und im Tal schlängelt sich die Lindenborg-Au:

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Ich freue mich schon auf einen richtigen Rundgang. Gravlev (auf der anderen Seite der Au) ist ein herrlicher kleiner Ort, den man nicht einmal mit dem Auto durchfahren darf.

 

 

 

 

Im Trollwald … In Troll Forest …

An einem nebligen Tag verschlug es uns wieder nach Rebild. Wir wollten mal ganz woanders hin und auf einen Aussichtsturm, der im Trollwald zu finden sein sollte.

… on a misty day we ended up in Rebild again. This time we wanted to go to quite another place and climb a wooden watchtower that was supposedly to be found in the Troll Forest.

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Der gemütliche Gentleman hatte sich den Weg auf der Karte ganz genau angesehen und meinte, dass ich den Plan von Rebild Bakker nicht mitzunehmen brauchte. Leute, die wir unterwegs trafen, wussten nicht, wo sich der Turm befand. „Irgendwo hier“, bekamen wir zu wissen mit einer vagen, kreisförmigen Handbewegung.

… The cosy gentleman (my husband) had memorized the path from the map and informed me that I would not need to take the map of Rebild Bakker along. People whom we met on the way did not know, where the tower was. „Somewhere over there“, we were told with a vague circular gesture.

Sehr gut gefielen mir die schmalen gewundenen Waldwege. Würde es einen erstaunen, wenn da plötzlich ein paar Hobbits oder eine Kolonne Zwerge mit Ponys um die Ecke kämen?

… I especially liked the narrow winding paths. I would not have been surprised to see some hobbits or a column of dwarves on their ponies coming around the bend.

Unnötig zu sagen, dass wir den Turm nicht fanden. Als wir auf dem höchsten Hügel des Trollwaldes standen, versuchte mein Mann mit seinem smart phone Google map anzusehen. Das funktionierte so ca. 10 Sekunden, dann war die Batterie leer.  Mein Telefon hatte ich zuhause gelassen wegen leerer Batterie, und die Karte war im Auto. Mein Mann beschloss, dass wir nach Osten gehen sollten. Das taten wir dann eine Weile und kamen an eine Wegkreuzung wo ich darauf bestand, die Führung zu übernehmen. Wir landeten dann auf einem Parkplatz, nicht der, den ich angepeilt hatte, aber immerhin, jetzt wussten wir wo wir waren. Dort trafen wir eine sehr nette junge Joggerin. Als wir ihr erzählten, dass wir gerade erst in die Gegend gezogen wären, tischte sie auf mit allen möglichen Orten und Aktivitäten, die wir sehen bzw. an denen wir unbedingt teilnehmen müssten. Sie wollte uns sogar mit dem Auto zum Rebild Parkplatz mitnehmen, aber das liess unser Stolz nicht zu.

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… Needless to say, we never found the tower. When we reached the highest hill of the Troll Forest, my husband tried to get Google map on his smart phone. That worked for about 10 seconds and then the battery was empty. I had left my phone at home because of an empty battery, and the map was in the car. My husband decided that we should go east. We did that for some time and came to a crossing, where I insisted to the take the lead. We ended up on a parking place, not the one that I had aimed for, but nevertheless, now we knew where we were. There we met a very nice young jogger lady. When we told her that we had just moved into the area, she gave us a whole catalogue of sights to see and activities to join. She even wanted to give us a lift back to the carpark, but our pride did not allow that … 😉

Wir hatten noch ungefähr drei Kilometer zum Parkplatz am Eingang des Parks. Dann ging es nass und müde nach Hause, Füsse hoch und eine Tasse heissen, starken Tee, aaahhh!

… We still had about three kilometres to go to reach the carpark at the entrance of the park. Then we drove home, wet and tired, feet up and a strong and hot cup of tea, aaahhh!

Ein rundum herrlicher Tag!    …   An all around marvellous day!

 

Rebild Bakker

Vor kurzem fand ich heraus, dass es in Dänemark einen dänisch-amerikanischen Freundschaftsverein gibt, der seit mehr als 100 Jahren besteht. Am 4. Juli wird in den Rebild-Hügeln der amerikanische Unabhängigkeitstag begangen wo Tausende von Menschen teilnehmen. Die Teilnahme des amerikanischen Botschafters ist wohl ein ”Must”, aber manchmal kommen auch ”höhere” Personen aus Amerika angereist. Mein Mann meint, dass Präsident Clinton einmal teilgenommen hat. Es ist die grösste Unabhängigkeitsfeier ausserhalb Amerikas. Ich finde das lustig. Was wohl unsere britischen Freunde dazu sagen?  😉  

Hier könnt ihr mehr lesen. Es gibt dort eine englischsprachige Seite, die aber nicht sehr ausführlich ist und weiterlinkt zur Seite in Amerika. Daher hier auch noch der Link zur amerikanischen Seite.

Jedenfalls ist Rebild-Bakker ein Naturerlebnis. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, dann möchte ich dort die Heideblüte sehen.

Genug geschwafelt, hier erst einmal ein paar Bilder:

Hier ist der Eingang, schon mal nicht schlecht …

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… und hier sind am 4. Juli die Rednertribünen und die dänische und amerikanische Fahne. 

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Zwei steile Hügel habe ich mich heroisch hochgeschleppt. Es sind viele Bilder in der slideshow, ich konnte mich nicht entscheiden …

… im Wald herrschte ein ganz anderes Licht vor. Manche Buchen wachsen nicht gerade hoch, sondern mit mehreren Stämmen und gebogen und kurvig, so dass es fast so aussieht als ob sie tanzten …

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… und die Schafe …

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… ist das nicht typisch? Verrenkt sich den Hals nach dem Gras auf der anderen Seite des Zauns. 

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Leider sind die Häuser nicht geöffnet ausserhalb der Saison. Es handelt sich einmal um das ”Lincoln Log Cabin”, in dem das dänisch-amerikanische Emigranten-Museum untergebracht ist.

Das andere ist ein Cafe, auch im Blockhausstil, das leider auch geschlossen war. Ich habe versucht durch das Fenster zu fotografieren.

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Ich bin immer wieder imponiert darüber, wie man Holzstämme so ineinander passen kann.

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Rebild-Bakker und Rolskov (Rold Skov) zusammen bilden einen ziemlich grossen Naturpark. Für dänische Verhältnisse gross natürlich, aber doch beeindruckend und wunderschön.

Am Eingang gibt es Toiletten, eine Galerie mit den Tieren, die im Park leben und den Pflanzen, die dort wachsen und einigen historischen Geschichten. Natürlich kann man auch Souvenirs kaufen … 😉

Interessant fand ich die Geschichte über die waschechte Hexe, die dort lebt, Dannie Druehyld. Sie schreibt auch Bücher und hält Vorträge. Hier könnt ihr ihre Webseite besuchen, aber die ist leider nur auf Dänisch.

Nächstes Jahr werden wir uns das Unabhängigkeitsspektakel mal ansehen, aber nur, wenn DT nicht teilnimmt …  😉

Bis demnächst, habt noch einen schönen Tag!

 

Ausflug Store Okssø und Madum Sø

Wir wohnen jetzt in der Nähe von Rolskov, dem grössten Wald Dänemarks, was nichts sagen will … 😉

Dort befinden sich auch die in Dänemark weltberühmten Rebild-Hügel, wo man jedes Jahr am 4. Juli den amerikanischen Nationalfeiertag begeht. Warum das? Fragte ich mich, weil ich das etwas weithergeholt fand, aber hier findet man die Erklärung:

REBILDSELSKABET (REBILD NATIONAL PARK SOCIETY) ist der erste dänisch-amerikanische Freundschaftsverein und besteht 2017 mehr als 100 Jahre. Unsere Mission ist es, freundschaftliche und kulturelle Bande zwischen den Bevölkerungen in Dänemark und der USA zu fördern und zu unterstützen. Durch unsere Arbeit möchten wir den Wert von Freiheit, Freundschaft und Zusammenhalt zwischen den beiden Nationen wertschätzen. Jedes Jahr sammeln sich mehrere Tausend Menscham am 4. Juli in den Rebild-Hügeln, um den amerikanischen Nationalfeiertag zu begehen.” … ”Das Fest am 4. Juli in den Rebild-Hügeln ist immer noch das grösste Begehen des amerikanischen Unabhängigkeitstages ausserhalb der USA.”

Was wohl die Engländer dazu sagen … 😉 … Manchmal nimmt sogar der amerikanische Präsident teil. Clinton soll dagewesen sein. Das werden wir uns nächstes Jahr vielleicht einmal anschauen.

Jedenfalls liegen im Rolskov sehr schöne kleinere Seen, u. a. der Store Okssø, der so ca. 4,5 bis 5 km misst, wenn man um ihn herumgeht, und den Madum-Sø, der 7 km rundum sein soll. Wenn ich mir das auf der Karte ansehe, scheint der Madum-See aber wesentlich grösser zu sein als der Okssee. Wir werden es sehen, denn irgendwann werden wir ihn umwandern.

Hier etwas Herbststimmung vom Okssø. Es gab sogar einen kleinen Ahorn, der auf Indian Summer machte. Die Wege um diesen See sind breit und befestigt, also alle können hier gehen.

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Mein Mann hat einen Film gedreht, aber der würde hier zu viel Platz wegnehmen. Ihr könnt ihn euch hier ansehen.

Mit meiner hundeerfahrenen Freundin und ihren beiden Wuffern war ich vor einer Woche an beiden Seen. Da das Wetter sich so positiv entwickelte und wir nun schon einmal dort waren, wollten wir uns den Madum-See auch angucken. Gut, dass ich meine Gummistiefel dabei hatte! Es war enorm matschig und teilweise stand der Weg richtig unter Wasser. Meine Freundin hatte noch höhere Gummistiefel an als ich und stapfte mutig in den tiefsten Morast. Aber ihr Foxterrier stemmte sich mit allen vier Pfoten in den Matsch und weigerte sich, da hineinzuwaten. Sie hätte aber auch fast schon schwimmen müssen.

Ich nahm mit dem Retriever einen anderen, etwas weniger tiefen Weg. Ihr machte es nichts aus, sie wäre sogar in den See gesprungen, wenn ich sie nicht festgehalten hätte.   😉   So unterschiedlich sind die …

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz wollten wir gerne verhindern, allzuviel Schlamm ins Auto zu tragen. Meine Freundin kam daher auf die ”gute” Idee, sich in die Büsche zu schlagen, da wo man vor lauter Grasbüscheln etwaige Wasserlöcher nicht sehen kann. Der Retriever und ich hielten uns an den Weg und es gelang uns, uns am Rand entlangzuhangeln. Aber dann konnte ich meine Freundin weder sehen noch hören, und auch der Hund wurde unruhig. Wir stellten dann aber Hörkontakt her und alle trafen sich unversehrt am Parkplatz. Meine Freundin ist 15 Jahre jünger als ich, sie hat daher weniger Angst, sich die Knöchel zu verstauchen. 😉  Mir ist das schon zu oft passiert … 😉

Dort werde ich mit meinem Mann im Sommer hingehen. Oder im Winter, wenn es richtig friert.

Wenn man um den Madum-See geht, kann man die (angeblich) 7 km noch verlängern mit einer weiteren 7 km Tour durch die Waldlandschaft. Ein schönes Projekt für eine Sommerwanderung. (Ja, mit 62 ist das bereits eine Wanderung!)

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tag!