Fuerteventura – Oasis Park, botanischer Garten und Tierpark … botanical garden and animal sanctuary

Eigentlich sind mein Mann und ich dafür, alles was wie Zoo aussieht zu vermeiden, genau wie diese Delphin- und Orca-Shows, Papageien die Fahrradfahren und Seelöwen, die in die Flossen klatschen. Oasis Park versprach jedoch, ein gross angelegter botanischer Garten zu sein, dazu noch mit einer ausgedehnten Fläche einheimischer Pflanzen und Tiere und Vogelbeobachtungsposten. Also machten wir uns am vorletzten Tag unseres Auftenhalts auf Fuerteventura dorthin auf.

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… In principle, my husband and I are in favour of avoiding everything that resembles a zoo, just like dolphin and orca shows, parrots that ride a bicycle and sea lions that clap their flappers. However, Oasis Park promised to be a generously planned botanical garden, plus a large area with local plants and animals and bird watching spots. Therefore, we went there on the second before last day of our Fuerteventura trip.

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Wir haben es nicht bereut; es ist ein wunderschön angelegter Park, und man ist eifrig dabei, das Gelände auszuweiten und mehr Platz für die Tiere zu schaffen. Eines der Ziele, die die Leitung des Parks sich gesetzt hat ist, gefährdete Tierarten zu vermehren. Das klingt jetzt verkehrt, also noch einmal: dafür zu sorgen, dass sich gefährdete Tierarten wieder vermehren. Ausserdem nimmt der Tierpark misshandelte Tiere auf, entweder aus privater Tierhaltung oder kranke Tiere aus anderen Zoos oder anderweitig gefundene Tiere. Ich gehe bei den einzelnen Tierarten noch näher darauf ein.

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… We did not regret it; it is a beautifully planned park, and they are working hard to enlarge the area and get more room for the animals. One of the goals that the management has set for themselves is to increase the number of endangered species. No, that sounds completely wrong, let’s try again: to take care that endangered species breed and increase in numbers. The animal sanctuary takes in maltreated animals, either pets from private households or sick ones from other zoos or otherwise found. I will remark more on this topic.

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Die Shows mit einzelnen Tierarten werden dort „Live Shows“ genannt. Es gibt sie für Echsen, Raubvögel, Papageien und Seelöwen. Die Shows gehen so vor sich, dass die einzelnen Tiere vorgestellt werden, woher sie kommen, wie sie leben, was sie fressen und was man tun kann, damit sie nicht aussterben. Bei den Seelöwen schwimmt die Tierpflegerin mit ihnen im Wasser und spielt mit ihnen und gleichzeitig erklärt jemand.

… The shows with some of the animals are called „live shows“. They do them with cold-blooded animals like saurians and monitors, birds of prey, parrots and sea lions. During the show the animals are presented, one gets to know where they come from, how they live, on what they feed, and what one can do to prevent their extinction. For the sea lions, one of the keepers swims and plays with the animals and somebody else explains.

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Dann gibt es noch die Möglichkeit, ganz dicht an einzelne Tierarten heranzukommen, die „Experiences“. Man kann z. B. mit einem der Seelöwen schwimmen und in einem bestimmten Haus die Lemuren treffen. Das dritte war eine „Kamel“safari (es sind Dromedare). Nach unserer Erfahrung auf Gran Canaria hatten wir uns geschworen, das nie wieder zu machen. Dort mussten die Dromedare nämlich Geräte tragen, wo rechts und links jeweils drei Erwachsene sitzen konnten, d. h. jedes Tier musste, wenn es Pech hatte, sechs Erwachsene durch die Gegend schleppen. Kein Wunder, dass die grantig waren. Im Oasis Park tragen sie allerdings nur 2,5 Personen, jeweils rechts und links einen Erwachsenen und in der Mitte vielleicht ein Kind oder gar nichts. Das fand ich zwar wesentlich humaner, aber wir haben es trotzdem nicht gemacht. Wenn man alle Live shows und Experiences erleben will braucht man mehrere Tage, sonst artet das in Stress aus, und ich wollte auch den Park sehen, die Pflanzen, zum Teil seltene, und eigentlich ganz gerne auch den „wilden“ Teil des Parks.

… And then there is the possibility to get close to special kinds of animals, the „Experiences“, for example swimming with a sea lion or visiting the lemurs. The third was a „camel“ safari (they are all dromedars). After our experience on Gran Canaria, we had sworn never to do that again. On Gran Canaria the dromedars were loaded with contraptions on which three adults could sit on either side, meaning that each animal – if unlucky – had to carry around six adults. No wonder they were miffed. In Oasis Park they only carry 2.5 persons, one adult on either side and in the middle a child or nothing. We found that a lot more humane, but we didn’t do it anyway. If one wants to see all Live shows and participate in all the experiences, one needs several days otherwise it will end up in stress, and I wanted to see the park itself, the plants, partly rare ones, and also the „wild“ part of the park.

Weder zu den Raubvögeln, noch den Papageien oder den Lemuren konnte man ansonsten hinkommen. Nach einer Vorstellung oder einer Begegnung, hatten sie ihre Ruhe.

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Doch nun zu einigen von den Tieren und Pflanzen, ich werde laufend kommentieren. Oben ein paar Flamingos und ein grosser, weisser Vogel mit einem langen löffelförmigen Schnabel.

… But now to some of the animals and plants. I will comment to the individual photos. Above some flamingos and a big white bird with a long beak shaped like a spoon at the end.

Unten: Auf dem Absatz liegen ein paar Baby-Alligatoren, gut getarnt.

… Below: On the protrusion are some very well camouflaged baby alligators.

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Das Otterbassin mit Felsufer und danach ein Otter. Die sind kaum zu fotografieren, weil die keine Sekunde still sitzen.

… The otter basin with rocky bank, and on the next one an otter. They are hard to photograph, as they don’t sit still for a second.

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Da liegt ein Gepard auf der „Terrasse“. Dieser und ein einzelner Lux sind die einzigen grossen Katzen, die im Oasis Park leben. Die stammen vielleicht sogar aus privaten Haushalten. Manche Menschen halten ja die unglaublichsten Haustiere. Die kleinen Primaten, die im Park leben, stammen alle aus Privatbesitz. Man kann nicht direkt Kontakt zu ihnen bekommen, weil es doch immer wieder Besucher gibt, die unbedingt Salznüsse an Tiere verfüttern müssen, und das kann sie ernsthaft krank machen.

… There is a gepard lying on the „terrace“. This and a lynx are the only two big cats at Oasis Park. My guess is that they are from private households. Some people keep the most incredible pets. The small primates that live in the park are all from private households. It is not possible to get direct contact to them, as there are always visitors, who just have to feed animals with salted nuts, which can make them very sick.

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Drei Flusspferde leben im Park. Wir kamen gerade zur Fütterungszeit. Sie sperren das Maul auf, und der Pfleger wirft eimerweise verschiedene Gemüse in den Abgrund.

… Three hippos are living in the park. We came just in time for feeding hour. They open wide and the keeper throws bucket loads of vegetables into the precipice.

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Man sieht hier sehr schön die blaue Zunge der Giraffe. Das ist autorisiertes Futter. Man kann am Eingang und unterwegs Papiertüten mit tierspezifischem Futter kaufen, wenn man gerne etwas näheren Kontakt haben möchte. Allerdings kommt man nicht überall  so dicht an die Tiere heran, dass man sie berühren kann.

… You can clearly see the blue tongue of the giraffe. This was authorized food. It is possible to buy paper bags with animal specific food at the entrance and in between, if one wishes to get into closer contact. However, it is not everywhere possible to get so close to the animals that one can touch them.

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Noch ein Giraffengehege. Hier ist man am Bauen. Da ist was mit fliessend Wasser den Hügel runter geplant.

… Another giraffe enclosure. It is still under construction. Something with water running down the hill seems to be the plan.

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He, wartet, lasst mir was übrig!

… Hey, wait, leave something for me!

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Dromedare sind ebenfalls reichlich vorhanden. Wahrscheinlich bekommen sie hier viele „Patienten“ aus Gran Canaria mit kaputtem Rücken. Einige sahen ziemlich mitgenommen aus, zwei Teenager waren dabei, sich zu prügeln, während andere ganz entspannt waren.

… Dromedars are also available in great numbers. I guess that they get a lot of „patients“ with ruined back from Gran Canaria. Some looked really pitiful, two teenagers were having a fight, whereas others were quite relaxed.

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An einer Stelle war ein riesiges Savannengehege mit verschiedenen Antilopen, einer Art Schaf, Straussen, Zebras, Lamas etc. Die Futterstellen sind immer in der Nähe der Besucher, aber hinterher können die Tiere sich zurückziehen, Das geht da den Hügel hoch und dahinter noch weiter und zieht sich auch einige 100 Meter am Weg entlang. In dem hohen Gras im Hintergrund liefen kleine schwarze Vögel herum, das könnten Perlhühner gewesen sein. Es gibt auch ein Paar Emus und Haubenkraniche im Park, aber die werden alle separat von den Straussen gehalten.

… At one point was a huge savanna enclosure with different antilopes, a kind of sheep, ostriches, zebras, lamas etc. The feeding places are always near the visitors, but afterwards the animals can retreat. The enclosure goes up the hill and continues behind it. It also stretches several hundred feet along the path. In the high grass in the background small, black birds were running around; it could have been guinea fowl. They also have a pair of Emus and a pair of African cranes in the park, but they are not kept together with the ostriches.

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Schaut euch das mal an, setzt sich in den Futtertrog, was sind denn das für Manieren?

… Look at this, somebody is standing in the feeding trough. Where are your manners?

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Dies ist eine Antilopenart, die vom Aussterben bedroht ist, und die man erfolgreich zum sich Vermehren gebracht hat. Die tragen enorme Hörner mit sich herum.

… This is a kind of antilope, which is endangered, and which is successfully breeding in the park. Their horns are enormous.

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Die Oryx-Antilopen stehen für sich allein in einem Gehege, vielleicht sind die nicht so friedlich.

… The oryx have an enclosure for themselves. Maybe they are not so willing to share.

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Die letzten Tiere, von denen ich berichten möchte, sind die Elefanten, drei Stück. Da ist ein kleiner, der eindeutig zu viel Last zu lange getragen hat, und das von klein auf an. Es ist wirklich ein ziemlich kleiner Elefant, aber ich habe den Eindruck, dass er nicht mehr wachsen wird.

… The last animals I will talk about here are the elefants, three of them. A small one with a back that clearly has carried too much weight too long and at too young an age. It is a very small elefant, but I have the feeling that it won’t get any taller.

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Dieser hier sieht gut aus und ist von mittlerer Grösse.

… This one looks quite fine and is of middle size.

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Und dann war da ein dritter, ein ziemlich grosser. Ich habe kein Foto, aber mein Mann hat ein Video gemacht. Sie kam schnell und zielstrebig um die Ecke (das ist nicht mit im Video, sie kam zu überraschend) und blieb dann wie angewurzelt stehen, als sie den anderen Elefanten an der Futterstelle sah, den mit dem kaputten Rücken. Sie war ja viel grösser, aber traute sich nicht näher zu kommen, sichtlich unentschlossen und vielleicht unsicher? Sie sammelte mit dem Rüssel Sand auf und streute ihn sich über die Füsse. Sie hatte keine Stosszähne, nicht einmal Stümpfe waren zu sehen. Man kann nur darüber spekulieren, was ihr wohl passiert ist … ein zutiefst traumatisiertes Tier, nehme ich an. Ich hoffe, dass sie sich sozialisieren kann und den Rest ihres Lebens dort in Frieden verbringen darf.

… And then there was a third one, quite a tall one. I don’t have a photo, but my husband made a video. She came quickly and determined around the corner (this didn’t make it into the video, she came around the corner too suddenly) and then stopped dead when she saw the other elefant, the small one with the ruined back, at the feeding place. She was much taller, but didn’t dare to go closer, a picture of indecision and maybe insecurity? She picked up sand with her trunk and blow it on herself. She did not have her tusks, not even stumps were to be seen. One can only guess what has happened to her … a deeply traumatized animal, I presume. I hope she will be able to get socialized and live her life out in peace at the park.

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Und dann kamen wir zum Kaktusteil. Es gab übrigens überall kleine überdachte Bänke, wo man im Schatten sitzen konnte. Die Spinne auf dem Feigenkaktus war enorm!

… And then we came to the cactus part. By the way, there were small benches with a roof everywhere, so that one could sit in the shade. The spider on the prickly pear cactus was enormous!

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Und dann kamen wir an dieses Schild:         … And then we came to this signboard:

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Wir waren bis hierher bereits 4,5 Stunden herumgetrabt, und das mit meinen Säuregichtfüssen. Und jetzt sollten wir noch 20 Minuten aufwärts wandern zum „Wildteil“ des Parks mit den Vogelbeobachtungsplätzen, und dort noch einmal eine Fläche von 5 Hektar durchqueren. Wir waren eine halbe Stunde vom Eingang weg und würden unseren Bus zurück zum Hotel verpassen. Wir mussten „nein, danke“ sagen, mit Bedauern. Wir müssen also unbedingt noch einmal nach Fuerteventura!

… Until that point we had already jogged around for 4.5 hours, and that with my gouty feet. And now we were supposed to walk up some hills for 20 minutes to get to the „wild“ part of the park with bird watching spots, another area of 5 hectares to cover. We were half an hour away from the entrance as it was, and we would miss our bus back to the hotel. So we had to say „no, thanks“, with regret. We will have to go back to Fuerteventura, there is nothing else to do!

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Es gab natürlich auch einen Souvenir-Laden. Ich schätze zu 90% konnte man dort Plüschtiere in allen Grössen und Ausführungen erstehen. Dann etwas Kunsthandwerk, Kaffeebecher mit Tiermotiven, andere Gegenstände mit Tiermotiven (erkennt ihr das Muster hier?), Blumensaat, Reisebücher, Wanderkarten und Kochbücher. Mit anderen Worten: alles nützliche Dinge. Dort habe ich mein Buch mit Mojos erstanden. Zwei Rezepte haben wir schon ausprobiert, oi, oi, ich sage nur: Knoblauch … 😉

… Of course they had a souvenir shop there. I think that about 90% of the merchandise were cuddly animal toys in all sizes and makes. Then a bit of handicrafts, coffee mugs with animal themes, other articles with animal themes (you see the pattern here?), flower seeds, travel books, maps for hikers and cook books. In other words: all highly useful stuff. I bought my book with Mojos there. We tried two recipes already, oy, oy, I only say: garlic … 😉

2019-02-18 01.05.26

Das war jetzt erst einmal der letzte Beitrag über Fuerteventura, jedenfalls von dieser Reise … macht’s gut und habt einen schönen Tag!

… This was – for the time being – the last post about Fuerteventura, of this trip anyway … be good and well and have a pleasant day!

 

 

 

 

 

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