Das Tal der Liebe … The valley of love

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(Foto: Pixabay)

Ich habe in meinem Regal ein Buch entdeckt, das ich völlig vergessen hatte und noch gar nicht gelesen habe. Es handelt sich um „Vogelgespräche“ von dem persischen Mystiker Attar, „Die berühmte persische Sufi-Erzählung über die Pilgerfahrt nach Innen“. Diese Pilgerfahrt führt durch sieben Täler, die Attar als die sieben Zustände der Sufi-Mystiker beschreibt: Suche, Liebe, Erkenntnis, Nichtbedürfen, Einheit, Verwirrung, Entwerden. Das Verwirrung so spät im Prozess noch erscheint, hat mich allerdings verwundert. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall endlich lesen. Da findet man Schätze im eigenen Haus … 😉
(Das Buch ist im Ansata Verlag erschienen, ISBN 3-7787-7009-8, unbezahlte Reklame.)

… In one of my shelves I discovered a book that I had completely forgotten and which I haven’t even read yet. The English title is „The Conference of the Birds“ (Mantiq ut-tair) by the Persian mystic Attar. „The famous Persian Sufi narration about the pilgrimmage inwards. This pilgrimmage leads through seven valleys, which Attar describes as the seven states of a Sufi mystic: Search, Love, insight, not needing, unity, confusion, transcendence from material life. I was surprised that confusion occurs so late in the process. But I will definitely read the book now. One finds treasures in one’s own house … 😉
(The book was published in English by Routledge & Kegan Paul, Ltd., London.)

Natürlich habe ich einen Text daraus gewählt, der zu unserem Thema Liebe passt.

… Or course I have chosen a text from the book, which fits into our topic of love. You will find the English text after the *************.

„Das nächste Tal ist das Tal der Liebe. Um es betreten zu können, muss man ein flammendes Feuer sein – was soll ich sagen? Ein Mensch muss wie das Feuer selbst sein. Das Gesicht des Liebenden muss entflammt sein, er muss lodernd und ungestüm sein wie das Feuer. Wahre Liebe kennt keine Hintergedanken. Mit der Liebe hört Gut und Böse auf zu existieren … “

“ … In diesem Tal steht das Feuer für die Liebe und der Rauch für die Vernunft. Wenn die Liebe kommt, verschwindet die Vernunft. Der Verstand kann mit der Torheit der Liebe nicht leben; Liebe hat nichts mit dem menschlichen Verstand zu tun. Wenn ihr innere Schau besässet, würden euch die Atome der sichtbaren Welt offenbart werden. Doch wenn ihr die Dinge mit dem Auge des gewöhnlichen Verstandes betrachtet, werdet ihr nie begreifen, wie notwendig es ist zu lieben. Nur ein Mensch, der geprüft worden ist und frei ist, kann das empfinden. Wer sich auf diese Reise begibt, der sollte tausend Herzen haben, damit er jeden Augenblick eines opfern kann.“

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                      (translated by me from the German text)

… „The next valley is the valley of love. To be able to enter it, one has to be a flaming fire – what can I tell you? A human being must be like the fire itself. The face of the loving person must be on fire, he must be blazing and vehement like fire. True love does not know ulterior motives. With love, good and evil cease to exist. … “

“ … In this valley, the fire stands for love, and smoke stands for reason. In the presence of love, reason disappears. Reason cannot live with love’s folly; love hasn’t got anything to do with the human mind. If you were capable of looking within, the atoms of the visible world would be revealed to you. But, when you look at things with the eye of the common intellect, you will never grasp, how important it is to love. Only a person, who has been tried and is free, can sense that. A person, who takes to this journey, should own a thousand hearts, so that he can sacrifice one at any moment.“

The book on which the German translation is based (published by Routledge & Kegan Paul, Ltd., London) has two ISBNs:

  • ISBN-10: 071001032X
  • ISBN-13: 978-0710010322      (unpaid advertising)

The Wikipedia published a summary of that book:
https://wiki2.org/en/The_Conference_of_the_Birds

And there is a website, from where one can download books free of charge. But their version of this story is written in verse and much older:
https://www.globalgreyebooks.com/conference-of-the-birds-ebook.html

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Für mich sind die Sufis die Gnostiker des Islams, so wie u. a. die Katharer und Bogomilen Gnostiker des Christentums waren. Vielleicht interessiert es ja die/den eine(n) oder andere(n).

Doch jetzt wünsche ich euch erst einmal einen schönen Sonntag.

… In my eyes, the Sufis are Islam’s gnostics, just like for example the Cathars and Bogomils were Christianity’s gnostics. Maybe this is of interest for one or the other.

… For now I wish you all a pleasant Sunday.

 

 

 

Hass wird durch Liebe beendet … Hatred ceases through love

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Auch dieser Text wird Gautama Buddha zugeschrieben.

… Also this text is said to originate from Gautama Buddha.

“Hass wird niemals durch Hass beendet. Hass wird durch Liebe beendet. Das ist eine unveränderliche Gesetzmässigkeit.”

Wenn du dich jemals in einer Situation befinden solltest, in der jemand etwas Verletzendes oder Destruktives sagt, denke daran, dass man immer eine Wahl hat, wie man reagiert. Wenn man wählt, eine liebevolle Haltung einzunehmen anstatt eine wütende, kann das nicht nur die Beziehung retten, sondern auch der betreffenden Person dabei helfen zu verstehen, dass es einen besseren Weg gibt, die Dinge anzugehen. Und nicht nur das, denn eine wütende Reaktion gibt auch dem Feuer nur noch mehr Nahrung.

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… “Hatred does not cease through hatred at any time. Hatred ceases through love. This is an unalterable law.”

… If you ever find yourself in a situation where someone is saying something hurtful or damaging, remember that there’s always an option in how we react. Choosing to come from a place of love rather than anger can not only save a relationship, ut also help that person understand there is a better way to go about things. Not only that, but reacting with anger only gives more fuel to the fire.

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Ich wünsche euch allen einen angenehmen Sonntag!

… I wish you all a pleasant Sunday!

Zur Liebe … To Love

Heute habe ich einen Text für euch von dem aus Nordjütland stammenden, dänischen Schriftsteller und Mystiker Martinus, der mit 30 Jahren eine Reihe tiefe, spirituelle Erleuchtungen hatte. Danach erlebte er das Universum als durchströmt mit unendlicher Liebe und Weisheit. Der dänische Originaltext steht ganz am Ende.

… Today I have a text for you by Danish author and mystic Martinus (from Northern Jutland), who at the age of 30 had several deep, spiritual enlightenments. Afterwards he experienced the universe as permeated with infinite love and wisdom. The Danish original text is to be found at the end of this post.

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Warum ist die Menschheit nicht schon lange allumfassend liebend?

Wenn allumfassende Liebe nicht schon längst ein allgemeiner Teil des menschlichen Benehmens ist, obwohl deren Gebot seit Tausenden von Jahren überall auf der Welt von Tausenden von Kanzeln verkündet wurde, dann ist der einzige Grund dafür, dass allumfassende Liebe eine Fähigkeit ist, die, genau wie andere organische Fähigkeiten, nur durch einen Entwicklungsprozess entstehen kann.  Sie kann daher nicht durch irgendwelche Gebote, Strafandrohung, Drohungen mit der Hölle nach dem Tode oder den Versprechen des Paradieses, ebenfalls nach dem Tode, entstehen oder nachgekommen werden. Sie ist somit kein Akt des Willens. Viele Menschen möchten gerne liebevoll sein, aber sie finden oft heraus, dass sie das Liebevolle oder Gute, das sie wünschen, nicht tun, aber dagegen das Lieblose oder Böse, das sie nicht wollen, tun. Es mangelt also nicht am Willen. Sie können somit die Nächstenliebe nicht in dem Masse entfalten, wie sie gerne wollen. Nächstenliebe oder allumfassende Liebe ist somit nicht ausreichend entwickelt. Sie ist noch nicht so fertigentwickelt, dass sie eine permanente, alles beherrschende, tägliche Wesensart im Leben des Erdenmenschen geworden ist. Eine Fähigkeit, die man nicht hat, kann man nicht entfalten. Und wenn man sie besitzt, dann kann man sie nicht in höherem Grade entfalten als der bis dahin entwickelte status quo reicht.  Dass sie sich gerade jetzt bei den Erdenmenschen in der Entwicklung befindet, kann man leicht beobachten,  da sie bei manchen Menschen weit fortgeschritten ist und sich bei anderen gerade eben in ihren ersten Anfängen befindet. Die allumfassende Liebe der Menschen zeigt sich somit in höchst unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Daher finden wir Menschen mit sehr unterschiedlichen Stadien von allumfassender Liebe in deren Wesensart.  In dem Masse, wie diese Fähigkeit zur Entfaltung vom göttlichen Gedankenumfeld der allumfassenden Liebe in der Wesensart der Lebewesen fehlt, sind sie lieblos, unmenschlich und gefühllos gegenüber dem Leiden anderer Wesen oder unangenehmen Situationen.  In dem Masse, in dem die allumfassende Liebe im Wesen eines Menschen fehlt, hat er sich noch nicht von seinem tierischen Wesen oder Wesenszustand fortentwickelt. In dem Masse, wie diese Natur sich auf die Psyche und Wesensart eines Lebewesens auswirkt, handelt es sich absolut nicht um einen „Menschen“ in Reinkultur. Dann ist er noch ein gemischtes Wesen. Das bedeutet zu einem gewissen Grad Tier und zu einem gewissen Grad Mensch. Die weltberühmte Sphinx symbolisiert dieses Wesen. Diese Figur hat ein menschliches Haupt und einen Tierkörper, und ist somit das Hauptsymbol für den unvollendeten irdischen Menschen.

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Why has mankind not become all-embracingly loving a long time ago?

If all-embracing love has not become a general trait of human behaviour, although its commandment has been preached through thousands of years all over the world from thousands of pulpits, the only reason for it is that all-embracing love is an ability, which just like other organic abilities only can arise through a development process. Therefore, it cannot arise or be complied with on the basis of a commandment, threats of punishment, threats of hell after death or promise of paradise, likewise after death. It is, therefore, not an act of volition.  Many people wish to be loving, but they often discover that they do not do the loving or good deeds they want to do, but the hateful or evil deeds that they do not want to do, those they do. It is as such not a matter of lacking volition. They can just not unfold altruism to the degree that they would like to. Altruism or all-embracing love are, therefore, not enough developed. It is not yet developed so much that it has become a permanent, all-dominant daily way of being in the lives of earth’s human beings. An ability that one does not have, cannot be unfolded. And if one has it, it can only be unfolded to the extent to which one has developed it. It is easy to observe that it just now is under development in earth’s people, as it is very advanced in some people, while in others it is only just at its early beginning. The all-embracing love therewith shows itself in people in very different stages of development. Therefore, we find human beings with highly different degrees of all-embracing love in their way of being. To the same extent that this ability to unfold all-embracing love’s divine thought environment is missing in living beings behaviour,  they are loveless, inhumane and unfeeling towards other beings suffering or uncomfortable situations. To the same extent that all-embracing love is lacking in living beings‘ behaviour, they are not yet developed from their animalistic nature or state of being. To the same extent that this nature dominates in a being’s psyche or behaviour, it is absolutely not an unadulterated „human being“. Then it is still a mixed creature. It is to a certain extent animal and to a certain extent human.  The world famous sphinx symbolizes this being. This figur has a human head and an animal body, and is thus the main symbol of the unfinished earthly human being.

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Hvorfor er menneskene ikke blevet alkærlige for længe siden?

Når alkærligheden ikke for længst er blevet en almen foreteelse i menneskenes væremåde, skønt dens påbud igennem årtusinder har været forkyndt fra tusinder af prædikestole verden over, skyldes det udelukkende dette, at alkærligheden er en evne, der ligesom andre organiske evner kun kan opstå igennem en udviklingsproces. Den kan derfor ikke opstå eller efterkommes af noget som helst påbud eller ved trusler om straf, trusler om helvede efter døden eller ved løfter om paradis, ligeledes efter døden. Den er således ikke en viljesakt. Mange mennesker vil meget gerne være kærlige, men de opdager ofte, at det kærlige eller gode, de vil, det gør de ikke, men det ukærlige eller onde, de ikke vil, det gør de. Det er altså ikke viljen, der mangler. De kan således ikke udfolde næstekærligheden i den grad, som de gerne ville. Næste- eller alkærlighedsevnen er således ikke udviklet nok. Den er endnu ikke så færdigudviklet, at den er blevet en permanent altbeherskende daglig væremåde i jordmenneskenes liv. En evne, man ikke har, kan man ikke udfolde. Og har man den, kan man i alt fald ikke udfolde den i større udstrækning end til det stadium, man har fået den udviklet. At den netop er i udvikling hos jordens mennesker kan let iagttages, idet den hos nogle mennesker er langt fremskreden, og hos andre er den kun lige i sin allerførste spæde begyndelse. Menneskenes alkærlighed viser således højst forskellige grader i udvikling. Derfor finder vi mennesker med højst forskellige grader af alkærlighed i deres væremåde. I samme grad, som denne evne til udfoldelse af alkærlighedens guddommelige tankeklima mangler i væsenernes væremåde, er de ukærlige, inhumane og ufølsomme overfor andre væseners lidelser eller ubehagelige situationer. I samme grad som alkærligheden mangler i væsenernes væremåde, i samme grad er de endnu ikke udviklet af deres dyriske natur og tilstand. I samme grad som denne natur gør sig gældende i væsenets psyke og væremåde, er det absolut ikke noget „menneske“ i renkultur. Da er det endnu et blandet væsen. Det er til en vis grad dyr og til en vis grad menneske. Det repræsenterer det væsen, som er symboliseret ved den verdenskendte figur „Sfinksen“. Denne figur har menneskehoved og dyrekrop og er således hovedsymbolet på det ufærdige jordiske menneske.

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Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag voll allumfassender Liebe!

… I wish you all a pleasant Sunday filled with all-embracing love!

Zur Liebe … To Love

Dieses Mal einige Abschnitte aus dem 11. Kapitel aus „Das Buch des Mirdad“ von Mikhaïl Naimy.

… This time some paragraphs of chapter 11 of „The book of Mirdad“ by Mikhaïl Naimy.

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Heute der englische Text mal zuerst.          … Today the English text is first for a change.

“Love is the Law of God. You live that you may learn to love. You love that you may learn to live. No other lesson is required of Man. And what is it to love but for the lover to absorb forever the beloved so that the twain be one?

And whom, or what, is one to love? Is one to choose a certain leaf upon the Tree of Life and pour upon it all one’s heart? What of the branch that bears the leaf? What of the stem that holds the branch? What of the bark that shields the stem? What of the roots that feed the bark, the stem, the branches and the leaves? What of the soil embosoming the roots? What of the sun, and sea, and air that fertilize the soil? … “

“ … Love is the sap of Life. While hatred is the pus of Death. But Love, like blood, must circulate unhindered in the veins. Repress the blood, and it becomes a menace and a plague. And what is Hate but Love repressed, or Love withheld, therefore becoming such a deadly poison both to the feeder and the fed; both to the hater and to that he hates? … “

“ … Love is not a virtue. Love is a necessity; more so than bread and water; more so than light and air.

Let no one pride himself on loving. But rather breathe in love and breathe it out just as unconsciously and freely as you breathe in the air and breathe it out. … “

“ … Love knows no boundaries or bars. A love whose course is checked by any obstacle whatever is not yet worthy of the name of Love.“

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„Die Liebe ist das Gesetz Gottes. Ihr lebt, um lieben zu lernen. Ihr liebt, um leben zu lernen. Keine andere Aufgabe wird vom Menschen verlangt. Was ist Lieben für den Liebenden anderes, als das Geliebte für immer in sich aufzunehmen, damit beide eins sind?

Und wen oder was soll man lieben? Soll man ein bestimmtes Blatt vom Baum des Lebens auswählen und ihm sein ganzes Herz schenken? Was ist dann mit dem Zweig, der das Blatt trägt? Was ist mit dem Stamm, der den Zweig hält? Was ist mit der Rinde, die den Stamm schützt? Was ist mit den Wurzeln, welche die Rinde, den Stamm, die Zweige und die Blätter nähren? Was ist mit der Erde, welche die Wurzeln umfängt? Was ist mit der Sonne und dem Meer und der Luft, welche die Erde fruchtbar machen? … “

“ … Liebe ist der Saft des Lebens, während Hass der Eiter des Todes ist. Aber die Liebe muss wie das Blut ungehindert durch die Adern fliessen. Bringt das Blut zum Stillstand, und es wird eine Gefahr und eine Plage. Und was ist Hass anderes als unterdrückte Liebe oder verhinderte Liebe, die dadurch zu einem solch tödlichen Gift wird, sowohl für den Ernährer als auch für das, was er ernährt, sowohl für den, der hasst, als auch für das, was gehasst wird? … “

“ … Liebe ist keine Tugend, Liebe ist eine Notwendigkeit, mehr als Brot und Wasser, mehr als Licht und Luft.

Lasst niemanden auf die Liebe stolz sein. Atmet vielmehr die Liebe ein und atmet sie so unbewusst und frei aus, wie ihr die Luft einatmet und wieder ausatmet. … “

“ … Liebe kennt keine Grenzen und Schranken. Eine Liebe, deren Lauf durch irgendein Hindernis gehemmt werden kann, ist des Namens Liebe noch nicht würdig.“

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Das erinnert mich sehr an den Bibeltext … und es stimmt, sobald man selektiv liebt schafft man Spannungen.

Das war in meinen Augen der so genannte Sündenfall: Alle und alles waren eins mit Gott und miteinander in Liebe, und dann begann der Mensch, sich hervorheben zu wollen in seiner Eigenliebe und andere und anderes auszuschliessen. In diesem Dilemma der Ausschliessung und Absonderung sind wir heute noch. Der Christus wird jeden Tag aufs Neue an das Kreuz geschlagen.

… This reminds me a lot of the Bible text … and it is true, as soon as one loves selectively, tensions are being created.

Such was in my eyes the so called fall of man: Everyone and everything was one with God and each other in love, and then man in his self-love started to want to shine more than others, and thus excluded them. We are still in this dilemma of exclusion and dissociation. Christ is being re-crucified every single day.

 

Drei Dinge, die andere Länder fälschlich über Dänemark sagen … Three things that other countries wrongly say about Denmark

Dänische Kellner sind mitnichten beleidigt, wenn man ihnen ein Trinkgeld gibt, ganz im Gegenteil, sie freuen sich sehr darüber. Die Dänen selber geben nämlich oft keines, weil sie meinen, dass die Bedienung im Preis inbegriffen ist („die bekommen schliesslich ein Gehalt, mir gibt auch niemand ein Trinkgeld an meinem Arbeitsplatz …“).

… Danish waiters are not at all offended, if you offer them a tip, to the contrary, you will make them glad. Danes themselves often don’t tip, because they say that the service is  included in the price („they get a salary, I don’t get tips either at my place of work …“).

Im Theaterkeller in Kopenhagen singen sie sogar für die Gäste.

… In the theatre cellar in Copenhagen they even sing for the guests.  🙂   😀

Die folgende Fehlmeldung stammt aus Amerika, in der behauptet wird, dass  Dänemark kein christliches Land sei. Wie bitte? In jedem Kuhdorf steht hier eine Kirche! So wie die Engländer ihre Anglican Church haben, so haben auch die Dänen ihre eigene Version des Protestantismus, die dänische Volkskirche (Dansk Folkekirke). Aber auch der Katholizismus ist in Dänemark vertreten. Die Dänen haben sogar ihre eigenen Puritaner, die Innere Mission (Indre Mission). Ich habe auch Siebenten-Tags-Adventisten getroffen. Was glauben manche Leute? Dass die Dänen alle immer noch in Fellen herumlaufen und Odin anbeten? Der Asenglaube wird ja wiederbelebt, aber noch ist die Gruppe klein.

2019-05-02 18.40.54 BLOG

… The following misconception seems to be rampant in America, in which somebody claimed that Denmark is not a Christian country. I beg your pardon? Every one horse village has a church! Just like the English have their Anglican Church, the Danes have their own version of Protestantism, the Danish People’s Church (Dansk Folkekirke). But there are also Catholics in Denmark. They even have their own Puritans, the Inner Mission (Indre Mission). I also met some Seventh-Day Adventist. What do some people think? That all the Danes are still running around in furs and praying to Odin? The Aesir belief is being revived, but the group is still small.

IMG_8560(Die Kirche von Gravlev                       … The church in Gravlev)

Nummer drei ärgert mich jedes Mal, wenn ich das höre (auch aus Amerika), nämlich dass die europäischen Länder, speziell die skandinavischen, sozialistische Staaten seien. Nein, sind wir nicht, wir sind Wohlfahrtsstaaten und ansonsten Demokratien, organisiert z. B. in Republiken, Bundesrepubliken oder konstitutionelle Monarchien. In fast allen europäischen Ländern ist es der KAPITALISMUS, der alles regiert, ob wir es wollen oder nicht. Und was ich dazu noch sagen wollte: soziale Leistungen sind keine Almosen; wir bezahlen teuer dafür durch unsere Steuern! Selbst wenn der Staat das manchmal vergisst, wenn er Leute unterstützen soll …

… Number three really irritates me whenever I hear it (also from Americans), and that is that the European countries, especially the Scandinavian countries, are socialistic countries. No, we are not, we are welfare states and otherwise democracies, organized for example as Republics, Federal Republics or constitutional monarchies. In almost all European countries CAPITALISM governs everything, whether we like it or not. And one more remark to that: social security is not alms; we pay dearly for it through our taxes! Even if government sometimes forgets that, when they are supposed to support people …

Musste ich mal klarstellen … 😉

… Just needed to clarify that … 😉