Orecchiette, eine Spezialität aus Apulien … Orecchiette, a specialty from Apulia

Dieses Pasta-Gericht ist wiederum ein Resultat des Fernsehens, aus der Sendung mit dem englischen Chef, der in Italien herumreist und kulinarische Kostbarkeiten aufstöbert.

… This pasta dish is again a result of television, from the series with the English chef, who travels around Italy to discover culinary treasures.

Orecchiette (Öhrchen) sind runde, halbkugelförmige Nudeln aus Hartweizengriess, eine Spezialität aus Apulien. Der Rest des Rezeptes ähnelt sehr den Pasta Bologna, d. h. gebratenes Gemüse, etwas Nudelwasser dazu und dann die Pasta hinzufügen. Ausser der Tatsache, dass man die Pasta selber herstellt, also ein recht einfaches Rezept, das in Italien recht populär zu sein scheint. Es schmeckt auch sehr gut und hat viele Variationsmöglichkeiten. In Apulien macht man es traditionell mit „cime di rapa“, was laut Wörterbuch sowohl „Stängelkohl“ als auch „Rübengrün“ bedeuten kann. In der Fernsehsendung machten sie es mit Rübengrün und ohne jegliches Fleisch.

… Orecchiette (little ears) are round pasta, half sphere shaped, made of durum wheat semolina, a specialty from Apulia. The rest of the recipe resembles a lot the Pasta Bologna, meaning fried vegetable, a bit of the pasta cooking water and then add the cooked pasta. Apart from the fact that you are manufacturing the pasta yourself, it is quite an easy recipe, which seems to be quite popular in Italy. It tastes well and has many possibilities for variation. In Apulia it is traditionally made with „cime di rapa“, which according to the dictionary could mean both, a kind of broccoli that is shaped like a stick with a little head on top, I couldn’t find out, what it is called in English, and turnip green. In the series they did it with turnip green and without any meat.

Doch hier zum Rezept, das aus der Zeitschrift „Essen und Trinken“ stammt.

… But now the recipe, which is taken from the magazine „Essen und Trinken“ (eat and drink). The English version is below the German.

Zutaten für vier Personen:
(Natürlich bekommt man in Dänemark weder Griess noch Hartweizengriess, aber ich fand doch Hartweizenmehl, ist doch schon mal was … 😉  Wenn man Stängelkohl oder Rübengrün  nicht auftreiben kann, kann man auch Brokkoli nehmen, der mit dem Stängelkohl verwandt ist. Ich habe ganz andere Gemüse genommen, denn hier sind ja die Orecchiette das Wichtigste.)

  • 250 g Mehl
  • 250 g Hartweizengriess
  • Salz
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • Griess

Zubereitung:

  1. Mehl, Griess und 1 Tl Salz mischen, in einer Schüssel aufhäufen, in die Mitte eine Mulde drücken, 250 ml lauwarmes Wasser zugeben.
  2. Nach und nach das Mehl unter das Wasser mischen. Auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten, in Folie wickeln, 1 Std. ruhenlassen.
  3. Teig achteln, 7 Teile abdecken. Das 8. Stück zu einer 30 cm langen Rolle formen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. In jede Scheibe mit dem Daumen eine Vertiefung drücken.
  4. Den Teig mit der Vertiefung über eine Fingerkuppe stülpen und mit den Fingern festdrücken. Fertig geformte Orecchiette auf ein mit Griess bestreutes Blech (oder Tablett) legen und abdecken.
  5. Orecchiette in kochendem Salzwasser 10-12 Min. kochen lassen.

Orechiette_DanielaBraun_Toskana_Net BLOG
(Foto: Daniela Braun Toskana.net)

now the recipe, which is taken from the magazine „Essen und Trinken“ (eat and drink). The English version is below the German.

Ingredients for four servings:
(Of course I cannot get semolina or durum wheat semolina in Denmark, but I did get durum wheat flour, that’s something, isn’t it?  … 😉  If you cannot get the sticky broccoli or turnip green, you can also use normal broccoli. I used completely different vegetables, as here the focus is on the orecchiette.)

  • 250 g flour (8.8 oz)  (US?/UK?/both??, wink, wink, nudge, nudge, say no more … 😉 )
  • 250 g durum wheat semolina
  • salt
  • 250 ml lukewarm water (8.45 US oz/8.8 UK oz)
  • semolina for the table

Preparation:

  1. Blend flour, durum wheat semolina and a teaspoon of salt in a bowl. Press a hollow in the middle and pour 250 ml lukewarm water into it.
  2. Slowly blend the flour mixture with the water and work into a smooth dough. wrap into foil and let it rest for an hour.
  3. Divide the dough into 8 pieces. Cover 7 of them with a tea towel. Form the 8th roll into a 30 cm long roll and cut into 0.5 cm thick pieces. With your thumb press a hollow into each piece.
  4. Put each piece with the hollow on a finger tip and press into shape. The formed orecchiette put on a baking tray or sheet covered with semolina and cover with a tea towel or similar.
  5. Cook the Orecchiette in boiling salted water for 10-12 minutes.

Orechiette_DanielaBraun_Toskana_Net BLOG
(Foto: Daniela Braun Toskana.net)

Und so sahen meine aus:                    … and this is, what mine looked like:

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Tjaaaaa, schade, meine Fotos sind verloren gegangen … 😉

… Weeeeelllllll, unfortunately, my photos got lost … 😉

Spass beiseite, die Orecchiette sind mir total misslungen, zu gross, zu dick, und daher zu hart, wie Radiergummis … und ich habe gelernt, dass ich solche Gerichte nicht in hungrigem Zustand zubereiten sollte, das wirkt sich sehr auf die Geduld aus, deren Meister ich im Vorwege nicht bin. Ich hoffe, dass ihr mehr Erfolg habt! Falls hier Italiener lesen: bitte nicht lachen!

… All joking aside, this was a total flop, the orecchiette were too big, too thick and, therefore, too hard, like erasers … and I have learned that I shouldn’t prepare dishes like this when I am hungry. It has a negative effect on my patience, which I am not a master of to begin with. I hope you will be more successful! In case Italiens read this: please don’t laugh!

Ich wünsch‘ euch was … 🙂  (nur das Beste, natürlich)

… I wish you all the best … 🙂

 

 

 

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Rezept aus Afrika …MeiMei oder MoiMoi

… aus Nigeria genauer gesagt. Es handelt sich um eine Art Bohnenkuchen (salzig), der im Wasserbad zubereitet wird.

Doch erst einmal werden die Bohnen, in diesem Fall Schwarzeaugenbohnen, zwei Nächte in kaltem Wasser eingeweicht. Morgens und abends sollte man sie einmal im Sieb durchspülen, damit sie nicht anfangen zu gären. Für zwei Personen setze ich 200 g Bohnen zum Einweichen an. Die schwellen sehr an, also denkt daran eine ausreichend grosse Schüssel zu nehmen. Die Bohnen sollten gut mit Wasser bedeckt sein.

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Diese Bohnen sind angeblich die mit dem höchsten Gehalt an Pflanzeneiweiss. Ich mag auch den Geschmack sehr gerne. Der Sinn des Einweichens ist es, die Aussenhäute so weich zu bekommen, dass man sie abreiben kann.

Das hier ist wohl die wirksamste Methode. Man nimmt eine Handvoll Bohnen zwischen beide Hände und reibt sie bei gleichzeitigem Druck gegeneinander.

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Ich habe dann noch alles in ein höheres Gefäss umgefüllt, denn zwischendurch soll man immer mal mit Wasser auffüllen und die losen Häute abgiessen. In einem höheren Gefäss schwimmen die Häute weiter oben und beim Abgiessen rutschen nicht so viele Bohnen mit durch.

Meine nigerianische Freundin, von der ich dieses Rezept habe, bestand darauf, dass man 100% alle Häute entfernen müsste, sonst würde es nicht schmecken. Aber ich bin da nicht so genau.

Das muss reichen!

Jetzt kommt der Mixer zum Einsatz. Ausser den Bohnen fügt man etwas Wasser hinzu, gerne auch Gemüsebrühe, einen guten Schwupps Planzenöl und Pfeffer oder Chili oder was immer einem einfällt. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt (Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter …). Der Teig soll relativ flüssig sein, ähnlich wie Pfannkuchenteig. Wenn er nach dem Mixen noch zu dick ist fügt man einfach etwas mehr Wasser hinzu.

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Das Originalrezept wird mit Palmöl gemacht. Das konnte ich aber nie bekommen und habe daher immer Olivenöl oder Sonnenblumenöl genommen, was ich gerade hatte. Aber neulich sah ich in einem Asienladen Palmöl und kaufte es, daher dieses Mal mit Palmöl. Das gibt so eine schöne Farbe. Die habe ich schon einmal mit Safran versucht nachzuahmen, aber Safran passt geschmacklich so gar nicht dazu.

Der Teig wird in gefettete Formen gefüllt und im Wasserbad mit Deckel drauf gekocht. Ich nehme hierzu alte Becher, von denen entweder der Henkel abgebrochen ist oder die anderweitig nicht mehr zu gebrauchen sind. Meine afrikanische Freundin stellt Tüten aus Aluminiumfolie her, in die sie den Teig füllte und kochte diese Tüten dann in einem Topf. Das mit dem Aluminium finde ich aber unangenehm.

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Ich habe dann doch nur drei Becher genommen, weil der Teig nicht reichte. Ich hätte ihn etwas dünner machen sollen. Man füllt nur so viel Wasser in den Topf, so dass es beim Kochen nicht in die Becher schwappt.

Jetzt gibt es zwei Varianten, gefüllte und ungefüllte MeiMei. Wir machen normalerweise ungefüllte, weil wir sie als Beilage essen, also anstatt Fleisch. Meine Freundin tat manchmal ein ganzes gekochtes Ei hinein oder ein Stück Fisch. Man kann sicher auch Paprikastreifen hineindrücken, fällt mir gerade ein, das werde ich nächstes Mal ausprobieren. Ich habe so einen Kuchen auch schon mal zur Arbeit für die Mittagspause mitgenommen, sie schmecken nämlich auch kalt.

Mal kurz überprüfen ob die „Kuchen“ sich heben:

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Ja, sieht gut aus. Mehr als 3/4 sollte man die Becher nicht füllen, sonst fliesst der Teig über den Rand.

Ich habe meine drei 45 Minuten im Wasserbad kochen lassen. Da wir sie nicht gleich gegessen haben, habe ich sie in den Bechern gelassen und in einer Plastiktüte in den Kühlschrank gestellt. Sie lassen sich auch einfrieren.

Man kann MeiMei entweder frisch aus dem Topf als Beilage essen, dann ist es locker und luftig; oder kalt als Snack, dann ist es etwas fester; oder in Scheiben geschnitten und gebraten. Letzteres mag mein Mann am liebsten. Das sieht dann so aus (mit einem kleinen Stück roten Cheddar oben drauf.

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Wir haben Pilzrisotto dazu gegessen. Das geht einfach und schnell und schmeckt fantastisch.